Aussenwirkung einer Sub

Ach, was muss man oft von bösen
Mädchen hören oder lesen
Wie zum Beispiel hier von diesen
Welche Sub und Sklavin hießen.

Sehr frei nach Willhelm Busch


Habe ich gestern über die Aussenwirkung eines Dom gesprochen und mich damit selbst gemeint, so will ich mich heute ebenso mit mir selbst befassen und zwar mit meiner Sicht auf Subs und deren Außenwirkung, die mich anspricht.


Meine Sub ist leise.

Leise zu sein bedeutet nicht still zu sein. Sie darf, kann und soll ihre Bedürfnisse formulieren. Schließlich ist das wichtig für die Beziehung, da ich in den seltensten Fällen Gedankenlesen kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine langfristige Bindung im #CircleOfFalbalus handelt oder im Rahmen der #Sexarbeit oder eben „nur mal so …“.
Leise zu sein bedeutet nicht „bratty“ zu sein. Das Betteln um Erfüllung von Bedürfnissen ist etwas, was ich auf den Tod nicht ausstehen kann. Gleiches gilt für explizites Einfordern von Befriedigung.

 

Meine Sub ist aufmerksam.

Sie hört aufmerksam zu, wenn ich ihr etwas erkläre. Sie verarbeitet das und kommt so zu ihren Rückschlüssen auf sich und ihre Beziehung zu mir. Sie ist bemüht einmal Erklärtes zu verinnerlichen und muss nicht andauernd bestätigt werden (Und während ich das hier schreibe, habe ich schon das Gefühl, dass einige Damen direkt unsicher werden und statt meinem Wort zu ihnen ihren Selbstzweifel vorziehen). Wenn eine Sub aufmerksam zuhört, dann wird sie immer Bestätigung von mir bekommen.

 

Meine Sub ist nicht passiv.

Sie muss nicht warten, bis ich etwas mache. Wenn sie aufmerksam ist, dann kann sie Dinge erfahren, welche sie einfach machen kann, ohne dazu aufgefordert zu werden. „Darf ich Ihnen ein Bad einlassen?“ – „Darf ich Ihnen einen blasen?“ – „Darf ich mich zu Ihnen setzen?“ usw.

 

Meine Sub ist offen.

Sie verschließt sich nicht meinen Gedanken und hält ihre nicht unter Verschluss. Sie lehnt keine meiner Wünsche zunächst kategorisch ab, sondern versucht zu ergründen, ob es möglich ist, dass meine Wünsche auch die ihren werden können. Damit verbunden auch die Frage, wie sie meine Wünsche umsetzen kann und sie somit ihre Wünsche werden können. Sie reflektiert sich selbst, ist jedoch auch in der Lage zu begründen, warum sie meinem Wunsch nicht entsprechen kann. Nur so kann eine gute D/s-Bindung entstehen.


Meine Sub ist ein Mensch

Nur weil eine Frau meine Sub ist und sich damit mir unterordnet, muss sie ein devotes Verhalten nicht gegenüber anderen an den Tag legen und kann so laut reden wie sie möchte, über was sie möchte und auf welche Art sie möchte. Sie darf zum Beispiel Chatpartner, die blöde daher kommen, ungefragt blockieren. Sie kann sich zum Zwecke des Austausches über alles und jedes mit jedem austauschen und muss mich darüber noch nicht mal informieren. Sie darf flirten und sich gut fühlen.


Meine Sub ist soweit unabhängig von mir, wie es in ihr reales leben passt. Sie ist soweit abhängig von mir, wie sie es benötigt.


Danke auch für einen Antwortbeitrag: https://kuiwzss.wordpress.com/2019/06/19/siezt-du-schon-oder-duzt-du-noch/

Regeln. Geil oder gemein?

Regeln sind wichtig. Sie sind aber nicht unbedingt nötig.


Wie bitte was?

Meiner bescheidenen Meinung nach kommen viele Fantasien im D/s mit diversen Regelwerken daher. Und diese Fantasien werden in einigen realen D/s-Beziehungen auch umgesetzt. Manche werden niedergeschrieben, manche nicht. Sie reichen von wenigen Dingen, wie zum Beispiel das Verbot von Hosen für die Dame, bis hin zu minutiös ausgearbeiteten Beziehungsverträgen, die in jede hintere Ecke über die Sub bestimmen.

Dabei ist es einstweilen völlig gleichgültig, ob ich direkt Begriffe wie EPE oder gar TPE in den Mund nehme. Jede D/s-Beziehung hat einfach welche.

Die Frage ist, ob diese nun geil oder gemein sind. Kommt halt drauf an 😉


Es kommt auf beide Beteiligten an, in welcher Tiefe man die Dominanz des anderen im Leben seiner Submission spüren will oder wie tief die Dominanz des anderen in Dein submissives Leben einwirken möchte. Und ich lasse das bewusst mal so stehen. Denn in meinen Augen dreht sich alles um genau diesen Punkt. Ein stilles Einvernehmen oder ein geschriebener Vertrag, welcher beide Seiten bindet. Und welcher gemeinsam erarbeitet wurde.

Wer sich zunächst als kompletter Neuanfänger mit Regelwerken auseinandersetzt, der wird diese haben. Oder zumindest haben wollen. Ausgesprochene Wünsche, um den Partner besser zu verstehen. Wenn aus der submissiven Sicht betrachtet wird, dann liegt der Wunsch auf der Hand, es dem dominanten Partner einfach nur Recht machen zu wollen. Er will mich sehen, er will mich so haben, er will, dass ich das und das immer so oder so mache. Regeln bedeuten Macht und Kontrolle. Was hoffentlich etwas ist, dass der eine gibt und der andere braucht.

Sowohl Dominanz als auch Submission werden in vielen Fällen jedoch auch erkennen, dass es reale Grenzen im Leben gibt, die das Befolgen von Regeln unter Umständen unmöglich machen. Die Mutter von fünf Kindern hat unter Umständen weniger Möglichkeiten als die alleinstehende Studentin. Oder aber auch umgekehrt. Die äußerlichen Umstände sind nicht immer der Garant für das Befolgen von Regelwerken. In meinen Augen ist es vielmehr eine Kopfsache, die verhindern, dass Regelwerke befolgt werden können.

Daher muss ein Regelwerk steter beidseitiger Kontrolle unterliegen und eben auch realistisch sein und bleiben. Dominanz muss erkennen, ob eine Regel nicht befolgt werden will (und damit auch bestraft wird) oder eben nicht kann (und folgenlos bleibt). Und eben auch anderes herum bedeutet ein Nicht-Können nicht automatisch ein Nicht-Wollen.

Unterm Strich kommt es auf Kommunikation an. Wie für immer und in allem im Leben gilt es im D/s ganz besonders. Offene und ehrliche Kommunikation.


Regelwerke sind in erster Linie weder geil noch gemein, sondern manifestieren einen Wunsch beider Seiten nach der Spürbarkeit von Macht und Kontrolle, gebettet in Zuwendung, Verständnis und auch Liebe füreinander. Wie kann ich Dominanz ausleben, wenn Submission keine Regeln hat? Und wie kann Submission Dominanz spüren, wenn diese nichts vorgibt?

Für meinen Teil gibt es nur wenige Dinge, die mir wirklich wichtig sind. Sexuelle Gefügigkeit ist ein nicht kleiner Teil, aber eben nicht die Hauptsache. D/s besteht nicht nur daraus, dass ich stets und immer sexuellen Zugriff auf eine Sub haben will. Ein Mann wird diesen Zugriff auf jede Frau haben können, wenn er ihr genügend Liebe und Aufmerksamkeit schenkt. Und ich glaube wirklich, dass das ein Nobrainer ist. Eine Frau in ihren Gefühlen zu bestätigen und das auch so meinen, sie zu begehren, zu achten und zu respektieren ist meiner Erfahrung nach schon immer der wahre Grund gewesen, warum Frauen ihre Beine für mich geöffnet haben. Aber eben auch Zurückhaltung in der richtigen Minute, wenn sexuelle Begierde eben nicht die Lösung ist, sondern ein Problem wird.

Wenn ich also sage, dass eine Frau in einem Kleid für mich einfach nur schön ist und sie sieht, wie meine Augen leuchten und sie erkennt, dass sie so eine Wirkung auf mich hat, ist das was Schlechtes? Oder wenn eine Frau darauf hin vermehrt in meinem Beisein Kleider trägt, weil sie „auf diese Weise“ von mir angeschaut wird? Lassen wir das einfach mal wirken und überlegen uns, ob es hier nicht vielleicht schon sowas wie eine kleine Regeländerung im Leben der Frau gegeben hat? Und … ist das schon D/s? Ich denke nicht.

Natürlich akzeptiere ich, dass es Momente im Leben gibt, wo Kleider nicht angebracht sind. Vielleicht sind das berufliche Situationen, wo es auf puren Pragmatismus ankommt. Oder welche eben auch immer. Auch im D/s respektiere ich die Frau als sie selbst, aber in bestimmten Situationen des Lebens stelle ich eben die „3H-Regel“ auf (Halsband, Halterlose, HighHeels in Schwarz ohne Schnickschnack). Eine einfache und klare Sache. Und zwar, weil ich meine Partnerin „auf diese Weise“ ansehen will. Und weil ich das vorab bestimme … das ist D/s.

Es liegt jedoch an der Partnerin das in bestimmten Momenten zu akzeptieren. Und es liegt auch an der Partnerin diese Regel, wenn sie das möchte, auch auf andere Bereiche des Lebens zu erweitern. Und eben wie und auf welche Art wir kommunizieren. Und so kommen dann nach und nach weitere Dinge hinzu. Vielleicht. Oder es werden weniger. Oder es wird sich eingependelt. Eventuell.


Regelwerke können belastend sein. Herausfordernd. Überwindung kostend. Schmerz bereitend. Sie sollten und müssen jedoch immer das Ergebnis einer nicht übertriebenen Anzahl von Wünschen von dominanter Seite und der Akzeptanz der submissiven Seite unterliegen. Wenn die Regeln nicht verstanden werden (Manchmal muss aber auch ein „Weil ich das so (nicht) will!“ reichen), dann ergeben diese einfach keinen Sinn.

Im #CircleOfFalbalus gibt es ganz genau nur EINE Dame mit einer schriftlich verfassten Regelung, welche allein ihre Bedürfnisse reflektiert. Ich habe diesen Wunsch nach Regelung akzeptiert, weil mir dadurch Kontrolle und Macht explizit von der submissiven Seite geschenkt wird. Ich genieße diese Hingabe, weil ich Macht und Kontrolle eingebettet in Zuneigung ausüben darf. Alle anderen unterliegen eher mündlich vereinbarten, jedoch höchst unterschiedlichen Regelungen. Diese basieren auf den Grundregeln, die ich an vielen Stellen dieses Blogs immer wieder niederschreibe.

3H, Öffentlichkeit, Fremdvergabe.

Und jede Regelung ist höchst individuell, auch wenn sich das nur mit den Stichworten als „über einen Kamm geschert“ darstellt.


Es gibt sie, die Links ins Innere dieses Blogs:

Der Sklavenvertrag – Regelwerke, die 100drölfzigste … // #TheTrainingOfO – Regelwerke 3.0 – Für jede(n) das Gleiche? – #TheTrainingOfO – Regeln X.5

@Crimson_Silk fragt: „Was geben Dir GOR-Positionen?“

Nicht immer, aber oft, ist die Einnahme einer GOR-Position für mich die Einleitung eines Spieles. Dabei geht es mir darum, dass die Frau sich bewusst macht, dass es nun gleich losgeht und stattfindet. Meine Intention ist, dass sie sich auf das Spiel fokussiert und „bei der Sub ankommt“ und andere Rollen ablegt.


Obiges wäre aber wohl zu kurz gesprungen, deswegen breite ich nun ein wenig aus. Zunächst hier mal ein Link als Start einer externen Einlesungsmöglichkeit in die Aufgaben einer sog. „Kajira“. Bitte fragt mich nicht nach Einzelheiten des Buches, welche die Geschichte der „Counter Earth – GOR“ beschreibt. Wie viele andere auch, nehme ich die GOR-Positionen für mich aus dem direkten Kontext und verpflanze diese in das #TheTrainingOfO. Da jedoch die „O“ grundlegend eine Liebesdienerin ist und in und aus Liebe zur Herrschaft alles erledigt, was ihr aufgetragen wird so ist die „O“ mit der „Kajira“ vergleichbar, aber eben nicht in allen Belangen. Was der „O“ meistens nicht angetragen wird sind zB Tätigkeiten im Haushalt der Herrschaft.


Persönlich sehe ich die GOR-Positionen unter der Prämisse, dass ich eine Frau gerne in bestimmte, formale Positionen bringe um damit die ungeteilte Aufmerksamkeit für einen Auftrag zu erhalten („Attention“), ein Spiel zu beginnen („Kneel“) oder eben auch im Spiel über kurze Kommandos und ohne langes Reden die Situation zu ändern. Die GOR-Positionen sind aber nicht nur ein Ausdruck von Macht für mich, sondern sollen der „O“ helfen sich in ihre Rolle ein- und zurecht zu finden. Dieses Verhalten wird eingeübt, eben trainiert. Manche Positionen deuten unmittelbar darauf hin, dass die „O“ zB nun genutzt („Ready to please“) oder (kurz) geparkt wird („Wait“). Es ist mir wichtig, dass die „O“ jederzeit bereit ist eine GOR-Position einzunehmen und sie muss wissen, was die verschiedenen GOR-Positionen bedeuten.


Es gibt viele Charts, wie das Bild zu diesem Beitrag und es gibt sehr viele verschiedene Positionen, die man einüben kann. So gibt es eine Vielzahl an stehenden, knienden und liegenden Positionen, welche trainiert werden können. Ich beschränke mich darauf, dass die oben genannten Positionen sitzen. Das weitere Einüben kann erforderlich werden, wenn ich merke, dass das ständige Üben der GOR-Positionen für die Fokussierung der „O“ auf ihren Dienst wichtig ist oder wenn ich mit ihr öffentlich unterwegs bin, wo von einer „O“ ein definiertes Verhalten verlangt wird.


Das Einüben der GOR-Positionen ist für mich ein echter Kick. Ich übe Macht und Kontrolle aus und pflege so das Kopfkino der „O“, weil sie sich bewusst darüber wird, dass sie die GOR-Positionen nicht nur zum Spaß einübt, damit sie was zu tun hat. Sie muss mit den GOR-Positionen auch Vor- und Zuführung zu anderen Herrschaften verbinden. Was ihr die Möglichkeit gibt, sich stets darüber klar zu werden, dass sie zwar eine sehr geschätzte Liebesdienerin ist, aber eben auch durchaus (Es steckt immer auch etwas Demütigung in der Demut) ein Liebesobjekt.


GOR-Positionen finden jedoch nur in dem Bereich statt, für welchen sie gemacht sind. Auf einer Swinger Party halte ich diese für nicht angebracht, weil die wenigsten Partizipanten diese Formalität zu schätzen wissen. Eine gehorsame und Dienst bereite „O“ auf den entsprechenden BDSM-Veranstaltungen passt besser. Der Lob anderer Herrschaften über die gut erzogene Liebesdienerin ist dort eher anzutreffen.

„Metakonsens als Dienstleistung“ // #TheTrainingOfO zwischen Wunsch und Wirklichkeit // Heute: Die Wirklichkeit

Und weil ich also des Schreibens zu faul bin … gibt es nun was auf die Ohren 😉

-> Audio-Datei -> 20 Minuten „Podcast“ 😉 -> m4a // mp3 (Dropbox gehostet).

Oder Direkt: m4a // mp3

(Wenn es jemand abtippen will, dann stelle ich es auch als Text ein)

 

„Metakonsens als Dienstleistung“ // #TheTrainingOfO zwischen Wunsch und Wirklichkeit // Heute: Der Wunsch

„Gleich wird jemand einsteigen und Du wirst nett zu ihm sein. Du wirst nicht mit ihm sprechen, es sei denn, dass er Dich anspricht. Er wird neben Dir Platz nehmen und Dich nicht anfassen. Und doch wirst Du tun, was er sagt. Hast Du das verstanden?“

„Ja, mein Herr. Aber wie soll ich ihn begrüßen?“

„Das wird er Dir selbst sagen. Du bist einfach nur still, nett und hübsch anzusehen. Mehr wird von Dir erstmal nicht erwartet.“

„Ja, mein Herr. Wie Sie wünschen.“

An einem Treffpunkt hält der Ehemann den Wagen an, schaut noch einmal mit einem prüfendem Blick in den Fonds zu seiner Ehefrau. Beide nicken sich still zu. Der Ehemann stellt den Motor ab und steigt aus. Dazu verschließt er den Wagen, in welchem es sofort dunkel wird. Durch die Fensterscheiben sieht die Ehefrau ihren Ehemann um den Wagen herum auf eine Person zugehen, welche sie leider nicht erkennen kann. Sie begrüßen sich und wechseln ein paar Worte.

Der fremde Mensch macht sich eine Zigarette an und so langsam gewöhnen sich die Augen der Ehefrau an das Dunkel. Sie versucht sich nicht zu bewegen, obwohl sie neugierig ihren Kopf in die Richtung der zwei Personen bewegt, um in der Dunkelheit dieses Ortes irgendwie einen Fokus zu erhaschen. Es funktioniert nicht. Sie weiß nur, dass ihr Ehemann dort mit jemandem spricht. Sie weiß nicht wer es ist und auch nicht um was es geht.

Obwohl, sie kann es sich schon denken. Ihr Ehemann hat schon seit Wochen irgendwie den dunklen Blick. Sie musste sich Kleidung bestellen und vor einer Kamera posieren. Und nun waren sie den weiten Weg von Basel nach Köln gefahren und dies ganz sicherlich nicht, um gemütlich mit einem fremden Menschen einen Kaffee zu trinken, nur um dann wieder heim zu fahren. Auch wenn sie manchmal, wie wohl jede Frau denkt, dass ihr Ehemann spinnt, so spinnert ist er ganz sicher nicht.

Dieser Abend wird ihr gewidmet sein. Und irgendwie macht das alles Sinn. In der D/s-Beziehung zu ihrem Ehemann war immer irgendwie klar, dass dieser Punkt eines Tages kommen würde. Nicht dass er ein schlechter Herr sei, ganz gewiss nicht, aber dass die Möglichkeiten als Paar im D/s zu agieren an einem toten Punkt angekommen seien, war es auch nicht.

Sie wurde feucht allein bei dem Gedanken, dass ihr Ehemann nun ein völlig neues Moment in ihre Ehe brachte. Eben keinen Fick auf einem Parkplatz mit irgendeinem Fremden, den man nie wiedersehen würde. Sondern eben einen weiteren Herren, der fester Bestandteil in ihrem Leben werden soll. Ganz so, wie sie beide es sich in ihren kühnsten Träumen ausgemalt hatten. Ein wenig „Roissy“, aber nur eben zu Köln am Rhein.

Die fremde Person ließ die Zigarette auf den Boden fallen und drückte sie mit seinen Schuhen uneilig aus. Während ihr Ehemann schnelleren Schrittes auf die Fahrertüre zuging, blieb diese Person um Dunkeln stehen. Der Ehemann setzte sich auf den Fahrersitz, schaltete das Licht nur im Fond des Wagens an und blickte seine Ehefrau im Rückspiegel an.

„Öffne Dein Kleid!“

Mit ein wenig Zögern zog sie am Reißverschluss des Kleides, welches vorne einen durchgehenden Reißverschluss hatte. Auf der einen Seite eine Erleichterung, weil es viel zu eng für sie war. Fast schon demütigend, da es keine Partie von ihrem Körper verbarg.

„Und öffne es ganz!“

Sie tat es. Ihr Kleid sah nun eher wie ein dünnes Jäckchen aus.

„Du wirst nun die andere Türe öffnen und Dich dann breitbeinig wieder auf Deinen Platz setzen und ab dann die Augen schließen!“

Sie rutschte zur Türe und stellte diese offen. Und tat, wie ihr Ehemann es befahl. Ihr Jäckchen bedeckte nur ihre Brüste ein wenig, aber sie spreizte ihre Beine in Richtung der geöffneten Türe. Und schloss die Augen.

Jemand nahm neben ihr Platz. Vom Gefühl her ein Mensch, wahrscheinlich ein Mann, der ein wenig zu viel auf den Rippen hatte. Jedenfalls bewegte sich der ganze Wagen ein wenig. Ihr Herz pochte und sie fing an zu atmen. Es war nicht das erste Mal, dass ihr Ehemann sie vor jemandem so posieren ließ. Aber sie wusste instinktiv, dass sie nicht nur präsentiert wurde, sondern das heute mehr geschehen würde. Und sie hoffte, dass dieser Mann nicht sehen würde, wie ihr die Geilheit nun endgültig zwischen die Beine schoss. Gefühlte Sturzbäche.

„Öffne den Mund!“, sagte ihr eine fremde Stimme. Sie tat es und spürte, dass dieser Mann ihr etwas in den Mund legte. „Zieh‘ diese Augenbinde an!“. Sein Ton war unverschämt, aber eindeutig. Sie fingerte die Augenbinde aus ihrem Mund und legte diese an. Es war eine Erleichterung, denn es wurde schlagartig dunkel und sie konnte nun wirklich die Augen schließen.

„Reiche mir nun Deine linke Hand mit der Handfläche nach oben!“

Er legte etwas in ihre Hand.

„Du wirst nun diesen Analplug mit Deinem Fotzensaft anfeuchten und ihn Dir dann in den Arsch stecken!“

Gott! Er hatte bemerkt, dass sie geil war. Auch wenn sie ihn nicht sehen konnte, so wusste sie, dass ihr Ehemann sie durch den Rückspiegel beobachtete. Und sie tat, wie es die fremde Stimme verlangte. Langsam benetzte sie den Plug mit ihrer Feuchte und konnte ihn ohne Mühe in den hinteren Eingang schieben.

„Du wirst nun Dein Kleid so weit öffnen, dass auch Deine Brüste sichtbar sind. Danach wirst Du Dich anschnallen. Deine Beine bleiben offen und du wirst jetzt bis ich etwas anderes sage masturbieren! Du hast nicht die Erlaubnis zu einem Orgasmus. Hast Du das verstanden?“

„Ja, Herr!“, antwortete sie, ohne zu wissen ob das richtig sei. „Wir können dann losfahren.“, sagte der fremde Mann nun deutlich sanfter, während er sich selbst anschnallte.

War das Licht im Fond des Autos noch an?
Wohin ging es?
Konnte sie jemand sehen?

All diese Fragen drehten Kreise in ihrem Kopf, während sie fast wie von allein von Fast-Orgasmus zu Fast-Orgasmus glitt. Sie wagte es nicht zu kommen, aber es fiel ihr unsagbar schwer. Und wenn sie fast schon am Aufgeben war und einfach kommen wollte, kniff sie sich fast unsichtbar sehr hart in eine Schamlippe. Der Schmerz sollte die Geilheit etwas abtöten. Was es wiederum genau das Gegenteil bewirkte.

„Setz‘ Dich auf Deine Hände! Das ist ja nicht mit anzusehen!“

Sofort parierte sie. Und war erleichtert, dass ihre Geilheit zwar blieb, aber sie nicht mehr dem Zwang des Nicht-Kommen-Dürfen ausgesetzt war.

Der Wagen hielt an.

„Sie soll erstmal aussteigen und draußen stehen bleiben.“, sagte die fremde Stimme. Sie hörte, wie sich zwei Türen fast gleichzeitig öffneten und schlossen. Ihre Türe wurde geöffnet und eine ihr vertraute Hand griff etwas ruppig an ihr.

Nicht wirklich herausgezerrt, aber ziemlich deutlich bewegt, wurde sie nun herausbewegt und kam sogleich wieder zum Stehen. Ihr Kleid bewegte sich sanft im milden Winde des Abends.

Sie hörte, wie der fremde Mann sich eine Zigarette anmachte.

„Geh zwei Schritte nach vorne und nimm die Hände hinter den Rücken!“

Das nächste, was sie spürte waren Handschellen, welche sich mit ihren Handgelenken darin hinter ihr verschlossen und ein Auto, welches wegfuhr oder vorbeifuhr oder gerade ankam. Sie wusste es nicht.

Der fremde Mann pustete seinen Rauch in ihr Gesicht. Sie hörte, wie sich ein Reißverschluss öffnete. Er urinierte. Einfach vor ihr stehend. Zwischen ihre Beine. Sie fühlte dieses Nass, welches vom Fußboden abprallte und an ihre Beine spritzte. Und sie bewegte sich nicht.

„Ich denke, wir können sie erstmal wieder anziehen. Die Handschellen bleiben aber dran.“, sagte er. „Ja, das klingt nach einem Plan.“ Und sofort spürte sie die vertrauten Hände ihres Ehemannes, der nun ihr Kleid wieder schloss, aber einen viel zu weiten Ausschnitt übrigließ. „So bleibt das jetzt“, stellte er fest. Der fremde Mann drängte sich nun hinter sie und ein Stück Leder wurde um ihren Hals gelegt, welches mit einem leisen Geräusch in ihrem Nacken geschlossen wurde. Gleichzeitig schnallte etwas an den Handschellen zu und eine Leine wurde zwischen ihre Beine gezogen und offensichtlich von ihrem Ehemann festgehalten.

„Ich habe Hunger. Zeit was zu essen.“, sagte die fremde Stimme. Und mit einer brummenden Zustimmung begann der Ehemann an der Leine zu ziehen, während der fremde Mann neben ihr ging und sich ab und an vergewisserte, dass der Analplug noch saß.

Nach einer ganzen Weile, einer gefühlten Ewigkeit, blieben die beiden stehen. Die Leine wurden von den Handschellen gelöst, die Handschellen wurden gelöst.

„Ich werde Dir nun die Augenbinde abnehmen. Denn Du sollst wissen, wer uns heute begleitet. Meine Anordnungen bleiben weiterhin bestehen. Du wirst keine Fragen stellen und alles tun, was Dir aufgetragen wird. Hast Du das verstanden?“.

„Ja, mein Herr!“

Erst wollte sie die Augen nicht öffnen, aber ihre Neugier war dann einfach zu groß. Langsam gewöhnte sie sich an diese helle Umgebung. Sie standen vor einem Restaurant. Der fremde Mann öffnete seinen Arm und bot ihr diesen an. Ein Wechselbad der Gefühle. Dieser Mann hatte ihr gerade noch Kommandos gegeben und nun sollte sie auch noch seine Tischdame spielen. Mit seinem Analplug im Arsch und seinem Halsband am Hals.

Und in all dem erinnerte sie sich sehr schnell wieder, warum ihr Ehemann sie hergebracht hatte. Das Gesicht dieses fremden Mannes war ihr merkwürdig vertraut, aber sie konnte ihn nicht zuordnen.

Der Ehegatte vollzog nun seine Reservierung und man nahm an einem ruhigen Tisch Platz. Während der demaskierte Herr ihr den Stuhl zurecht schob, nahm sie wie auch schon vorher im Auto mit nacktem Hintern Platz. Der Ehegatte setzte sich ihr und ihm gegenüber. Sie tropfte. Nein, sie ergoss sich fast und hatte das Gefühl, dass man das sehen müsse. Es müsste die Stuhlbeine herunterlaufen. Instinktiv wollte sie ihre Beine übereinanderschlagen, aber der fremde Herr legte seine Hand auf ihr Bein, schaute sie an und verneinte dies allein mit seinem Blick. Die Tischdecke bedeckte ihre Beine gottlob, so dass der herankommende Kellner nicht wirklich sah, dass sie im Prinzip nur oberhalb ihres Bauchnabels angezogen war.

„Sie können sich gerne vom Salatbuffet bedienen, bis die Hauptspeise gereicht wird.“

Der fremde Herr wie sie an, dass es ihre Aufgabe sei zuerst ihrem Gatten einen Salat zu richten und danach erneut für ihn zum Buffet zu gehen. Für diesen Vorgang müsse sie sich wohl oder über erheben und ihr Kleid dabei richten. Schließlich wolle man ja kein Aufsehen erregen.

„Du wirst dazu einfach Deinen Rocksaum beim Aufstehen festhalten. So geht er quasi fast von allein wieder hinunter.“

Das war zwar hilfreich, aber weil sie darin nicht geübt war, war sie heilfroh, dass sie mit dem Gesicht zu den anderen Gästen platziert wurde und hinter ihr niemand saß. Peinlich berührt stand sie auf und für gefühlte Stunden konnte nun jeder ihre rasierte Scham sehen, wenn er nur hinschauen würde. Sie musste einige Verrenkungen am Tisch machen, während der fremde Herr erneut prüfend zwischen die Beine griff, um den Sitz des Analplugs zu prüfen, aber dabei half den Rocksaum zurecht zu zurren.

Als sie das dritte Mal am Tisch ankam hatte der fremde Herr einen Minivibrator auf ihren Stuhl gelegt und deutete an, dass sie diesen nun einzuführen habe. Sie tat es und saß nun wieder mit nacktem Arsch auf dem Stuhl, während die Herren sich über die Funktionsweise einer Fernbedienung austauschten. Und dabei wurde sie nur dadurch beteiligt, dass sie unmittelbar spürte, wenn einer der Herren auf einen Knopf der Fernbedienung drückte und es in ihr anfing zu vibrieren. Der fremde Herr kontrollierte regelmäßig den Sitz und sie wusste nicht, ob ihr das peinlich sein sollte, ob sie sich geehrt fühlen sollte, ob sie überhaupt was sagen sollte. Sie blieb einfach nur mit gespreizten Beinen stillsitzen und versuchte einen mehr oder weniger teilnahmslosen Blick für die anderen Gäste aufrecht zu erhalten.

„Ich glaube, dass es ihr nicht gefällt.“, meinte der fremde Herr. „Sie gibt gar keinen Mucks von sich.“ – „Bitte, Sie haben die Fernbedienung ganz zu Ihrem Genuss.“

Und der fremde Herr spielte jede nur erdenkliche Variante durch, bis sie es nicht mehr aushielt und ihre Hände in die Tischdecke krallte. Mit festem Blick starrte sie den fremden Herrn an. Schweigende Fragen blitzten auf. Und ein stilles „Erlaubnis erteilt!“ gab ihr den ersten Höhepunkt, den sie so sehr herbeigesehnt hatte, aber nun einfach herunterschlucken musste.

Der fremde Herr gab ihr eine Plastiktüte und wiese sie an die Toilette aufzusuchen, sowohl Minivibrator und Plug abzulegen, zu reinigen und in die Tüte zu packen. Es sei ihr jedoch verboten zu urinieren.

„Ja, Herr. Danke, Herr.“, flüsterte sie.

Nachdem die Herren nun ihre Mahlzeit zu sich genommen hatten und auch die Ehefrau sich nötigen musste ihren Salat zu sich zu nehmen, war es an der Zeit die Rechnung zu begleichen und den Platz für andere frei zu geben. Erneut musste sie sich den Rocksaum sichtbar herunterziehen. Jetzt beim fünften Mal ging es etwas einfacher, aber der gefühlte Moment des Entblößens wurde dadurch nicht kürzer.

Draußen vor dem Restaurant war es fast menschenleer und der Weg zum Auto nicht weit. War sie auf dem Hinweg noch mit Augenbinde ausgestattet, ließ der fremde Herr nun von Handfesseln und Augenbinde ab.

„Wie Du bemerkt hast, geht es an diesem Abend nur um Dich. Und ich möchte, dass Du das sicher weißt. Daher werde ich nun einmal um den Block laufen und mir eine rauchen. Wenn ich wieder da bin, dann ist an eurem Auto entweder die Wagentüre geöffnet, so dass ich einsteigen kann oder ihr seid abgefahren. So ist es mit Deinem Herren besprochen. Es ist wichtig, dass Du verstehst, dass wir möglicherweise nicht zu dritt bleiben werden. Hast Du das verstanden?“

„Ja, Herr.“

Und der fremde Herr verschwand um eine Häuserecke und sie war sich bewusst, dass sie mit ihrem Ehemann kurz auf Augenhöhe gehen musste. Denn würden beide nun zustimmen, dann wüssten beide nicht wirklich, was in der Nacht noch passieren würde. Und sie war Frau genug ihre Geilheit beiseite zu schieben und eine Entscheidung zu treffen.

„Und, gefällt es Dir?“ – „Ich bin nicht unentschlossen, mein Herr. Und auch wenn ich weiß, dass ich Ihnen gehorchen muss, finde ich es mehr als angenehm, wenn ich in dieser Situation gefragt werde. Bitte, lassen Sie uns weitermachen, wenn Ihnen das auch recht ist.“ – „Einverstanden.“

Ein paar Minuten später fand der fremde Herr das Auto des Paares bei geöffneter Türe vor und stieg wieder hinten ein. Die Ehefrau saß nun vollkommen nackt und nur mit Halsband, Halterlosen und HighHeels bekleidet, dazu breitbeinig, auf dem Rücksitz. Mit den Worten: „Sie haben einen Navigationspunkt erhalten. Bitte fahren Sie uns nun dorthin.“ griff der fremde Herr die Ehefrau an den Haaren und drückte ihr Gesicht auf seinen Schoß. Der Ehemann blickte nur auf sein mobiles Endgerät und stellte sein Navigationssystem wortlos ein.

„Du sollst mir nicht die Hose vollsabbern!“ raunzte der fremde Herr nun vor sich hin, „Wie soll das denn bitte aussehen! Schließe Deinen Mund.“. Wobei er nun ihr Gesicht noch ein wenig fester in den Schoß drückte. Sie konnte kaum atmen und der Griff in ihr Haar war fest und hart als er sie an selbigen nun hochzog und ihr ins Gesicht schaute: „Ich werde Dir Deine Regeln noch rechtzeitig beibringen. Und jetzt masturbiere für mich.“. Mit einer nicht sehr achtsamen Geste drückte der fremde Herr die Ehefrau in ihre Ecke und sie begann sich sofort anzufassen. Nach Luft ringend, erniedrigt vor den Augen des eigenen Gattens, welche vor sich hin schmunzelnd den Anweisungen seines Navigationsgerätes folgte.

Er konnte sich sehr gut vorstellen, was am Ziel geschehen würde. Schließlich hatten die beiden Männer sich wochenlang ausgetauscht und verschiedenste Szenarien beurteilt. Es ging darum ein Szenario aufzubauen, welches einer zukünftigen „O“ gerecht würde, ohne sie jedoch wirklich in extreme Situationen zu bringen. Es ging um Kopfkino. Das Hervorholen von intimen Gedanken. Zu erfahren, ob die Ehefrau sich tatsächlich in diesem Bereich sehen würde. Er erinnerte sich an das „Fuckbag“, in welchem seine Frau stets 20 Kondome vorzuhalten hatte. Allein der Gedanke, dass sie einem Gangbang zugeführt wurde, führte zu Spannungen zwischen den Eheleuten. Der Ehemann war sich bewusst, dass der fremde Herr dies auch ganz genau so wollte. Zum einen eine gewisse Furcht aufbauen, die jedoch eine vertrauensbildende Maßnahme zwischen den Eheleuten darstellen sollte. Eben nicht „blinden Gehorsam“, sondern „ich gehorche, weil mein Herr auf mich aufpasst.“. Nun waren beide hier und die Stimmung zwischen den Eheleuten war positiv angespannt. Weil der fremde Herr sich vorher direkt und indirekt abgesichert hatte und eben stets mehr die Frau als den Mann sah.

„Hör auf an Dir rum zu spielen.“, wies der fremde Herr nun die Ehefrau an: „Wir werden gleich an einem Pornokino halten und es betreten. Du wirst Dich nun wieder anziehen, denn so können wir dort nicht hinein. Sobald wir den inneren Bereich betreten haben, werde ich die volle Kontrolle über Dich beanspruchen. Du wirst keine Fragen stellen und tun, was ich Dir sage. So wie Du Deinem Herrn gehorchst. Hast Du das verstanden?“ – „Ja, Herr.“, sagte sie fest und begann sich wieder anzuziehen. Der fremde Herr lächelte sie an. „Du wirst in dieser #OExperience kein Safeword haben. Das Recht auf Pause oder Abbruch wird Dein Mann für Dich wahrnehmen, wenn ich es nicht selbst mache. Hast Du das verstanden?“ – „Ja, Herr.“ – „Dann wiederhole alles.“ – „Ich werde alles was Sie mir sagen, ohne zu fragen und zu zögern tun. Mein anwesender Herr nimmt für mich das Safeword wahr, wenn Sie es nicht tun.“ – „Sehr gut.“

Was im Pornokino nun genau geschah, konnte sie im Nachhinein nur schwer erinnern. Das einzige, was sie noch wusste war, dass alle ihre Bedenken an einen Gangbang zu Unrecht gewesen sind. Sie wurde nackt zur Schau gestellt und musste sich anfassen lassen. Sie wusste, dass sie ein paar Männern Blowjobs zu schenken hatte. Und dass sie ihren Körper für wesentlich mehr Spermaladungen zu präsentieren hatte. Wahrscheinlich wurde sie auch vom fremden Herrn gevögelt, aber die Augenbinde ließ sie dieses nur vermuten. So viele vertraute Dinge, alle schon erlebt irgendwie, aber an der Seite dieses Mannes, den ihr eigener Mann ausgesucht hatte. Alles neu.

Der fremde Herr verabschiedete sich nach dieser Einlage höflich und wünschte den beiden noch eine angenehme Nacht. Natürlich nicht mit dem Hinweis, dass er mit seiner Inspektion noch nicht fertig sei. Aber dies könne man ja am kommenden Abend weiter besprechen. Mehr auf privater Ebene in seiner Wohnung. Der Ehemann schaute seine Frau an und beide nickten sich leise zu. Der fremde Herr empfand dies nicht als Annahme des Angebotes, sondern als Bestätigung, dass das Ehepaar nun gemeinsam darüber nachdenken würde. Denn bei aller Geilheit, die immer noch in der Luft lag, musste allen Beteiligten auch klar sein, dass es passen muss. Und der fremde Herr sah sich stets nur als Spielzeug in der Beziehung der beiden.

Es war eine kurze Nacht für die beiden. Denn es war ihnen wichtig, dass sie eine gemeinsame Entscheidung treffen mussten. Auch wenn das Machtgefälle in der Ehe als gelebtes D/s vorhanden war, so mussten sie sich darüber verständigen, dass der nächste Schritt schon etwas anderes sei, als das bisher erlebte. Es ging nun um SM. Um Schmerzen. Um Unterwerfung. Um Hingabe in den Schmerz, den ein fremder Mann der Ehefrau vor den Augen des Ehemannes zuführen würde. Um das Verständnis, dass sie diesen Schmerz für ihren Herren auf sich nehmen würde. Um den Stolz im Blick des Ehemannes zu bekommen, um daraus ihre Befriedigung zu erhalten. Sie hatten sicherlich das eine oder andere ausprobiert – keine Frage. Aber der Duktus dieses fremden Herrn war neu. Deutlich, direkt, aber nicht gefährlich. Und dennoch streng genug, um zu wissen, dass es ein völlig anderes Erlebnis sein würde.

So sandte der Ehemann am kommenden Morgen eine Nachricht ab, in welcher er sich mit seiner Frau zum Abendessen anmeldete.

… Fortsetzung folgt.

Die Ankunft / Die Ankunft

Sie hatte durchaus wackelige Knie. Was ganz im Gegensatz zu dem stand, was sie wollte. Standhaft sein. Nicht im Sinne von „dagegen“, sondern vielmehr „dafür“.

Zu lange hatte sie auf diesen Moment gewartet. Zu lange auf Momente verzichtet. Auf Möglichkeiten, selbst wenn diese noch so unwahrscheinlich gewesen waren.

Sie hatte sich versprochen. Sich hatte sich ihr selbst versprochen. Vielleicht auch ihm. Sie hatte es gesagt und geschrieben. In leisen und in lauten Tönen. Als Zeile und auch dazwischen. Auf jede erdenkliche Weise hatte sie sich diesen Moment ausgemalt.

Nun war er da.

Dieser Moment.

Als sie aus dem Zug ausstieg fühlte sich die Umgebung wie Watte an. Unwirklich. Schritt auf nicht wirklich unbekanntes, aber hier und jetzt neues Terrain. Die Menschen um sie herum liefen im Zeitraffer umher. Jeder hatte ein Ziel. Wollten zu wem. Wollten wohin. Wollten irgendwo sein. Bei wem. Mit wem.

Begrüßungen. Freude. Fröhlichkeit.

Wie ein dumpfer Schleier legten sich die Geräusche um den Moment, den sie nun durchlebte. Sie war tapfer. Hielt stand. Still.

Sie atmete ein und aus. Neue Luft. Neues Leben. Ihr Rollkoffer stand wie eine Trutzburg vor ihr. Ihre Hände krallten sich an ihm fest. Sie schloss die Augen, um einen weiteren Moment mit sich allein zu sein.

Er legte seine Hand auf ihre Hand. Sie erschrak ein wenig, denn nun war er da. Der Moment. Er lächelte sie an. Sie öffnete die Augen. Er löste ihre Hand von ihrem Koffer, ging um sie herum und führte ihre Hand an seinen Mund. Schüchtern nahm sie die Geste seines Kusses an.

Er schaute sie an. Er ließ den Blick nicht von ihr ab. Er nahm ihr Gesicht zwischen seine Hände und drückte seine Lippen auf ihre. Zart fordernd ersuchte seine Zunge um Einlass. Sie gab leise nach. Sie lächelte.

Als er von ihr ließ schaute er sie wieder an.

„Hier bist Du richtig.“

Sie nahm seine Hand. Küsste seinen Ring.

„Hier bin ich richtig, mein Herr.“

 


 

„Wir erreichen in Kürze Köln Hbf.“

Sie schreckte hoch.

War sie doch eben noch in Augsburg eingestiegen.

So fix vergingen also 4 Stunden Zugfahrt, die zum Glück ohne nennenswerte Schwierigkeiten verlaufen waren

„I’m not here for your entertainment…“ eine Textzeile aus einem Titel von Pink, den sie gerade noch hörte.

Sie grinste…

Wenn alles so lief, wie sie sich das beide seit Monaten im Kopfkino ausmalten, würde sie sehr wohl für sein Entertainment sorgen.

Wie?

Das war ihr nicht klar, oder doch?

Sie versuchte, so ruhig ihr das möglich war, zu atmen. Es half nichts anderes mehr.

Zwar hatte sie sich überlegt, vor der Fahrt noch eine halbe chemische Bombe einzunehmen, ließ es dann, weil sie ihm im vollen Bewusstsein, so wie sie war, nervös, ein Bündel Nerven, begegnen wollte.

Sie strich sich eine Strähne hinters Ohr, sah zum Fenster hinaus und ging in Gedanken nochmal alles durch.

Hatte sie an alles gedacht?

Hatte sie sich gründlich genug rasiert?

Auch die Härchen im Gesicht?

Sie kontrollierte.

„Er wird damit leben müssen, dass du zu viel Hormone produzierst und dich auch im Gesicht…“

„Ja, verdammt, ich habe es kapiert.“

„Atmen, Ela, atmen. Du hast alles, es ist gut so, er wird dir nichts tun und er wird dich auch nicht hängen lassen. Du weißt das. Er hat es dir doch schon bewiesen.“

Sie hielt das wie ein Mantra vor sich. Ein Zurück gab es nicht mehr, sie wollte auch kein Zurück mehr, sie wartete nun schon so lange und alles, was sie sich vornahm, beim nächsten Mann…Jaja…das war alles nach dem ersten Telefonat dahin.

Halt, falsch, es war schon davor dahin.

Sie hatte ihn über Twitter „aufgerissen“. Zu einem Zeitpunkt, zu welchem kaum noch was in ihrem Leben so richtig funktionierte.

Sie verbrachte die Tage in Ungewissheit, in Schmerz, in Wut und teils in nackter Verzweiflung, weil sie nicht mehr wusste, wie sie dem Ghosting eines Mannes umgehen sollte, der ihr im Februar noch ein Halsband anlegte…

Sie schrieb ihn also an, den „Superdom“, den „Subsammler“, den Herrn über mehrere Subs, den sie schon länger über Twitter und seinen Blog verfolgte.

Er entsprach überhaupt nicht dem, was sie sich unter „ihrem“ Dom so vorstellte und er verlangte von seinen Subs Dinge, die sie unter Zwang schon selbst erleben musste – einiges in ihr wehrte
sich, aber er schrieb in einem Blogeintrag über Subs die geduldig sind, die auf ein Zeichen ihres Herrn warten, die still in sich hinein „schmerzten“, weil dann doch wieder nichts kommt.

Dafür musste sie ihm ein Kompliment machen.

So begann das, was Monate später, zig Tausend Nachrichten, Worte, Sprachnachrichten, Telefonminuten, am Hbf. in Köln in einem ersten, lange Osterwochenende, seine Krönung finden sollte.

Erwartungen?

Ja, Himmel, natürlich hatte sie Erwartungen, auch wenn sie anderes Mantra artig von sich weg schob.

Sie erwartete, dass es ein schönes Wochenende wurde, ihre Auszeit von dem Leben, dass sie Kraft kostete, weil der Vorgänger ihre größte Tür geöffnet und sie mit dem ganzen Mist allein gelassen hatte.

Das wollte sie bis Dienstag verdrängen, wie alles andere auch, ob ihr das gelang.

„Nächster Halt, Köln Hbf., der Ausstieg befindet sich in Fahrtrichtung…“

Sie hörte nur noch das Blut rauschen und stellte sich prompt an die falsche Seite…

„Man man man, mit klar denken hast du es auch nicht mehr.“ witzelte eine Stimme in ihrem Kopf.

„Könnt ihr nicht alle verdammt nochmal Ruhe geben?“

Blutrauschen in ihren Ohren.

Keine Stimmen mehr.

Sie stieg aus, fuhr sich durch die Haare und wartete…

Hatte sie alles?

Es fühlte sich an, als ginge sie auf Watte, um sie herum Menschen, die alle irgendwo hin wollte, hastig, freudig, ungestüm, während sie nur dastand.

Den Griff des Rollkoffers fest in den Händen, so fest, dass sich ihre Fingernägel in die Handinnenfläche bohrten.

Sie schloss die Augen, rief sich nochmal seine Worte ins Gedächtnis, öffnete die Augen wieder und sah in sein Gesicht…

Frau @MarieMoreau1988 fragt. #TheTrainingOfO antwortet.

Gestern gab es in der TL eine heftige Unterhaltung zum Thema „O“-Experience (gerade oder auch in Verbindung mit Sexarbeit) und ich stellte erneut fest, dass es „zwischen den Leuchttürmen des #BDSM“ (Das ist ausdrücklich liebevoll gemeint!) einfach offene Fragen gibt. Ich werde versuchen diese anhand des Fragenkataloges von Marie mal zusammenzufassen. Für diese Möglichkeit möchte ich mich ausdrücklich bedanken.


  1. Gibt es für O’s ein Safeword?

In meiner Lebeweise gibt es das nicht.


  1. Falls nein: Warum nicht?

Keine Frau wird als „O“ geboren. „O“ sein zu wollen ist eine Entstehungsgeschichte, welche das Ergebnis einer längeren Zeit als Sub („erotisch geführt“ – EPE im Maximum – Definition des Autors) oder als Sklavin („Schmerz geführt“ – TPE im Maximum – Definition des Autors) sein kann, aber nicht zwangsläufig sein muss. Manche Frauen haben eine BDSM-Vorgeschichte, weswegen sie gleich zu Anfang klar machen, dass „O“ ihr Ziel ist. Meine „O“ verzichtet auf das Safeword, weil das Vertrauen zu mir in einer Form gewachsen oder einfach vorhanden ist, in welcher es für sie einfach überflüssig wird. Der Verzicht ist eine Entscheidung der Frau und niemals meine. Sie dokumentiert damit jedoch ihren Willen, tatsächlich meine „O“ sein zu wollen.


  1. Falls ja: Welche Konsequenzen hat es, wenn das Safeword genutzt wird?

Auch wenn jede Frau von mir ein Safeword bekommt, ist es ihr Recht darauf zu verzichten und es nicht einzusetzen. Das gilt im Nachgang natürlich auch für meine „O“. Schließlich ist das Safeword immer noch im Hinterkopf und ich finde es wichtig, richtig und gut, wenn es genutzt wird. In vielen 2x Jahren habe ich es viermal gehört. Und meine Reaktion ist dann ganz normal Pause oder Abbruch eines Spieles. Sonst nichts.


  1. Wird im Zirkel ungeschützter Sex praktiziert? Falls ja: Ist die Bereitschaft der Frau dazu ein Kriterium, in den Zirkel aufgenommen zu werden?

Ja, er wird. Nein, ist er nicht. Das mache ich auch jeder Frau mehr als deutlich klar. Ich praktiziere jedoch immer „oben ohne“, was Blowjobs angeht. Alles andere unterliegt der Absprache und des Vertrauens untereinander. Als ehemaliger Herzpatient wurde regelmäßig mein Blut untersucht (volle Bandbreite) und jetzt als Sexdienstleister so und so.


  1. Wird im Zirkel ungeschützter Sex mit Dritten praktiziert (in Folge einer Fremdbenutzung)?

Wer meinen Blog verfolgt und sich daraufhin mit mir verbindet, dem ist klar, dass #RACK (zumindest in Gedanken) gefordert ist. Mein „Default“ ist „oben ohne / unten mit“. Fremdes Sperma ist aber auch ein wesentlicher Bestandteil des Kink, wenn man sich mit mir verbindet, weil ich das halt auch ermögliche. Ich respektiere jedoch auch die persönliche Entscheidung einer Dame zu „oben und unten mit“. Da habe ich keine Probleme. Mit Fremden grundsätzlich auf Kondome zu verzichten zu wollen, wird von mir nicht unterstützt.


  1. Was ist die ideale Größe eines Zirkels und warum?

Das ist eine gute Frage. Persönlich tendiere ich zu einer Größe von fünf oder sechs Damen (eigene Frau inkludiert). Aber ich bin nicht auf der Suche diese Anzahl zu halten. Als mindestens polygamer Mann kann ich mich so recht monogam im #CircleOfFalbalus bewegen. Es gibt kaum Ausflüge außerhalb und wenn, dann sind diese allen Damen bekannt.


  1. Was ist, wenn eine O fertig ausgebildet ist? Was passiert dann mit ihr?

Meine Beziehungen sind auf Langzeit getrimmt. Die Ausbildung ist nie beendet. Wenn eine Dame sich von mir löst, dann hat dies höchst private Motivation, welche sich meistens im sozialen Leben der Dame abseits des Kink abspielt. Eine neue Liebe im Leben. Neuer Job in einer anderen Stadt. Aber auch die Erkenntnis, dass „O“ oder grundlegend „Sub“ oder „Sklavin“ sein, für eine gewisse Phase okay war, aber nun eine Pause eingelegt wird. Oder Oder Oder. Der Sinn des Zirkels ist, dass jeder gehen kann und ich ihn gehen lasse. Notfalls ohne Begründung. Was auch im Umkehrschluss für mich möglich ist, wenn ich merke, dass es irgendwie nicht (mehr) passt. In der Utopie stehen alle meine Damen, die heute meine Subs sind, gemeinsam an meinem Grab.


  1. Du berichtest öfter, dass du selbst eine Art „O-Ausbildung“ hinter dir hast. Was war deine Motivation dahinter? Ich kann mir schlecht vorstellen, dass man so etwas aus reiner Neugier tut, ohne eine entsprechende Neigung zu haben. Daher: Bist du Switcher und/oder bisexuell? Falls ja: Sind diese Neigungen noch existent und wie gehst du mit ihnen um?

Zunächst gibt es dazu tatsächlich zwei Blogbeiträge -> hier <- und -> hier <-

Ich würde mich daher nicht wirklich als bi-sexuell bezeichnen. Schon gar nicht als Mann (äußere Erscheinungsform). Aber auch in meiner (äußeren) weiblichen Form ging mir Küssen und Kuscheln mit Männern völlig ab. So würde ich das für mich als „umgekehrt heterosexuell“ bezeichnen. Also Dominanz nur gegenüber Frauen und Submission nur zu Männern. „Eigentlich“ 😉

Meine Erfahrungen mit dominanten Frauen haben mir gezeigt, dass hier ein hoher Anteil SM vorhanden ist. Was nie das Problem war, aber es ging halt nicht immer respektvoll, auch wenn ich eine gewisse Form der Respektlosigkeit bevorzugt habe. In meiner Fantasie war ich immer minderjährig und wollte mich wesentlich älteren Männern als devotes Bückstück andienen. Weil, welcher Mann will nicht mal „so eine“ für sich zumindest im Rollenspiel nutzen können. Und weil ich diese Fantasie leben wollte, bin ich von Frauen zu Männern gewechselt, weil mich deren Fickfreudigkeit einfach gereizt hat. Und mit meinem damaligen Herren hatte ich jemanden gefunden, welcher mich mit seiner Dominanz packte. Ein Umstand, den kaum eine Frau für sich verbuchen konnte. Erotisch genutzt, auch von mir völlig Fremden, und einfach nur Befehlen zu gehorchen und nicht darüber nachzudenken, war meine Erfüllung. Und das fast anderthalb Jahre lang. Man könnte meinen, dass mehr Männer mich beschliefen, als ich Frauen beschlief.

Ob mich das zu einem Switcher macht? Ja, das möchte ich nicht leugnen. Ich würde es sogar als Extrem-Switcher sehen, weil es mich eben nur so oder so gibt. Wenn die Entscheidung mich zu submissionieren durchaus eine dominante gewesen ist, weil ich einfach wissen wollte, wie das so ist, bin ich durch das „Hands on“ zur Submission gekommen.

Derzeit befinde ich mich also in einer dominanten Phase meines Lebens und es geht mir gut damit. Ich habe keine ausgeprägte Sehnsucht nach der weiblichen Form. Wobei ich jedoch durchaus überlege, meine weibliche Form in der Sexarbeit einzusetzen. Quasi „selbst dominieren“. Ausschließen, dass es private Ausflüge in die Submission gibt, kann ich natürlich nicht. Das wäre verlogen.


  1. Es sind ja einige Frauen in deinem Zirkel, du hast einen Job und wenn ich richtig gelesen habe, auch Kinder. Wie stellst du die Ausbildung der Frauen in der verbleibenden kurzen Zeit sicher? (Ich sehe meinen Spielpartner ca. einmal die Woche und merke auch, dass ich das brauche, damit wir uns gemeinsam weiterentwickeln können bzw. ich erzieherisch tätig werden kann.) Sicherlich kann man viel mit Online-Erziehung machen. Echten Kontakt von Mensch zu Mensch kann das in meinen Augen nicht ersetzen. Dieser ist in meinen Augen für eine engmaschige Erziehung/Ausbildung unerlässlich. Daher: Wie siehst du das? Wie stellst du persönliche Nähe und Kontakt sicher?

Damen, die sich für den Zirkel entscheiden, sind sich grundlegend über folgende Dinge bewusst:

  1. a) Es gibt mich nicht exklusiv.
    b) Die Damen wissen voneinander.
    c) Es gibt einen gemeinsamen Kalender im #CircleOfFalbalus, so dass jede immer ganz genau weiß, wo der alte Mann ist und was er so macht.
    d) Über diesen Kalender werden auch die gemeinsamen Zeiten geregelt.
    e) Somit ist auch jeder Dame klar, dass die Zeiten entsprechend der Anzahl der Subs „überschaubar“ sind.
    f) Meine Frau ist alle zwei Wochen als „Erste unter Gleichen“ in Betracht zu ziehen. Die anderen Wochenenden werden von mir terminiert. Es ist aber auch schon vorgekommen, dass die Subs unter sich getauscht haben, weil deren private Termine (Familie, Beruf, Freunde, (Ehe-)Partner) dazwischenfunken. Alle vier Wochen habe ich meine Kinder bei mir.
    g) Im schlimmsten Falle sieht man sich also nur einmal im Quartal.
    h) Es ist möglich, dass meine Sub gemeinsam mit mir in den Urlaub fahren, um „Fehlzeiten“ auszugleichen.

Klingt alles schrecklich formal, ist aber nötig und allen so bewusst.

Ich bin immer ansprechbar und wenn ich wenig kommunizieren kann, dann gebe ich das bekannt. Erst neulich sagte mir eine Dame, dass ich mich zwar abgemeldet hätte, aber doch weitergeschrieben hätte (alle auf WhatsApp), als wäre nichts. Einigen Damen ist dieser Kontakt jedoch nicht so wichtig, mit anderen telefoniere ich einmal die Woche.


  1. Darauf aufbauend: Wie gehst du mit Interessenkonflikten innerhalb des Zirkels um? Wenn bspw. zwei Frauen zur selben Zeit deine Aufmerksamkeit brauchen?

Siehe dazu auch „9.“
Wir haben eine Regelabsprache, dass jede immer zu mir kommen kann, wenn es nötig ist. Ich schätze meine Frauen dafür, dass sie nicht um Aufmerksamkeit betteln. Vielleicht ist das auch nicht notwendig, weil ich dem zuvorkomme. Das müssen die Damen beantworten.

Konflikte innerhalb des Zirkels gibt es. Diese auszuhalten ist das eine. Die Damen müssen nicht beste Freundinnen für immer und für alle Zeit werden. Was ich im Mindesten erwarte ist, dass die Damen die Existenz der anderen akzeptieren und respektieren. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es diese Konflikte nicht. Wir fahren in ruhigen Gewässern, so wie es sein soll. Die Damen sind auf mich fokussiert, manche haben sich sogar schon mal mit Ex-#CircleOfFalbalus-Damen getroffen. Alles gut.


  1. Du hast das O-Sein kürzlich als „Königsdisziplin“ bezeichnet. Wie meinst du das?

Da war doch was -> hier <-

Wichtig ist zu wissen, dass meine Definition der Unterscheidung von Sub und Sklavin (siehe 1.) dazu führt, dass die „O“ beide Welten auf sich vereinigt und damit Königsdisziplin wird. Natürlich schlage ich meine Sub „auch“ und ich beschlafe meine Sklavin „auch“. Das lässt sich alles nicht strikt trennen. Es kommt immer auf den persönlichen Fokus der Damen an, mit welchem Kink sie zu mir kommen. Die einen erleben den SM-Anteil im D/s als „gehört dazu, ist mir aber nicht wichtig“ im Extrem, andere erleben den D/s-Anteil im SM als „gehört dazu ist mir aber nicht wichtig“ im Extrem. Meine „O“ verbindet D/s und SM für sich, so dass „alles ist wichtig“ wird. Und nein, nicht jede Sub oder Sklavin möchte meine „O“ sein. Ist auch nicht Bedingung für den #CircleOfFalbalus.

 

Meine „O“ // #TheTrainingOfO

Wenn ich in der Vergangenheit nach dem Thema „O“ blättere, so komme ich auf so einige Gedanken, Anschauungen und Ideen: // Die Alphafrau als “O” #TheTrainingOfODas Kleid der “O”DER WUNSCHZETTEL UND DIE LIEBE “O”#gedankenverloren – Wie real ist “O” möglich?Die “O”: Eine Gedankenreise ins reale Leben. … und Was ist eine “O” …? Definitionsgedanken // Was aber irgendwie fehlt, wie mir angetragen wurde, ist … „Wie muss sich eine Sub als ihre ‚O‘ verhalten? Was ist dazu nötig? Was ist unnötig? Auf was muss ich mich einstellen, um in Ihren Augen überhaupt in Erwägung zu kommen? Welches Mindset setzen Sie vorraus für den gemeinsamen Weg?“ – Nun, bitte …


  1. Meine „O“ ist sich ihrem besonderen Status als meine „O“ bewusst. Sie kann und darf stolz darauf sein, aber sie prahlt nicht wie ein Gockel herum, dass sie es ist. Arroganz und Narzissmus passen nicht zum Wesen meiner „O“. Denn ich bin es auch nicht. Als auf Ausgleich bedachter Mensch ist das ein grobes Sandkorn, welches das Getriebe stört.

  2. Meine „O“ ist sich bewusst, dass sie nicht die einzige in meinem Leben ist und respektiert die anderen „O“’s in meinem Leben ohne Murren und Knurren. Es ist ihr in einem weiten Maße erlaubt sich selbst sexuell aktiv zu betätigen, jedoch in ganz bestimmten, definierten Teilmengen des Lebens hat sie exklusiv zu sein, auch wenn ich es nicht bin. Vor allem, wenn es um Beziehungen zu anderen Herren oder Damen geht (Lebens- und Ehepartner haben immer Vorrang vor dem „O“-Sein zB), aber eine zusätzliche SM-Beziehung zu jemandem außerhalb dieser definierten Beziehungen kann und will ich nicht akzeptieren.

  3. Meine „O“ ist leise und still. Sie wird nicht laut. Betteln und Jammern ist ihr fremd. Diese Charakterzüge müssen vorhanden sein. Denn niemand kann auf lange Sicht nur „so tun als ob“.

  4. Meine „O“ ist sich bewusst, dass sie ihren Weg in einer Demokratur geht, in welcher ich am Ende des Tages entscheide. Sie dient ohne zu zögern und zu hinterfragen. Sie hat sich in dieses Schicksal freiwillig begeben und der einzige Ausgang ist die Türe, welche sich hinter ihr schließt. Ihre Anregungen werden zur Kenntnis genommen, aber eine echte Mitbestimmung existiert nicht.

  5. Meine „O“ kann und darf Ziele für ihren Weg definieren, also durchaus eine Art Wunschzettel mitbringen. Ich entscheide alleine über Art und Umfang der Abarbeitung. Wünsche und Ziele, die mit Nadeln, Blut, Kaviar, Seilbondage, Piercings, Tattoos und extremen, bleibenden körperlichen Schäden zu tun haben, werden grundlegend meinerseits abgelehnt. In allem, was geschieht ist die körperliche Unversehrtheit der „O“ die wichtigste Grundlage.

  6. Meine „O“ ist grundsätzlich bereit in ihrem Alltag eine gewisse Form der Fremdbestimmung zuzulassen und zu ermöglichen (Thema Hausaufgaben). Wer sich für den Weg der „O“ entscheidet muss sich auch überlegen, wie das persönliche eigene Leben umstrukturiert werden kann, um mir Raum zu geben. Mein Versprechen ist, dass ich nur punktuell und ab und an in das Leben eingreifen werde und keine Dinge als „von heute auf morgen“ sehe. Das Tragen meines Halsbandes ist keine Pflicht, aber meine „O“ wird von mir ein Schmuckstück erhalten, welches sie stets bei sich führt. Meine „O“ muss also stark genug sein, dieses offene Zeichen (Halskette, Ring, Ohrschmuck zB) zu tragen, welches sie den Kennern als „O“ ausweist.

  7. Meine „O“ ist bereit gewisse Demutsbezeugungen auch in der Öffentlichkeit zu tätigen. Dazu gehört möglicherweise ein Kniefall zur Begrüßung mit dem Küssen meines Ringes. Diese Bezeugungen (Rituale) werden besprochen, trainiert und dann durchgeführt. Ziel ist es, dass meine „O“ auch in der Öffentlichkeit bereit ist zu „leben“ und eben nicht nur hinter verschlossenen Türen. Meine „O“ ist sich darüber bewusst, dass sie dieses Leben will, dass sie geführt werden will und eben auch bereit ist, meine Dominanz („Die ‚O‘ sucht sich ihre Herrschaft“) entsprechend anzuerkennen. In wiefern diese Rituale stattfinden ist meine Auslegung, welche innerhalb der Demokratur einzeln zu besprechen sind.

  8. Meine „O“ lebt und atmet und verfolgt keine Ziele in Richtung Erlebnissexualität. Die Tatsache, dass sie als „O“ leben darf und ich ihr das ermögliche, ist ihr größter Gewinn aus unserer Bindung. Sie ist sich dessen bewusst, dass ihr Leben als „O“ nicht in Roissy stattfindet. Als Königsdisziplin zwischen der (Eigendefinition!) erotisch geführten Sub („EPE“ im Extrem) und sadistisch geführten Sklavin („TPE“ im Extrem) vereint sie beide Merkmale in einer Person und nimmt jedwede Wünsche, Anweisungen und Aufträge meinserseits dankbar an, um sich selbst stets aufs neue beweisen zu können.

  9. Meine „O“ folgt dem Plan, dass das stete Bestreben der Perfektionierung von Ritualen deutlichen Vorrang vor dem Erlernen neuer Kompetenzen hat. Das #TheTrainingOfO ist zwar auf sie persönlich zugeschnitten mit dem Ziel die „O“ sich selbst finden und als „O“ leben zu lassen. Teile des #TheTrainingOfO haben jedoch nichts mit ihren eigenen Wünschen und Zielen zu tun, welche sie dennoch dankbar ausführt um auch an jenen zu wachsen.

  10. Meine „O“ wird anderen Menschen zu deren Vergnügen vorgeführt, zugeführt, eventuell auch auf bestimmte Zeit überlassen, vermietet, „verkauft“ oder „übereignet“. Basis hierfür sind die Gespräche innerhalb der Demokratur. In ihrem Mantra ist sie sich bewusst, dass sie jedwede Aktion in meinem Auftrag und ausschließlich für mich tätigt. Beteiligte Dritte sind stets „nur“ Spielzeug in der Beziehung meiner „O“ zu mir. Die Rücknahme nach „Verkauf“ oder „Übereignung“ ist ihr garantiert.


Ich denke, dass diese Grundregeln meinerseits genügend Möglichkeiten bieten, sich darüber bewusst zu sein, was es bedeutet sich als „O“ in meine Hände zu begeben. Dabei liest es sich vielleicht schlimmer, als es es tatsächlich ist. Die Frau, für welche eine so tiefe Übereignung ihrer Seele an meine Wenigkeit (oder überhaupt an jemanden) nicht in frage kommt, wird sich schaudernd abwenden. Nur ist das auch ganz exakt das Ziel dieses Aufsatzes. Meine „O“ will das und ihre Kopfkinogedanken drehen sich um kaum einen anderen Punkt in ihrem Leben, weil nur dieses Leben ihr wirkliche Freiheit bietet. Deswegen schreckt sie dies auch nicht ab, sondern fordert sie heraus.

„O“ sein ist nicht für jede Sub oder Sklavin was, aber … ich wurde explizit gefragt. Hier ist meine Antwort.


Schlussakkord: Da steht irgendwie so gar nichts von sexuellen Aktivitäten, das Wort #DreiLochStute fällt nicht oder „Jeden Morgen und Abend der obligatorische Blowjob“. Eine Frau, welche „O“ sein will, fragt nicht danach. Weil das eigene Mindset diese Dinge grundlegend beinhaltet, aber sie weiß, dass „O“ viel viel mehr ist, als nur das devote Bückstück zu sein. Deswegen gehe ich da auch gar nicht drauf ein.

Butter bei die Fische … #TheTrainingOfO

Nachdem der gestrige Beitrag ja nun eher in Richtung „Gedankenkotzen“ ging, will ich heute doch mal etwas Butter bei die Fische packen. Schon öfters habe ich mich mehr oder weniger konkret dazu geäußert, wie ich mir das so alles vorstelle. Und um es mit Adenauer zu sagen, kümmert mich mein Gewäsch von gestern ziemlich wenig.


Die Sub …

… ist charakterlich fest in ihrer Submissivität (mir gegenüber reicht aus).

… ist bereit ihre Submissivität zu erforschen und auch zu erweitern.

… ist bereit auf direkte Fragen direkt zu antworten.

… ist eher leise als laut, was aber nicht bedeutet, dass sie zurückhaltend sein muss.

… ist bereit sich zu fügen, auch wenn dies eine charakterliche Prüfung beinhaltet.

… ist fähig ohne Murren und Knurren Entscheidungen anzunehmen.

… ist stolz auf ihr Subsein, da sie dafür keinen Dom benötigt.

… ist kommunikativ ohne ausgrenzend zu sein.

… ist bereit zuzuhören, sich eine Meinung zu bilden und diese zu vertreten.

… ist fähig die Herrschaft niemals öffentlich durch ihr Verhalten in Verlegenheit zu bringen.

… ist im Besitz der Worte „Bitte“ und „Danke“ und „Entschuldigung“.

… ist präsent ohne anhänglich zu sein.


Da steht nichts von Äußerlichkeiten. Das ist mir ziemlich cervelatwurst.


Denn alles das, repräsentiere ich ebenfalls gegenüber der Sub.

Die Umfrage – Das Halsband – Mein Ergebnis

Ich habe da mal was umgefragt … und es wurde geantwortet


Es ist schon ein paar Tage her. Neben den vielen Dingen, die einen im Alltag so bewegen, so musste ich mir auch erstmal darüber klar werden, wie ich diese ganzen Ergebnisse so für mich werte. Insgesamt möchte ich niemanden abwerten, zumal ich ja auch nicht diejenigen kenne, die da so mitgemacht haben. Und vielleicht, eventuell, möglicherweise trete ich mit meiner Essenz aus dem Extrakt dem ein oder anderen mit 18cm HighHeels in den Spann, mit dem Absatz, ziehe den Schuh aus und weg. Man weiß es nicht.

Obacht: Ich bin kein Experte in richtiger Fragestellung und ob das repräsentativ ist, wage ich zu bezweifeln.


Sowohl für submissive und dominante Menschen ist ein Halsband in einer BDSM-Beziehung wichtig.

Als äußeres Zeichen einer inneren Verbindung hat sich das Halsband, neben anderen Dingen, vorangig durchgesetzt.
Was hier nicht steht ist, ob es dauerhaft getragen wird oder eben nur zu bestimmten Anlässen (PlayPartys zB).


Eine überwältigende Mehrheit hat das Halsband geschenkt bekommen, wobei die submissiven Damen wohl offensichtlich eine Mitsprache hatten, während die submissiven Männer dies verneinen.

Das ein paar Menschen tatsächlich bemängelt haben, dass es dem dominanten Teil völlig Wurst war (DeSk) finde ich persönlich ziemlich schlimm.
Bemessen an der Beteiligung zur Auswahl frage ich mich allerdings, ob Frauen beteiligt wurden oder sich beteiligt haben.


Klare Sache. Dominante Menschen lassen Mitsprache zu.

Ob diese Mitsprache genutzt wurde besagt ja der Block oben. Ich lasse das alles mal so stehen und gebe einfach meine Meinung dazu her. Vollkommen subjektiv, natürlich.


Als Sub habe ich niemals in Erwägung gezogen meinen Herrn mit meinen eigenen diesbezüglichen Wünschen zu behelligen. Ein(e) Sub trägt das Halsband des Herrn und zwar unabhängig davon, ob es sein/ihr persönlicher Geschmack ist oder nicht. Dass eine Herrschafft mitreden lässt ist ein nettes Angebot. Aus meiner Sicht ist es submissiv betrachtet unerheblich, welches Halsband ich will. Es reicht, wenn es dem Herrn an mir gefällt. Dann gefällt es mir auch.

Merkste was?

Shitstorm in 3 … 2 … 1?

Wir reden hier von einem Spielhalsband zu bestimmten Anlässen und keinem Halsband in 24/7-Form. Und ich stelle mir gerade die Frage, was für ein Halsband es wohl gewesen wäre in der Form 24/7. Hmmm …. leider kann ich ihn nicht mehr fragen. Es ist ja nie dazu gekommen. Hmmm … eine schlichte Halskette mit einem O-Ring vielleicht. Würde völlig ausreichen.

Als Dom tragen/trugen alle meine Subs (bis auf eine #AusGruenden) das gleiche Halsband. Nur eben meine Frau (als Erste unter Gleichen) hat das vielbesagte Schloß dran. Mitsprache gab es keine und ich wüsste auch nicht warum. Zugegeben, es ist sehr schlicht, aber funktionabel. Und vielleicht auch wegen der Schlichtheit ist es einfach anzunehmen. Ebengleich hat auch nur eine meiner Subs eine Halskette mit O-Ring, meine Frau.


Hier unten in den Kommentaren ist übrigens Platz für euch 😉