Sexworker-Stammtisch in Köln erstmals am 12.12.2019 // #Sexarbeit #Sexwork @SexworkID

Basierend auf einem Tweet von @simone_madame *1 und einer Antwort von @Alice_Escort *2 kam dann ich selbst *3 dazu. Und nun gibt es schon ein Ergebnis *4.


Es war schon ein wenig aufregend die Zeit bis dahin. WA-Gruppe von Alice aufgemacht, Zack wir drei rein da. Erster Termin zur Orga gefunden. Und …. geplatzt. Irgendwie wäre ich da alleine gewesen. Die eine Dame krank, die andere in Hamburg. Hölle, Verdammnis, Örghs. Aber dank unermüdlichen neuen Anlaufs können wir nun die Geburt verkünden. Und dank Nicole *5. konnten wir uns auch eine Location sichern.

Am 12.12.2019 wird er nun stattfinden. Der erste Sexworker-Stammtisch in Köln für alle Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind. Den Veranstaltungsort werden wir erst nach einer Kontaktaufnahme zu *4 bekannt geben und damit komme ich dann auch schon gleich zum Thema.


Wozu dient ein Sexworker-Stammtisch?

Es gibt so viele Stammtische zu vielen Themen. BDSM, Jäger, Züchter, Sportler, weiß der Kuckuck. Und jeder dieser Stammtische ist ein offener Sammelpunkt für Menschen, deren (Haupt-)interesse das Thema des Stammtisches ist.

Wir lernen uns kennen und vernetzen uns, können vielleicht Teams bilden und gemeinsam arbeiten, tauschen uns aus über Sicherheit (zB „Covering“), Ratschläge bei Problemen („Sollte ich Verkehr haben, wenn ich meine Tage habe?“), Fragen zur Krankenversicherung, Nutzung sozialer Medien, Ansprechpartner sozialer Natur.

Aber vor allem wollen wir ohne Scheu über unsere Arbeit reden können, weil eben auch andere da sind, die das Gleiche/Ähnliche/Selbe machen. Und vielleicht einfach mal einen über den Durst trinken und viel lachen und eben nicht über die Arbeit reden … müssen.


Auch wenn ich den BesD e.V. 6 repräsentiere, so werde ich sicherlich nicht auf Mitgliederfang sein. Aber ich stehe gerne als Infoquelle zur Verfügung, was und wer wir sind. Wir haben zudem die unglaubliche Möglichkeit, dass sehr engagierte Sozialarbeiterinnen anwesen sein können, wenn wir das wollen.


Warum ich den Ort nicht hier veröffentliche hat seinen Grund. Es gibt leider viel zu viele neugierige und uns stigmatisierende Menschen, welche ein solches Treffen einfach überrennen würden. Daher gibt es bei der Erstanmeldung eine kleine Hürde *4 und wenn wir dann die Menschen kennen, dann ist das auch nicht mehr nötig.

Es wird noch an einem Flyer gebastelt, welcher durch die Orga entsprechend positioniert wird und dieser liegt auch auf dem Stammtisch aus und er wird auch beim Gesundheitsamt der Stadt Köln im Rahmen der Zwangsberatung bereit gestellt werden. (Text: /me / Layout: Alice – Gesamtgestaltung: /me).

Wir wollen schauen, dass dieser Flyer von den Teilnehmer*innen in deren „Ecke“ der Sexarbeit mitgenommen wird und sich mehr über Mundpropaganda verbeitet.

Fragen? -> Kommentarfeld nutzen, Danke.


*1 https://twitter.com/simone_madame/status/1172435265488506880

*2 https://twitter.com/Alice_Escort/status/1172436233861025792

*3 https://twitter.com/EmEmBDSM/status/1172438051303247878

*4 https://berufsverband-sexarbeit.de/index.php/service/netzwerk/#tab-id-4

*5 https://twitter.com/mercede24748741

*6 https://berufsverband-sexarbeit.de/

Andre Kramer – Zuckerbrot ist alle :-)

Was nun folgt ist absolut unbezahlte Werbung, weil ich den Herrn vom #KaminabendBDSM zum einen persönlich kenne, des weiteren weil ich mir selbst ein Ticket gekauft habe und zuletzt, weil das wohl so muss (#DSGVO).


Man, man, man – ich muss schon sagen. Totgeschriebene leben eindeutig länger. Hatte Andre selber seine Karriere schon fast an den Nagel gehangen, so hat er es nun wieder geschafft und es stehen weitere Termine an. Und ich werde gleich mit vier Weibern dort aufschlagen (@hirnventrikel + @caipihase + @LiRaDeVeMs + @RedGingerHeart -Update: 28.10.2019) und wir fünf werden laut JoyClub dort auf meine erste Ex-Frau treffen 🙂

Das wird sicher ein Spaß <3


Andre Kramer – Zuckerbrot ist alle!

Andre Kramer ist Comedian/Kabarettist und lebt im Herzen von St. Pauli. Er ist der Mann, der mit dem Edeka-Schild auf der G20-Demo in Hamburg die Menschen in ganz Deutschland zum Lachen brachte. Mit seinem ersten Comedy-Soloprogramm „Zuckerbrot ist alle“ geht Kramer ab April 2018, nach einer umjubelten und ausverkauften Premiere auf der Reeperbahn, auf Tour durch die Republik.

„Zuckerbrot ist alle“ geht da weiter, wo „50 Shades of Grey“, eine erfundene Geschichte, aufgehört hat. Was im Roman glitzernde Fiktion war, ist hier Realität! Über die Qualität von „50 Shades of Grey“ lässt sich streiten, aber der Erfolg hat eines gezeigt: Das Thema BDSM/Fetisch ist raus aus der Schmuddelecke und die Menschen sind neugierig auf das Thema.

Andre Kramer beantwortet, was Sie schon immer über BDSM wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten. Ob als Angehöriger der Szene oder bloß als neugieriger Normalo. Zielsicher, wahnwitzig und rasant räumt Kramer mit Vorurteilen gegenüber der SM-Szene auf und nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise in seine Welt voller skurriler Ereignisse. Wem diese Reise zu weit geht, der ist an dem Abend trotzdem willkommen und gut aufgehoben!

Was passiert eigentlich wirklich auf den Parties in der Fetisch-Szene? Wie kommt man da rein? Was zieht man nur an? Haben Paare in der BDSM-Welt eigentlich auch ganz normalen Sex oder verhauen die sich den ganzen Tag? Bin ich krank, wenn ich mir dieses Programm anschaue? Und das auch noch gut finde? Warum „Nein“ kein gutes Safeword und „Käsekuchen“ einfach besser ist. Und was zum Teufel ist ein Safeword? Andre Kramer weiß es, denn er lebt es! Wie wird man ein Dom oder eine Domina und wie verhält man sich in Situationen des Alltags, in denen man alles andere als dominant wirkt, z.B. wenn Du im Kiosk eine gemischte Tüte für 1 Euro bestellst und dafür von einem Achtjährigen ausgelacht wirst?

Mit liebevoller Boshaftigkeit seziert Kramer genüsslich Szene-Klischees, aber ebenso Politik, Gesellschaft und das Leben an sich. Pointen wie Peitschenhiebe, Gags mit der Gerte, Klamauk mit Kabelbinder. Witzig. Schmutzig. St. Pauli.


Alle Termine: https://www.eventim.de/artist/andre-kramer/?affiliate=QX7

Dominus -> #Sexwork

Das wesentliche Merkmal eines Dominus ist, dass er ein Mann ist, der BDSM gegen finanziellen Ausgleich betreibt.


Dabei reichen die Facetten des BDSM wahrhaftig von links nach rechts kreuz und quer durch den Gemüsegarten. Vom Kuscheldom mit ein bisschen Aua hin zum Richter und Henker in einer Person mit ganz bösem Aua. Die Frage, die ich mir gestellt habe ist, welcher Dominus will ich nun sein?

Auf meiner statischen Seite -> https://training-of-o.de/blog/sexworking/ <- habe ich ja nun einen Abriss gegeben. Ebenso wird von dort auch nach -> https://training-of-o.de/blog/2018/12/29/was-war-was-wird-was-soll-was-ist-thetrainingofo-aber-auch-sexwork/ <- verlinkt. Was aber alles nur die halbe Miete ist.

Denn neben den persönlichen Neigungen gilt es zuvorderst den Wünschen des Gastes zu entsprechen. Wohlgemerkt, in meinem Fall, dem weiblichen Gast, respektive dem Paar. Nicht dem Einzelherren. Gewisse Fertigkeiten kann ich sicherlich auch Einzelmännern angedeihen lassen, wo ich selbst über eine Grenze für mich gehe. Denn Hetero-Escort allein wird mir nicht die Butter auf das Brot bringen. Was ich nach wie vor bleiben möchte ist … ein Mensch. Mit Achtung vor den Gefühlen anderer Menschen und gerade das scheint mir wichtig zu sein.


Haben Männer in aller Regel ziemlich schnell Lust, weil die Wegstrecke zwischen Kopfkino und Penis inklusive Umsetzung ziemlich kurze Lunte hat, ist dies bei der holden Weiblichkeit eher nicht gegeben. Kopfkino ist das eine, aber muss ich das umsetzen, will ich das, und wenn ja wie und natürlich auch mit wem? Frauen sind keine Kurzentschlossenen, die mal eben „auf dem Heimweg“ einen Dominus to Go mitnehmen. Meiner Erfahrung nach müssen nicht nur Ort und Zeit stimmen, sondern eben auch die Stimmung passen. Bei Männern ist das mit der Rattigkeit ziemlich schnell erledigt. Das Sexbusiness ist eben vornehmlich auf männliche Klientel und weibliche Anbieter ausgerichtet.

Ein Schelm, wer sich dabei nicht denkt, wer hier nun wen in der Hand hat 😉


In Ermangelung eines eigenen Folterkellers oder einer entsprechenden regelmäßigen Residierung in einem Domina-Studio, wie zum Beispiel der Kollege -> http://www.dominus.berlin/ <- bin ich wohl ganz exakt der Typ, mit welchem sich extravagante Dinge nur mit entsprechendem Vorlauf erledigen lassen. Und ich glaube, dass dies vor allem für weibliche Subs der korrekte Weg ist. Denn ich muss nicht „heute“ ran, sondern es kann durchaus ein Termin für in Wochen anberaumt werden. Frauen haben Zeit. Natürlich haben Sie auch Zeit zum Überlegen und das Date dann abzusagen, aber am Ende tragen sie die Kosten auch für das Extravagante und eine Frau wird es sich von ihrer Natur aus schon dreimal überlegen.


Womit wir dann zum reellen Knackpunkt kommen. Würden Frauen für Dominierung bezahlen? Wäre das nicht gleich zu setzen mit „OMG, ich habe es so nötig, dass ich mir einen Mann kaufe, der Dinge mit mir tut, die ich vielleicht auch mit anderen so ganz ohne Kosten machen kann?“ Tatsächlich ist da was dran. Frauen sind in aller Regel einfach nicht notgeil genug, im Gegensatz zu Männern. Letztere wollen wahrscheinlich öfter, als sie tatsächlich können. Frauen hingegen können öfter, wollen aber eben nur dann, wenn sie es wirklich brauchen.


(BDSM-) Hetero-Escort hat so seine Eigenheiten und genau das finde ich so faszinierend dran. Die Wunschzettel bedienen und dabei dennoch sich selbst bleiben. Und zwar bei allem benötigen Respekt. Viele Seiten von Kollegen sind darauf ausgerichtet, dass ein Dominus eine ziemlich dunkle Gestalt ist. Das kann ich zwar auch, aber finde das in der Werbung für meine Klientel ziemlich ungeeignet. Meine Persönlichkeit ist ziemlich heiter und dennoch ernsthaft. Es gibt Damen, die dies bezeugen können. Es leben halt der Unterschied zwischen „Darf ich Dir weh tun?“ und dem tiefen und ernsten Blick „Ich werde Dir jetzt weh tun!“.

So wird es mich genau als den Menschen geben, der ich bin. Spielereien mit durchaus ernsthaftem Hintergrund, um Sehnsüchte zu erfüllen, mit der nötigen Portion Heiterkeit, Anständigkeit und Respekt.