Donnerstag: „Ungeduld: Fluch oder Segen?“ // #Hausaufgabe

Tag 4 / 14


Ich bin geduldig. Und war es schon immer. Und es ist ein Segen nicht immer alles, jetzt, gleich und sofort haben zu müssen, erleben zu müssen.

Man hat mich irgendwohin 100e von Kilometern hinbestellt und ich habe gewartet, bis ich an der Reihe war. Ich habe mir gewünscht dran zu kommen, aber wenn ich nicht dran kam, bin ich 100e von Kilometern wieder heim gefahren und fühlte mich dennoch gut dabei.

Ich war in der Nähe. Habe was gesehen. War beteiligt. Aber eben nicht dran. Schulterzucken.

Wenn ich etwas aus meiner eigenen Subzeit mit in die heutige genommen habe, dann die Information, dass mein Herr mich nicht weniger liebt, nur weil er mich nicht genutzt hat. Er hatte halt keine Zeit, sonst hätte er ja. Wir haben unsere privaten Zeiten gehabt, da war ich immer dran. Dann kann ich auch gut und gerne mal zugunsten anderer Dinge verzichten, denn eines war ich ja immer: Mittendrin und nicht nur dabei.

Und genau dieses Mantra gebe ich Dir mit auf den Weg.
Es geht um Demut und Zurückhaltung. Das Annehmen Deiner Submissivität.
Jedes laute Einfordern ist ein Angriff auf mich und lässt Dich uninteressant werden.

Denn bedenke, wenn ich Deine Ungeduld annehmen würde, dann würdest Du alles innerhalb von dreissig Minuten erleben und anschließend wärst Du zerstört. Und das willst Du nicht.

Ich verstehe, dass Du Dich hin- und vielleicht auch hergeben möchtest. Aber eben alles zu meiner Zeit und nicht dann, wenn Du glaubst, dass Du dran bist. Deine Submissivität gepaart mit Geduld ist das größte Geschenk und der größte Respekt, den Du mir erweisen kannst.


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 3 / 14
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Mittwoch: „Eine Fotosession. Wo, Wie, Wer, Was?“ // #Hausaufgabe

Tag 3 / 14


Es ist erstaunlich, wie schwierig es ist, die eigene Partnerin für Fotos zu animieren. Ich persönlich sehe das als Kompliment, denn schließlich will ich sie ja sehen, so aus der Konserve. Und doch lausche ich immer den Worten: „Ich sehe auf Fotos scheiße aus!“

Ebenfalls erstaunlich ist, dass Du mir nicht vertraust und dass ich mag, was ich sehe. Und wenn ich Dich damit vielleicht zu einem Masturbationsobjekt „degradiere“. Was kann tendentiell schöner sein, als wenn ein Mann zu einem Bild der eigenen Frau masturbiert und nicht zu einer aus dem Internet?


Ich möchte ein Bild von Dir, wenn Du meinen Schwanz in Deinem Mund hast.
Ich möchte ein Bild von Dir, wenn Du einen anderen Schwanz in Deinem Mund hast.
ich möchte ein Bild von Dir, wenn Du mit einem anderen Mann Sex hast.
Ich möchte ein Bild von Dir, wenn Du Dich nackt vor vielen Männern präsentierst.
Ich möchte ein Bild von Dir, wenn Du Dich einem Gangbang hingibst.

Ich werde diese Fotos machen.
Denn Du bist mein Pornostar.
Zu diesen Bildern will ich masturbieren.


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 2 / 14
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Dienstag: „Harte versus Weiche Grenzen.“ // #Hausaufgabe

Tag 2 / 14

„Ihre Grenzen sind gute Grenzen“ – Das ist mir so am Liebsten 😉


Tatsächlich ist das Liebesleben deutlich komplexer und gerade im D/s geprägt von neuen oder ängstlichen oder erfahrenen oder gebrandmarkten oder überforderten oder unterforderten (oder …) Gestalten auf beiden Seiten der Macht.

Und genau diese Lebensumstände setzen die Grenzen. Zu einem Teil.

Andere und nicht weniger wichtige Grenzen ist das, was ich nicht will, weniger will oder gar nicht will.

„Ich möchte eine Frau, die kein Problem damit hat Sperma zu schlucken.“
„Ich möchte eine Frau, die kein Problem damit hat fremdes Sperma zu schlucken.“

Alleine zwischen diesen beiden Dingen liegen Welten.

Ich kann diese Dinge zur absoluten Pflicht erheben.
Das steht mir zu.
Eine Sub kann sagen, dass sie mein Sperma schluckt, aber anderes auf keinen Fall.
Sie kann aber auch sagen, dass Sperma schlucken gar nicht geht.
Sie kann aber auch sagen, das Blasen ohne Gummi gar nicht geht.
Das steht ihr zu.
Ich kann mir das gefallen lassen und gehe zur nächsten Pflicht über.
Oder ich höre hier auf und gehe weiter (Ich suche mir eine Frau, die hier nicht Stopp sagt).

Jeder Dom ist anders und jede Sub ist anders und keine Paarung ist wie die Andere.

Was also für die eine eine harte Grenze (Never, Ever!) darstellt ist für die andere ein Schulterzucken (Gerne, immer!) wert.

Wichtig ist, dass ich Deine harten Grenzen kenne.
Wichtig ist, dass Du meine harten Grenzen kennst.
Dinge, die nicht auf dem Speiseplan stehen.

Denn alles andere ist Gegenstand von Verhandlungen, Gesprächen, Kommunikation.
Um es abgekürzt darzustellen ist alles was zwischen „Will ich!“ und „Will ich nicht!“ der weiche Raum, in welchem D/s idealerweise stattfindet. Und idealerweise orientiert man sich nur an den harten Grenzen und erprobt sich gemeinsam im restlichen Raum der Möglichkeiten.

Und: Oftmals werden harte Grenzen gesetzt, weil Sub sich das einfach jetzt nicht vorstellen kann. Es ist durchaus möglich, dass sich diese harten Grenzen in den weichen Raum verschieben.


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 1 / 14
https://training-of-o.de/blog/2018/12/03/montag-was-macht-dich-zur-sub-was-macht-mich-zu-deinem-herrn-hausaufgabe/

Montag: „Was macht Dich zur Sub? Was macht mich zu Deinem Herrn?“ // #Hausaufgabe

Schwierige Sache … das.


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.


Was macht Sie zum Dom? Was macht mich zu Ihrer Sub?


Ich sehe mich als einen Mann, der kommunikativ ist.
Ebenso sehe ich mich als einen Mann, der versucht Dinge zu verstehen.
Zusätzlich erlaube ich mir in bestimmten, meist sexuellen Dingen, den Ton angeben zu wollen.

Ob das alleine schon dominant ist, möchte ich bezweifeln.
Meiner Meinung nach kommt es sehr extrem darauf an, wie ich diese Dinge mit Wort und Sprache und Handeln verbinde, und ob Du dies als maßgeblich für Dich betrachtest. Ich spreche also von einem ingesamten „Habitus“.

Wenn ich also einen gewissen Habitus an den Tag lege, dann möchte ich damit eine gewisse Sorte weiblicher Sexualität ansprechen. Aber auch das ist noch nicht alles, was meine Dominanz ausmacht.

Denn solange ich Dich, und damit komme ich zur zweiten Frage, nicht als (mögliche) Sub mit meinen ganzen „Angeboten“ anspreche, bin ich nur ein einsamer Rufer in der Wüste.

Damit machst DU mich zum Dom und das macht DICH zu meiner Sub.

Es geht eben … um DICH.