Kommunikation und Social Media #smblogparade

Social Media ist aus unserem Leben einfach nicht mehr wegzudenken. Und wer immer noch glaubt, dass dieses „Neuland“ wirklich Neuland ist, der wird wahrscheinlich auch noch nicht wirklich begriffen haben, dass der Mauerfall sich 2019 bereits zum 30sten Male jährt. Und in diesen 30 Jahren ist dieses Social Media erst aufgekommen.

Facebook: Februar 2004
Twitter: März 2006
Instagram: Januar 2010
Snapchat: September 2011

WhatsApp: Februar 2009
Threema: Dezember 2012
Telegram: August 2013

FunFact: Als „offizieller“ Erfinder der eMail gilt Ray Tomlinson. Bereits Ende 1971, also 13 Jahre vor der ersten eMail in Deutschland, gelang es ihm, eine Nachricht über das ARPANET von einem Computer zu einem anderen zu schicken.

Da war ich 1 Jahr alt und noch kein Urzeitpredator mit 50 im kommenden Jahr 2020.


Während ich als Jugendlicher der 80er, also dem Aufkommen der eMail in Deutschland, aufgewachsen und noch ziemlich sehr viel ganz der eMail (text/plain vs text/rtf oder auch text/html – Steinzeitmenschen werden sich an diese Kriege erinnern, welche mit Microsoft Outlook Express Einzug in die Kommunikation hielten) verbunden bin, sind modernere Wege der Kommunikation aufgekommen.

Und somit auch irgendwie das Motto „Echtzeitkommunikation“. Hatte ich also bei eMail noch irgendwie Zeit mit der Antwort entscheiden heute vielmals zwei blaue Haken darüber, dass ich mich frage, warum jemand was liest, aber nicht antwortet und setze mich auch ein wenig selbst unter Druck unbedingt antworten zu müssen (wollen).

Manche von euch kennen das, aber ich schweife wohl ein wenig ab.


Kommunikation ist im BDSM das A und O. Nichts geht ohne Kommunikation und es auch nicht möglich nicht nicht zu kommunizieren. Daher möchte ich an dieser Stelle einfach mal ein Plädoyer für die Langsamkeit einwerfen.

Egal, ob ihr eure Schritte per Messenger oder eMail macht, macht dem anderen klar, dass ihr innerhalb von 24-48 Stunden auf komplexere Dinge antworten werdet. Bitte schreibt niemals: „Ich werde das in Ruhe lesen und mich dann melden.“ Meine Erfahrung ist, dass Du dann ohne Erinnerung nie wieder was von hörst. In der Thematik #Fuffzig, welche derzeit läuft, ist das tatsächlich der Fall.

Öffnet also eure App nur dann, wenn ihr auch Zeit habt zu antworten. Und öffnet keine Chats, wo ihr von ausgehen könnt, dass da was Komplexes dahinter ist. Nichts ist schlimmer als irgendwas Hingeschludertes, welches am Ende für Verwirrung sorgt. Eventuell kommt ihr auf den Trichter Lesebestätigungen auch einfach abzuschalten. Das entnervt auch ein wenig.

Bitte achtet unbedingt auf Verbindlichkeit in euren Worten. Da euer Gegenüber nicht eure Mimik lesen kann helfen auch Smileys nicht immer weiter. Ein dezentes „Ich will Dich jetzt vollpissen!“ und ein „zwinkizwonki“ bedeuten vielleicht auf Twitter was, aber Dein Gegenüber ist vielleicht gar nicht und wenn, dann eventuell in einer ganz anderen Blase auf Twitter unterwegs und versteht das nicht.

Gerade in der Sexarbeit merke ich das immer wieder, dass Menschen Chats löschen und Infos von vor drei Tagen nicht mehr verfügbar sind. Ja, das nervt. Ist aber so. Ich habe zwei Rufnummern und schreibe mir einige Textblöcke immer an mich selbst. Also kopiere ich gerne generische Antworten einfach um. Wer keine zwei Handynummern mit WhatsApp hat, hat aber vielleicht einen Freund, wo man sowas lassen kann. WhatsApp zur „Ablage“ nutzen, aber Telegram zum Chat, kann mit dem gleichen Menschen wirklich gut funktionieren.

Entschleunigung ist aber auch das Smartphone komplett auf lautlos zu stellen. Jedenfalls die Chats. So ist das bei mir der Fall. Es liegt zwar auf dem Tisch vor mir, aber ich bekomme nichts mit und kann mich auf das Schreiben dieses Artikels beschränken. Nichts im Leben ist so wichtig, dass man nicht auch mal anrufen kann.


Kommunikation ist im Bereich BDSM wohl das Wichtigste überhaupt. Während und nach einer Session. Und überhaupt: vor dem Kennenlernen, vor dem ersten Date, vor der ersten Session.

Informationsbeschaffung ist genauso wichtig, ob im Netz oder beim Gespräch mit Menschen, die sich auskennen. Nur Vorsicht, nicht alle kennen sich aus … Deshalb haben sich für diese Blogparade Menschen zusammengetan, die alle Ahnung von dem haben, worüber sie schreiben: BDSM.

Wie alle Beteiligten der Blogparade lebe ich BDSM (auf meine Art) als Sexarbeiter, Veranstalter einer BDSM-Party, aber auch im privaten Leben im #CircleOfFalbalus aus.

Wie die anderen Blogger und Twitterer ihre Texte gestalten, seht ihr immer dienstags und freitags, wenn ein neuer Beitrag online geht. Diese werde ich jeweils nach Erscheinen hier verlinken. Bis dahin könnt ihr euch schon mal umschauen.

Es handelt sich um folgende Blogs:

Kommunikation und Social Media – Margaux Navara

Kommunikation und Social Media – Tanja Russ

Wie die Dramaqueen in mir Twitter fand – Paige Dark

BDSM und Kommunikation – Sofies geheime Welt

Kommunikation, die Zweite – Sofies geheime Welt

Kommunikation in sozialen Medien. Ein Versuch es zu verstehen – Leyla Femme

Kommunikation während einer Session – Whispered Stories

Segler (27) – Madamme Fatale


Die Gespielin

LessDressedStories

Tomasz Bordemé

Training of O

Einschub // Fort- und Weiterbildung von Betriebsratsgremien

Authentisch musste ja schon sein, nicht wahr? Kann ja nicht immer nur ums Ficken gehen, richtig?

Natürlich nicht, aber in den Kopf ficken kann man auf vielerlei Art.

Orrrr ….!

So habe ich heute einen guten Teil des Tages mit der Erstellung des Bildungsprogrammes innerhalb des Referentenarbeitskreises der IG Metall Bonn-Rhein-Sieg verbracht, welche dann in 2019 durch das DGB-Bildungswerk NRW. e.V. veranstaltet werden. Quasi die Basis für die Programmhefte, die demnächst verfügbar sein werden.

Dabei kam es zu einem kleinen Umbruch, weil wir in 2019 auch Teile der Seminarreihe „BR-Kompakt“ der IG Metall regional durchführen werden. Insgesamt werde ich ein BR1-Einstiegsseminar und beide BR-Kompakt-Seminare (Personelle Maßnahmen und Mitbestimmung), sowie ein AN1-Seminar (Gewerkschaftliche Grundlagen) durchführen.

Des weiteren werde ich in 2019 meine eigene Fortbildung als Referent angehen und mich in Richtung Entgelt, Arbeits- und Gesundheitsschutz und Schwerbehindertenvertretung entwickeln. Gerade letzteres liegt mir sehr am Herzen.

Dazu kommen sicherlich noch einige Gremienseminare, also Betriebsratsschulungen- oder Klausuren, welche sich lediglich mit dem gesamten BR-Gremium beschäftigen und/oder „inhouse“ bei den Gremien stattfinden werden. Diese unterscheiden sich von den allgemeinen Grundlagenschulungen dahingehend, dass sie sich explizit mit den Themen des Gremiums beschäftigen, also den Problemen vor Ort und wie man diese angehen kann.

Wer also meine Person mal kennen lernen will, dem gebe ich die Möglichkeit dazu entweder in den Seminaren, die ich hier veröffentlichen werde, sobald die Hefte gedruckt sind, oder eben auch direkt ein Gremien-Seminar zu machen. Diese werde ich dann über das DGB Bildungswerk NRW e.V. einfädeln. Dies ist vor allem für frisch gewählte Gremien interessant, die sich in kurzer Zeit viel Wissen aneignen müssen und eben nicht auf andere Grundlagenschulungen lange warten können oder wollen.

Dabei mache ich grundsätzlich keinen Halt auch vor nicht gewerkschaftlich orientierten Gremien und das hat auch seinen Grund. Meiner Erfahrung nach haben die Mitbewerber den entscheidenden Nachteil, auch wenn sie mit kostenfreien iPads um sich werfen und vielleicht auch mitten in den Großstädten stattfinden, aber sie geben kaum einen Mehrwert. Was nützt es einem Betriebsrat, wenn er zwar seine Rechte kennt, diese aber nicht im Betrieb umsetzen kann. Und zwar aus eigenem Saft und nicht für jeden Furz einen Rechtsanwalt beschäftigt. (#Rant Ende).

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich das eine oder andere Betriebsratsmitglied aus meinem Umfeld der sozialisitischen Medien mit mir diesbezüglich in Verbindung setzen würde. Vielleicht klappt es ja, wenn wir mal ein BR-Seminar nur mit Twitterern zB voll kriegen würden 🙂

So long 😀

Martin

Arroganz vs Dominanz

Seit den Geschehnissen sind nun ein paar Tage vergangen und ich habe Abstand gewonnen. Tatsächlich bin ich in mich gegangen und habe mit dem ernsten Willen zur eigenen Läuterung den ganzen Vorgang dahingehend untersucht, wo ich eine Ursache sein könnte. Nämlich a) durch mein arrogantes Verhalten eine korrekte Reaktion zu bekommen oder b) durch mein normales Verhalten eine arrogante Reaktion zu erhalten.

Also irgendwas mit Arroganz.

Ich muss die Inhalte zitieren, auch wenn diese im privaten Nachrichtenmodus erzeugt wurden. Maximale Anonymisierung und Pseudonymisierung werden ihr Übriges tun.

Man führt Listen und nimmt dort auf ohne zu fragen? Das finde ich ziemlich befremdlich!

Dies ist der Einstieg.

Wie ihr wisst verwalte ich in meinem Twitteraccount meine Follower in Listen. Eine davon lautet #CircleOfFalbalus, dort sind meine Twitter aktiven Subs aufgeführt. Eine andere lautet #Fuffzig, dort sind diejenigen gelistet, die ich auf meinem 50. Geburtstag gerne sehen würde. Für den Fall, dass deren Twitteraccount im Jahre 2020 noch funktioniert 😉 Dann gibt es noch #RealLife, für diejenigen, welche ich im realen Leben mal getroffen habe und dann noch #Kaffeedate, für diejenigen (zumeist weiblicher Natur), welche mit mir mal ein solches Date hatten oder die ich einfach gerne mal treffen würde. Manche sind mittlerweile in allen vier Listen, manche nur in zwei und sonst wie.

Und wenn ich mal so durch meine Twitterfollowerinnen blättere, fällt mir ab und an eine Dame auf, mit welcher ich mich gerne mal auf einen Kaffee treffen würde. Und da hatte ich eine Dame aufgenommen, mit welcher ich mir das wünschen würde und hub sie gleich in das #Kaffeedate und in die #Fuffzig. Daher auch meine Antwort an XYZ:

Hallo, ich verstehe die Frage nicht. Das Führen von Listen in seinem eigenen Account ist eine Möglichkeit die Flut von Followern in geordnete Bahnen zu lenken und gleichzeitig eventuell eine Botschaft mit auf den Weg zu geben. So z.b. meine Liste #Fuffzig für die, die zu meinem 50. eingeladen sind. Ansonsten spezifiziere bitte. Was du meinst?

Die Dame bedankte sich auch öffentlich für das Listen und damit war es das erstmal. Bis eben ganz oben diese Botschaft per DM rein kam. Es musste also bei dieser (vermeintlich) domlosen Dame (man kann ja nicht alles lesen!) einen Herren geben, welchen ich nicht auf dem Zettel hatte. 

Zur Erinnerung: Ich führe meine Subs in meinem Profil auf einem Schild und meine Subs tun dies in ihrem Profil mit mir. Das muss nicht jeder machen, verstehe ich, aber der Reihe nach. Ich ging also auf das Profil dieses Herrn und schaute nach. Und tatsächlich, dort war ein angehefteter Tweet zu finden, welcher aussagte, dass XYZ Anspruch auf ABC erhebe. Und unter diesem Tweet befand sich sogar eine Botschaft an mich, komplett ohne Mention, was manchen einfallen würde. So sinngemäß.

Ich machte von dem, was ich sah einen Screenshot und wandte mich direkt an ABC. Es gibt leider viele von diesen merkwürdigen Menschen, welche so tun, als würde eine Frau ihre Sub sein und die Frauen wissen das noch gar nicht. Sicher ist sicher. Und ABC bestätigte mir, dass dies so richtig sei. Was mich wunderte, weil ihr Profil insgesamt so überhaupt nicht bezeugte, dass ABC zu XYZ gehören würde. Jedenfalls nicht auf die ersten zwei, drei Scrollbewegungen. Ich hatte jedoch keinen Grund ABC nicht zu glauben, weil welche Frau nimmt einen Mann zum Dom, den sie nicht will.

Ich schrieb dem XYZ nun folgende Zeilen:

Es ist darüber hinaus schwierig jemanden zu befragen, wonach auch immer, wenn es keinerlei Hinweise auf Verbundenheit gibt. Das ist nun geklärt. Aber eine Entschuldigung gibts dennoch nicht. Es ist nichts Unzüchtiges oder Ungewöhnliches dabei Listen zu nutzen. Bis dahin … Martin

Tatsächlich war ich mir keiner Schuld bewusst und bin es immer noch nicht, dass ich ein so schreckliches, generelles Vergehen an allen D/s-Riten verbrochen hatte. Und ich habe nun Tage damit verbracht (und auch meine Sub Lisa ehrlich dazu befragt, welche das live und in Farbe mitbekommen hat), ob das anmaßend sei. Ich schätze meines Subs u.a. wegen ihrer Loyalität und ihrer Ehrlichkeit mir gegenüber. Sie würden es mir mitten ins Gesicht sagen, wenn ich Mist baue. Ihre Wortwahl gegenüber XYZ war nicht schmeichelhaft. Belassen wir es dabei. Hier seine Antwort:

Dann solltest du deine Augen öffnen und lesen und, vielleicht, vorher fragen! Ich werde ABC anweisen dich zu blockieren. Und noch etwas, Arroganz hat mit Dominanz so gut nichts zu tun!

Lieber Kollege XYZ,
Dominanz hat tatsächlich nichts mit Arroganz zu tun. Jedenfalls dachte ich das vor unserer Unterhaltung fast immer. Tatsächlich hat Dominanz etwas mit Vertrauen zu tun und zwar in Ihre Sub, welche mich einschätzen kann, auch wenn sie mich persönlich gar nicht kennt. Ihre Sub ist eine erwachsene Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und ich kann nur hoffen, dass sie ihre Hände nur innerlich über dem Kopf zusammen geschlagen hat und das Sie auch ihr Augenrollen nicht mitbekommen haben.
Ihr Verhalten deutet auf einen Mann hin, welcher sich seiner selbst nicht sicher ist und weil er auch seiner Sub nicht sicher ist diese in einem Rahmen kontrolliert (oder kontrollieren will), welchen ich persönlich als ungesund einstufen muss. Aber ich sage auch, dass wenn Ihre Sub sich dazu entschlossen hat, diesen Weg mit Ihnen so zu gehen, dann ist dass in Ordnung. Dann will ich mich auch nicht weiter einmischen.
Dominanz hat für mich zusätzlich nichts mit Eifersucht zu tun. Weil Dom und Sub sich gegenseitig vertrauen müssen, wenn sie sich zumindest die sexuelle Treue schwören.

Ihr Verhalten jedoch (Kontrolle, gepaart mit Eifersucht) führt auf Ihrer Seite zu einem arroganten Verhalten mir gegenüber. Sie werden von keinem Twitterer ernsthaft verlangen wollen, dass sie/er sich tagelang durch Timelines quält, um nur in die Nähe einer Vermutung einer Behauptung zu kommen, dass zwischen Ihrer Sub XYZ und Ihnen Dom ABC eine ehrliche Verbindung besteht.

Ganz besonders deutlich wurde es mir, als ich Ihnen das weiter erklären wollte, aber … „Du kannst diesem Benutzer nicht mehr schreiben, da Du blockiert wurdest.“

Tja. Nun.