Zwei Doms und eine Sub – Geht das? // #TheTrainingOfO #OExperience #Sexarbeit

Vom Prinzip her schreibe ich hier gerade an einer Hausaufgabe.

Es geht um meine Kundschaft, welche aus Wunsch und Wirklichkeit bekannt sind.

So erreichte mich eine WhatsApp, dass man den Faden gerne wieder aufnehmen wolle, da die initiale Zündung nicht ganz so schlecht gelaufen ist. Auch sei inzwischen sehr viel Zeit ins Land gegangen, welches man mit intensiven Gesprächen über die „O“ und mich und überhaupt verbracht habe. Und man nun eben zu dem Schluß gekommen sei, dass alles irgendwie in eine unregelmäßige Regelmäßigkeit zu bringen.

Und die Frage, die nun im Raum steht ist vielleicht aus vielerlei Hinsicht interessant.


Zum einen gibt es eine private Ansicht und es gibt eine berufliche Ansicht. Ich habe durchaus gelernt, dass ich beruflich nicht alles ganz exakt so machen kann, wie es mir gerade so passt. Wo ich mit meinen Damen im #CircleOfFalbalus irgendwo im Space zwischen SSC und RACK herumlaufe, brauche ich beruflich eine wesentlich deutlichere Position.

Kann ich privat sagen, dass keine Sub zwei Doms zu gleichen Teilen im Rahmen einer D/s-Verbindung wirklich dienen kann (kann bereits daran scheitern, dass der eine eine rasierte und der andere eine unrasierte Sub haben mag) und das allenfalls im Rahmen von Spielsessions auf Partys funktioniert kann, so muss ich beruflich Abstriche machen.

Als Dienstleister positioniere ich mich hingebungsvoll in die Wünsche der Kundschaft und schaue, ob ich leisten kann, was zu leisten ist.

Kann ich privat sagen, dass ich meine „O“ zu gewissen Bedingungen an einen anderen Herrn verleihe und die „O“ sofort abbrechen dürfe würden diese Regeln verletzt, so befinde ich mich beruflich auf der einen Seite im Anspruch des Experten, der einem Paar hilft neue Wege zu gehen und auf der anderen Seite kann ich nur Empfehlungen geben und muss mich im Zweifel dem Willen der Kundschaft beugen.

Was so verwirrend klingt, ist es auch ein wenig.

Meiner Meinung nach muss ein Herr einem anderen Herrn (Kontext: „O“-Business) die harten Grenzen aufzeigen, aber was dann innerhalb dieser Grenzen geschieht geht ihn nichts mehr an. Keine Mitbestimmung. Auch nicht für den Herrn, der seine „O“ verleiht. Maximal Abbruch einer Session, wenn es hart auf hart geht. Und alleine das Lesen dieser Zeilen muss aufzeigen, dass „O“ nichts für schwache Nerven ist. Das Vertrauen zwischen Herrn und „O“ muss so stark gefestigt sein, dass man sich gegenseitig auf gleiche Art und Weise vertraut.

Und in diesem Kontext meiner Kundschaft geht es also darum, dass der Ehemann seine Ehefrau mit mir (später ohne sein Beisein) teilen will und wir müssen einen Konsens finden, dass wir beide das Gleiche, aber eben doch ein wenig anders jeder für sich, machen. Das ist eine Menge Arbeit. Und zwar für alle zusammen.

Es ist aus verständlichen Gründen jedoch die Liebe zu seiner Frau, die es ihm nicht leicht macht. So ganz die Kontrolle abgeben, was er in meinen Augen möchte, geht dann doch nicht und da kann ich dann nur für mich überlegen, wie ich den beiden auf ihrem Weg helfen kann.

Und da die beiden diesen Artikel lesen werden, lasse ich mal ein paar Ideen von der Kette.


a) Die Ehefrau nimmt ab dem 01.10.2019 verbindlich an meinen Hausaufgaben teil.
Dazu benötigt sie einen Twitteraccount, den sie einzurichten hat.

b) Es gibt eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe zu dritt, in welcher ich mit der Ehefrau kommunizieren, der Ehemann nur mitliest und sich ansonsten komplett aus der Konversation raushält.

c) Der Ehemann tritt dafür ein, dass wenn der Ehefrau ein Fehler unterläuft, dass er straft, wie ich das vorgebe und nicht wie er meint, was angemessen sei.

d) Die Ehefrau stimmt diesem Vorhaben absolut unabhängig vom Ehemann zu. Sein Einverständnis brauche ich nicht, weil es um die Ehefrau geht.
(Skype-Telefonat mit Video!)


Aufgrund bisheriger Kommunikation scheint mir das eine gute Basis zu sein. Schließlich soll die Ehefrau erfahren, dass ich eventuell milder bin, als ursprünglich angenommen und ein Grundgefühl dafür entwickeln, wie es mit mir so ist.

u.A.w.g.

Ich darf alles. Sie darf nichts.

Und weiter geht es aus der Sicht, meiner Sicht, eines Doms -> https://neediesblog.wordpress.com/2019/07/31/er-darf-alles-ich-darf-nichts/


Ich habe mir das nun ein paar mal durchgelesen und ich stelle fest, dass ich nicht wirklich viel hinzuzufügen habe. Vielleicht aber ist es interessant ein paar grundlegende Gedanken zu äußern? Los geht’s 🙂


D/s innerhalb des BDSM ist die Ausprägung, dass jemand bestimmt und der andere pariert. Diese Ausprägung kann sehr weitreichend sein und sich zwischen Erlebnissexualität nur im Schlafzimmer bis hin zur Total Power Exchange auswirken.

Eines haben die reine Schlafzimmer-Sub und die Sklavin innerhalb einer TPE-Bindung hoffentlich gemeinsam: Viva la Communication <3

Nur weil ich als Dom Dinge machen darf bedeutet das nicht, dass ich sie auch mache.
Dominanz entscheidet sich dadurch auf Dinge zu verzichten, die Sub nicht mag.
Nur weil eine Sub Dinge nicht machen will, bedeutet das nicht, dass sie sich verweigert.
Submission entscheidet sich dadurch Dinge auch zuzulassen, die Sub nicht mag.

Wenn also 95% Kopfkino gemeinsam vorliegt, dann ergeben sich gewisse Sachen ganz automatisch und die restlichen 5% fallen in aller Regel komplett weg.


Unterm Strich geht es darum, dass Sub und Dom sich einfach blind vertrauen und in den Regeln gemeinsam existieren wollen, die sie sich beide ausgedacht haben.

Fragen? Einfach kommentieren 🙂

Der „Cuckold“ in Abgrenzung zum „Wifesharer“

Es gibt unterschiedliche Konstellationen im BDSM, die als 3er funktionieren. Dabei muss man sich zwangsläufig in modernen Zeiten davon verabschieden, dass es „nur“ zwei Männer und eine Frau oder zwei Frauen und ein Mann sind. Es können auch durchaus drei Männer oder drei Frauen sein, die Zeit miteinander verbringen wollen. Im BDSM kommt es einfach nur darauf an, wer dominant und wer submissiv ist.

Ich versuche einfach mal anhand der „klassischen“ Variante mit Männern und Frauen und aus meiner Sichtweise zu denken.

Bitte beachtet dabei folgende Legende:

  • M – dominanter Mann

  • m – submissiver Mann

  • F – dominante Frau

  • f – submissive Frau

Es kommt also auf die Groß- und Kleinschreibung an. Der/die Dritte im Bunde ist durch ein Leerzeichen getrennt.
Und immer daran denken, dass ich nur meine eigene Weisheit mit Löffeln gegessen habe. Ich kann auch falsch liegen und dann bitte ich einfach um Ergänzung oder Korrektur.


Mf f – Ein Dom mit zwei Subs

Die Frauen sind gleichberechtigt und dienen dem Mann.

 

Fm m – Eine Femdom mit zwei Subs

Die Männer sind gleichberechtigt und diesen der Frau.

Die wohl häufigste Form eines Dreiers ist es wohl zwei dem dominanten Partner gegengeschlechtliche Subs zu führen. Also eine weitere submissive Frau oder eben submissiver Mann. Im Gegensatz zu vielen Pornos spielt der dominante Part hier nicht einfach nur den Genießer, sondern ist der aktive Part und „beschäftigt“ die submissiven Fachkräfte.


MF f oder FM m – Dominantes Paar mit Sub

Hier bespielt ein Mann und eine Frau eine andere Frau oder einen anderen Mann
Je nach Konstellation sind die beiden Frauen oder Männer nicht gleichbereichtigt. Es existiert ein Herrschaftsgefälle.

Beide dominante Partner können in einer offenen Beziehung unabhängig von einander sexuell aktiv sein.

Spezialität „Cuckcake“ (w,m) (wie im #CircleOfFalbalus meine Frau). 

Ein dominanter Partner ist selber Sub des Dom/der Femdom (somit eher Switcher*in), wird gegenüber der Sub jedoch klar bevorzugt.
Sie/Er wird die Sub möglicherweise sogar unterweisen und ausbilden, und dann dem Dom/der Femdom zuführen.
Sie/Er findet Gefallen daran, dass der Dom/die Femdom mit anderen Partnern zusammen ist und unterstützt ihn dabei aktiv. Das macht sie/ihn nicht zur „Cuckquean“ oder zum „Cuckold“, da sie nicht dadurch gedemütigt wird, dass ihr Partner andere Partner hat. Sie/Er ist zumeist anwesend, wenn Dom/FemDom und Sub zusammen sind. Allerdings obliegt dies nicht immer ihrer/seiner  Entscheidung, sondern der ihres Partners. Eine klassische Ausgangslage für ein erfahrenes Paar, welches eine(n) (deutlich) unerfahrenen Menschen in BDSM einführen will.


Mf F – Ein Dom mit Sub und Bullwife

Die externe Partnerin dominiert gemeinsam mit dem Dom die eigene Partnerin des Dom.

Fm M – Eine FemDom mit Sub und Bull

Der externe Partner dominiert gemeinsam mit der FemDom den eigenen Partner der FemDom.

Spezialität „Cuckquean“ (w) / „Cuckold“ (m) (im weiteren in der weiblichen Sicht geschrieben, bitte adaptieren).

Der Dom und die externe Partnerin führen eine eigenständige Liebschaft und die eigene Partnerin hat keinen Einfluss darauf.
Oftmals wird ihr jedweder Sex mit dem eigenen Partner vollständig verwehrt und sie muss „gegen ihren Willen“ ertragen, dass der Dom, auch vor ihren Augen, Sex mit der externen Partnerin hat. Die Sub genießt in diesem Szenario die Demütigung, sexuell nicht zu genügen. Sie wird das eheliche Schlafgemach für die Stelldicheins vorbereiten und anschließend die Betten machen. Außerdem serviert sie dem Dom und dem Bullwife das Frühstück ans Bett und verhält sich ansonsten still und leise. Sie trägt wahrscheinlich einen Keuschheitsgürtel, um eigene Sexualität zu unterbinden.


Mf M – Ein Dom, seine Sub, ein Dom

Der Dom teilt seine Sub als „Dominanter Wifesharer“ mit einem weiteren Mann.
Dabei hat die Sub kein Mitspracherecht. Oftmals geht es „nur“ um Sex und weniger um BDSM.

Denkbar sind Rollenspiele als „Hure“, wobei die Sub dabei den Schritt macht von „seiner“ Hure zu „einer“ Hure. Und dennoch „seine“ Hure bleibt, weil sie es für ihn tut. Diese Rollenspiele finden gerne in der Öffentlichkeit eines Pornokinos statt, wobei die Anonymität eines „Glory Holes“, wo die Sub andere, fremde Männer oral befriedigen muss, die „simpelste“ Angelegenheit ist.
Im klassischen „O“-Szenario wird die Sub ausgeliehen oder gänzlich übereignet. Sie wechselt den Besitzer.

Spezialität: „Bulling“

Der Dom führt, ähnlich wie beim „Cuckqueaning“, eine bi-sexuelle Beziehung mit dem anderen Mann.


Mf m – Ein Dom, seine Sub, ein Sub

Prinzipiell nicht viel anders als das Mf f, nur dass der Dom damit seine Bi-Neigung befriedigen kann.
Denkbar ist auch eine Form des Wifesharings, wenn er beide submissiven Partner gegen deren „ausdrücklichen“ Willen Sex haben lässt.


Es ist vielleicht ein wenig unleserlich, aber die Gender*in in mir spielt da nicht richtig mit. Wo ich es also weggelassen habe, bitte ich höflichst um selbstständige Adaptierung. In freue mich sehr auf Kommentare, damit ich diesen Artikel schrittweise erweitern kann.

Erweiterung des Artikels und somit teilweise Reposting von -> http://training-of-o.de/blog/2017/02/17/der-3er-im-bdsm/

Aussenwirkung einer Sub

Ach, was muss man oft von bösen
Mädchen hören oder lesen
Wie zum Beispiel hier von diesen
Welche Sub und Sklavin hießen.

Sehr frei nach Willhelm Busch


Habe ich gestern über die Aussenwirkung eines Dom gesprochen und mich damit selbst gemeint, so will ich mich heute ebenso mit mir selbst befassen und zwar mit meiner Sicht auf Subs und deren Außenwirkung, die mich anspricht.


Meine Sub ist leise.

Leise zu sein bedeutet nicht still zu sein. Sie darf, kann und soll ihre Bedürfnisse formulieren. Schließlich ist das wichtig für die Beziehung, da ich in den seltensten Fällen Gedankenlesen kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine langfristige Bindung im #CircleOfFalbalus handelt oder im Rahmen der #Sexarbeit oder eben „nur mal so …“.
Leise zu sein bedeutet nicht „bratty“ zu sein. Das Betteln um Erfüllung von Bedürfnissen ist etwas, was ich auf den Tod nicht ausstehen kann. Gleiches gilt für explizites Einfordern von Befriedigung.

 

Meine Sub ist aufmerksam.

Sie hört aufmerksam zu, wenn ich ihr etwas erkläre. Sie verarbeitet das und kommt so zu ihren Rückschlüssen auf sich und ihre Beziehung zu mir. Sie ist bemüht einmal Erklärtes zu verinnerlichen und muss nicht andauernd bestätigt werden (Und während ich das hier schreibe, habe ich schon das Gefühl, dass einige Damen direkt unsicher werden und statt meinem Wort zu ihnen ihren Selbstzweifel vorziehen). Wenn eine Sub aufmerksam zuhört, dann wird sie immer Bestätigung von mir bekommen.

 

Meine Sub ist nicht passiv.

Sie muss nicht warten, bis ich etwas mache. Wenn sie aufmerksam ist, dann kann sie Dinge erfahren, welche sie einfach machen kann, ohne dazu aufgefordert zu werden. „Darf ich Ihnen ein Bad einlassen?“ – „Darf ich Ihnen einen blasen?“ – „Darf ich mich zu Ihnen setzen?“ usw.

 

Meine Sub ist offen.

Sie verschließt sich nicht meinen Gedanken und hält ihre nicht unter Verschluss. Sie lehnt keine meiner Wünsche zunächst kategorisch ab, sondern versucht zu ergründen, ob es möglich ist, dass meine Wünsche auch die ihren werden können. Damit verbunden auch die Frage, wie sie meine Wünsche umsetzen kann und sie somit ihre Wünsche werden können. Sie reflektiert sich selbst, ist jedoch auch in der Lage zu begründen, warum sie meinem Wunsch nicht entsprechen kann. Nur so kann eine gute D/s-Bindung entstehen.


Meine Sub ist ein Mensch

Nur weil eine Frau meine Sub ist und sich damit mir unterordnet, muss sie ein devotes Verhalten nicht gegenüber anderen an den Tag legen und kann so laut reden wie sie möchte, über was sie möchte und auf welche Art sie möchte. Sie darf zum Beispiel Chatpartner, die blöde daher kommen, ungefragt blockieren. Sie kann sich zum Zwecke des Austausches über alles und jedes mit jedem austauschen und muss mich darüber noch nicht mal informieren. Sie darf flirten und sich gut fühlen.


Meine Sub ist soweit unabhängig von mir, wie es in ihr reales leben passt. Sie ist soweit abhängig von mir, wie sie es benötigt.


Danke auch für einen Antwortbeitrag: https://kuiwzss.wordpress.com/2019/06/19/siezt-du-schon-oder-duzt-du-noch/

Aussenwirkung eines Dom

Tatsächlich habe ich mich schon öfters über mich selbst ausgelassen. Aber eine erneute Manifestierung scheint nicht unerwünscht zu sein.


Ich bin nicht perfekt.
Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut.
Ich mache manches gut und manches schlecht.
Aber in der Aussenwirkung darf ich das alles nicht sein.

Ich bin dann immer oben auf.
Ich bin immer bereit.
Ich bin immer am Start.
Aber das reale Leben exisitiert eben auch.


Ob ich nun ein Date im Rahmen des #CircleOfFalbalus habe oder im Rahmen der #Sexarbeit oder einfach „nur so …“ so habe ich gelernt, dass authentisch sein das A und O ist. Ich muss mich nicht als etwas darstellen, was ich nicht bin. Obgleich meine Gedanken sicherlich immer um das Thema Sex kreisen (und man mich dafür auch mag), so habe ich gelernt, dass Abstufungen möglich sind. Und meine Reputation nicht darunter leidet, wenn ich auf Twitter romantisches Zeugs oder hartes Zeugs von mir gebe. Und nein, das ist keine Masche.

Es ist mein einfaches „Ich selbst“ und ich tue mir selbst einen Gefallen damit. Der Kink ist dem nachgeordnet. Es gibt Tage, an welchen ich eine Frau nackt durch einen Wald peitschen muss und es gibt Tage, wo ich meine Hand einfach nur auf ihrem Arsch ablegen will, während Extremcouchn angesagt ist. Weil ich halt weiß, dass ich alles das bin. Und dies offensichtlich auch ganz genau so gerne genommen wird.

Ich mache mir nichts aus arrogantem Gehabe #BDSM erfunden zu haben oder zumindest das bessere #BDSM zu betreiben. Und dem steten „Ich bin Dein Herr, mach keine Zicken, nun leg‘ Dich hin, ich will Dich ficken!“ eifere ich auch nicht nach. Allerdings, wenn ich #BDSM betreibe, dann immer zu 100%. Keine halben Sachen. Und dies ist offensichtlich auch etwas, was mir abgekauft wird.

Dabei kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es Kreise gibt, die mir sagen würden, dass ich mir gerade in der #Sexarbeit ein gewisses Profil aufzubauen habe. Mich etwas überzeichnen, damit eine Kundin auch anbeißt. Aber … das möchte ich gar nicht. Natürlich habe ich einen dedizierten Twitteraccount (https://twitter.com/task4subs) und eine Webseite (http://www.dominus.koeln/) für meine Profession. Aber ich referenziere mich eben als professioneller Sexarbeiter eben nicht nur über die Sexarbeit, sondern auch über alles andere. Und das ist mir wichtig. Vielleicht nicht glücklich, aber ich sehe mich als Gesamtmensch und möchte mich nicht x-fach aufteilen. Denn das hatte ich schon mal.

Mir wurde mal gesagt, dass ich schlecht einzuschätzen sei, weil ich sowohl als Dom, als Sub und auch als Sexarbeiter auftrete. Aber ganz ehrlich. Sind wir alle nicht irgendwie viele? Ich bin bi-sexuell und lebe diese Ader, wirklich absolut gelegentlich, als Sub (und nur als Sub!) aus, weil das eine private Seite ist. Auch wenn ich mir vorstellen kann, diese Seite ebenfalls zu professionalisieren (Nur kommen dann die Dominas um die Ecke und stellen mich gerne als verkappten Freier hin. Soviel zum Thema „Gleichberechtigung im Job“ 😉 – Keine Angst, ich sehe das absolut locker.)

So sehe ich mich in meiner Außendarstellung dennoch mehr als Dom, denn als Sub, weil das Dom-Sein den Löwenanteil meiner heterosexuellen Existenz ausmacht. Da ist nicht viel in Richtung Extrem-Switchen, obwohl das nicht gelogen ist, weil entweder so oder so. Dennoch niemals beides mit ein und dem gleichen Partner und wenn, dann niemals in einer Session „gedreht“.

Das mag vielleicht ein wenig verwirren, aber die Menschen, die mich kennen oder welche, die in näherem Kontakt zu mir stehen, wissen ganz genau welche Person ich ihnen gegenüber bin und auf diese können sie sich immer verlassen. Und ich glaube, dass es authentischer ist zu all seinen „Inner People“ zu stehen, vielleicht auch gerade als BDSMer, als zwischen öffentlicher, privater und geheimer Person zu unterscheiden.

Wenn sich also meine Gedanken um Sex drehen, dann deuten diese in viele Richtungen, zumeist im D/s, viel im SM, mehrheitlich als Dom/Master, aber eben auch als Sub/Sklave.


Und es gibt auch Links ins Innere: Was Du über Dominanz wissen solltest … – Von der Verzweiflung der Dominanz – Dominanz zwischen Selbstverständnis und öffentlicher Definition. – Was ist ein “Guter Dom” …?