Ich mache alles für Sie …

Kein Satz kann so gefährlich sein wie dieser, wenn er bei dem Falschen ankommt.

Dabei ist das nicht mal böse gemeint. Aber der Satz ging durch einen Filter. Nämlich den der Sub. In ihren Vorstellungen ist sie ihr Kopfkino durchgegangen und möchte sich dem Herrn zu diesem, eigenen, Zwecke vollumfänglich anbieten.

Nur beim Empfänger, dem vermeintlichem Herrn, kommt er ganz anders an.

Was die Sub eventuell meint ist, dass er sie ans Bett fesseln, die Augen verbinden und durchvögeln darf, wann und wie es ihm beliebt. Der vermeintliche Herr denkt jedoch gerade daran, wie sie für ihn auf den Strich geht und Geld verdient.

Ich betone mal ganz bewusst zwei große Extreme. Und ja, das mag durchaus eine große Kluft aufwerfen und ziemlich böse daher kommen.

Irgendwo in diesem Blog habe ich mal eine solche Situation beschrieben, die mir widerfahren ist. Die Dame sagte exakt dies beim Spiele-Date Nummer Eins. Und ich ließ sie sich ausziehen auf den Rücken legen und schickte mich an ihr in den Hals zu kacken. Merkwürdigerweise wollte sie das dann doch nicht und wir kamen richtig ins Gespräch.

Kleine Schocktherapie mit Wirkung.

Unabhängig davon, dass ein Dom immer dieses „alles“ hinterfragen sollte, warne ich im Zeitalter von „DummDoms“ ganz ausdrücklich vor solchen Äußerungen. Und den Doms füge ich hinzu, dass eine Sub zumeist nur damit sagen will, dass sie euch grenzenlos vertraut. Und das ihr dieses Vertrauen gefälligst nicht zu mißbrauchen habt.

Von dominanten Menschen kann erwartet werden, dass sie gesprochene Worte so für sich umdenken, dass es sicher für die Sub ist und nur das getan wird, was irgendwann auch mal an- und abgesprochen wurde.

Ich selber würde einen solchen Satz nur dann als „as is“ annehmen, wenn ich die Sub schon sehr lange kenne und ganz exakt wissen kann, dass er ganz exakt so gemeint ist. Von Hirnventrikel und Tara würde ich ihn sicher annehmen. Weil sie wissen, was dieser Satz bedeuten kann.

 

#TheTrainingOfO – Was eine Sub sein kann …

„Und Du hättest echt kein besseres Bild finden können?“ – „Nein, es ist bewusst gewählt!“


So einige Dinge spülen sich an Land. Gerade ganz aktuell die Tatsache, dass sich über Twitter verbreitet, dass ein „Dom“ es mit einer Frau ziemlich heftig getrieben hat. Ich stelle den Begriff mal ganz bewusst in Klammern.

Es ist von bleibenden Spuren die Rede und von wildem Herumgedresche, weil eine Sub das einfach zu machen hat. Auch wenn ich die Dame, um die es geht persönlich kenne, so ist das alles für mich Hörensagen. Tatsächlich soll es Beweisbilder geben, die mir jedoch nicht bekannt sind. Daher hat dieser Beitrag durchaus einen sehr persönlichen Charakter. Und um auf diesen aufmerksam zu machen erlaube ich mir auch ein etwas griffigeres Bild zu verwenden.


Es gibt Subs, die es ganz genau so mögen. Hart, unherzlich, unfair, respektlos, demütigend, erniedrigend. Sie wollen auf das Übelste beschimpft werden. Angespuckt, Spermadusche, Vollgepisst. Ich gebe zu, dass triggert auch mich ein wenig.

Sich einfach mal ein wenig gehen lassen. Nicht wirklich über Grenzen nachdenken. Ja, da bewegt sich durchaus auch was in mir. Die Frage, die ich mir jedoch stelle und die mich wohl ganz entscheidend von diesem „Dom“ unterscheidet: Habe ich nicht dennoch respektvollen Umgang mit dieser Zielperson zu pflegen? Und muss ich dann nicht noch mehr Wert auf das Auffangen legen? Um das Geschenk dieser Form von Submission würdig und stolz angenommen zu haben? Um die Sub wieder zu einem „normalen“ Menschen zu machen?

Subs können vieles sein. Subs können Huren sein, Schmerzempfänger und ja auch Zielperson für absolute Demütigungen. Und darüberhinaus noch viel, viel mehr. Form und Art von Submission gehen ins Unendliche. Aber in erster Linie sind sie Menschen und ich habe als Dom bei aller Erniedrigung stets das Wesen der Sub im Blick zu haben und auch zu wissen, wann es „gut“ ist.

Vor allem dann, wenn es sich um die allererste Begegnung handelt. Und selbst dann, wenn die Sub ganz explizit darum bittet, genau in diesen Bereich mitgenommen zu werden. Würde ich mich als Dom so gehen lassen? Würde ich beleibende Schäden an der Seele billigend in Kauf nehmen? Schließlich wurde ja explizit darum gebeten?

Sicherlich kann ich einer Sub beim Ersten Date alle Dinge der Grafik zukommen lassen. Ich denke, wenn das der gemeinsame Kink ist, steht dem nichts im Wege. Aber Verantwortung würde mich daran hindern, einen Weg der Gewalt zu wählen. Wenn eine Sub nicht „Nein!“ sagen kann, dann würde ich mich selber ausbremsen. Das muss man doch sehen! Und vor allem fühlen!

Aber leider ist die Welt voller Arschlöcher, die einfach nur denken, dass sie „Dom“ sind. Das ein „Dom“ Dinge tun kann, egal ob die Sub das will oder mag oder nicht. Grundsätzlich stimmt das auch. Eine Sub muss auch mal ihre Komfortzone verlassen, in welcher sie selber bestimmt. Meine Stimmung zu dieser Geschichte ist jedoch sehr einseitig auf Seiten der Bekannten.

Selbst wenn ich denke, dass eine bestimmt Form und Art von Frau immer auch eine bestimmte Type von Mann anzieht, so hat keine Frau derlei Umgang zu ertragen und zu erdulden. Und das, was dort geschehen ist (wenn auch nur die Hälfte davon stimmt!), setze ich mit einer Vergewaltigung gleich. Es ist eine Schande, was einige Jungs sich erlauben unter dem Deckmantel des BDSM irgendwie zu legalisieren.

Wie gesagt, ich kenne nicht alle Fakten, aber dieser #Rant musste einfach raus.

 

#TheTrainingOfO – English Version

Recently I have been asked to reveal all my secrets and try to explain things in english for foreign readers. To my opinion, well, you only need to get in contact with me via eMail for instance (and the best instance) and I will help you out on this issue.

But for this one time I will give it a try … you never know what it’s good for 😉


#TheTrainingOfO is a concept considering female subs (I only do female subs!) wanting to live the „O“-experience somehow, someway, somewhere, sometime. The main rule for being/living as an „O“ in general is following the „consensual non-consensual“ lifestyle. This means it is me to lead and the sub to obey completely without asking or hesitation.

But as me as The Dominant and the female as The Submissive are human beings in first instance we need to built a trustful D/s-Relationship in first row before we can begin to live life more extremely.

The first step is to get in contact and there are several ways to do this (eMail, WhatsApp, Direct Messages on Twitter) and tell me about your thoughts. We will have a chit chat to see if we are talking about the same thing and if my D/s applies to your D/s-Phantasies. If this is done for good I will have a talk with my wife about you.

Hirnventrikel and I will decide together (as partners in an open relationship, she is not my Submissive only) and if things are okay it will be an honour for me to invite The Submissive for having a coffee in a secure place one on one. If this date was fine it will be The Submissive to ask for the next step. Because if we feel we cannot „work“ together there will no next step.

The next step would be to have a Dinner date together with my wife and The Submissive or only with my wife and The Submissive. As a Submissive my wife has to challenge with other females in my life, but as my wife – she has not. She wants to get to know The Submissive more close to have a good feeling about her, because she just wants to know which Submissive wants to suck her husband’s dick for good. If my wife is fine with The Submissive she will feedback this to her and The Submissive needs to do the next step.

Visiting this blog you see the „Application #CircleOfFalbalus form“ and The Submissive shall fill out this form with valid data about herself. This application will be discussed within the #CircleOfFalbalus but it is my choice only to accept the application or not. This may sound a bit technical or formal, but I am a formal guy … take it as it is.

I do not want The Submissive to just step by to get fucked from time to time. The Submissive will be trained according to her needs and realistic possibilities. And I want The Submissive to be a proud member of the #CircleOfFalbalus for years and not just for some months.


First Line: The Apprentice

Within a period of about one year The Apprentice and I are working on our D/s-Relationship deeply and get close to built trust. She will learn about things I need and things that will come up, when she wants to get further.

Second Line: The Submissive

This part may last longer (1-2 years). The Submissive will be trained more on things she learned and possible punishments for disobeying will be harder. The Submissive will have spotlights on living as „O“ so she can decide better for applying to become an „O“.

Third Line: The „O“

After The Submissive has done the necessary tests and applied on her own will, she will become my property and will start living „consensual – non-consensual“ without any doubt.


The Audience should know that you cannot start living as „O“ right from the spot. Living as „O“ needs to have a fully funcional D/s-Relationship working. The Apprentice has a lot of possibilities to influence the D/s, The Submissive may discuss things with a bit less influence whereas „O“ has no safeword and no influence anymore.

In order to really love being „O“ a female needs to have full trust into me and I think this 3some-way is a good challenge to grow into being „O“.


In general an owned Submissive can be given to me to walk this path as well. Charges may apply on this for the relevant Dominant.

#TheTrainingOfO – Der BDSM-Vertrag

Braucht es Ihn wirklich? So einen Vertrag?

Ich erinnere mich daran, dass ich zu Beginn meiner Beziehung zu Hirnventrikel einen aufgesetzt hatte. Und ich erinnere mich auch, dass sie diesen bei einem Kurztreffen im Starbucks im Düsseldorfer Hauptbahnhof blind unterzeichnete. Sie hatte ihn nicht mal gelesen. Das war schon ziemlich romantisch, oder 😉

Sie war der festen Überzeugung, dass ich ihr niemals schaden würde und dass ich mehr meine Verhaltensweisen lockern würde, als ihren Verfehlungen nachzugehen. Der Vertrag war auf sechs Monate befristet … und wurde stillschweigend verlängert. Mittlerweile sind wir wesentlich weiter als der Vertrag hergibt.

Was auch der Grund gewesen ist, dass ich Tara keinen gab. Hirnventrikel hatte mich bereits nach kurzer Zeit so gut eingeschätzt, dass ich diesen bis dato sehr geschätzten formalen Akt einfach über die Wupper geworfen habe. So ändern sich die Zeiten. Zum Guten.

Und doch überlege ich einen neuen zu entwerfen. Weil ich Formalien halt mag und mich in Rechtsbüchern besser zurecht finde als in jedem Liebesroman. Es ist für mich exakt, wenn auch begrenzend. Es gibt kaum Platz für Toleranz links und rechts, also für beide Seiten nicht. Und es zwingt die Sub zur Disziplin, weil es den Dom zur Konsequenz anhält.

Die Frage die ich mir stelle, wenn ich mich selber so begrenze, ist dass dann eher für mich oder für die Sub gedacht? Sollte ich als Dom nicht eh das Wohl der Sub im Blick haben und nicht meine Ansprüche definieren? Ist es diesen ganzen Aufwand wert? Nimmt man sich dadurch nicht auch ein wenig Dynamik?

Natürlich, wenn ich als Dom mit Tara einen Star Trek Abend auf dem Sofa machen mag, ist sie sicherlich nicht sauer darüber. Schließlich wird der Wunsch des Dom soundso respektiert. Egal welcher. Und wenn ich mit Hirnventrikel über Nacht in ein schickes Hotel fahre und wir es uns zu Sauna, Massage, Abendessen später zu Bett einfach gut gehen lassen, so denke ich auch hier nicht, dass sie das Safeword benutzt.

Aber ich denke, dass wenn es einen gewissen Schritt im Leben der Damen gibt, der vielleicht über das bisher Erlebte hinaus gehen, wäre es dann nicht gut, wenn man nicht nur darüber geredet hat, sondern es in einem Business Development Meeting faktisch niederlegt? Weil ich mir das wünsche?

 

Wie beiden bereits angedeutet ist, so wird es zukünftig „O“-Dates geben. Und hierzu gehört auch das Einhalten gewisser Formalitäten im Umgang miteinander. Jetzt kann ich leicht sagen, macht Euch mal bitte schlau und ich prüfe das ab. Aber … das reflektiert nicht meine Gedanken und was auch immer sie wo lesen würden, vielleicht wäre das alles nicht das, was ich gerne noch so hätte.

Wikipedia definiert dies als „Metakonsens„.

Als Metakonsens werden innerhalb der BDSM-Szene umstrittene erotische Rollenspiele bezeichnet, die sich im Grenzbereich zwischen einvernehmlichem und nicht einvernehmlichem Handeln bewegen. Der Metakonsens wird im Deutschen seltener auch mit dem englischen Begriff „consensual non-consent“ (CNC, einvernehmliche Nichteinvernehmlichkeit) bezeichnet.

Der Metakonsens ist demnach Grundlage für das Dasein als „O“. Es legt die Regel fest, dass der Dom bestimmt und die Sub gehorcht. Es wird (im Rahmen spezieller Rollenspiele vielleicht nur) auf das Safeword verzichtet. Das ist innerhalb der BDSM-Szene nicht ganz unumstritten und auch die Rechtslage, so Wikipedia, ist nicht ganz eindeutig, da bestimmte Vorgänge nicht einfach gestoppt werden können, wenn die Sub trotz aller moralisch bindenden Aspekte von ihren übergeordneten Rechten der Bundesrepublik Deutschland (in diesem Falle) Gebrauch machen will.

Ich werde da einfach noch ein wenig drüber nachdenken, weil mir vielleicht auch nur das Nachdenken darüber viel Freude bereitet.