… bis er an Jemandin gerät, die den Satz „Ich werde alles für Sie tun!“ nicht hinterfragt.

Gibt es da auch einen Shitstorm?
Oder werden Predatorinnen schon marginalisiert und damit nicht „verhaftet“.


Ich möche nun keinen Shitstorm auslösen, aber als „Alter weißer Hetero-Dom-CIS-Mann“ könnte man ja schon meinen, dass das was ich mit Frauen (und das noch gegen Geld!) mache viel schlimmer ist, als wenn Frauen dies mit Männern machen.

So überlege ich mir dabei, dass die meisten Täter sexualisierter Gewalt den Statistiken nach Männer sein werden und ich mit meiner öffentlichen Art und Weise interpretiert ein Verhalten an den Tag lege, welches sich einfach nicht gehört.

Und das mag ich auch akzeptieren, wenn sich Menschen von meinem Angebot abschrecken lassen. Aber … muss man dann im Umkehrschluss nicht auch mein Angebot einfach im Raum stehen lassen? Können?

Denn wenn es Kundschaft für weichere Gangarten des BDSM gibt, dann gibt es dafür Kundschaft. Und ja, ich habe diese Kunden auch. Ein wenig hiervon, ein wenig davon, Orgasmus, Ende. Aber ich habe eben auch andere Kundschaft, die genau sowas nicht will. Sie haben bereits eine gewisse „Karriere“ im BDSM hinter sich und für diese würden sich „seichte Sachen“ eher als „In Missionarsstellung gevögelt“ (Kontext beachten!) anfühlen. Und auch auf diese Menschen nehme ich Rücksicht.

Wenn ein Mensch sich für ein Angebot einer Sexarbeiterin oder eines Sexarbeiters entscheidet, dann wird sie/er sich hoffentlich auch mit dem Angebot beschäftigt haben und eben genau zu der/dem gehen, der ihrer/seiner Meinung nach genau das richtige Angebot in petto hat.

Wenn sich ein Mann von einer Dominatrix auspeitschen lässt, scheint Standard zu sein. Wenn ich das Gleiche jedoch für Frauen anbiete, dann ist es selbst in der heutigen Zeit, wo Feminismus und Gleichberechtigung mehr denn je eingefordert werden, immer noch etwas völlig Anderes. Ich bin dann ein „Alter weißer Hetero-Dom-CIS-Mann“.


Gemessen an der wohl vorliegenden, aber nicht wirklich messbaren Tatsache, dass es auch Frauen gibt, die Männer sexuell bis in die letzte Ecke tracktieren, müsste es ja „eigentlich“ auch eine Art Gegenaufschrei geben. Also einen, der sagt „Ich bin ein Mann und wurde von einer Frau im Rahmen des BDSM vergewaltigt!“. Ich würde davon gerne wissen. Aber weil es wohl bei den Opfern unter Frauen genügend gibt, die #AusGruenden sich still verhalten, gibt es diese halt auch bei Männern als Opfer. Und weil die Statistik sagt, dass Opfermänner weniger sind als Opferfrauen, weil es halt mehr Tätermänner als Täterfrauen gibt, ist die Stille unter Opfermännern lauter als die Schreie.

Und ich habe noch nicht mal vermutet, ob Tätermänner gleichwohl Männer und Frauen zum Opfer haben (eben Bi/Gay oder Hetero) und auch andersherum, ob Täterfrauen gleichwohl Frauen und Männer zum Opfer haben (eben auch Bi/Lesbisch oder Hetero).


Fragen über Fragen … Gedankengang: Ende

Was bisher geschah … // Geschichten aus der Gruft.

Es wurde um ein echtes Erlebnis gebeten, also eine Geschichte aus der Gruft 😉 … weil ich bin halt schon alt 😀


Das ist jetzt schon ziemlich lange her, aber ich erinnere mich daran wie mein Dom mir aufgetragen hatte, dass ich eine Woche lang spärlich bekleidet (als Damenwäscheträger – DWT) jede Nacht mindestens für zwei Stunden auf einem „gewissen“ Parkplatz für ihn anzuschaffen habe. Das Spiel mit der Sexarbeit hat mich ja schon immer fasziniert und es ging gar nicht mal um Demütigung. Mein Dom wusste das und wollte auch nicht, dass ich es für Geld mache (diese Dates vermittelte mir mein Dom von sich aus), sondern dass ich „auf Quote“ arbeite.

„Am ersten Tag wirst Du mindestens einen Kerl aufreissen, am zweiten mindestens zwei bis es dann am fünften Tag halt fünf sind. Und weil Du keine weiteren Fragen mehr hast, darfst Du davon auch Fotos und Videos erzeugen. Also möchte ich Dich mindestens mit drei Männern beschäftigt sehen. Alles klar?“

„Ja, mein Herr!“

So sah ich mich dann in einem schwarzen T-Shirt-Kleid mit nichts drunter, schwarzer Perücke und High Heels auf einem DWT-Strich in der Nähe Kölns parlieren.

Ich mochte solche Sachen. Sehr sogar. Und vor allem, weil die nicht wirklich ausformulierte Aufgabe mir kreative Möglichkeiten gab darüber zu bestimmen, welche Serviceleistung ich mit wem zu erbringen gedenke und auch wo. Selbst die Plots zu Fotos und Videos fielen unter meine Regie.

Während ich bis zum Tag Drei alle Forderungen habe erfüllen können, also das Bedienen von sechs unterschiedlichen Männern per Blowjob und/oder Analverkehr, hatte ich kein Glück, was Fotos anging. Niemand wollte seinen Schwanz in die Kamera halten, so als ob man jene am Schwanz erkennen würde. Aber mit Tag Vier durfte ich auch nicht mehr wirklich wählerisch sein, aber es bereitete mir keine Probleme auch die „B-Männer“ in den Autos anzusprechen.

Bis ich dann faszinierend herausfand, dass einer Natursekt wollte. Also er wollte nur das. Ich sollte neben dem Auto knien und einfach den Mund aufmachen. Allerdings nicht nackt, sondern bekleidet. Da ich eh Wechselsachen dabei hatte, war das für mich okay. Er sollte der letzte Kunde an diesem Abend werden. Fataler Irrtum.

Während ich also die Kamera und dann mich positionierte und die ersten Strahlen seines Natursektes in meinen Mund regneten, kamen auch andere Männer hinzu. Ich konnte das nur aus den Augenwinkeln heraus sehen, aber da standen so drei Männer, die ihre Schwänze wichsten. Offensichtlich gefiel ihnen also dieser Live-Porno. Und einer nach dem anderen stimmte in den Regen mit ein und ich glaube, dass ich insgesamt 5 Minuten lang beregnet und mit Facials versorgt wurde. Und alles auf Kamera.

Somit hatte ich am Tag Vier ein Video mit vier Männern und mir und zusammen mit den Vortagen insgesamt 10 Sexualkontakte. Und ich hatte echt keine Ahnung, wie ich das noch an Tag Fünf steigern sollte. Also ich brauchte ja noch fünf Männer am Tag Fünf.

Doch leider konnte ich meine Quote nicht leisten, denn die Männer vom Vortag waren wieder da. Ich hatte zwar fünf Sexualkontakte am Tag Fünf, aber halt nur einen neuen dabei.

Dennoch konnte ich mit zwei Videos dienen (immerhin) und ich gab meine Arbeit am Tag Sechs ab.

Mein Herr schmunzelte mich an: „Ich bin sehr stolz auf Dich. Weißt Du das eigentlich? Es geht nicht darum alles zu erfüllen, sondern alleine das Bemühen darum ist wichtig. Das hast Du getan. Und das macht nicht jeder einfach mal so. Du hast es wirklich drauf.“

Hachja <3

Lange her. Bitte Gerne Danke.