Vernünftig Unvernünftig – Rezension – @Ophelia_BDSM

„Ein Buch zu betrachten, dessen Zielgruppe ich vordergründig nicht bin, welches für mich persönlich irgendwie so gar nichts Neues darlegt, um es am Ende doch sehr neugierig zu verschlingen und eigene Theorien bestätigt sehe.“


Lia Ophée (aka https://www.instagram.com/lia_ophee/ aka https://meinlebenimpelz.wordpress.com/ aka https://twitter.com/ophelia_bdsm) ist eine mir sehr angenehme Person. Auch wenn der persönliche Kontakt nach zwei Versuchen (einmal zum #KaminabendBDSM 2.0 und einmal zur #SecretNight) bisher nicht funktioniert hat, so habe ich schon sehr früh einen Draht zu ihr gehabt. Ihr Engagement in Sachen #BDSM und „Wie verhindere ich Missbrauch?“ und ihre stete Aufklärung darum, vielleicht nicht immer ganz auf meiner Linie. Als ich nun davon Wind bekam, dass sie sich der Herstellung eines Ratgebers in Sachen #BDSM befleissigen würde, war ich Feuer und Flamme für diese Idee.


Ihr Werk ist sehr persönlich gehalten. Sie schildert „aus puren Pragmatismus“ alleine ihre Sicht auf die Dinge. Das macht noch keinen sonderlichen Unterschied, denn jeder, der noch so sehr den Gedanken abwehrt eben nicht das „Güldene Buch des #BDSM“ geschrieben zu haben, wird meistens ganz exakt mit diesem nichtexistenten Stammwerk im #BDSM in Verbindung gebracht. Ein Makel, den sie sich wird wohl oder übel gefallen lassen müssen. Letztlich ist es mit meinem Blog ja ähnlich. Viele finden es gut, manche finden es scheiße, manchen ist es Cervelatwurst. Eben, weil jeder seine ganz persönliche Sicht auf die Dinge hat.

Frau Ophée schafft es jedoch aus ihrer Sicht der Dinge (alleinstehend, BDSM interessiert) Worte und Wege für gerade diejeniegen zu ebnen, welche eben nicht in einer Partnerschaft leben und sich somit mit dem Partner auf den Weg in die dunkle Seite der Sexualität zu begeben. Welche übrigens, da bin ich mit ihr einer Meinung, deutlich bunter ist, als viele Vanillas das so glauben (können). Sie prangert nicht an, sie stellt Fakten dar. Sie fordert nicht auf, sie lädt ein. Sie lässt sich über sensible Themen wie #BDSMetoo aus, ohne diese abzuwerten. Sie gibt sehr viel von sich preis, damit die Leserinnen und Leser nachvollziehen können, warum sie Dinge so und so und somit für sich richtig sieht. Sie findet ausgleichende Worte, aber ist auch wenig diplomatisch, wenn es an die Essenz eines Extraktes geht.


Und ich stehe auch nach dem viertem Studium ihres Werkes schulerklopfend hinter mir und höre mich „Haste alles richtig gemacht, Alter“ 😉 sagen 😉


Sie entwickelt eine ziemlich ernsthafte Unbekümmertheit um den Leserinnen und Lesern deutlich zu machen, dass es einen Unterschied zwischen Doms und „Doms“ gibt und beschreibt Signale, wie die einen von den anderen auszufiltern sind. Denn es ist ihr wichtig, dass eine Frau, die sich als devot sieht und diese Neigung im #BDSM leben will, mitnichten alles hinnehmen muss (kann und darf). Dass zunächst sie selber Kontrolle über sich haben muss, bevor sie diese an jemand abgeben kann. Dass sie über sich selbst im Klaren sein muss und das dieses „einfach mal (mit)machen“ durchaus Folgen haben kann.

Manche Seelen werden in diesem Buch nur Hinweise darüber finden, dass #BDSM grundsätzlich mehr Potential für gewaltbehaftete Übergriffe, Straftaten habe. Das kann nur jemand behaupten, der #BDSM nicht versteht und sich auch nicht damit auseinander setzen will. Glauben Sie mir, jeder Vanilla-OneNightStand mit dem Typen aus der Kneipe ist grundlegend deutlich gefährlicher.


Ich möchte dieses Buch jedem ans Herz legen. Es zu lesen. Mehrfach. Mit dem Ziel seine eigenen Fehler als „Dom“ zu erkennen und danach zu handeln. Aber vor allem möchte ich es jeder devoten Seele ans Herz legen, damit sie von diesen „Doms“ schnell und zügig Abstand nimmt.

Dominus -> #Sexwork

Das wesentliche Merkmal eines Dominus ist, dass er ein Mann ist, der BDSM gegen finanziellen Ausgleich betreibt.


Dabei reichen die Facetten des BDSM wahrhaftig von links nach rechts kreuz und quer durch den Gemüsegarten. Vom Kuscheldom mit ein bisschen Aua hin zum Richter und Henker in einer Person mit ganz bösem Aua. Die Frage, die ich mir gestellt habe ist, welcher Dominus will ich nun sein?

Auf meiner statischen Seite -> https://training-of-o.de/blog/sexworking/ <- habe ich ja nun einen Abriss gegeben. Ebenso wird von dort auch nach -> https://training-of-o.de/blog/2018/12/29/was-war-was-wird-was-soll-was-ist-thetrainingofo-aber-auch-sexwork/ <- verlinkt. Was aber alles nur die halbe Miete ist.

Denn neben den persönlichen Neigungen gilt es zuvorderst den Wünschen des Gastes zu entsprechen. Wohlgemerkt, in meinem Fall, dem weiblichen Gast, respektive dem Paar. Nicht dem Einzelherren. Gewisse Fertigkeiten kann ich sicherlich auch Einzelmännern angedeihen lassen, wo ich selbst über eine Grenze für mich gehe. Denn Hetero-Escort allein wird mir nicht die Butter auf das Brot bringen. Was ich nach wie vor bleiben möchte ist … ein Mensch. Mit Achtung vor den Gefühlen anderer Menschen und gerade das scheint mir wichtig zu sein.


Haben Männer in aller Regel ziemlich schnell Lust, weil die Wegstrecke zwischen Kopfkino und Penis inklusive Umsetzung ziemlich kurze Lunte hat, ist dies bei der holden Weiblichkeit eher nicht gegeben. Kopfkino ist das eine, aber muss ich das umsetzen, will ich das, und wenn ja wie und natürlich auch mit wem? Frauen sind keine Kurzentschlossenen, die mal eben „auf dem Heimweg“ einen Dominus to Go mitnehmen. Meiner Erfahrung nach müssen nicht nur Ort und Zeit stimmen, sondern eben auch die Stimmung passen. Bei Männern ist das mit der Rattigkeit ziemlich schnell erledigt. Das Sexbusiness ist eben vornehmlich auf männliche Klientel und weibliche Anbieter ausgerichtet.

Ein Schelm, wer sich dabei nicht denkt, wer hier nun wen in der Hand hat 😉


In Ermangelung eines eigenen Folterkellers oder einer entsprechenden regelmäßigen Residierung in einem Domina-Studio, wie zum Beispiel der Kollege -> http://www.dominus.berlin/ <- bin ich wohl ganz exakt der Typ, mit welchem sich extravagante Dinge nur mit entsprechendem Vorlauf erledigen lassen. Und ich glaube, dass dies vor allem für weibliche Subs der korrekte Weg ist. Denn ich muss nicht „heute“ ran, sondern es kann durchaus ein Termin für in Wochen anberaumt werden. Frauen haben Zeit. Natürlich haben Sie auch Zeit zum Überlegen und das Date dann abzusagen, aber am Ende tragen sie die Kosten auch für das Extravagante und eine Frau wird es sich von ihrer Natur aus schon dreimal überlegen.


Womit wir dann zum reellen Knackpunkt kommen. Würden Frauen für Dominierung bezahlen? Wäre das nicht gleich zu setzen mit „OMG, ich habe es so nötig, dass ich mir einen Mann kaufe, der Dinge mit mir tut, die ich vielleicht auch mit anderen so ganz ohne Kosten machen kann?“ Tatsächlich ist da was dran. Frauen sind in aller Regel einfach nicht notgeil genug, im Gegensatz zu Männern. Letztere wollen wahrscheinlich öfter, als sie tatsächlich können. Frauen hingegen können öfter, wollen aber eben nur dann, wenn sie es wirklich brauchen.


(BDSM-) Hetero-Escort hat so seine Eigenheiten und genau das finde ich so faszinierend dran. Die Wunschzettel bedienen und dabei dennoch sich selbst bleiben. Und zwar bei allem benötigen Respekt. Viele Seiten von Kollegen sind darauf ausgerichtet, dass ein Dominus eine ziemlich dunkle Gestalt ist. Das kann ich zwar auch, aber finde das in der Werbung für meine Klientel ziemlich ungeeignet. Meine Persönlichkeit ist ziemlich heiter und dennoch ernsthaft. Es gibt Damen, die dies bezeugen können. Es leben halt der Unterschied zwischen „Darf ich Dir weh tun?“ und dem tiefen und ernsten Blick „Ich werde Dir jetzt weh tun!“.

So wird es mich genau als den Menschen geben, der ich bin. Spielereien mit durchaus ernsthaftem Hintergrund, um Sehnsüchte zu erfüllen, mit der nötigen Portion Heiterkeit, Anständigkeit und Respekt.

 

Was Du über Dominanz wissen solltest …

Natürlich, und es ist schon oft geschrieben worden, Du kannst es überall im Internet lesen, hast sogar Bücher daheim, bist neugierig und vielfach interessiert. Hast Meinungen und Ratschläge verinnerlicht und bist bereit dazu. Bereit für den ersten Dom in Deinem Leben. Er soll alles verändern. Dir Höhepunkte ungeahnter Größe und Tiefe bereiten. Und Du willst das alles. Weil es Dich kickt. Diese Bilder und Videos, die ein Zucken zwischen Deinen Beinen verursachen. Die Dir nicht mehr aus dem Kopf gehen. Du bist bereit. Jetzt oder Nie.

Wirklich?

Was glaubst Du, was Dominanz ist? Hast Du Dir nur die sexuell orientierten Bilder angeschaut? Ist es das?


Trenne Dich einfach mal von all diesen Dingen. Nur für einen Moment. Auch wenn sexuelle Hingabe Dich bewegt. Lege Dich mal kurz trocken. Danke.


Dominanz ist für mich ein Entscheidungsträger. Nicht unbedingt in Allem. Aber in Vielem. Dominanz bestimmt. Submission folgt. Das ist der Deal. Es ist mehr als der morgendliche und/oder abendliche Blowjob. Dominanz entscheidet, ob es Sex haben will oder nicht. Dominanz entscheidet, was Du tust und nicht tun darfst. Setzt Grenzen, Regeln, in denen Du Dich einfindest. Fordert Dinge ein, zu jenen Du Dich vielleicht überwinden musst. Beispiele?

Die Sub als Frau im Rollengefüge der 50er Jahre.
Die Sub als Hure, welche anschaffen geht.
Die Sub als visuelle Wichsvorlage, die im Internet gezeigt wird.
Die Sub als nackt gehaltene Frau.

… und und und

Es gibt unzählige Phantasien der Männer, die sich sexuell anfühlen, aber es nicht sind.

Vielleicht wird Dein zukünftiger Dom niemals mit Dir schlafen, sondern Dich stets beschlafen lassen, während er dazu masturbiert?
Vielleicht wird er Dich aber auch daheim „einschließen“ und somit vor den Augen der Welt geheim halten?


Es ist völlig egal, was in einem Schädel einer dominanten Fachkraft so vor sich geht. Aber sobald Du es weißt, besiegelt sich damit auch Dein Schicksal. Natürlich erst in dem Moment, wo Du ihm Deine Treue schwörst und ihn somit als Deinen Dom anerkennst.

Hier mal eine Checkliste auf die Schnelle:

  1. Wenn Dir (bei der Kontaktaufnahme schon!) etwas Spanisch vorkommt, dann frage nach. Wenn er nicht antworten will, dann lass es.
  2. Wenn er nur von Dir Offenheit einfordert, aber selbst nichts preisgeben will, dann lass es.
  3. Wenn sein Kopfkino von Dingen schwärmt, die Dich nicht kicken, dann lass es.
  4. Wenn er mit Deinem Kopfkino nichts anfangen kann, dann lass es.
  5. Wenn Du das Gefühl hast, dass er Dich nicht wirklich versteht, dann erkläre Dich erneut. Wenn ihn das nicht interessiert, dann lass es.

Kurz: Du hast das Recht von ihm Dinge zu erfahren, da er sich das Recht nimmt von Dir Dinge wissen zu wollen.


D/s ist extrem vielschichtig und ein Dom wird Dir sicher nicht immer alles bis in die letzte Ecke erklären. Das sollte meiner Meinung nach jedoch nicht für seinen Charakter gelten. Von seinem Charakter ausgehend, lassen sich Rückschlüsse auf sein D/s-Verhalten ziehen.

Sonntag: „Öffentlich zur Schau gestellt.“ // #Hausaufgabe

Tag 14 / 14


Wenn Du Dich öffentlich zu Schau stellst, dann hebt dies definitiv deinen Wert bei mir.
Wenn dies auch noch ohne Murren und Knurren geschieht, sondern Du es einfach tust, dann sagt dies noch viel mehr aus. Denn es bedeutet mir, dass Du mir über alle Maßen vertraust und Dir auch, zumindest ein Stück weit, zutraust meinen Weg einzuschlagen.

Denn es geht nicht um 60 Augenpaare, die Dich anschauen und vielleicht auch begehren (was die meisten tun werden!), sondern alleine um Dich und um mich.

Mein Kink ist es Dich zu präsentieren und den anderen meinen Stolz zu zeigen: „Seht her, diese schöne Frau gehört mir. Sie ist mir alleine zu Willen und mir Untertan. Ich bin stolz darauf, dass sie zu meinen Füßen kniet und mir meine Wünsche erfüllt.“

Das, liebe submissive Fachkraft, ist alles, was ich will. Das DU stolz darauf bist, dass Deine Wahl richtig gewesen ist, mich in Dein Leben zu lassen. Schließlich dreht sich ja alles um Dich und Deinen Kink.

Natürlich hast Du meinen Blog gelesen und wir haben viel gesprochen, aber die Kraft der Submissivität kommt aus Dir heraus. Sie verleiht Dir erst Macht, die Du mir übertragen kannst. Von Dir kann ich nicht einfordern, was Du nicht zu geben bereit bist.

Sehr viel dieser Magie liegt alleine an Dir, da kann ich noch so sehr verlangen.


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 13 / 14
https://training-of-o.de/blog/2018/12/15/samstag-vor-ihnen-nackt-zu-sein-bedeutet-fuer-mich-hausaufgabe/

Samstag: „Vor Ihnen nackt zu sein, bedeutet für mich …“ // #Hausaufgabe

Tag 13 / 14


Zugegeben.
Es fiel mir nicht wirklich leicht sinnvollen Inhalt zu dieser Frage zu finden. Und wenn, dann müsste ich, mal wieder, aus alten Zeiten heraus beisteuern.

Mit diesem merkwürdigen Selbstbewusstsein von äußerlicher Attraktivität gesegnet, welche wohl 98% aller Männer innewohnt, habe ich nun mal nie ein Problem damit gehabt, mich nackt zu zeigen. Egal wo und wem.

Aber dieses „Nackt sein“ beinhaltet eben auch mehr als den Körper zu entblößen. Weil mit einem Menschen, welchen man sexuell attraktiv findet, ist es sicherlich völlig normal, dass man sich nur zu gerne entkleidet oder sich entkleiden lässt.

Sich jedoch mit seinem Kopfkram einem Menschen zu nähern und ihm zu sagen „Ich liebe Dich und ich will dir weh tun“ oder „Weil ich Dich liebe, muss ich Dir weh tun“ ist dann nochmal ein ganz anderes Kaliber.

Also jemandem seine Gedanken vollständig vor die Füße zu legen ist viel mehr nackt sein, als sich auszuziehen. Es bedeutet mir sehr viel, dass ich das darf und dass meine Gedanken nicht als blöd empfunden werden oder eben vollständig abgewertet werden. Dass sie im Raum stehen bleiben können. Ohne größere Kommentierung.

Ich glaube, dass das viel mehr wert ist, als man das von außen überhaupt sehen kann. Es gehört schon eine gewisse Überwindung dazu sich ehrlich zu seinen Perversionen zu bekennen. Dinge in das Blog zu schreiben ist das eine, Kopfkino hochzufahren ebenso, aber jemandem sein Wollen mitten ins Gesicht zu sagen ist eine ganz andere Hausnummer.

Damit verbunden ist immer auch ein wenig Angst. Auch bei mir. Wie wird mein Gegenüber darauf reagieren? Soll ich es lieber nicht einfach machen und es gar nicht erst ankündigen? Was, wenn meine Entscheidung die falsche war? Was bekomme ich für meine Ehrlichkeit zurück.

Selbst dann wenn ich noch so sehr kommuniziere, geschehen ab und an Dinge, welche nicht kommuniziert sind. Muss ich immer kommunizieren? Muss alles vorab besprochen sein? Hatte ich das schon mal gesagt oder angedeutet? Oder stand es bereits auf einem Wunschzettel und ich habe es vergessen?

Ist dieses „Nackt sein“ eventuell auch, als dominante Fachkraft, dieses „Ab und an einfach machen und dann das Echo einfangen“?


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 12 / 14
https://training-of-o.de/blog/2018/12/14/freitag-was-ich-ihnen-schon-immer-mal-sagen-wollte-hausaufgabe/

Freitag: „Was ich Ihnen schon immer mal sagen wollte.“ // #Hausaufgabe

Tag 12 / 14


Wenn mir etwas ab und an auf die Nerven geht (und wir wollen ja ehrlich miteinander umgehen), dann finde ich mich ab und an etwas ratlos, wenn es darum geht, dass Du Dich nicht sexy oder begehrenswert findest. Dass ich immer wieder gefühlt von Null anfangen muss. Das hinterlässt bei mir das Gefühl, dass Du mir nicht glaubst und dass ich es wohl niemals richtig schaffen werde.

Warum ist es so wichtig für Dich stets und ständig diese Information zu bekommen?

Dabei denke ich, dass ich alles realistisch machbare tue, um Dir diese Flausen aus dem Kopf zu treiben. Ich bin weder unnahbar, noch unberührbar. Ich zeige mich und es ist niemals still zwischen uns.

Bist Du Dir Deiner selbst so unsicher?
Reicht es nicht, wenn ich einfach nur „da“ bin?

Weibliche Wesen sind halt eben anders, das ist mir klar. Und ich darf meinen eigenen Umgang mit mir selbst nicht auf Dich übertragen. Wenn mir mal jemand gesagt hat, dass er auf mich steil abgeht, dann habe ich das gespeichert und fertig. Ich selber habe nie Wiederholungen gebraucht. Am Ende habe ich einen steifen Schwanz vor meinen Augen gesehen und das war mir Bedeutung genug.

Ist es wirklich so, dass Frauen einen anderen Zugang zu sich haben?
Gibt es wirklich so viel mieses Zeug in weiblichen Vergangenheiten, Dir euch sagen, dass ihr Scheiße ausseht?


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 11 / 14
https://training-of-o.de/blog/2018/12/13/donnerstag-eine-nacht-im-nirgendwo-hausaufgabe/

Donnerstag: „Eine Nacht im Nirgendwo.“ // #Hausaufgabe

Tag 11 / 14


Steige in mein Auto.
Setze Dich auf die Rückbank.
In die Mitte.
Ich will Dich im Rückspiegel sehen.
Während der Fahrt werde ich Dir Anweisungen geben.

Du wirst mir Deine Handtasche nach vorne reichen.
Du wirst Dein Oberteil ausziehen.
Du wirst aus dem Minirock schlüpfen.
Du wirst mir auch diese Dinge nach vorne reichen.
Du wirst die ganze Nacht in 3H bleiben.
Du wirst die Beine spreizen.
Du wirst masturbieren.
Du wirst aus dem Fach vor Dir einen Plug nehmen und diesen einführen.
Du wirst weiter masturbieren.
Du wirst fragen, ob Du kommen darfst.
Du wirst weiter masturbieren.
Du wirst aus dem Fach vor Dir die Augenbinde und die Handschellen nehmen.
Du wirst Dir die Augenbinde anlegen.
Du wirst Dir die Handschellen hinter Deinem Rücken anlegen.
Du wirst nun aussteigen.

Ich werde Dir eine Leine anlegen.
Ich werde Dich führen.
Ich werde langsam gehen.
Ich werde Dich küssen.
Ich werde jemandem die Leine in die Hand geben.
Ich werde euch folgen.

Du wirst kein Wort sagen.
Du wirst gehorchen.


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 10 / 14
https://training-of-o.de/blog/2018/12/12/mittwoch-der-eigene-orgsamus-als-ultimative-bestaetigung-hausaufgabe/

Mittwoch: „Der eigene Orgasmus als ultimative Bestätigung?“ // #Hausaufgabe

Tag 10 / 14


Mein eigener Orgasmus ist mir nicht wirklich wichtig.
Wenn ich wirklich abspritzen will, dann tue ich das (mit Dir) einfach.

Ende des Gespräches.

Es ist mir nach wie vor ein Rätsel, warum Subs dauernd meinen, dass Doms sie stets hart vögeln wollen. Nicht alle sind so und ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass ich mit dieser Meinung völlig alleine bin.

Natürlich treibt uns die Pornographie an Stellen, an welchen wir das denken müssen. Auch als Sub bin ich immer davon ausgegangen, dass ich „irgendwie“, „irgendwo“ und von „irgendjemandem“ gefickt werde. Zumindenst, wenn ich mein Halsband trage und damit meine Rechte an meinem Körper an meine Herrschafft abgab.

Erstaunlicherweise wurde meine Sucht nach Fremdbesteigung durchaus befriedigt, aber das mein Herr sich persönlich meiner annahm, war ziemlich selten. Was es dann aber auch besonders für mich machte, wenn er mich bestieg. In meinem Kopf setzte sich fest, dass er alleine entscheidet mit wem er Sex hat und ich habe ihn öfters seine eigene Frau beschlafen sehen als er mich nahm. Aber Submission ist eben deutlich mehr als hart beschlafen zu werden.

Heute sehe ich das ganz exakt genau so und es ist durchaus schwierig meinen Damen zu erläutern, dass ich sie wenig bis gar nicht beschlafen werde. Da sehe ich mich durchaus als Dominus, welcher in allen Belangen seiner Sexualität entscheidet und dieses schließt eben auch die Sexualität meiner Damen mit ein. Mantra: Wenn ich Dich ficken will, dann tue ich das einfach. Wenn nicht, dann nicht. Komm‘ darauf klar.

Mein ganzes Treiben dreht sich um die Bedürfnisse der Sub, die ich zuerst zu achten habe. Und ich sehe mich danach erst an zweiter Stelle. Der Orgasmus der Sub ist mir heilig und wichtig. Und wenn mich das geil macht, dann spritze ich eben in das Gesicht meiner Dame ab oder habe Sex mit ihr.

Vielleicht ist es auch so, dass ich ein ziemliches hohes Maß an Testosteron im Beisein meiner Sub erst aufbauen muss. Schließlich werde ich, im Gegensatz zu pornoiden Versprechen, nicht automatisch hart nur weil sich eine submissive Fachkraft an mir zu schaffen macht. Gewisse Dinge kicken mich einfach nicht und dazu können auch spezielle Verhaltensweisen gehören.

Und dafür bin ich dann eben Dom, um meiner Sub zu zeigen, wie sie Expertin an mir werden kann.


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 9 / 14
https://training-of-o.de/blog/2018/12/11/dienstag-schutz-und-sicherheit-im-zeichen-des-herrn-hausaufgabe/

Dienstag: „Schutz und Sicherheit im Zeichen des Herrn?“ // #Hausaufgabe

Tag 9 / 14


Okay, dann wollen wir mal ein wenig „Deep“ werden.

Beziehungen im BDSM gibt es gar sehr viele unterschiedliche und die Aspkete, welche Menschen in derlei Bindungen treiben können unterschiedlicher nicht sein.

Geht es bei Teilzeitbeziehungen eher um das reine Ausleben spezieller Sexualität mit ein wenig Intimität „on top“, so ist die Aufgabe der Herrschafft endlich begrenzt. Während einer Session für die Sicherheit zu sorgen, welche notwendig ist um eine submissive Fachkraft fliegen zu lassen. Nach der Session wird gekuschelt und danach geht jeder seiner Wege bis man sich wieder trifft.

Das andere Ende der Leine ist deutlich weniger sexuell geprägt, auch wenn spezieller Spezialkink darin enthalten sein kann. Hier geht es darum, dass ein submissiver Mensch einen für sich dominanten Mensch trifft und unter seinem Schutz exakt die Sicherheit findet, so zu sein, wie man eben ist. Es gibt kein Wenn und kein Aber. Man nimmt sich wechselseitig an und kann sich auch wechselseitig stützen. Persönliches Verhalten wird einfach anerkannt und nicht in Frage gestellt und dieses „nicht in Frage gestellt“ ist der Knackpunkt.

In diesem Sektor geht es nicht wirklich darum dominanten Sex zu haben, sondern sich dem gegenüber anzuvertrauen. Wo „normale“ Beziehungen eine Grenze haben, warum auch immer man in anderen Beziehungen nicht über Sexualität spricht und warum Gespräche auch immer scheitern, weil man das Gegenüber mit seinen Bedürfnissen (ab-)wertet, wenn eine Sub und ein Dom sich treffen und verstehen, dann kann ein Verhältnis wachsen, welches keine Geheimnisse voreinander kennt und auch nicht kennen will.

Wer als Dom fühlt, aber keine Sub als Partner hat ist ebenso einsam, wie wenn jemand als Sub fühlt, aber keinen Dom als Partner hat. Wenn das Gegenüber keinerlei Ambitionen zeigt, sexuell zu experimentieren bleibt man frustriert und vor allem dann, wenn man das Tor zum BDSM bereits (gemeinsam) durchschritten hatte.

Aus meiner eigenen Subzeit reflektiere ich sehr gerne auch heute noch, dass ich bei meinem Herrn einfach so sein konnte, wie die übrige Welt mich nicht hat sehen können oder wollen. Das gab mir auch im normalen Alltag stets eine gewisse Sicherheit, weil da eben jemand war, der mich so wollte, wie ich wirklich bin.

Daher muss eine Sub nicht wirklich extreme Dinge mit sich machen lassen, um einen Dom auf sich aufmerksam zu machen. Es dauert halt, bis „Der Richtige ™“ um die Ecke kommt. Und auf diesem Weg nimmt man dann wohl den einen oder anderen Frosch mit. Wer es also als Mann einfach nur genießt, dass seine Partnerin daheim stets nackt sein will, dann hat dieses #CMNF erstmal gar nichts Sexuelles. Beide fühlen sich einfach nur wohl damit. Sie ist halt gerne nackt und er luschert gerne ein wenig.

BDSM-Beziehungen befreien Menschen von all den nickligen Dingen, die andere für empörend erachten. Viele Männer hätten es sicher gerne, wenn die eigene Partnerin immer nackt durch die Wohnung läuft. Aber BDSM ist eben nicht dies immer im Kopfkino mit Sex zu verbinden. Ein Dom gibt seiner Partnerin eben die Sicherheit sich nackt im Haus zu bewegen und dabei all den Alltag zu erledigen, welcher eben so ansteht. Er wird es nicht anprangern oder ständig ausnutzen (denn eine Frau, die wirklich viel Sex braucht wird jeden Dom an seine Grenzen bringen!).

Und dieses Verständnis füreinander, egal bei was und womit, mit Rat und Tat eben als ganzheitlicher Akt, wirkt befreiend für diese beiden Menschen. Er möchte seine Partnerin schlagen dürfen, sie möchte geschlagen werden. Läuft also. Niemand muss um Erlaubnis bitten, es geschieht einfach. Obacht: BDSM involviert immer gleichberechtigte Partner, die wissen was sie tun und voneinander brauchen. Alles andere ist Mißbrauch. Das macht es auch schwierig Außenstehenden den Unterschied zu erklären.

Ich habe es dennoch versucht.


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 8 / 14
https://training-of-o.de/blog/2018/12/10/montag-gehoert-demuetigung-zur-demut-hausaufgabe/

Montag: „Gehört Demütigung zur Demut?“ // #Hausaufgabe

Tag 8 / 14


Der Jurist in mir sagt: „Kommt drauf an.“

Wie ich bereits mal in einem älteren Artikel angedeutet habe, kann Demütigung schwerlich demütigend sein, wenn das gegenüber genau diese Form der Demütigung in seinem Kink bevorzugt.

Und doch gibt es Szenarien, in welchen eine gewisse Form der tolerierten Demütigung zum Leben dazu gehört. Wenn zum Beispiel eine SM-Party ansteht und ich zwei meiner Subs ein gemeinsames Regelwerk für den Abend aufgebe. Wo für die eine 3H mit einem Schulterzucken kommentiert wird, ist dies für die andere eventuell eine echte Probe. Natürlich ist jede Gruppe nur so stark wie ihr schwächstes Glied und ich bin sehr bemüht darauf Rücksicht zu nehmen. Nur manchmal ist es eben auch nötig mal einen Schritt nach vorne zu gehen und in Demut meine Bedürfnisse zu erfüllen, auch wenn der Umstand demütigend sein kann. Sub oder Sklavin sein ist halt kein Wunschkonzert, jedenfalls nicht immer.

Demütigend kann aber auch sein, dass ich im Rahmen einer Veranstaltung einfach keine Zeit für das Bespielen habe. Dies ohne öffentliches Murren und Knurren hinzunehmen, bedeutet mir sehr viel. Und es zeigt mir, dass eine Sub charakterlich im Subsein angekommen ist.

Was mir persönlich wichtig ist: Ich demütige niemals aus Absicht oder Vorsatz.


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 7 / 14
https://training-of-o.de/blog/2018/12/09/sonntag-fasse-dein-aktuelles-regelwerk-zusammen-brauchst-du-mehr-oder-weniger-regeln-hausaufgabe/