Des CrossDresser D/s – Auf besonderen Wunsch

Es gibt das D/s meines Alter Ego und es gibt das D/s des CrossDresser. Dieser Beitrag geht um den CrossDresser. Und die Abgrenzung zum D/s des Alter Ego und überhaupt.

Zunächst möchte ich mich mal vorstellen. So wie es sich gehört:


Sarah Blume - Crossdresser
Sarah Blume – Crossdresser

Geboren am 04.01.1970 (natürlich). Lebhaft (mit Unterbrechungen) seit vielleicht 10 Jahren. Switcherin (jedoch eher devot ausgerichtet). Breites Outing im Dezember 2019. Geformt und ausgebildet zur „O“. Wenig masochistisch veranlagt. Im EPE verhaftet. Sexarbeiterin, somit „Sub auf Zeit“.

Derzeit ist die amtliche Beschreibung „herrschaftslos“, da meine Führung an gewisse Bedingungen geknüpft ist. Was nicht bedeutet, dass ich keine Herrschaft in meinem Leben vertragen kann. Mal abwarten. Da tut sich vielleicht was.

Ich bin eine stille und leise Dienerin. Ich bettele nicht. Ich fordere nicht. Ich nehme an, was mir geschenkt wird. Meine, #AusGruenden, persönliche Bindung zu meinem Alter Ego bezeichne ich als freundschaftlich und sehr verbunden. Wir sehen uns als Ex-Liebhaber, damit wir uns nicht im Weg stehen. Jeder von uns hat seine eigene Sicht auf die Dinge und wir würden kein gutes Paar abgeben. Wenn ich also von meinem Alter Ego spreche, dann rede ich von ihm als „Ex“. Wer mich mit dem Namen des Alter Ego anspricht, der hat es nicht verstanden.

Ich bin Crossdresser mehr als Damenwäscheträger und trage in dieser Form einen Peniskäfig und in aller Regel Halsband. Meine Wenigkeit ist nicht auf einer Mission, aber so mancher „Ach so dominanter Mensch“ hat bereits meine HighHeels sauber geleckt und das genossen. Mein Ex hat mir sehr geholfen eine gewisse Spreu vom Weizen zu trennen und dafür werde ich ihm immer dankbar sein.


Sarah Blume - Crossdresser
Sarah Blume – Crossdresser

So bin ich jedoch kein mSub im eigentlichen Sinn. Durch die Verwandlung zur Frau werde ich zur Frau und dort, wo der Ex immer vom 3H spricht, spreche ich immer vom 4H. HighHeels, Halterlose, Halsband, Haarteil. 4H ist für mich nackt genug. Maximale Nacktheit wäre 2H also Halsband und Haarteil. Weniger gibt es nicht. Und der Peniskäfig zählt nicht. Er ist dran und bleibt dran und wird nicht und niemals angefasst. Eine Frau hat keinen Penis, deswegen ist er weggeschlossen. Eine Frau hat halt keinen Penis und das muss als Kommunikation ausreichen. Mein Kick ist es nicht durch das Tragen eines Peniskäfiges und Entzug des eigenen Orgasmus gedemütigt und erniedrigt zu werden. Ich selbst entscheide, wann ich mich in den Ex verwandele und wann ich CrossDresser bin. Keine Herrschaft wird jemals diese Kontrolle über mich haben. Schon als Sexarbeiter muss mir jemand eine sehr sehr lange Leine lassen. Eine mögliche Herrschaft muss also gewisse Federn lassen. Was mich zu einem ganz hervorragenden dritten oder vierten Rad am Einrad macht. Monogame Herrschaften beißen sich an mir die Zähne aus. Ich bin nicht monogam und werde es niemals sein. Ein Zusammenleben mit mir ist nicht möglich und nicht gewünscht. Und alles das, macht es schwierig, aber auch relativ problemlos 😉


Sarah Blume - Crossdresser
Sarah Blume – Crossdresser

Was ist also nun dieses „Mein D/s“?

Mir muss niemand etwas einprügeln. Ich gehorche einfach. Und zwar geräuschlos.

Dinge, wie „Bitte“ und „Danke“ entsprechen meinem Wortschatz. Und zwar auf beiden Seiten der Leine.

Als „O“ bin ich nicht auf eine Rolle festgelegt. Jedoch bin ich keine Sissy im rosa Tütü.

Ich bin Hausmädchen, Möbelstück, devote Sexsklavin und Launenaushalterin. Mein Interesse ist es jemandem das Leben so angenehm wie nur möglich zu gestalten und meine eigenen Belange hinter die meiner Herrschaft zu stellen. Arroganz und Überheblichkeit jedoch finden bei mir nicht wirklich Anklang. Meine Exzellenz braucht das passende Gegenüber, will man auch nur den Versuch unternehmen eine etwas tiefere Bindung zu mir zu finden. Sicherlich bin ich für eine junge FemDom oder einen jungen MaleDom passend, um sich an mir auszuprobieren. Weil ich Fehler sowohl aushalten, aber auch sanft korrigieren kann. Wobei dieses „jung“ bitte nicht mit dem Alter zu verwechseln ist.


Sarah Blume - Crossdresser
Sarah Blume – Crossdresser

„Alles, was nicht weh tut, wird auf Wunsch erledigt. Alles andere ist eine Frage der Dominanz über mich“.

Ich bin nicht in der Lage Schmerz zu sexualisieren. Es macht mich nicht geil. Es tut mir weh. Ende der Geschichte. Und trotzdem biete ich meinen Körper hierzu an. Weil ich „O“ bin. Ich kann nicht anders. Wer Dominanz über mich ausübt, hat zu erwarten, dass ich gehorche. Schließlich habe ich mir diese Dominanz ausgesucht. Und nicht anders herum. Im engen Vertrauen darauf, dass jemand so mit mir weitreichende Dinge tun kann, diese jedoch nicht tut und wenn doch, dann tut er es, weil ich gehorche oder aufstehe und gehe. Das ist für mich D/s und nichts anderes.

Natürlich ist zu erwarten, dass es Gespräche gibt, die das eine oder andere erstmal begrenzen. Schließlich muss ich ja auch meine oben benannten Grenzen erklären dürfen. Aber in aller letzter Konsequenz werde ich nicht das Recht haben mich gegen Wünsche der Herrschaft zu beugen. Ich habe diese zu erfüllen und ich hoffe, dass die Wünsche von „oben“ zu 99% auch meine Wünsche (bleiben).

TPE ist für mich aus vielen Gründen nicht denkbar. Allerdings wäre es mal eine sehr spannende Sache, mal für ein paar Tage einzutauchen. Ich bin EPE geprägt und wer es schafft mich als selbstständige Sexarbeiterin zu respektieren und dies in sein mir auferlegtes EPE zu integrieren, der ist auch gerne mein „Zuhälter“.


Sarah Blume - Crossdresser
Sarah Blume – Crossdresser

Wer auf Listen steht, hier mal so eine Liste der sexuellen Extravaganza 😉

Ich bin absolut passiv, also ist die Grundannahme, dass ich stets blase und gefickt werde. Niemals anders herum.

  • Handjobs
  • Blowjobs
  • Analverkehr
  • Natursekt
  • Vorführung, Verleih, Vermietung
  • BDSM (MaleDom, FemDom)
  • Exhibitionismus (Foto und Video)

Oben ohne und unten mit Kondom ist meine Lebensphilosophie (RACK). Immer. Stets. Ständig. Als Sexarbeiterin lasse ich mich regelmäßig testen. Wer sich nicht regelmäßig testet, kann nicht unten ohne mit mit verkehren. Auch nicht gegen Bezahlung. Ende der Geschichte.


Ich bin für Rollenspiele offen und war bereits als Sekretärin angestellt. Mein eigenes Alter in Rollenspielen ist mit mindestens 16 anzunehmen. Drunter funktioniert es mit mir nicht. Alles weitere kann gerne in privatem Rahmen erfragt werden -> https://www.sklavenzentrale.com/?ZN=574428. Wer mich real kennen lernen möchte kann dies über die SZ gerne tun. Wer mich in seine Freundesliste aufnehmen mag, der sende mir bitte auch seine SZ-Nummer. Mich wird es nicht im JoyClub geben. Das bleibt dem Alter EGO überlassen 😉

Ich mache alles für Sie … Dinge, die man besser nicht sagt.

Eine der Kernantworten, die ich öfters höre ist: „Ich mache alles für Sie!“Und ich lasse dann die Dame sich hinlegen, ziehe meine Hose runter und drücke ihr meinen Kaviar ins Gesicht.

-> https://training-of-o.de/blog/2017/09/21/ich-mache-alles-fuer-sie/


Was ich bereits in 2017 mal ausführlich behandelt habe möchte ich heute mal in eine Liste von Sätzen bringen, die man besser nicht sagen sollte, wenn man sein Gegenüber nicht besonders gut kennt. Viel zu oft verzetteln sich Subs mit solchen Sätzen in Geschehnisse, die durchaus in Missbrauch enden können. Damit möchte ich nicht auf eine etwaige Schuldfrage eingehen, sondern einfach zur Vorsicht mahnen, damit keine Dinge geschehen, die Subs eben nicht wollen.

Subs argumentieren immer und ausnahmslos aus ihrer Denke, Lust und Erfahrungshebe heraus. Und, oh Wunder, Doms machen das auch. Diese Welten können sich recht deutlich unterscheiden, weil dieses kleine Wörtchen „alles“ eben unterschiedlich interpretiert wird. Wo eine Sub nur daran denkt, dass der Dom sie in alle Löcher nutzen darf, hat er halt schon zwei andere Jungs eingeladen, weil er ja nicht alle Löcher alleine gleichzeitig bedienen kann.

Alles ist aber nicht Alles. Hier also ein paar Beispiele.


Machen Sie mit mir, was Sie wollen.

Verfügen Sie über mich nach Belieben.

Formen Sie mich alleine nach dem Bild, was Sie von mir haben.

Ich bin wertlos. Nur Sie können das ändern.


Ich bin mir sicher, dass euch da ganz spontan noch andere Dinge einfallen. Aber auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole. Solche Sätze werden von einfühlsamen Doms nicht für bare Münze genommen. Jedenfalls dann nicht, wenn man sich gerade in der Annäherung befindet und/oder sich noch nie getroffen hat. Erfahrene Subs nutzen jedoch solche Sätze, um den Level der Kommunikationsbereitschaft des Gegenüber zu testen. Und, ich entschuldige mich nicht, Vollidioten fallen darauf rein.

Natürlich ist kein Dom vom Himmel gefallen und Subs sind auch nicht so geboren. Um es mal mit einer „Star Wars“-Analogie* zu beschreiben, so ist das Wissen um die Macht für beide Seiten der Leine gleich entscheidend. Ein gewisses Minimum an Studium ist für beide Seiten nötig. Wenn also der Dom der Master und die Sub sein Padawan** sei bedeutet das eben auch, dass der Master Dom seine Sicht der Dinge darlegt und sein Padawan Sub für sich hinterfragt, ob das stimmig für sie ist. Danach muss der Master Dom befragt werden, ob Padawan Sub das richtig verstanden hat, es wird verhandelt, abgewogen … evtl Listen erstellt … eben: kommuniziert.

Oder, wie es ein alter, weiser Master mal so sagte:

Wenn Dom nicht will kommunizieren, mein junger Padawan, Deine Hingabe er nicht verdient. Dich nicht verdient er hat. #DomYoda


*
Mir ist schon klar, dass das etwas hinkt, denn schließlich bildet ein Jedi-Master einen anderen Jedi-Master aus. Ich entnehme dem aber gerne das Prinzip „Mit der Macht vertraut machen.“ Und deswegen ist die Analogie für mich sinnvoll.

**
Streitigkeiten über die mögliche weibliche Form von „Padawan“? Bitte hier entlang -> https://www.projektstarwars.de/thema/weiblicher-padawan.41534/

Regeln? Klar, aber bitte nur die, die ich möchte.

Der submissive Partner gibt den Rahmen vor, in welchem sich der dominante Partner frei bewegen kann. Mit der Zeit wird der dominante Partner Angebote machen, den gemeinsamen Tanzplatz zu vergrößern. Mit wachsendem Vertrauen zueinander, wird das immer einfacher und offener, bis eventuell nicht mehr groß kommuniziert werden muss. Wenn dem so ist, dann ist man eingespielt und zufrieden.


Ich denke, dass kann ich nach wie vor so stehen lassen. Für mich. Und vielleicht simmen andere dem auch zu.

Allerdings bekomme ich auch mit, dass viele Menschen, die gerne „Sub“ sein wollen, mit so Regeln ihre Probleme haben. Der Dom wünscht sich lange Haare? Die Sub will das nicht. Der Dom wünscht sich blank rasierte Scham? Die Sub möchte das nicht. Und höre ich hinter diese Dinge, dann kommt es vielfach daher, dass Sub solche Dinge für einen Vorgänger gemacht hat, diese Beziehung ging schief und deswegen will sie das jetzt nicht mehr.

Ladies, was fällt euch eigentlich ein? Wie kommt ihr nur auf die glorreiche Idee einen Dom, den ihr als solchen angenommen habt, für die Fehler des Vorgängers zu bestrafen? Wollt ihr überhaupt noch Sub sein? Was hat der jetzige euch getan? Werdet bitte erwachsen und trennt die Vergangenheit von der Gegenwart, weil ihr ansonsten keine Zukunft bekommt. Weil dann der jetzige Dom irgendwann angenervt aufgibt, und zack, wieder ein Schuldiger mehr auf der Liste.

Ja, das mag sich schlimm anhören. Und ja, dieser alte, weiße Hetero-CIS-Dom spuckt euch das jetzt einfach mal vor die Füße. So denke ich, dass ich, der es ernst meint, eine andere Form von Submissivität erwarten kann. Immerhin rede ich in diesem Beispiel nicht von Gangbangs mit Fremden auf öffentlichen Parkplätzen oder einer gepflegten Scat-Orgie.

Denn so wie ihr Wünsche an uns richtet, Dinge, die wir mit euch angehen sollen, so haben wir auch Wünsche, die wir mit euch angehen wollen. Wenn wir also dauernd mit der Nase auf irgendwelche Tretminen gestoßen werden, weil der Vorgänger dies und jenes und das und solches gemacht hat, was passiert dann mit der Libido? Richtig, sie wird sich verfrustigen. Und am Ende sind wir das dann auch schuld.

Natürlich ist es richtig, dass die Vergangenheit prägend für die Zukunft ist. Das gilt ja auch für mich. Nur würde ich niemals auf die Idee kommen eine aktuelle Sub für Mißverständnisse mit einer ehemaligen Sub verantwortlich zu machen. Für manche Sub scheint das jedoch kein Konzept zu sein. Oder ist das so ein Frauending? Ich habe keine Ahnung und es ist mir auch herzlich egal. Es ist einfach Mist.

Das Gelingen gesunder D/s-Beziehungen liegt in der Selbstbestimmtheit der beteiligten Personen und dem rechtzeitigen Reißen der Leine, wenn was aus dem Ruder läuft. Ich bin mir bewusst, dass das für submissive Menschen immer ein Probem sein wird, sich zu erheben und deutliche Worte an den Dom zu richten. Schließlich hat sich Sub ja dazu bereit erklärt zu gehorchen. Wie kommt sie dann auch nur auf die Idee den Dom anzuzweifeln? Ganz einfach: Zunächst ist sie ein Mensch mit unveräußerlichen Menschenrechten, danach eine Frau, welche in der Emanzipation (hoffentlich) daheim ist und erst danach ein submissives Fickstück.

In der moralischen Rechtsetzung entscheidet die Frau, dass sie Sub sein will und gibt damit ein paar wenige mit dem Dom besprochene Menschenrechte auf. Kleiderordnungen, Halsband tragen, Frisuren, HighHeels, D/s … und weiß Gott noch was. Viele Dinge ergeben sich in der Kommunikation gleich zu Beginn der Annäherung. Und genau da muss Frau auch aussortieren und nicht im laufenen Marathon.

Persönlich kann ich Schmerzen als DWT/CrossDresser nicht sexualisieren. Aber ich bin glücklich, wenn ich in das glückliche Gesicht eines Menschen sehen kann, der mich gerade grün geschlagen hat. Allerdings kenne ich hier auch meine Grenzen und mache diese immer vorab deutlich und lege fest, wie ich leise ein dezentes Stopp oder Pause einlege. So fasse ich meinen Partner am Hand- oder Fußgelenk, auch wenn es sich um eine Unberührbare handelt. Oder ich klopfe drei mal mit der flachen Hand wo drauf oder spucke am Gagball vorbei auf den Fußboden. Oder was auch immer vereinbart ist.

Nur würde ich mich einem neuen Menschen, der mich schlagen will, immer ohne jedweden Vorbehalt nähern, nur weil der alte Idiot kein Zielwasser hatte und mir ständig ohne nähere Ansage zwischen die Beine schlug. Und das ist eine Entscheidung, die ich immer wieder treffe.

Man mag mir nachsagen, dass ich ja nicht wirklich tiefer gehende D/s-Beziehung lebe, weil meine Subs über die Republik verstreut sind und wir nicht wirklich Alltag zusammen haben. Glaubt mir, dass würden viele Subs auch gar nicht wollen. Eine Woche TPE oder zumindest EPE wäre schon ziemlich geil für mich. Aber dafür sind meine Subs nicht gebaut. Für die Dame, die in 2020 als „O“ beginnen wird, könnte ich mir das durchaus vorstellen, wenn da nicht ihr Arbeitsplatz, die minderjährige Tochter und andere Verpflichtungen wären. Für andere wäre es die Hölle, weil sie das Halsband brauchen, um sich „Sub“ zu fühlen, aber auch Halsband freie Zeiten benötigen, um „nur“ Partnerin sein zu können. Und wieder andere würde ich mit dem, was ich im TPE verlangen würde, völlig dem aussetzen, was andere vor mir falsch gemacht haben. Und damit wäre ich dann wieder Schuld, obwohl ich es nicht bin.

Also TPE gibt es nur noch gegen Aufpreis 😉

Mein Fazit: Es ist richtig, dass man vorsichtig im BDSM ist. Und man muss nicht jedem Menschen gleich die volle Zuständigkeit über alles geben. Nur, wenn man sagt, dass man „alles machen will“, dann sind Worte wie „außer High Heels, außer Rasieren, außer lange Haare, außer …“ völlig fehl am Platz und ich werde mir sehr gut überlegen, ob ich diese Kommunikation von meiner Seite aus korrigieren mag oder nicht.

Wer wie ein erwachsener Mensch behandelt werden mag, der möge sich bitte auch entsprechend verhalten.

Grundregelwerk #SecretNight 03.01.2020

„O“-Workshop innerhalb der kommenden Secret Night am 03.01.2020

Prämisse
Es handelt sich um eine Veranstaltung vorwiegend für Novizinnen und deren Herren. Es soll eine einfache Eingruppierung der anwesenden Novizinnen über farbige Armbänder erfolgen (rot, gelb, grün) von denen mindestens eines oder mehrere der Novizin angelegt werden.

Die drei Farben haben folgende Bedeutung:

  • Grün:
    Die Novizin steht anderen im „masochistischem-Sinne“ – also für Spanking und anderen SM-Praktiken – frei zur Verfügung.
  • Gelb:
    Die Novizin steht anderen im sexuellen Sinne – also zur Benutzung der „O“ im Sinn der Lustbefriedigung – frei zur Verfügung.
  • Rot:
    Die Aufgaben der Novizin werden ganz klar über einen Laufzettel / Profilbogen geregelt. Alle weiteren Dinge bedürfen der Abstimmung mit ihrem Herrn bzw. dem Schutzherren, wenn die Novizin allein auf der Veranstaltung erscheint.

Selbstverständlich ist es möglich im Laufe des Abends die Armbänder jederzeit zu wechseln, zu ergänzen oder abzulegen, um ggf. auf emotionale Entwicklungen der Novizin reagieren zu können. Ebenso kann der Laufzettel / Profilbogen nachträglich ergänzt oder verändert werden.

Grundsätzlich sollen die farbigen Bänder allen Teilnehmern die Möglichkeit geben, ein „sichtbares Zeichen“ zu setzen, welches ausnahmslos von allen respektiert und akzeptiert wird.

Damen ohne Armbänder gelten als Beobachter und sind von allen Spielen etc. freigestellt.

Laufzettel / Profilbogen
Jede Novizin führt den ganzen Abend – den mit ihrem Herrn / Schutzherren handlich ausgefüllten – bei sich. Die genaue Spezifizierung der Neigungen soll den Herren zur Orientierung und den Teilnehmern zur Ablaufsicherheit an diesem Abend dienen. Jeder Herr hat sich ausnahmslos an den Profilbogen zu halten, es sei denn es erfolgte vorher eine genaue Absprache mit dem Herren / Schutzherren der Novizin. Eine Verletzung bzw. nicht Beachtung des Laufzettels oder der Armbänder führt zum sofortigen Ausschluss des Herren vom Workshop.

Safe, Sane, Consensual (SSC)
Verantwortliches Handeln und absolute Einvernehmlichkeit ist zwingende Bedingung zur Teilnahme an diesem Workshop. Die Herren tragen zu jeder Zeit die Verantwortung über ihre eigenen Damen. Einzelherren halten sich vornehm zurück, bis sie aufgefordert werden. Das achten auf Tabus sollte selbstverständlich sein.

Einzeldamen unterstehen dem Hausdom / Schutzherren.

Das allgemeine Safeword lautet: MAYDAY und kann jederzeit sowohl von der Novizin als auch von ihrem Herrn eingesetzt werden. Damit ist eine doppelte Absicherung in jeder Spielsituation gewährleistet. Denkt bitte daran, dass ein eventueller Spielabbruch kein Beinbruch ist – im Gegensatz zu einem Spiel, welches in eine falsche Richtung läuft.

Dresscode
Ein besonderer Abend bedarf bei der Wahl der Kleidung eine besondere Beachtung.

  • Für die Herren:
    heißt das Zauberwort „Abendgarderobe“ – stilvoll, elegant & gepflegt – z.B. Smoking, Anzug mit Krawatte oder Fliege, Hemd & Hose – Bitte haltet diesen Dresscode den gesamten Abend über bei.
  • Für die Damen: (Novizinnen)
    heißt das Zauberwort „Zugänglichkeit“ – Die Damen tragen angemessene Kleidung, so dass die wesentlichen Merkmale „Brust, Po und Scham“ jederzeit durch die Herren begutachtet werden können. Das Fehlen von Unterwäsche ist dieser Sache dienlich – z.B. O-Kleid, ein passender Rock mit Oberteil oder wenn die Herrschaft vorgibt nur nackt mit Halsband. Es liegt ganz an euch.

Verhaltensregeln
Der Abend lebt von seiner Stimmung bzw. Atmosphäre und daher sollte ein lustiger Party-Smalltalk vermieden werden.

  • Für die Herren:
    Die Damen sind jederzeit höflich zu behandeln. Vulgäre Ausdrucksformen in der Anbahnung werden nicht geduldet und dürfen abgewiesen werden. Tabus sind jederzeit zu beachten.
    Außerhalb der Spielrunden dürfen die Novizinnen nur dann berührt werden, wenn dies durch die Herrschaft ausdrücklich erlaubt ist.
  • Für die Damen: (Novizinnen)
    Die Novizinnen dienen ausschließlich der Lust der anwesenden Herren. Sie haben eine devote Haltung und den Blick gesenkt. Sie folgen den Anweisungen ihres Herren / Schutzherren und des Zeremonienmeisters ohne Widerworte.

Sie reden niemals unaufgefordert und tun alles, um ihren Herren stolz zu machen.

Ablauf
Um 22.00 Uhr werden die Novizinnen von ihren Herren getrennt und erhalten von einer Senior-Sub oder dem Zeremonienmeister eine Unterweisung für die kommenden und bevorstehenden Aufgaben. Sie haben noch einmal die Möglichkeit in sich zu kehren zu sammeln und die anderen Novizinnen kennen zu lernen (ggf. bei einem Glas Sekt / O-Saft).

Zur gleichen Zeit werden allen teilnehmenden Herren vom Hausdom / Zeremonienmeister über die Regeln und Verhaltensweisen für die kommende Ereignisse in Kenntnis gesetzt.

Um ca. 22.30 Uhr beginnt die Vorführung / Vorstellung der Novizinnen – dafür werden diese einzeln durch den Zeremonienmeister zu ihren Herren begleitet und von diesem dann allen anwesenden Herren vorgestellt. Ihre Vorzüge herausgestellt und was mit ihnen möglich ist. Nachdem alle Novizinnen wieder mit ihren Herren vereint sind werden die Profilbögen und die Armbänder noch einmal angepasst.

Um ca. 23:00 Uhr beginnen durch den Zeremonienmeister die ersten Spielrunden. Ein Ausstieg aus den Spielrunden ist jederzeit durch die Novizinnen oder den Herren der Novizin möglich.

Nach den Spielrunden stehen die Novizinnen den anwesenden Herren für weitere Spiele zur Verfügung. Die allgemeinen Regeln gelten weiterhin und sind einzuhalten.


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Wunschzettelsub

Des Dommes Sicht auf die Dinge -> https://neediesblog.wordpress.com/2019/08/01/wunschzettelsub/


Der Begriff ist negativ belastet und auch das aus gutem Grund.

Auch wenn D/s grundsätzlich betrachtet nur zwei Menschen zusammen bringt, die sich wechselseitig ihre Bedürfnisse befriedigen, so steht das D für den bestimmenden Teil und s eben für den submissiven Teil.

Wenn D + s also für sich erstmal geklärt haben, wo der Hammer hängt, wie und mit welcher Intensität er zu nutzen ist, kann es danach auch schon losgehen und man wird sehen wohin die Reise führt. Dass beide Partner Wünsche und Bedürfnisse in eine solche Bindung einbringen, hat nichts mit Wunschzettel zu tun.

Die Wunschzettelsub kommt jedoch mit einer Liste, von welcher sie fordert, dass wenn der Dom nicht dies und dies auf so und so eine Art macht oder nicht macht und von dieser Liste vielleicht mindestens sechs Dinge pro Session abarbeiten muss, dann ist das im besten Falle Erlebnissexualität, hat aber mit Submission nichts zu tun. Denn die Wunschzettelsub versucht „von unten“ zu führen, stellt Bedingungen und Forderungen auf. Ganz so, als ob sie der bestimmende Teil der Beziehung sei.

Nun … ich als Dom nehme natürlich gerne auf, was eine Sub sich wünscht oder welche Bedürfnisse vorliegen. Und ich nehme eine Frau nicht als meine Sub an, wenn die gemeinsamen Ideen und Gedanken nicht einen Mindestgrad von 85% (gefühlt) haben. Denn dann müsste ich zuviele Kompromisse eingehen.

Wenn die Wunschzettelsub jedoch nur Wünsche und Bedürfnisse deklariert, diese aber nicht einfordert, dann ist das weniger negativ zu sehen. Submission fordert grundsätzlich nicht, jedenfalls nicht immer, stets und ständig. Und vor allem nicht laut. (Laute Subs sind nicht meine Subs, sie sind für mich langweilig). Sie fragen höflich und warten im Vertrauen darauf, dass ihre Wünsche und Bedürfnisse wahrgenommen werden und zur rechten Zeit von mir bedient werden.

Es kann nicht Sinn von Submission sein, dass eine Sub ihre eigenen Dinge so sehr in den Vordergrund rückt, dass die Dinge der Dominanz darunter leise werden. Submission stellt die Bedürfnisse der Dominanz über ihre eigenen und findet in der Befriedigung der Wünsche der Dominanz ihre eigene Befriedigung.

Aber, wie schon eingangs erwähnt, die Kommunikation über Wünsche und Bedürfnisse grundlegender Art gerade zu Beginn einer D/s-Bindung hat nichts mit Wunschzettelsub (und auch nichts mit Wunschzetteldom!) zu tun.