@SexworkID – Warum ich Mitglied bin.

Bereits gestern ereiferte ich mich ja im Blog über meine Mitgliedschaft im BesD.

Der Berufsverband Sexarbeit (Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen e.V. mit Sitz in Berlin) stellt den Versuch dar alles und jeden unter seine Flügel zu nehmen, die unter die Definition „Sexarbeit“ fallen. Und das sind ziemlich viele Berufe.


Die Hauptziele des BesD e.V. sind die Entkriminalisierung der Sexarbeit und ihre berufliche Anerkennung, womit wir gleiche Berufsrechte meinen. Denn anders als alle anderen legalen, durch Art. 12 GG geschützten Berufe wird Sexarbeit heute noch immer vornehmlich durch das Strafrecht und nicht etwa das Prostitutionsgesetz oder allgemeines Berufsrecht reguliert. Wir beziehen uns auf die Einzelnormen zu Ausbeutung, Zuhälterei und Menschenhandel sowie das Verbot der Prostitution, durch das sich Sperrgebietsverordnungen auf Landesebene legitimieren.


Ich muss zugeben, dass ich nicht so der Schreiberling politischer Texte bin, sondern eher der Redner dessen.

Prostitution ist das älteste Gewerbe der Welt. Es gab sie immer, gibt sie heute und es wird sie immer geben. Der Staat geht jedoch davon aus, dass die Gefahr von Sexarbeit ausgeht. Die Sexarbeiter sind die Bösen und unsere Gäste müssen vor uns geschützt werden. Wir machen Fremdgehen und allerlei Perversionen möglich und vergiften mit unserem Treiben die Gesellschaft. Tut mir leid, ich sehe das nicht so. Ganz im Gegenteil.

Sexarbeit ist eine wichtige Sache. Unsere Angebote sind ein Spiegelbild für die Gesellschaft, denn alles beruht auf Nachfrage. Und auf diese Nachfrage richten wir unser Angebot aus. Wir stellen uns als Ventil für allerlei sexuelle Dinge zur Verfügung, weil wir das so wollen. Weil wir so leben möchten. Und … weil wir damit halt auch unser Geld verdienen möchten. Würde es die Sexarbeit nicht geben, dann hätten manche kein Ventil für ihre Gelüste, Wünsche und Träume. Damit hat Sexarbeit irgendwie auch eine Schutzfunktion innerhalb und für die Gesellschaft.

Dabei hat Sexarbeit viele Gesichter: Prostitution und Pornografie sind nur Teil des Ganzen. Menschen hinter und vor WebCams, Tantrakünstler und noch viele Berufe mehr.


Persönlich betrachtet bin ich als Hetero-Escort eher die Quote im Verband. Aber auch „uns“ gibt es. Ich arbeite daran, dass zB Webforen Männer eben auch als Anzeigen als Prostituierte schalten lassen, ohne gleich in den Verdacht zu geraten, dass wir verkappte Freier sind. Denn das sind wird nicht. Nur ist es eben schwer in diesem Umfeld wirklich Fuß zu fassen, da die Annerkennung eines Dominus eher im Schwulenbereich gesucht wird. Dabei wird eben auch verkannt, dass Frauen und Paare nicht den Weg zu einer Domina suchen wollen um im #BDSM zu schnüffeln, sondern der heterosexuellen Neigung folgen möchten.

Langer Weg. Steiniger Weg. Aber ich bin dann mal losgegangen.


Die Vernetzung innerhalb des BesD hilft mir auch dabei Kontakte zu knüpfen und auf uns aufmerksam zu machen und das ohne in jedem anderen gleich einen Konkurrenten zu sehen. Mir liegt daran, dass ich als Dominus wahr genommen werde, der auf eine ganz bestimmte Art auch ein Feminist für die Sache ist. Weil meine Grundhaltung so ausgeprägt ist, dass jeder Mensch bitte machen soll, was sie/er will und auch sein darf, was sie/er gerne sein möchte, solange alle zustimmen und niemand gegen Gesetze verstößt.

Meine „O“ // #TheTrainingOfO

Wenn ich in der Vergangenheit nach dem Thema „O“ blättere, so komme ich auf so einige Gedanken, Anschauungen und Ideen: // Die Alphafrau als “O” #TheTrainingOfODas Kleid der “O”DER WUNSCHZETTEL UND DIE LIEBE “O”#gedankenverloren – Wie real ist “O” möglich?Die “O”: Eine Gedankenreise ins reale Leben. … und Was ist eine “O” …? Definitionsgedanken // Was aber irgendwie fehlt, wie mir angetragen wurde, ist … „Wie muss sich eine Sub als ihre ‚O‘ verhalten? Was ist dazu nötig? Was ist unnötig? Auf was muss ich mich einstellen, um in Ihren Augen überhaupt in Erwägung zu kommen? Welches Mindset setzen Sie vorraus für den gemeinsamen Weg?“ – Nun, bitte …


  1. Meine „O“ ist sich ihrem besonderen Status als meine „O“ bewusst. Sie kann und darf stolz darauf sein, aber sie prahlt nicht wie ein Gockel herum, dass sie es ist. Arroganz und Narzissmus passen nicht zum Wesen meiner „O“. Denn ich bin es auch nicht. Als auf Ausgleich bedachter Mensch ist das ein grobes Sandkorn, welches das Getriebe stört.

  2. Meine „O“ ist sich bewusst, dass sie nicht die einzige in meinem Leben ist und respektiert die anderen „O“’s in meinem Leben ohne Murren und Knurren. Es ist ihr in einem weiten Maße erlaubt sich selbst sexuell aktiv zu betätigen, jedoch in ganz bestimmten, definierten Teilmengen des Lebens hat sie exklusiv zu sein, auch wenn ich es nicht bin. Vor allem, wenn es um Beziehungen zu anderen Herren oder Damen geht (Lebens- und Ehepartner haben immer Vorrang vor dem „O“-Sein zB), aber eine zusätzliche SM-Beziehung zu jemandem außerhalb dieser definierten Beziehungen kann und will ich nicht akzeptieren.

  3. Meine „O“ ist leise und still. Sie wird nicht laut. Betteln und Jammern ist ihr fremd. Diese Charakterzüge müssen vorhanden sein. Denn niemand kann auf lange Sicht nur „so tun als ob“.

  4. Meine „O“ ist sich bewusst, dass sie ihren Weg in einer Demokratur geht, in welcher ich am Ende des Tages entscheide. Sie dient ohne zu zögern und zu hinterfragen. Sie hat sich in dieses Schicksal freiwillig begeben und der einzige Ausgang ist die Türe, welche sich hinter ihr schließt. Ihre Anregungen werden zur Kenntnis genommen, aber eine echte Mitbestimmung existiert nicht.

  5. Meine „O“ kann und darf Ziele für ihren Weg definieren, also durchaus eine Art Wunschzettel mitbringen. Ich entscheide alleine über Art und Umfang der Abarbeitung. Wünsche und Ziele, die mit Nadeln, Blut, Kaviar, Seilbondage, Piercings, Tattoos und extremen, bleibenden körperlichen Schäden zu tun haben, werden grundlegend meinerseits abgelehnt. In allem, was geschieht ist die körperliche Unversehrtheit der „O“ die wichtigste Grundlage.

  6. Meine „O“ ist grundsätzlich bereit in ihrem Alltag eine gewisse Form der Fremdbestimmung zuzulassen und zu ermöglichen (Thema Hausaufgaben). Wer sich für den Weg der „O“ entscheidet muss sich auch überlegen, wie das persönliche eigene Leben umstrukturiert werden kann, um mir Raum zu geben. Mein Versprechen ist, dass ich nur punktuell und ab und an in das Leben eingreifen werde und keine Dinge als „von heute auf morgen“ sehe. Das Tragen meines Halsbandes ist keine Pflicht, aber meine „O“ wird von mir ein Schmuckstück erhalten, welches sie stets bei sich führt. Meine „O“ muss also stark genug sein, dieses offene Zeichen (Halskette, Ring, Ohrschmuck zB) zu tragen, welches sie den Kennern als „O“ ausweist.

  7. Meine „O“ ist bereit gewisse Demutsbezeugungen auch in der Öffentlichkeit zu tätigen. Dazu gehört möglicherweise ein Kniefall zur Begrüßung mit dem Küssen meines Ringes. Diese Bezeugungen (Rituale) werden besprochen, trainiert und dann durchgeführt. Ziel ist es, dass meine „O“ auch in der Öffentlichkeit bereit ist zu „leben“ und eben nicht nur hinter verschlossenen Türen. Meine „O“ ist sich darüber bewusst, dass sie dieses Leben will, dass sie geführt werden will und eben auch bereit ist, meine Dominanz („Die ‚O‘ sucht sich ihre Herrschaft“) entsprechend anzuerkennen. In wiefern diese Rituale stattfinden ist meine Auslegung, welche innerhalb der Demokratur einzeln zu besprechen sind.

  8. Meine „O“ lebt und atmet und verfolgt keine Ziele in Richtung Erlebnissexualität. Die Tatsache, dass sie als „O“ leben darf und ich ihr das ermögliche, ist ihr größter Gewinn aus unserer Bindung. Sie ist sich dessen bewusst, dass ihr Leben als „O“ nicht in Roissy stattfindet. Als Königsdisziplin zwischen der (Eigendefinition!) erotisch geführten Sub („EPE“ im Extrem) und sadistisch geführten Sklavin („TPE“ im Extrem) vereint sie beide Merkmale in einer Person und nimmt jedwede Wünsche, Anweisungen und Aufträge meinserseits dankbar an, um sich selbst stets aufs neue beweisen zu können.

  9. Meine „O“ folgt dem Plan, dass das stete Bestreben der Perfektionierung von Ritualen deutlichen Vorrang vor dem Erlernen neuer Kompetenzen hat. Das #TheTrainingOfO ist zwar auf sie persönlich zugeschnitten mit dem Ziel die „O“ sich selbst finden und als „O“ leben zu lassen. Teile des #TheTrainingOfO haben jedoch nichts mit ihren eigenen Wünschen und Zielen zu tun, welche sie dennoch dankbar ausführt um auch an jenen zu wachsen.

  10. Meine „O“ wird anderen Menschen zu deren Vergnügen vorgeführt, zugeführt, eventuell auch auf bestimmte Zeit überlassen, vermietet, „verkauft“ oder „übereignet“. Basis hierfür sind die Gespräche innerhalb der Demokratur. In ihrem Mantra ist sie sich bewusst, dass sie jedwede Aktion in meinem Auftrag und ausschließlich für mich tätigt. Beteiligte Dritte sind stets „nur“ Spielzeug in der Beziehung meiner „O“ zu mir. Die Rücknahme nach „Verkauf“ oder „Übereignung“ ist ihr garantiert.


Ich denke, dass diese Grundregeln meinerseits genügend Möglichkeiten bieten, sich darüber bewusst zu sein, was es bedeutet sich als „O“ in meine Hände zu begeben. Dabei liest es sich vielleicht schlimmer, als es es tatsächlich ist. Die Frau, für welche eine so tiefe Übereignung ihrer Seele an meine Wenigkeit (oder überhaupt an jemanden) nicht in frage kommt, wird sich schaudernd abwenden. Nur ist das auch ganz exakt das Ziel dieses Aufsatzes. Meine „O“ will das und ihre Kopfkinogedanken drehen sich um kaum einen anderen Punkt in ihrem Leben, weil nur dieses Leben ihr wirkliche Freiheit bietet. Deswegen schreckt sie dies auch nicht ab, sondern fordert sie heraus.

„O“ sein ist nicht für jede Sub oder Sklavin was, aber … ich wurde explizit gefragt. Hier ist meine Antwort.


Schlussakkord: Da steht irgendwie so gar nichts von sexuellen Aktivitäten, das Wort #DreiLochStute fällt nicht oder „Jeden Morgen und Abend der obligatorische Blowjob“. Eine Frau, welche „O“ sein will, fragt nicht danach. Weil das eigene Mindset diese Dinge grundlegend beinhaltet, aber sie weiß, dass „O“ viel viel mehr ist, als nur das devote Bückstück zu sein. Deswegen gehe ich da auch gar nicht drauf ein.

Die Sub auf der Playparty // #TheTrainingOfO

Sicherheitshinweis: Dies ist meine Sicht auf die Dinge. Was nicht bedeutet, dass andere Sichtweisen besser oder schlechter sind. Sie sind nur anders. Danke.


Zunächst gilt es zu klären, was eine „Playparty“ denn so ein kann.

CMNF – Clothed Male Naked Female (Angezogene Männer Nackte Frauen), „O“-Party (Die Frau als Objekt im Mittelpunkt des Geschehens), SM-Party (Hier werden Sie weh getan), you name it.

Völlig gleich, wie eine Party sich schimpft. Will ein Herr seine Dame auf so eine Veranstaltung mitnehmen, dann ist auch hier vorab klar zu stellen, welche Regeln gelten. Und diese sollte der Dom schon mit seiner Sub besprechen, vor allem dann, wenn sie ihn das erste Mal auf so eine Veranstaltung begleiten will.

Man verlässt das geschützte Schlafzimmer und geht, ganz genau, in die Öffentlichkeit. Es werden also zwei bis 100 Menschen dort sein und grundlegend „Sehen und gesehen werden“ zelebrieren. Und für einige Subs ist das noch mehr ein Problem, als der geschützte Rahmen eines Herrenabends oder devote Services im Pornokino. Hier ist das Licht an.

Was soll ich anziehen? Ich habe nichts anzuziehen! Ich sehe scheiße aus! Ich bin zu dick! Die anderen tragen alle so schöne Sachen! Gott, ich bin fett!


Darf ich? Orrrrrrr ……


In meinen Augen ist das Wichtigste, dass die Sub sich darüber im Klaren sein muss, dass sie mit jemandem auf diese Party geht, der sie wohl gerne anschauen mag. Nur das ist wichtig, alles andere ist völlig Zervelatwurst! Meine persönliche Meinung dazu ist, dass ich mit einer Sub niemals auf so eine Veranstaltung gehen kann, würde sie diese Leier immer und immer wieder von vorne anfangen. Ich würde dann halt allein gehen. Zefix!

Das klingt vielleicht ein wenig barsch und hart, aber ich kann das gar nicht oft genug betonen. Einige Subs scheitern in ihrem Verlangen nach „mehr“ oft daran, dass sie sich mit anderen Weibern vergleichen. Wenn eine Sub also das eine will, dann wird sie das wohl lassen müssen. Es steckt auch ein wenig Demütigung für den Herrn drin, weil es sich so abgewertet fühlt. Glaubt mir, ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Also … Kommunikation, meine Herren und, meine Damen, glaubt es ihm.

Nachdem also diese Sache abgehakt ist, die Sub also auch die Regeln der Party kennt, wird sie sich damit beschäftigen. Es ist wie in allem zuvor wichtig, dass sie sich damit wohlfühlt. Es muss viel mehr die Sub das Wollen als der Herr es anordnet. Denn nur so passt das Kopfkino zusammen.

Wie kann ein Herr eine Sub auf ein CMNF-Event mitnehmen, wenn sie stetig an sich herum zetert? Wie soll sie auch wissen, dass nicht nur die schlanken Supermodels dort am Start sind, wenn sie nicht mal ein solches Event besucht hat?

Wie kann eine Sub ihren Herren auf eine „O“-Party begleiten wollen, wenn sie sich in vielen Dingen ihrem Herrn verschließt? Nur um ihm zu gefallen reicht allein nicht.

Und wir können beide auf eine SM-Party gehen, wenn die Sub wenig masochistisch ist? Oder der Herr nicht mal ein bisschen Sadist?


Aufgrund der Unterschiedlichkeit der verschiedenen Veranstaltungsformen vermag ich hier nur grundlegend Fragen stellen:

  1. CMNF (Werde ich dominant mit anderen Männern geteilt werden?)
  2. „O“ (Werde ich dominant mit anderen Männern geteilt werden?)
  3. SM (Werde ich dominant mit anderen Männern geteilt werden?)

Ich habe persönlich so kleinere Probleme mit dem „Nur mal hingehen, um zu schauen“. Was aber auch daran liegt, dass ich in meiner submissiven Phase überall und ohne zu zögern mitgegangen bin und war viel zu neugierig. Wenn mein Herr es für richtig und gut erachtete, dann gab es kein Problem für mich. Bei nichts.


Meine Antworten:

  1. CMNF („Vielleicht, aber wenn Du es momentan nicht möchtest, dann nicht.“)
  2. „O“ („Du bist ‚O‘ – die Frage stellt sich Dir nicht.“)
  3. SM („Das kommt auf die Chemie des Abends an, wir werden sehen.“)

Der Besuch einer öffentlichen Veranstaltung setzt ein wirklich gesundes Maß an Selbstvertrauen der Sub voraus. Dieses „Ich will das!“ muss in ihr vorhanden sein, „und zwar mit dem da!“. Ich habe aber auch schon Doms an solchen Veranstaltungen gesehen, die so gar nicht damit klar kamen, dass andere ihrem Weib an die Wäsche (sofern vorhanden) gehen wollten.

Die Umfrage – Das Halsband – Mein Ergebnis

Ich habe da mal was umgefragt … und es wurde geantwortet


Es ist schon ein paar Tage her. Neben den vielen Dingen, die einen im Alltag so bewegen, so musste ich mir auch erstmal darüber klar werden, wie ich diese ganzen Ergebnisse so für mich werte. Insgesamt möchte ich niemanden abwerten, zumal ich ja auch nicht diejenigen kenne, die da so mitgemacht haben. Und vielleicht, eventuell, möglicherweise trete ich mit meiner Essenz aus dem Extrakt dem ein oder anderen mit 18cm HighHeels in den Spann, mit dem Absatz, ziehe den Schuh aus und weg. Man weiß es nicht.

Obacht: Ich bin kein Experte in richtiger Fragestellung und ob das repräsentativ ist, wage ich zu bezweifeln.


Sowohl für submissive und dominante Menschen ist ein Halsband in einer BDSM-Beziehung wichtig.

Als äußeres Zeichen einer inneren Verbindung hat sich das Halsband, neben anderen Dingen, vorangig durchgesetzt.
Was hier nicht steht ist, ob es dauerhaft getragen wird oder eben nur zu bestimmten Anlässen (PlayPartys zB).


Eine überwältigende Mehrheit hat das Halsband geschenkt bekommen, wobei die submissiven Damen wohl offensichtlich eine Mitsprache hatten, während die submissiven Männer dies verneinen.

Das ein paar Menschen tatsächlich bemängelt haben, dass es dem dominanten Teil völlig Wurst war (DeSk) finde ich persönlich ziemlich schlimm.
Bemessen an der Beteiligung zur Auswahl frage ich mich allerdings, ob Frauen beteiligt wurden oder sich beteiligt haben.


Klare Sache. Dominante Menschen lassen Mitsprache zu.

Ob diese Mitsprache genutzt wurde besagt ja der Block oben. Ich lasse das alles mal so stehen und gebe einfach meine Meinung dazu her. Vollkommen subjektiv, natürlich.


Als Sub habe ich niemals in Erwägung gezogen meinen Herrn mit meinen eigenen diesbezüglichen Wünschen zu behelligen. Ein(e) Sub trägt das Halsband des Herrn und zwar unabhängig davon, ob es sein/ihr persönlicher Geschmack ist oder nicht. Dass eine Herrschafft mitreden lässt ist ein nettes Angebot. Aus meiner Sicht ist es submissiv betrachtet unerheblich, welches Halsband ich will. Es reicht, wenn es dem Herrn an mir gefällt. Dann gefällt es mir auch.

Merkste was?

Shitstorm in 3 … 2 … 1?

Wir reden hier von einem Spielhalsband zu bestimmten Anlässen und keinem Halsband in 24/7-Form. Und ich stelle mir gerade die Frage, was für ein Halsband es wohl gewesen wäre in der Form 24/7. Hmmm …. leider kann ich ihn nicht mehr fragen. Es ist ja nie dazu gekommen. Hmmm … eine schlichte Halskette mit einem O-Ring vielleicht. Würde völlig ausreichen.

Als Dom tragen/trugen alle meine Subs (bis auf eine #AusGruenden) das gleiche Halsband. Nur eben meine Frau (als Erste unter Gleichen) hat das vielbesagte Schloß dran. Mitsprache gab es keine und ich wüsste auch nicht warum. Zugegeben, es ist sehr schlicht, aber funktionabel. Und vielleicht auch wegen der Schlichtheit ist es einfach anzunehmen. Ebengleich hat auch nur eine meiner Subs eine Halskette mit O-Ring, meine Frau.


Hier unten in den Kommentaren ist übrigens Platz für euch 😉

Sperrbezirksfahndung … Kinderleicht, oder …?

Mal auf die Schnelle für alle:

Twitter -> https://twitter.com/EmEmBDSM/status/1091425748227969024
Mit Link nach -> https://www.facebook.com/groups/111105196249710/permalink/283359215690973/

Linkes Forum für Solidarität mit Sexarbeiter_innen

Geschlossene Gruppe

Liebe Mitmenschen,

als Sexarbeiter zu Köln bin ich hier angemeldet. Zudem bin ich Mitglied im BesD e.V. und als solcher aktiv tätig.

Derzeit sammele ich verdichtet Informationen zu jedweden Sperrbezirksverordnungen in den Städten und Gemeinden unserer Republik und das ist natürlich eine echte Mammutaufgabe.

Wir möchten unseren Mitgliedern einen einfachen Weg anbieten, jeweils aktuelle Informationen zu erhalten. Manche Städte und Gemeinden haben diese Infos präsent auf einer Webseite. Aber leider verstecken manche diese notwendigen Informationen vor den Sexarbeitern in Schubladen entsprechender Behörden.

Man stelle sich vor, dass ein Gast Sexarbeiter*Innen buchen möchte und tendentiell muss der Deal platzen, wenn die Adresse des Gastes im Sperrbezirk liegt.

Natürlich kommt nun die Frage, wer das kontrollieren soll. Wo es bei Privatbesuchen daheim eher weniger der Fall sein wird, so haben die Sexarbeiter*Innen, welche auf der Straße arbeiten durchaus Kontrollen in Kauf zu nehmen.

Ich habe ziemlich viele Anfragen rausgeschickt, aber die Landkarte ist halt noch recht leer. Und nun … kommt ihr ins Spiel.

So möchte ich euch bitten, dass ihr bei genügend Zeit mal die Webseite eurer Stadt oder Gemeinde aufruft und dort nach folgenden Hinweisen sucht:

a) Adresse der Gesundheitsberatung nach ProstSchG
b) Adresse der Anmeldung nach ProstSchG
c) Sperrbezirkslisten Eurer Stadt oder Gemeinde.

Schreibt diese Informationen mir einfach in den Facebook Messenger rein. Doppelte und dreifache Sachen filtere ich selber aus.

Ihr würdet mir und uns einen Bärendienst erweisen und es wäre doch gelacht, wenn die Schwarmintelligenz nicht funktionieren würde.

Liebe Grüße

Martin


Also … natürlich hast Du Recht, dass es laut https://www.gesetze-im-internet.de/stgbeg/art_297.html eine „Kann“-Bestimmung ist mit dem Sperrbezirk.

Bereit für einen Exkurs in Sachen NRW …?

Wenn Du nach „Art 297 Verbot der Prostitution“ im Internet suchst, dann findest Du viele Sperrbezirksregelungen, respektive -herbeiführungen aus Anno dazumal.

Eine davon wäre Dortmund

https://www.dortmund.de/media/p/ordnungsamt/pdf_ordnungsamt/prostitution/Sperrbezirk_alle_Prostitutionsarten.pdf

Kann man direkt aufrufen. Wenn es also einen Sperrbezirk in Dortmund gibt, dann muss es auch eine Landesentscheidung geben.

„Aufgrund des Art. 297 des Einführungsgesetzes zum Strafgesetzbuch (EGStGB) vom 02.03.74
(BGBl. I S. 469) in Verbindung mit § 1 der Verordnung der Landesregierung des Landes
Nordrhein-Westfalen vom 11.03.75 (GV: NW. S. 258) wird für den Bereich der Stadt Dortmund
verordnet:“

Meine Suche nach : „11.03.75 (GV: NW. S. 258)“ in Verbindung mit NRW (sicher ist sicher) führte mich irgendwann hierher:

https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_vbl_archiv_liste?anw_nr=6&jahr=1975&sg=0&val=&ver=0&menu=1

Dort nach der Seitenzahl suchen, weil Gesetzblätter pro Jahr nummeriert und fortgeführt werden.

Ergo -> https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_gv_show_pdf?p_jahr=1975&p_nr=28

Und dort steht das, was NRW beschlossen hatte.

Das ist ein nicht wirklich durchsuchbares PDF.

Fazit: NRW hat so einen zentralen Ansatz und die Regierungspräsidenten entsprechend in die Verantwortung genommen.

Und so eine explizite Suche ist nicht für jeden was, wenn das Wühlen in derlei Archiven Sonderlingen wie mir nicht entsprechend Spaß macht 😉

Glück auf.


Wenn ich mich nun durch verschiedene Sperrbezirksregelungen wühle, dann komme ich zum Schluß, dass lediglich Prostitution in der Sexarbeit in Sperrbezirken verboten ist.

https://www.stadt-koeln.de/wirtschaft/gewerbe/sperrbezirksverordnung?kontrast=weiss#

Die Stadt Köln zB schreibt:

„Die Sperrbezirksverordnung untersagt die Ausübung der Prostitution. Sie wird durch § 12 der Kölner Stadtordnung ergänzt, in dem die Kontaktaufnahme zu Prostituierten mit dem Ziel der Vereinbarungen sexueller Handlungen gegen Entgelt untersagt wird. Verstöße gegen diese Regelung stellen Ordnungswidrigkeiten dar, die mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro geahndet werden können.“

Also der reine Webcam-Chat gegen Geld scheint davon nicht betroffen zu sein oder das Drehen von Pornos. Wenn Du als Prostituierte(r) (um den Begriff zu verwenden) per eMail oder so mit möglichen Gästen „mit dem Ziel der Vereinbarungen sexueller Handlungen gegen Entgelt“ kommunizierst, dann könntest Du fällig sein.

Das Problem dabei ist die Kontrolle an und für sich. Diese ist schlicht nicht leistbar. Was es jedoch nicht verbotener macht.

… Feierabend für heute \o/ …