Das Problem der Kommentierung

Wenn ich einen Beitrag schreibe, dann gibt es Wege diesen zu kommentieren. Schaue ich mir das so bei anderen an, dann scheint Bloggen eher eine Einbahnstraße zu sein. Weil niemand was kommentiert. Woran liegt das? Kennt ihr den hier? -> https://training-of-o.de/blog/2020/09/10/das-leid-des-bloggers/


Ich bin ja ein echter Fan von Medienbruch 😉

So schreibe ich im Blog und „erwarte“, dass in WordPress geliket und kommentiert wird.

Aber ich verteile meine Sachen, wo diese mehrheitlich geherzt, retweetet und kommentiert werden.

Aber auch in Tumblr ist das eine oder andere zu finden. Und manchmal haut man auch da mal auf ein Herz.


Und alle haben gemeinsam ein Problem – Ich muss selbst in den anderen Medien unterwegs sein, um alles zusammen zu zählen. Denn die Likes in den anderen sozialen Medien kann ich per WordPress nicht auswerten. Da darf ich also alle Medien abklappern und selbst addieren. Ich habe gelernt, dass wenn mein Hauptmedium Twitter ist, ich dort aktiv bin, dass deswegen auch die meisten meiner Leser aus Twitter heraus kommen. Ich müsste also auch auf Tumblr mehr schreiben und interagieren und hätte ich Facebook, dann auch dort. Ich muss mich um meine Gemeinde kümmern, sonst wird das nix.


Auf der anderen Seite kann ich ja immer auch noch sagen, dass mir alle zustimmen, weil Schweigen ja Zustimmung ist 😀


Nun denn, das waren mal zwei Beiträge aus der Bloggosphäre. Der nächste wird wieder kinky 🙂

Das Leid des Bloggers

Schreibe ich, um zu schreiben?
Schreibe ich, um zu informieren?
Schreibe ich, weil ich Aufmerksamkeit will?


Irgendwie alles und nichts davon. Manchmal habe ich keine Ahnung, worüber ich schreiben soll. Weil ich schon irgendwie über alles, was mich bewegt, geschrieben habe. Reicht es dann nicht einfach mal, sich hier durch zu klicken? Oder sind Beiträge von gestern nicht mehr existent? Haben wir überhaupt noch Zeit und Lust uns länger als 10 Minuten mit irgendwas zu beschäftigen? Gilt das nicht in so vielen Bereichen des Lebens, dass die Halbwertzeit von Unterhaltung mit dem nächsten Tweet oder Post bereits zu Hälfte durch ist? Was kümmern mich meine Tweets von gestern?

Nicht falsch verstehen, ich mag meinen Blog und schreibe auch gerne. Aber es ist nicht mein Beruf. Es ist wirklich nur ein Hobby. Und ab und an rückt ein Hobby auch mal in den Hintergrund. Dann habe ich eine Idee, schreibe einen Entwurf und nehme diesen Wochen später, wenn überhaupt noch auf. Viele Ideen und Gedanken sind entstanden, weil es aktuelle Sachlagen gab, zu denen ich was notieren wollte. Und manchmal zwinge ich mich dann einfach dazu und ab und an kommt der Appetit eben auch beim Essen.

Kennt ihr das, dass selbst wenn der eigene Blog von (laut Statistik) 100 echte Abrufe von Menschen am Tag hat, ihr am Ende entweder nur für euch selber schreibt? Oder vielleicht nur für eine bestimmte Person? Den Selbstwert eines Menschen darf man wohl nicht davon abhängig machen, dass so ein Projekt wie dieses Blog hier, überhaupt gelesen wird. Oder? 

Was treibt euch an, mich zu lesen? Schaut ihr öfter vorbei? ich bin dann mal neugierig. Platz genug in den Kommentaren ist dafür 😀

Aufruf zu einer #Blogparade – Thema: #DreiWortStory

Manche Menschen fragen ja immer mal so in die Runde, über was sie denn so bloggen sollen. Und vielleicht heben wir das einfach mal auf eine andere Stufe?


Die Regeln:

a) Schreibt mir per Kommentar unter diesen Artikel, als DM auf Twitter drei Worte.
b) Diese Worte müssen keinen sinnhaftigen Zusammenhang ergeben.
c) Diese Worte müssen keinerlei Erotik in sich tragen.
d) Schreibt bitte Euren Twitternamen (also das mit dem @ wie zB @EmEmBDSM und nicht den Anzeigenamen (wäre bei mir Darth @Falbalus) oder den Link zu eurem Facebook-Profil oder sowas dazu.

Mein Versprechen:

a) Innerhalb des kommenden Monats (Oktober 2020) wird die #DreiWortStory veröffentlicht.
b) Diese Geschichte wird alle Deine Worte beinhalten (und zwar exakt genau diese und nicht die Mehrzahl oder Umschreibung), wenn auch nicht in der Reihenfolge, wie Du sie geschrieben hast.
c) Diese Geschichte wird eine (vielleicht sehr) erotische sein, die ihre Heimat nicht zwangsläufig nur im #BDSM haben wird. Es kann auch #Sexarbeit oder #Hotwifing werden. Was mir halt so passend dazu einfällt.
d) Ich werde jeden Einsender vorab über das Erscheinungsdatum per eMail informieren, aber … es wird nicht geleakt, weil die Geschichte ist eine Überraschung.

Das gilt erstmal für mich.


Und nun zu den Mitmenschen in der #Blogparade.

a) Ich habe bereits einige Mitmenschen angeschrieben, aber um das ganz noch ein wenig größer zu machen: Wer mitmachen will, der schreibt mir bitte eine DM auf Twitter.

b) Alle veröffentlichen zeitgleich die entsprechenden Beiträge mit den gleichen drei Worten und verlinken dann bitte auch die anderen Beiträge. Ja, WordPress hat eine Vorschau auf die URL und es ist möglich Artikel automatisch zeitversetzt in die Welt zu werfen. Unter allen Mitmenschen erstelle ich auf Twitter eine DM-Gruppe.

c) Mitmenschen, die kein WordPress haben oder gar keinen Blog ihr eigen nennen, können dann bei mir als Gast schreiben. Dafür würde ich entsprechende Gastzugänge bei mir einrichten.

d) Das wird sicher ein Spaß 🙂


Einsendeschluss für die Worte ist der 20.09.2020. Alle Autoren bitte bis zum 13.09.2020 bei mir melden. Wir werden den September benötigen um uns zusammen zu finden, damit jeder weiß wie das formale Drumherum sein muss, damit wir uns gegenseitig Reichweite schenken können. Jeder wird maximal vier bis fünf Beiträge im Oktober dann vor sich haben.

#DreiWortStory … und es geht weiter …

Liebe Freundinnen und Freunde schlechter Literatur …

neben dem Projekt #EinLiedFürDich und dem upcoming #BDSMdepressed möchte ich wieder eine neue Runde der völlig unterschätzten #DreiWortStory einläuten.


Die Regeln:

a) Sendet mir per eMail an -> er@ttoo.blog <- drei Worte.
b) Diese Worte müssen keinen sinnhaftigen Zusammenhang ergeben.
c) Diese Worte müssen keinerlei Erotik in sich tragen.
d) Schreibt bitte Euren Twitternamen (also das mit dem @ wie zB @EmEmBDSM und nicht den Anzeigenamen (wäre bei mir Darth @Falbalus) oder den Link zu eurem Facebook-Profil oder sowas dazu.

Mein Versprechen:

a) Innerhalb des kommenden Monats (Juni 2019) wird die #DreiWortStory veröffentlicht.
b) Diese Geschichte wird alle Deine Worte beinhalten (und zwar exakt genau diese und nicht die Mehrzahl oder Umschreibung), wenn auch nicht in der Reihenfolge, wie Du sie geschrieben hast.
c) Diese Geschichte wird eine (vielleicht sehr) erotische sein, die ihre Heimat nicht zwangsläufig nur im #BDSM haben wird. Es kann auch #Sexarbeit oder #Hotwifing werden. Was mir halt so passend dazu einfällt.
d) Ich werde jeden Einsender vorab über das Erscheinungsdatum per eMail informieren, aber … es wird nicht geleakt, weil die Geschichte ist eine Überraschung.

Was noch:

a) Die Geschichte wird nur auf diesem Blog veröffentlicht werden. Dein Accountname und die drei Worte werden als Urheber veröffentlicht. Wenn Du das nicht möchtest, dann werde ich das ignorieren, weil das ist der Deal dabei <3
b) Du kannst mit der Geschichte machen, was Du möchtest, außer sie zu Geld machen. Wenn Du das tust, dann nehme bitte vorher Kontakt zu mir auf um eine rechtliche Freigabe zu erwirken.

Also dann 🙂

 

Die Ankunft / Die Ankunft

Sie hatte durchaus wackelige Knie. Was ganz im Gegensatz zu dem stand, was sie wollte. Standhaft sein. Nicht im Sinne von „dagegen“, sondern vielmehr „dafür“.

Zu lange hatte sie auf diesen Moment gewartet. Zu lange auf Momente verzichtet. Auf Möglichkeiten, selbst wenn diese noch so unwahrscheinlich gewesen waren.

Sie hatte sich versprochen. Sich hatte sich ihr selbst versprochen. Vielleicht auch ihm. Sie hatte es gesagt und geschrieben. In leisen und in lauten Tönen. Als Zeile und auch dazwischen. Auf jede erdenkliche Weise hatte sie sich diesen Moment ausgemalt.

Nun war er da.

Dieser Moment.

Als sie aus dem Zug ausstieg fühlte sich die Umgebung wie Watte an. Unwirklich. Schritt auf nicht wirklich unbekanntes, aber hier und jetzt neues Terrain. Die Menschen um sie herum liefen im Zeitraffer umher. Jeder hatte ein Ziel. Wollten zu wem. Wollten wohin. Wollten irgendwo sein. Bei wem. Mit wem.

Begrüßungen. Freude. Fröhlichkeit.

Wie ein dumpfer Schleier legten sich die Geräusche um den Moment, den sie nun durchlebte. Sie war tapfer. Hielt stand. Still.

Sie atmete ein und aus. Neue Luft. Neues Leben. Ihr Rollkoffer stand wie eine Trutzburg vor ihr. Ihre Hände krallten sich an ihm fest. Sie schloss die Augen, um einen weiteren Moment mit sich allein zu sein.

Er legte seine Hand auf ihre Hand. Sie erschrak ein wenig, denn nun war er da. Der Moment. Er lächelte sie an. Sie öffnete die Augen. Er löste ihre Hand von ihrem Koffer, ging um sie herum und führte ihre Hand an seinen Mund. Schüchtern nahm sie die Geste seines Kusses an.

Er schaute sie an. Er ließ den Blick nicht von ihr ab. Er nahm ihr Gesicht zwischen seine Hände und drückte seine Lippen auf ihre. Zart fordernd ersuchte seine Zunge um Einlass. Sie gab leise nach. Sie lächelte.

Als er von ihr ließ schaute er sie wieder an.

„Hier bist Du richtig.“

Sie nahm seine Hand. Küsste seinen Ring.

„Hier bin ich richtig, mein Herr.“

 


 

„Wir erreichen in Kürze Köln Hbf.“

Sie schreckte hoch.

War sie doch eben noch in Augsburg eingestiegen.

So fix vergingen also 4 Stunden Zugfahrt, die zum Glück ohne nennenswerte Schwierigkeiten verlaufen waren

„I’m not here for your entertainment…“ eine Textzeile aus einem Titel von Pink, den sie gerade noch hörte.

Sie grinste…

Wenn alles so lief, wie sie sich das beide seit Monaten im Kopfkino ausmalten, würde sie sehr wohl für sein Entertainment sorgen.

Wie?

Das war ihr nicht klar, oder doch?

Sie versuchte, so ruhig ihr das möglich war, zu atmen. Es half nichts anderes mehr.

Zwar hatte sie sich überlegt, vor der Fahrt noch eine halbe chemische Bombe einzunehmen, ließ es dann, weil sie ihm im vollen Bewusstsein, so wie sie war, nervös, ein Bündel Nerven, begegnen wollte.

Sie strich sich eine Strähne hinters Ohr, sah zum Fenster hinaus und ging in Gedanken nochmal alles durch.

Hatte sie an alles gedacht?

Hatte sie sich gründlich genug rasiert?

Auch die Härchen im Gesicht?

Sie kontrollierte.

„Er wird damit leben müssen, dass du zu viel Hormone produzierst und dich auch im Gesicht…“

„Ja, verdammt, ich habe es kapiert.“

„Atmen, Ela, atmen. Du hast alles, es ist gut so, er wird dir nichts tun und er wird dich auch nicht hängen lassen. Du weißt das. Er hat es dir doch schon bewiesen.“

Sie hielt das wie ein Mantra vor sich. Ein Zurück gab es nicht mehr, sie wollte auch kein Zurück mehr, sie wartete nun schon so lange und alles, was sie sich vornahm, beim nächsten Mann…Jaja…das war alles nach dem ersten Telefonat dahin.

Halt, falsch, es war schon davor dahin.

Sie hatte ihn über Twitter „aufgerissen“. Zu einem Zeitpunkt, zu welchem kaum noch was in ihrem Leben so richtig funktionierte.

Sie verbrachte die Tage in Ungewissheit, in Schmerz, in Wut und teils in nackter Verzweiflung, weil sie nicht mehr wusste, wie sie dem Ghosting eines Mannes umgehen sollte, der ihr im Februar noch ein Halsband anlegte…

Sie schrieb ihn also an, den „Superdom“, den „Subsammler“, den Herrn über mehrere Subs, den sie schon länger über Twitter und seinen Blog verfolgte.

Er entsprach überhaupt nicht dem, was sie sich unter „ihrem“ Dom so vorstellte und er verlangte von seinen Subs Dinge, die sie unter Zwang schon selbst erleben musste – einiges in ihr wehrte
sich, aber er schrieb in einem Blogeintrag über Subs die geduldig sind, die auf ein Zeichen ihres Herrn warten, die still in sich hinein „schmerzten“, weil dann doch wieder nichts kommt.

Dafür musste sie ihm ein Kompliment machen.

So begann das, was Monate später, zig Tausend Nachrichten, Worte, Sprachnachrichten, Telefonminuten, am Hbf. in Köln in einem ersten, lange Osterwochenende, seine Krönung finden sollte.

Erwartungen?

Ja, Himmel, natürlich hatte sie Erwartungen, auch wenn sie anderes Mantra artig von sich weg schob.

Sie erwartete, dass es ein schönes Wochenende wurde, ihre Auszeit von dem Leben, dass sie Kraft kostete, weil der Vorgänger ihre größte Tür geöffnet und sie mit dem ganzen Mist allein gelassen hatte.

Das wollte sie bis Dienstag verdrängen, wie alles andere auch, ob ihr das gelang.

„Nächster Halt, Köln Hbf., der Ausstieg befindet sich in Fahrtrichtung…“

Sie hörte nur noch das Blut rauschen und stellte sich prompt an die falsche Seite…

„Man man man, mit klar denken hast du es auch nicht mehr.“ witzelte eine Stimme in ihrem Kopf.

„Könnt ihr nicht alle verdammt nochmal Ruhe geben?“

Blutrauschen in ihren Ohren.

Keine Stimmen mehr.

Sie stieg aus, fuhr sich durch die Haare und wartete…

Hatte sie alles?

Es fühlte sich an, als ginge sie auf Watte, um sie herum Menschen, die alle irgendwo hin wollte, hastig, freudig, ungestüm, während sie nur dastand.

Den Griff des Rollkoffers fest in den Händen, so fest, dass sich ihre Fingernägel in die Handinnenfläche bohrten.

Sie schloss die Augen, rief sich nochmal seine Worte ins Gedächtnis, öffnete die Augen wieder und sah in sein Gesicht…