Sexarbeit mit Frauen – Teil Zwei

Hm. Ich glaube, ich würde einfach gerne Erlebtem zuhören und das Gefühl entwickeln dass Frau genauso Kunde sein kann wie Mann. Ansonsten treibt mich die Frage um, wie sich monatelange Vorgespräche für ein Date rentieren können. Ganz banale Wirtschaftlichkeitsgedanken.


Von -> https://wp.me/p7vlE4-1fQ <- kommend.

Männer funktionieren in der Sexarbeit anders. Sie sind heute geil und nicht in 14 Tagen. Jedenfalls ist das meine Erfahrung. Eine Frau jedoch hat sich lange und intensiv Gedanken gemacht und kann in aller Regel deutlich länger auf Sex verzichten oder auch auf eine gewisse Form des Sex (Vanilla vs BDSM). Daher geschehen Dinge hier auch nicht von jetzt auf gleich.

Eine typische Anbahnung in diesem Bereich dauert in aller Regel vier Wochen. Also zwischen dem ersten Kontakt und dem tatsächlichen Date. Ich finde das immer sehr entspannend, da es sich nicht vordergründig um Druckabbau handelt, sondern auch mein Gegenüber sich einbringt und mit mir gemeinsam abwägen will, was Sicherheit im Allgemeinen und Lust im Besonderen angeht. Und sie sind sich immer darüber bewusst, dass meine Dienstleistung zu vergüten ist. Ich musste das bisher nie besonders betonen.

Auf der anderen Seite bleibt es zumeist jedoch dabei, dass ich auch den Frauen das ein oder andere aus der Nase ziehen muss. Denn manchmal ist das Einzige was fest steht der Entschluss Geld für Sex auszugeben und sich für mich entschieden zu haben. Wenn es um die Sache als solches geht, wird es durchaus dünn. Aber das ist nicht so schlimm. Sie nehmen sich Zeit ihre Gedanken mit mir zu ordnen und ich nehme mir die Zeit auf Millionen von Fragen zu antworten. Und diese sind alle im Preis inkludiert.

Es gibt viel zu wenige Frauen als Kunden (generell) auch wenn gefühlt die Zahl steigt. Was auch ein Zeichen des Feminismus sein kann oder sogar ist. Auf der einen Seite haben Frauen in aller Regel keine Schwierigkeit damit einen Sexualpartner zu finden. Warum also Geld ausgeben, wenn es auch ohne Kohle geht? Was macht diesen steinzeitlichen Urzeitpredator, den ich auch noch bezahlen muss, so besonders und unterschiedlich zu all den anderen Doms und „Doms“ im Internet?

Die häufigste Antwort ist, dass es zwar ein vorher, aber kein nachher gibt.

„Keine eMails, die anhänglich wirken. Keine Aufgaben, die mich belasten.“

Geld bringt sie mit mir zusammen und das war es dann auch. Im Idealfall kommt die Kundin wieder, manchmal geht es aber auch nur um das einmalige Erleben. Es muss mir egal sein, auch wenn die Session noch so schön war. Ab und an ist das einfacher, ab und an schwerer. Das geht auch meinen weiblichen Kollegen so.

In der gebuchten Zeit habe ich die ungeteilte Aufmerksamkeit eines Mannes, der mich in seine Welt mitnimmt, mich sicher begleitet und wieder entlässt. Ich habe einen Namen, er ist nicht anonym. Im Zweifel kann ich ihn belangen. Aber vor allem kann ich ihm vertrauen, dass er mit mir nichts tut, was er nicht kann (Bondage zB), nichts tut, was er nicht will (Ficken zB), mich nirgends hin entführt, wo BDSM nicht geht (Swingerclub zB) und er sich einfach so unendlich Zeit für mich nimmt und auf mich und meine Bedürfnisse achtet.

Die meisten Kundinnen wissen durch diesen Blog mehr von mir, als ich von ihnen. Daher fällt es ihnen leichter mir Fragen zu stellen und in diesem Zuge auch Dinge von sich preis zu geben. Und so wird dann am Ende ein Schuh draus. Ich kann aus all der Unterhaltung abschätzen an welchem Ort des Geschehens wir uns einfinden werden und entsprechende Aktionen einpreisen. Ich mache niemals einen Hehl daraus, dass gewisse Wünsche zwar recht hübsch sind, aber real betrachtet fast nie Wirklichkeit werden können (Gangbang zB). Oder das die Frau aus ihrer Wohlfühlzone raus muss, um gewisse Wünsche zu verwirklichen (Fremde Männer im Pornokino zB).

Hetero-Escort im BDSM mit Schwerpunkt D/s (weniger SM!) ist nicht Abend füllend (aka keine Vollzeitbeschäftigung), aber ich mag das sehr. Es ist meine Nische. Und … btw … an dem Date mit einer Rollstuhfahrerin arbeite ich nun mit ihr seit einem Jahr. Erst kamen viele Operationen auf sie zu. In dieser Zeit wollte sie das Geld ansparen, dann kam Corona, weitere Operationen und vielleicht werden zwei Jahre vergangen sein, bis es schnackselt. Aber … es ist mir den Aufwand einfach wert.

Sexarbeit mit Frauen – Teil Eins

Hm. Ich glaube, ich würde einfach gerne Erlebtem zuhören und das Gefühl entwickeln dass Frau genauso Kunde sein kann wie Mann. Ansonsten treibt mich die Frage um, wie sich monatelange Vorgespräche für ein Date rentieren können. Ganz banale Wirtschaftlichkeitsgedanken.


Ich fange einfach mit einem ganz einschneidendem Erlebnis an. Nämlich dem Moment, in welchem ich entschied meinen Penis NICHT und NIE MEHR WIEDER in der Sexarbeit einzusetzen.

Auch wenn es einen gewissen Reiz hat und auch wenn die Dates mit Frauen in der Sexarbeit für einen Hetero-Dominus nicht auf der Straße herum liegen, so war ich auch mal jung und hatte keine Ahnung von nichts. Also dachte ich mir, hey … schon geil, wenn Dir eine Frau für Geld einen Blowjob gibt. Nur, nicht immer kniet eine Frau vor einem, die einem gewissen Beuteschema entspricht. Da ich aber schon immer nichts einwerfen wollte um einen Ständer zu bekommen, musste ich mir einen anderen Blickwinkel angewöhnen. Etwas Schönes im Gegenüber finden und den Rest, sagen wir es mal böse, ausblenden. Was im privaten Leben überhaupt nicht infrage kommt, so dachte ich mir das, muss in der Sexarbeit anders funktionieren. Glücklicherweise war dieses Date jedoch eine wahre Schönheit und ich hatte keine Probleme mit meiner Errektion.

Ich: Hier ein Kondom, zieh es drüber.
Sie: (Fragezeichen im Gesicht)
Ich: Du willst mir doch einen blasen, also mach hinne.
Sie: (nestel)
Ich: (nimmt das Kondom weg), so wird das nix. Hier ein neues.
Sie: (nestelt verbitterter herum)
Ich: Nein! Neu machen.
Sie: (verzweifelt)
Ich: Nein! Nochmal von vorne!
Sie: (weint ein wenig)
Ich: Schluss jetzt! Dann nicht! (zieht die Hose wieder hoch)
Sie: (Völlig verwirrt)
Ich: Mir einen blasen wollen, aber das Gummi soll ich drauf machen?
Sie: Ich habe das noch nie gemacht. (wimmer).

(Es folgten Dinge, die ein Dom ohne Penis machen kann, sehr zum Orgasmus der Kundin ausgerichtet.)

Später meinte sie, dass sie sowas noch nie erlebt hätte. Ein Mann mit einer handfesten Errektion, der ihr einen Blowjob verweigerte. Meine Entscheidung, ihr das nicht zu gestatten, war ein sehr demütigendes Element. Schließlich hat sich jeder Mann von ihr gerne einen blasen lassen. Und in ihrer Königsdisziplin nicht auftreten zu dürfen war ein Stich. Aber unterm Strich empfand sie es als wesentliche und richtige Bestrafung. Aber eben auch verwirrend, weil ein Mann in diesem Augenblick nicht mit der Eichel am Penis dachte, sondern mit dem Hirn im Kopf. Sich selbst dominierte.

Meine persönliche Notiz an mich selber war, dass ich dieses Szenario niemals zu 100% herauf rufen könnte. Nicht das sich selbst dominieren, das ist einfach, sondern ich werde garantiert niemals zu 100% eine Errektion bekommen. Ich merke das auch im privaten Bereich. Ficken ist mir persönlich nicht so wichtig. Ich muss keinen Orgasmus am Ende einer Session mit einer Sub haben. Meine Befriedigung findet auf einer anderen Ebene statt.


Männer funktionieren in der Sexarbeit anders. Sie sind heute geil und nicht in 14 Tagen. Jedenfalls ist das meine Erfahrung. Eine Frau jedoch hat sich lange und intensiv Gedanken gemacht und kann in aller Regel deutlich länger auf Sex verzichten oder auch auf eine gewisse Form des Sex (Vanilla vs BDSM) … Aber damit geht im Teil Zwei weiter -> https://wp.me/p7vlE4-1gd <- (03.08.2020 – 19:00 Uhr)

Darf ich Deine „O“ sein? #TheTrainingOfO

Interessant wären die Sichtweise des Doms wenn sich jemand bewirbt, aber auch, was die angehende O falsch machen kann. Ausser den Satz „Ich tu alles für dich.“


Permalink: https://training-of-o.de/blog/bewerbung-circleoffalbalus/


Es gab ja nun schon immer die Möglichkeit, sich über diese Webseite zu bewerben. Und immer wieder kam da die Frage auf, warum frau sich denn bewerben müsse. Reicht es nicht, wenn man sich einfach irgendwie trifft und so? Warum so einen Budenzauber? Diese Hürde ist doch für viele einfach zu hoch. Nicht jede Frau kann elegant schreiben und sich in epischen Texten einer Art IQ-Test hingeben. Ist denn nicht viel wichtiger, wie das bei einer Tasse Kaffee um die Ecke kommt?


Ja und Nein.
Es existiert ja schon immer meinerseits der Wunsch nach einer Frau, die sich auszudrücken weiß. Ich möchte nicht beliebig sein. Ich suche eben Menschen, die sich selbst kennen und ausdrücken können was sie bewegt. Und weil ich gerne schreibe, weniger sexting betreibe, ist das eine Hürde, die dazu führt, dass sich jemand melden mag, dem Formalien ebenfalls wichtig sind.

Ich möchte nicht jede Frau, die „einfach mal wissen will, wie das denn so ist“. Dafür gibt es den Dominus Köln. Für das vielleicht nur einmalige Erlebnis reicht Sexarbeit völlig aus. Ich arbeite gerne mit Einsteigerinnen im BDSM – sowohl privat als auch beruflich. Nicht, weil sie „formbar“ im meinem Sinne sind. Sondern weil sie neugierig sind auf meine Dominanz. Und zumeist haben diese Frauen meinen Blog durchpflügt und sich so ein gutes Bild von mir machen können. Warum soll ich also die Schwelle runtersetzen, wenn ich schon die Hosen runter gelassen habe?

Das folgende Bild ist ein Ausschnitt aus einer Bewerbung für den #CircleOfFalbalus, welches mir als PDF eingereicht wurde.



Es geht also auch so! Ein insgesamt sehr imponierendes Dokument mit sehr vielen Hinweisen auf die Submissivität der Dame. Da hat sich jemand mit mir aber vor allem mit sich auseinander gesetzt. Und ja, Baby, das ist mein Stil. So darf es bitte sein. Aber … ich schweife ab. Kommen wir zur „O“ zurück.


Darf ich Deine „O“ sein? #TheTrainingOfO

Niemand kann sich als „O“ direkt bei mir bewerben.
Jede auch noch so erfahrene Frau muss sich darüber im Klaren sein, dass keine BDSM-Beziehung direkt mit der „O“ beginnen kann.
Und wenn das Kopfkino noch so sehr in diese Richtung geht, wir kennen uns doch gar nicht. Deswegen können wir auch nicht gleich im Metakonsens verschwinden.

Zumal der Ausdruck „Deine ‚O'“ schon schwierig ist. Die Frage muss „Darf ich Ihre ‚O‘ sein?“ lauten. ich werde gesiezt und setze das ggfs auch durch.
Niemand muss mir zustimmen, dass eine Frau ihren Herrn zu siezen hat. Eine Beziehung zu mir bedingt jedoch, dass ich geziezt werde.
Wem das alleine gedanklich zu schwer ist, den kann ich nicht annehmen.

Ich formuliere es mal wie folgt:


Sehr geehrter Herr Mewes,

mein Name ist […]. Ich bin […] Jahre alt und komme aus […].
Mein Beziehungsstatus ist [ledig/verpartnert] (und mein Partner weiß über mein Ansinnen mich Ihnen zu nähern bescheid.)
Ich habe mich sehr ausgiebig mit meiner eigenen Submissivität beschäftigt, nebenher auch Ihren Blog verfolgt und ich finde, dass es für mich an der Zeit ist eine neue Ebene zu erreichen.
Natürlich bin ich mir bewusst, dass keine Frau im #CircleOfFalbalus als „O“ starten kann, aber ich interessiere mich sehr für ihren Weg und ich möchte Sie höflich bitten, dass Sie mich auf Ihrem Weg begleiten. Es ist mir auch bewusst, dass nicht alle Frauen im #CircleOfFalbalus „O“ sind. Daher sehe ich mich ihren Worten folgend eher als Schwester Ihrer Damen im #CircleOfFalbalus. Denn die „O“ existiert auf einer Ebene neben der Sub im #CircleOfFalbalus oder der Sklavin im #CircleOfFalbalus. Sie ist nicht besser und nicht schlechter.

BDSM spielt in meinem Leben eine [kleine/große] Rolle. (Die Dominanz meines Lebenspartners ist jedoch erreicht. Eine Trennung von meinem Lebenspartner möchte ich jedoch nicht für die fehlenden […]% nicht riskieren. Aber mein Lebenspartner ist einverstanden eine gewisse Form der Fremddominanz in unserer Beziehung zuzulassen. Wie genau, das gilt es noch zu klären. Zum Beispiel Eingriffe in den Alltag.) Ich weiß, dass wenn ich den Weg der „O“ beschreiten mag, den ich als Ihre Sub oder Sklavin anzutreten gedenke, gewisse Forderungen an mich im Raum stehen werden, denen ich mich unbedingt zu beugen habe.

So werde ich fremden Menschen vor- und/oder zugeführt und bin zu sexueller Hingabe an jeden Menschen verpflichtet, den Sie für mich bestimmen.
Ebenso habe ich einen Bekleidungskodex (3H) zu erfüllen.

Mir ist nach einer langen Reise mit Ihnen, die mich aus dem SSC heraus nach RISK und schließlich in den Metakonsens führen soll.
Mein Kopfkino ist ausreichend gefüllt und ich vertraue Ihnen, dass Sie mich behutsam an mein Ziel führen werden eine „O“ zu werden.
Mir ist aber auch bewusst, dass ich an meinem Ziel scheitern kann. Ihre Offenheit und Transparenz mir gegenüber werden mir dabei helfen, für mich richtige Entscheidungen zu treffen.

Liebe Grüße

[Realname/Spielname]


Wenn es denn einen „Goldenen Schnitt“ geben würde, dann würde so eine Offerte sicherlich eine unbedingte Antwort von mir herauf beschwören. Alles weitere dann im Kaffeedate.

Ich suche jemanden, der mit sich und seinem Umfeld im Reinen ist. Die sich ihrer selbst bewusst ist und vorab in ihrem Umfeld alle Klarheiten beseitigt hat.

Was ich nicht brauche:

Nachrichten von Männern, die ihre Frauen „abrichten“ lassen wollen. -> Reject!
Nachrichten von Männern, die ihre Frau in ihrem Beisein zur „O“ ausbilden lassen möchten -> Sexarbeit

Ich lehne grundlegend alle Anfragen von Männern ab, welche fühlbar über den Kopf ihrer Partnerinnen entscheiden wollen oder meine Dominanz in Frage stellen.

Regeln? Klar, aber bitte nur die, die ich möchte.

Der submissive Partner gibt den Rahmen vor, in welchem sich der dominante Partner frei bewegen kann. Mit der Zeit wird der dominante Partner Angebote machen, den gemeinsamen Tanzplatz zu vergrößern. Mit wachsendem Vertrauen zueinander, wird das immer einfacher und offener, bis eventuell nicht mehr groß kommuniziert werden muss. Wenn dem so ist, dann ist man eingespielt und zufrieden.


Ich denke, dass kann ich nach wie vor so stehen lassen. Für mich. Und vielleicht simmen andere dem auch zu.

Allerdings bekomme ich auch mit, dass viele Menschen, die gerne „Sub“ sein wollen, mit so Regeln ihre Probleme haben. Der Dom wünscht sich lange Haare? Die Sub will das nicht. Der Dom wünscht sich blank rasierte Scham? Die Sub möchte das nicht. Und höre ich hinter diese Dinge, dann kommt es vielfach daher, dass Sub solche Dinge für einen Vorgänger gemacht hat, diese Beziehung ging schief und deswegen will sie das jetzt nicht mehr.

Ladies, was fällt euch eigentlich ein? Wie kommt ihr nur auf die glorreiche Idee einen Dom, den ihr als solchen angenommen habt, für die Fehler des Vorgängers zu bestrafen? Wollt ihr überhaupt noch Sub sein? Was hat der jetzige euch getan? Werdet bitte erwachsen und trennt die Vergangenheit von der Gegenwart, weil ihr ansonsten keine Zukunft bekommt. Weil dann der jetzige Dom irgendwann angenervt aufgibt, und zack, wieder ein Schuldiger mehr auf der Liste.

Ja, das mag sich schlimm anhören. Und ja, dieser alte, weiße Hetero-CIS-Dom spuckt euch das jetzt einfach mal vor die Füße. So denke ich, dass ich, der es ernst meint, eine andere Form von Submissivität erwarten kann. Immerhin rede ich in diesem Beispiel nicht von Gangbangs mit Fremden auf öffentlichen Parkplätzen oder einer gepflegten Scat-Orgie.

Denn so wie ihr Wünsche an uns richtet, Dinge, die wir mit euch angehen sollen, so haben wir auch Wünsche, die wir mit euch angehen wollen. Wenn wir also dauernd mit der Nase auf irgendwelche Tretminen gestoßen werden, weil der Vorgänger dies und jenes und das und solches gemacht hat, was passiert dann mit der Libido? Richtig, sie wird sich verfrustigen. Und am Ende sind wir das dann auch schuld.

Natürlich ist es richtig, dass die Vergangenheit prägend für die Zukunft ist. Das gilt ja auch für mich. Nur würde ich niemals auf die Idee kommen eine aktuelle Sub für Mißverständnisse mit einer ehemaligen Sub verantwortlich zu machen. Für manche Sub scheint das jedoch kein Konzept zu sein. Oder ist das so ein Frauending? Ich habe keine Ahnung und es ist mir auch herzlich egal. Es ist einfach Mist.

Das Gelingen gesunder D/s-Beziehungen liegt in der Selbstbestimmtheit der beteiligten Personen und dem rechtzeitigen Reißen der Leine, wenn was aus dem Ruder läuft. Ich bin mir bewusst, dass das für submissive Menschen immer ein Probem sein wird, sich zu erheben und deutliche Worte an den Dom zu richten. Schließlich hat sich Sub ja dazu bereit erklärt zu gehorchen. Wie kommt sie dann auch nur auf die Idee den Dom anzuzweifeln? Ganz einfach: Zunächst ist sie ein Mensch mit unveräußerlichen Menschenrechten, danach eine Frau, welche in der Emanzipation (hoffentlich) daheim ist und erst danach ein submissives Fickstück.

In der moralischen Rechtsetzung entscheidet die Frau, dass sie Sub sein will und gibt damit ein paar wenige mit dem Dom besprochene Menschenrechte auf. Kleiderordnungen, Halsband tragen, Frisuren, HighHeels, D/s … und weiß Gott noch was. Viele Dinge ergeben sich in der Kommunikation gleich zu Beginn der Annäherung. Und genau da muss Frau auch aussortieren und nicht im laufenen Marathon.

Persönlich kann ich Schmerzen als DWT/CrossDresser nicht sexualisieren. Aber ich bin glücklich, wenn ich in das glückliche Gesicht eines Menschen sehen kann, der mich gerade grün geschlagen hat. Allerdings kenne ich hier auch meine Grenzen und mache diese immer vorab deutlich und lege fest, wie ich leise ein dezentes Stopp oder Pause einlege. So fasse ich meinen Partner am Hand- oder Fußgelenk, auch wenn es sich um eine Unberührbare handelt. Oder ich klopfe drei mal mit der flachen Hand wo drauf oder spucke am Gagball vorbei auf den Fußboden. Oder was auch immer vereinbart ist.

Nur würde ich mich einem neuen Menschen, der mich schlagen will, immer ohne jedweden Vorbehalt nähern, nur weil der alte Idiot kein Zielwasser hatte und mir ständig ohne nähere Ansage zwischen die Beine schlug. Und das ist eine Entscheidung, die ich immer wieder treffe.

Man mag mir nachsagen, dass ich ja nicht wirklich tiefer gehende D/s-Beziehung lebe, weil meine Subs über die Republik verstreut sind und wir nicht wirklich Alltag zusammen haben. Glaubt mir, dass würden viele Subs auch gar nicht wollen. Eine Woche TPE oder zumindest EPE wäre schon ziemlich geil für mich. Aber dafür sind meine Subs nicht gebaut. Für die Dame, die in 2020 als „O“ beginnen wird, könnte ich mir das durchaus vorstellen, wenn da nicht ihr Arbeitsplatz, die minderjährige Tochter und andere Verpflichtungen wären. Für andere wäre es die Hölle, weil sie das Halsband brauchen, um sich „Sub“ zu fühlen, aber auch Halsband freie Zeiten benötigen, um „nur“ Partnerin sein zu können. Und wieder andere würde ich mit dem, was ich im TPE verlangen würde, völlig dem aussetzen, was andere vor mir falsch gemacht haben. Und damit wäre ich dann wieder Schuld, obwohl ich es nicht bin.

Also TPE gibt es nur noch gegen Aufpreis 😉

Mein Fazit: Es ist richtig, dass man vorsichtig im BDSM ist. Und man muss nicht jedem Menschen gleich die volle Zuständigkeit über alles geben. Nur, wenn man sagt, dass man „alles machen will“, dann sind Worte wie „außer High Heels, außer Rasieren, außer lange Haare, außer …“ völlig fehl am Platz und ich werde mir sehr gut überlegen, ob ich diese Kommunikation von meiner Seite aus korrigieren mag oder nicht.

Wer wie ein erwachsener Mensch behandelt werden mag, der möge sich bitte auch entsprechend verhalten.

Aus dem Netz gefischt: Der Sex im Chat.

Heute lernen wir mal wie der Chat SEX aus Sicht einer Frau aussieht:
Etwas lang, aber lohnt sich
Kopfkino


Erste Message verlief folgendermaßen:

ER: „Lust?“ ( fand ich besonders einfallsreich!)
ICH: „Jo! Wenn’s denn sein muss…“
ER: „Hast du wirklich Lust?“
ICH: „Soll ich ehrlich sein?“
ER: „Ja!“
ICH: „Ähm… nö!“
ER: „Bitch ! Du frigide Zickde ! Du lesbische Kahba ! “

Da wurde gleich klar, das Ehrlichkeit bei Studien nur schadet!
Also nahm ich mir vor, das nächste Mal das Blaue vom Himmel zu lügen, zu Studienzwecken versteht sich!!


Zweite message, fünf Minuten später, andere Versuchsperson,
laut Profil ein gutaussehender, reicher, sehr gut bestückter Manager:

ER: „Na ?“
ICH: „Nu !“
ER: „Na, du bist ja lustig !“
ICH: „Bin immer lustig. Kennt man sich ? “
ER: „Nööö, aber hast du Lust?“ (!)
ICH: „Worauf ?“
ER: „Ich würde dich jetzt gerne glücklich machen !“
ICH: „Toll !! Gib mir eine Kontovollmacht!!“
ER: „Das meinte ich nicht !“
ICH: „Nein ? Was dann ?“
ER: „Ich dachte da mehr an Chat SEX !“
ICH: „Ahso !“
ER: „Und ?“
ICH: „Auja, bin dabei !“
ER: „Geil ! Zieh dich aus !“
ICH: „Jetzt ? Sofort ?“
ER: „Ja ! Ich bin auch schon nackt !!!“
ICH: „Moment !“

Dann machte ich mir erst mal gemütlich einen Kaffee, rauchte erst mal eine… es sollte ja so aussehen, als würde ich mich tatsächlich ausziehen…

Nach 10 Minuten ging das texten weiter:

ICH: „Da bin ich wieder !“
ER: „Das hat aber gedauert, was hast du an??“
ICH: „Ja nu ! Nichts, bin nackisch !!!“
ER: „Hach, das macht mich geil ! Ich hab IHN schon in der Hand !!!“
ICH: „Boah! Und was muss ich jetzt machen ?“
ER: „aaaaaahhhhhh, ich bin soweit, ich komme, ja ! Jetzt!“
ICH: „Moment! Du hast mir noch nicht gesagt was ich…“

Da war er auch schon aus meiner facebook Freundeliste verschwunden, ich nahm mir vor, mich das nächste Mal nicht mehr so lange auszuziehen.


Nach diesem texten war ich etwas frustriert, darum verlief das darauffolgende auch nicht so gut:

ER: „Ich will dich poppen !!!“
ICH: „Ich auch !!!“‚
ER. „Ich bin schon ganz heiß !!!“
ICH: „Ich auch !!!“
ER: „Leck mich !“
ICH: „Du mich auch !!“

Ich hatte das „Leck mich !“ wahrscheinlich falsch verstanden weil dieser danach auch aus meiner facebook Freundeliste verschwand.


Danach rauchte ich erst mal eine, ließ mir von Profis Tips geben wie ein solches Gespräch zu führen ist und startete einen neuen Versuch:

ER: „Hallo“
ICH: „Auch hallo!“
ER: „Wie geht es dir?“
ICH: „Danke! Und selbst?“
ER: „Danke, auch gut… darf ich dich was fragen?“
ICH: „Klar!“
ER: „Würde gerne ein heißes Gespräch mit dir führen, was hältst du davon?“
ICH: „Gerne!“
ER: „Gut, erzähl mir was du an hast!“
ICH: „Seidenstrümpfe, Korsett!“
ER: „Oh! Das macht mich jetzt an! Leg dich hin!“
ICH „Dann komm ich aber nicht mehr an die Tastatur ran!“
ER: „<< dich langsam auf Boden gleiten lässt..
ICH: „sdkjrögthj“
ER: „Was hast du?“
ICH: „Ich komme nicht mehr so gut an die Tastatur ran!“
ER: „Du sollst es dir auch nur vorstellen!!“
ICH: „Achso, ‚tschuldige!“
ER: „<< nimmt dich sanft in den Arm, küsst deinen Hals…
ICH: „edjhudi“
ER: „Was ist denn jetzt schon wieder?“
ICH: „Nun ja, hab mir vorgestellt wie du mich in den Arm nimmst und mich küsst, wenn du mich umarmst komm ich ja nicht an die Tastatur ran!“
ER: „Du sollst dir das vorstellen, als wären wir zusammen in einen Raum, ich bin bei dir, verstehst du?“
ICH: „Ja klar, habs jetzt verstanden!“
ER: „<< legt dich sanft auf das Bett, zieht dir langsam deine Bluse aus..
ICH: „Ich habe aber Korsett an!!“
ER: „<< legt dich sanft auf das Bett, zieht dir langsam das Korsett aus..
ICH: „Das kann man nicht so leicht ausziehen, das muss man aufbinden!“
ER: „<< bindet langsam das Korsett auf…
ICH: „<< still hält!“
ER: „Korsett auf Boden gleiten lässt..
ICH: „Ist eigentlich das Licht im Zimmer an?“
ER: „Wieso?“
ICH: „Mag es nicht so im hellen!“
ER: „<< schnell an die Tür geht und Lichtschalter drück!“
ICH: „Wo bist du denn?
ER: „Hier nahe bei dir!“
ICH: „Kann dich nich sehen, ist so dunkel!“
ER: „Willst du nun Licht an oder aus?“
ICH: „Na gut, lassen wir Licht aus…“
ER: „<< nimmt dich wieder in den Arm, streichelt dich, küsst deine Schulter… woran denkst du gerade?“
ICH: „Hm, muss morgen noch Zahnarzttermin für die Kinder verschieben…
ICH: „Hallo…?“
ICH: „Noch da…?“

Danach rauchte ich noch eine Zigarette

Erkenntnis : Chat SEX ist echt anstrengend…


Ohne Rechtschreibprüfung veröffentlicht <3