BDSM und die Femi-Bubble

BDSM im Zeitalter des Feminismus

Für mich als Diplomat ist es ab und an recht schwierig passende und ausgleichende Worte zu finden. Wobei die Frage erlaubt sein kann, warum ich auf meinem Blog nicht so schreibe, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Wider der landläufigen Meinung Teil einer patriarchischen Predatorie zu sein und mich daher einen Pieps um die Menschen zu kümmern, welche sich an mir festgebissen haben, bleibt mir nicht anderes übrig. Weil ich eben so bin.

Ich bin ein ziemlich leiser Zeitgenosse geworden und nöle nicht an jeder Ecke über alles und jeden rum, nur weil sie/er nicht meiner Meinung ist. Dabei bin ich mir meiner eigenen Fehler bewusst, die ich sogar zur Ansicht stelle, aber offensichtlich wird nur dann aus bestimmten Ecken an mir herumgezerrt, wenn es etwas Schlimmes zu entlocken gibt. Das ist nicht mal feministischer Zeitgeist. Menschen sind sensationslüstern und finden es ziemlich geil jemanden durchs Dorf zu treiben, auch wenn sie sich der Mittel bedienen, welche sie selbst so verteufeln. Da stehe ich drüber und wenn jemand mit der Mistgabel gepikt wird, dann denke ich mir ein „selbst schuld“ und scrolle weiter.

In der Arroganz des Selbstbeswusstseins können wir einfach nicht von uns selbst lassen. Und wenn uns etwas packt, dann müssen wir diesem offensichtlich folgen. Wobei wir jedoch nicht mit den Konsequenzen konfrontiert werden möchten. Viele stellen sich so dar, als seien sie über alles erhaben und ärgern sich dennoch die Plautze über „Dinge“.


Im Zeichen des Feminismus, der Debatte um den Metakonsens und den vielfachen BDSM-Ratgebern scheine ich mit meinem Tun ziemlich alleine da zu stehen. „Metakonsens als Dienstleistung“ stünde absolut konträr zu sexuellen Befreiung der Frau und weil das auch alles nicht SSC sei, dürfe es „sowas“ gar nicht geben. Predatoren wie ich sind von gestern und gehören einfach in die Tonne.

Die Tatsache, dass ich Kundinnen habe, die genau „sowas“ aber wollen, sprechen eine andere Sprache. Denn ist es nicht eine sehr emanzipatorische Entscheidung, wenn eine Frau sich als Feministin beschreibt und in ihrer neuen sexuellen Freiheit genau „sowas“ haben möchte? Und ist es nicht auch grundsätzlich der Befreiung der Frau schädlich, wenn Feministinnen behaupten, dass eine Frau „sowas“ nie wirklich und von sich aus haben dürfe?

Ich werde in 2020 50 Jahre alt und betreibe mein Business auf der Basis einer sehr gefestigten Sexualität. Meine Haltung gegenüber Frauen allgemein ist lustvoll, aber niemals predatorisch. Wer den Dom nicht will, der kriegt diesen auch nicht zu sehen. Ich muss den nicht raushängen lassen und dennoch können meine Subs ein Liedlein über ihn singen. BDSM ist ein fester Bestandteil in meinem Leben und ich lebe diesen, wann wie und wo ich das will, aber immer nur mit dem, der das auch ganz genau so möchte. Sei es als Beziehung oder „nur“ als D/s-Beziehung.

Und dennoch wird mir unterstellt, dass mein BDSM eine grundlegende Haltung gegenüber Frauen darstellt und deswegen gehöre ich auf die Müllkippe.


Werte Femi-Bubble,

werdet bitte mal erwachsen und macht eure vielleicht wirklich sehr schlimmen und negativen Erfahrungen mit Männern nicht zur Grundlage gleich alle Männer hassen zu müssen (wollen). Ich habe auch so meine Erfahrung mit Frauen hinter mir und gebe dennoch jeder neuen Frau eine Chance. Diese „Eine ist wie alle!“ ist mir absolut fremd und ich finde, das ist ziemlich erwachsen.

Mir geht eure grundlegende „Men are Trash“-Kultur auf den Senkel und wenn ihr es nicht schafft eure Emotionen zu versachlichen, dann erübrigt sich auch jedes weitere Gespräch. Wer laut skandierend durch die Gegend läuft, bekommt nur bei denen Gehör, die genau so dumm sind. Wobei dann der Begriff FemNazis irgendwie auch seine Bedeutung findet.

Wäre ich nicht der, der ich nunmal in meiner eigenen persönlichen Arroganz bin, würde ich euch zurufen: „Geht mal was arbeiten, dann habt ihr auch weniger Zeit für dieses Geschwurbel mit welchem ihr mich in einen Topf werft. Ach? Nix gelernt? Aber klar, die anderen sind das ja alles schuld.“

Mache ich aber nicht, denn das gehört sich einfach nicht. Aber ich wollte das einfach mal schreiben. Vielen Dank.