Mein erster Beitrag

„Mein erster Beitrag“


Da bin ich also nun. Und die Welt hat es vernommen. Zeit auch mal in einem Beitrag etwas sichtbarer zu werden, richtig? Obwohl … hmmm … kaum zu glauben, aber ich denke auf der anderen Seite auch wiederum nicht. Ich bin in meinen Augen nichts Besonderes. So bin ich im Grunde nur ein Kerl, der sich dazu eingefunden hat, dass er nicht nur ein Damenwäscheträger, sondern auch ein Crossdresser ist. Aber eben nicht immer.

Folge ich der Definition eines DWT (Damenwäscheträger), dann müsste mich das wohl in irgendeiner Form sexuell stimulieren. Tut es nicht. Oder nicht ausreichend. Persönlich finde ich Männerunterwäsche einfach nur schrecklich. Weswegen ich als Mann schon seit ewig keine trage. Eben „allzeit bereit“ und geht auch schneller aufm Klo statt diesem nervigen Gefummel.

Eventuell habe ich auch ein Faible für Nylons auf nackter Haut? Auf die Idee Strumpfhosen (auch „ouvert“) zu tragen würde ich niemals kommen. Nichts ist weniger sexy als Strumpfhosen. Auf der anderen Seite besitze ich eine Damenjeans und trage darunter Halterlose, die auch niemand sieht. Was aber auch daran liegt, dass ich noch meine Wäsche machen muss. Dann sind wieder genug Klamotten aka Röcke (Maxi und sehr viel Mini) und Kleider (Minikleider vor allem) vorhanden. Liegt also an mir fauler Sau 😉

Wer aber meinem Alter Ego hier gut genug zugehört hat, der hat schon einiges über mich herausgefunden.

Lese ich mich dann bei den Crossdressern ein, dann wird da durchaus ein Schuh draus. Ich gleiche mich an das Gegengeschlecht an. Aber eben nicht nur „drunter“ sondern auch „drüber“. Ich möchte den äußerlichen Eindruck erwecken, dass ich weiblich sei. Auch wenn völlig klar ist, dass ich das nicht bin. Man sieht es mir an. Vor allem am Körperbau. Es ist mein inneres Gefühl, welches ich so nach außen trage.


Die Frage ist also, warum ich das alles mache. Irgendeinen Grund muss es ja geben. Sicher ist soviel, dass ich nicht trans* bin. Ich bin gerne Mann zu Zeiten und ich bin gerne Frau zu Zeiten. Das ist für mich kein Widerspruch. Tatsache ist, dass ich als Mann keinen Sex mit Männern haben kann. Obgleich ich bi-sexuell bin. Aber als Frau ist das kein Problem. Schlüpfe ich also nur in die weibliche Rolle, um damit Geld zu verdienen? Ja und Nein. Mein Erlebnishorizont ist, dass es Männer gibt, die gerne mit Crossdressern ins Bett gehen, weil sie so ihre eigene Bi-Sexualität oder gar echtes Schwulsein kaschieren können. Was ich nicht schlimm finde, denn gefühlsmäßig bin ich als Sarah „umgekehrt heterosexuell“, also trickse ich ja auch mit meinen Emotionen rum und kann dabei auch noch ein paar Taler abgreifen.

Ich biete eine Möglichkeit an mit einem Mann Dinge zu tun, der nicht aussieht sich nicht gibt wie ein Mann. Manchmal habe ich das Gefühl, dass der Wechsel zu Sarah auch meine Gehirnwindungen umstrukturiert und ihr Dinge erlaubt sind (hinter der weiblichen „Maske“), die sich mein „Ex“ (eingeweihte Leser dieses Blogs wissen das) nicht erlauben kann. Sarah bietet auch mir Möglichkeiten mich selbst auf eine Art zu erfahren, die ich vor sehr sehr langer Zeit (als „Ex“) mit dem damaligen Herrn hatte. Nur eben mit der Erfahrung von heute.

Sarah ist sehr devot, höflich, wird nicht laut und ist bescheiden. Aber sie kennt ihren Wert für manche Mitmenschen. Und ist sich selbst treu. Sarah kann nicht besessen werden, aber sie gehört dem, der sie gerade hat immer zu 100%. Sie ist eben der weibliche Ausdruck des Switch, wogen die dominante Seite männlich ist. Und um noch mehr Verwirrung zu schaffen, Sarah ist auch dominant. Vor allem sich selbst gegenüber. Und so mancher „ach so dominanter“ Kerl hat am Ende ihre High Heels sauber geleckt.


So werde ich wohl in meinen Beiträgen immer aus Sicht von mir als Sarah berichten. Von ihren Erlebnissen. Von Missverständnissen. Von obskuren Dingen. Von Penisbildern. Aber über allem wird ihre Freiheit schweben. Vielleicht ist das zu unbekümmert und zu naiv? Keine Ahnung. Aber es ist wichtig, dass es sie in meinem Leben gibt. Was ich mir persönlich wünsche ist Kontakt zu anderen Crossdressern zu haben, der nicht unbedingt sexuell werden muss. Ich begleite euch gerne auf eurem Weg in die Freiheit. Manchmal braucht es halt nur eine Freundin, mehr nicht.


Liebe Grüße

Sarah

 

sarahblume@gmx.de