Aufruf zu einer #Blogparade – Thema: #DreiWortStory

Manche Menschen fragen ja immer mal so in die Runde, über was sie denn so bloggen sollen. Und vielleicht heben wir das einfach mal auf eine andere Stufe?


Die Regeln:

a) Schreibt mir per Kommentar unter diesen Artikel, als DM auf Twitter drei Worte.
b) Diese Worte müssen keinen sinnhaftigen Zusammenhang ergeben.
c) Diese Worte müssen keinerlei Erotik in sich tragen.
d) Schreibt bitte Euren Twitternamen (also das mit dem @ wie zB @EmEmBDSM und nicht den Anzeigenamen (wäre bei mir Darth @Falbalus) oder den Link zu eurem Facebook-Profil oder sowas dazu.

Mein Versprechen:

a) Innerhalb des kommenden Monats (Oktober 2020) wird die #DreiWortStory veröffentlicht.
b) Diese Geschichte wird alle Deine Worte beinhalten (und zwar exakt genau diese und nicht die Mehrzahl oder Umschreibung), wenn auch nicht in der Reihenfolge, wie Du sie geschrieben hast.
c) Diese Geschichte wird eine (vielleicht sehr) erotische sein, die ihre Heimat nicht zwangsläufig nur im #BDSM haben wird. Es kann auch #Sexarbeit oder #Hotwifing werden. Was mir halt so passend dazu einfällt.
d) Ich werde jeden Einsender vorab über das Erscheinungsdatum per eMail informieren, aber … es wird nicht geleakt, weil die Geschichte ist eine Überraschung.

Das gilt erstmal für mich.


Und nun zu den Mitmenschen in der #Blogparade.

a) Ich habe bereits einige Mitmenschen angeschrieben, aber um das ganz noch ein wenig größer zu machen: Wer mitmachen will, der schreibt mir bitte eine DM auf Twitter.

b) Alle veröffentlichen zeitgleich die entsprechenden Beiträge mit den gleichen drei Worten und verlinken dann bitte auch die anderen Beiträge. Ja, WordPress hat eine Vorschau auf die URL und es ist möglich Artikel automatisch zeitversetzt in die Welt zu werfen. Unter allen Mitmenschen erstelle ich auf Twitter eine DM-Gruppe.

c) Mitmenschen, die kein WordPress haben oder gar keinen Blog ihr eigen nennen, können dann bei mir als Gast schreiben. Dafür würde ich entsprechende Gastzugänge bei mir einrichten.

d) Das wird sicher ein Spaß 🙂


Einsendeschluss für die Worte ist der 20.09.2020. Alle Autoren bitte bis zum 13.09.2020 bei mir melden. Wir werden den September benötigen um uns zusammen zu finden, damit jeder weiß wie das formale Drumherum sein muss, damit wir uns gegenseitig Reichweite schenken können. Jeder wird maximal vier bis fünf Beiträge im Oktober dann vor sich haben.

Pantoffeln//MilchSchnitte//Porno #DreiWortStory – @mariannsdotter

„Nichts ist so schwer, wie der Anfang!“, seufzte sie in sich hinein. Vor einem leeren Blatt Papier kauernd träumte sie sich Worte herbei, um die Leere zu füllen. Aber die Worte wollten heute einfach nicht so herbeifliegen, wie sie es sonst gewohnt war. Alles hatte sich auf eine Art verändert und jeder Anfang kam zu einem schnellen Ende. Nichts war schlüssig. Keine Idee ausgereift genug. Und das ausgerechnet heute. Einen Tag vor Redaktionsschluss.

Mit ihren Füßen spielte sie nervös an einem Pantoffel herum. Üblicherweise trug sie die nur, wenn sie krank war. Jogginghose, ungekämmt, nicht mal geduscht. Sie hielt ihre Nase an ihre Achsel und rümpfte diese. „Das muss wohl das Ende sein!“, hörte sie sich denken und stand vom Tisch auf und lief durch die Wohnung. Unter ihren Füßen spürte sie den Dreck. Er kam ihr heute mehr dreckig vor. Natürlich war ihr bewusst, dass sie nie gegen den Umweltmist anputzen wird können. Einmal das Fenster aufgemacht und die frische Luft brachte gleich neues Wegmachmaterial mit. Frühling, Pollen, Insekten. „Bäh!“.

Worüber sollte sie schreiben? Was war heute ihr Thema? Welche Gedanken sollten ihre Kolumne schmücken mit welcher sie ihre Leserschaft jede Woche so lustvoll animierte? 1000 Worte mussten her, aber ihr Kopf war so leer wie das Blatt Papier, welches auf dem Tisch lag. „Wahrscheinlich war es ein Fehler im Rausch der Gedanken einfach mal die Kolumne für vier Wochen vorgeschrieben zu haben?“. Doch ihre Katze antwortete nicht. Sie schaute sie nur teilnahmslos an, gähnte, streckte sich und zeigte ihr die kalte Schulter. „Tolle Hilfe!“. Doch es kam keine Antwort.

Ob wirklich alle Geschichten schon erzählt waren? Ob sie einfach eine alte Geschichte mal neu begutachten sollte? Schließlich ändert sich doch mit der Anzahl an Tagen seit Geburt auch gewiss die Einstellung zu dem ein oder anderen? Ihre ruhende Katzenherrin betrachtend lies sie alle Dinge rund um „D/s“, „BDSM“, „Casual D/s“, „EPE“, „TPE“, „LDR“ aufflackern. Hatte sie neulich nicht was auf „tumblr“ gelesen? Von weiteren Schubladisierungen? Sie setzte sich wieder an den Tisch. Eventuell würde ihr eine einfache Übersetzungsarbeit helfen.

As a submissive, I’m often asked what type of submissive I am.  There was a time when this question really gave me fits. For the most part, I abhor labels. I find them too restricting, and I tend not to like being stuffed into a box, confined by the label attached to it.

And yet, I’ve acknowledged before, and shall again, that labels can be useful at times. Since so many others tend to use labels to refer to specific traits, it’s good to know, at least generally, what they mean.

With that long preface, I’m going to address labels used to identify different types of submissives.

Als Submissive werde ich häufig gefragt, welche Art von Submissiver ich sei. Es gab eine Zeit, in der diese Frage mir wirklich Antworten gab. Zum größten Teil verabscheue ich Etiketten. Ich finde sie zu einschränkend und ich mag es nicht, in eine Schachtel gestopft zu werden, begrenzt durch das daran angebrachte Etikett.
Und doch habe ich bereits früher anerkannt und werde es auch wieder tun, dass Etiketten manchmal nützlich sein können. Da so viele andere dazu neigen, Etiketten zu verwenden, um sich auf bestimmte Merkmale zu beziehen, ist es gut, zumindest allgemein zu wissen, was sie bedeuten.
Mit diesem langen Vorwort werde ich mich mit Etiketten befassen, mit denen verschiedene Arten von Unterwürfigen identifiziert werden.

„Boah, das ist sperrig!“

Aber sei es drum. Der Text erschien ihr gerade recht. Sie blickte zur immer noch ruhenden Katze um ein Einverständnis zu erzwingen. Keine Antwort. „Nun gut, dann mal frisch ans Werk.“. Aber vorher noch ein wenig Nahrung. Ihr Blick in den vollen Kühlschrank machte sie ratlos. So viele Dinge und nur so wenig Schnöckis dabei. Mit beherztem Griff zog sie eine Milchschnitte hervor, während sie fast gleichzeitig auf den Knopf des elektrischen Koffeinspenders drückte. „Das letzte seiner Art!“, dachte sie ehrfurchtsvoll und entwickelte das Stück Kalorien-Ohne-Vitamine-Snack und begann mit ihrer Zunge die Milichcreme zu erkunden. „Du musst sie in Ehren halten und darfst nichts verschwenden!“. Sie hielt inne. Und ein Lächeln machte sich breit. Ob andere Frauen auch auf den lüsternen Gedanken kämen, bei Erlecken der Michcreme an eine Vulva zu denken? Die man herrlich bei einem Dreier lecken kann, während man selbst von hinten gestoßen wird? Oder man selbst geleckt wird, während man den Schwanz des Mannes der Besten Freundin blies?

Sie kauerte sich auf den Fußboden und leckte an der Süßigkeit. Irgendwie war das schon ein wenig merkwürdig. Das Zarte in der Mitte und das Rauhe an ihrem Zungenrand erinnerten sie durchaus an das ein oder andere, was in ihrem Leben so geschehen ist. Ob andere auch so von Kanll auf Fall diese „Dinge“ in den Kopf nehmen um die verwaiste Libido zu füttern? Wenigstens ein wenig? So vorne an? Schließlich schreibt sie von solchen Momenten in ihrer Kolumne. Wie lustvoll der Alltag sein kann, wenn frau es nur zuläßt. Jeder Moment kann zu einem lustvollen Moment werden. Wenn frau sich frei macht. Dabei müssen nicht gleich Sturzbäche zwischen den Beinen entstehen. Es ging ihr immer „nur“ um lustvolle Gedanken „zulassen“, auf dass der Alltag nicht alles platt mache.

An ihrem Tisch wieder angekommen, betrachtete sie ihre Katze. In sich ruhend. Nur leise bewegte sich der Körper. Ein sicherer Hinweis darauf, dass sie noch lebte, weil sie atmete. Ansonsten war nur Stille vorhanden. Und sie machte sich an den nächsten Absatz.

24/7 Submissive

A submissive who lives the life 24 hours a day, 7 days a week, is based on total power exchange. This is when one person surrenders total control to another for an indefinite period of time. In a relationship like this the power exchange is super-imposed over the other roles that these people may assume; such as parent or spouse. One person is always dominant and the other is always submissive to them. Sometimes also referred to as Lifestyle D/s. Due to the confusion created by the name 24/7 and the application of this principle to dynamics in which the participants don’t live together, and may not even live in the same city or country, other names have been suggested as alternatives – Full Spectrum Submissive being the most recent.

Ein(e) Devote(r), der das Leben 24 Stunden am Tag lebt. 7 Tage die Woche, basiert auf dem gesamten Stromaustausch.

Sie lachte auf. „Stromaustausch“. Der Google Translator verschlug ihr immer wieder aufs neue die Sprache. Auf der anderen Seite frug sie sich, wie TPE am sinnvollsten ins Deutsche zu transferieren sei. „Totaler Macht Austausch“. Mit einem Knurren änderte sie den Text und beließ es bei der englischen Bezeichnung. Deutsche Sprache war manchmal einfach viel zu sperrig und muss sich in den Ohren anderer irgendwie wie Klingonisch anhören: wabmeyvetlh chenmoH tam! Okay … von vorne.

Ein(e) Devote(r), der das Leben 24 Stunden am Tag lebt. 7 Tage die Woche, basierend auf dem gesamten Machtaustausch. Dies ist der Fall, wenn eine Person auf unbestimmte Zeit die vollständige Kontrolle an eine andere Person abgibt. In einer solchen Beziehung wird der Machtaustausch über die anderen Rollen gelegt, die diese Menschen übernehmen können. Zum Beispiel „Eltern“ oder „Ehepartner“.

Den Begriff „Eltern“ würde sie weglassen. Seit wann spielt man mit seinen Eltern oder Kindern. Auch wenn (kleine) Kinder irgendwie ja schon unter der totalen Kontrolle von Eltern stehen, so lässt diese nach, je größer die Kinder werden. Aber „Ehepartner“ hätte in der Übersetzung Konstanz. Sie kannte einige TPE-Beziehungen, in welcher die Menschen vor dem Gesetz gleichberechtigt verheiratet waren, aber in der Subschicht TPE galt.

Eine Person ist immer dominant und die andere ist ihnen immer unterwürfig. Manchmal auch als „Lifestyle D/s“ bezeichnet.

Sie musste sich erinnern, dass sie die Überschriften am besten nicht übersetzte. Viele Begriffe sind im Deutschen angekommen „as is“. Das sollte auch gut so bleiben.

Aufgrund der Verwirrung, die durch den Begriff „24/7“ entsteht, und der Anwendung dieses Prinzips auf Dynamiken, in denen die Teilnehmer nicht zusammenleben und möglicherweise nicht einmal in derselben Stadt oder demselben Land leben, schlage ich andere Namen als Alternative vor. „Full Spectrum Submissive“ ist die neueste.

TPE scheint also dieser Definition nach nur dann zu sein, wenn die Beteiligten tatsächlich zusammen wohnen. Ja, dies dachte sie auch schon immer. Guter Punkt.

Mittlerweile war sie bei 1357 Worten angekommen. Und würde sie nun weiter schreiben, dann würde es zuviel werden. Vielleicht könnte sie ja vorschlagen einen eigenen Artikel jenseits der Kolumne draus zu machen? Sie legte den Stift beiseite und begann ihre unleserlichen Worte in den PC einzutippen. TPE. Hmmm. Nein … das ist sie nicht. Sie würde sich sicherlich nicht ihr gesamtes Leben vorschreiben lassen. Obwohl vieles in ihrem Leben daran erinnerte. Immer dann, wenn sie ein wenig unbeholfen war und ihre Gedanken sortieren musste, war da ihr Göttergatte, der Entscheidungen für sie traf. Sie waren sinnvoll und auf den Punkt. Aber nein, das war kein TPE. Dafür war er auch nicht gemacht. Sie hatten darüber mal gesprochen, aber nur theoretisch. Er meinte, dass er dafür viel zu faul sei. Und er würde aus ihr soundso nur das hervorholen, was eh in ihr sei. Er würde dies nur für sie formulieren.

Sie wedelte den Gedanken zur Seite. Auf der einen Seite würde sie es gerne mal ausprobieren. Wie das so sei, sich ihm vollends hinzugeben. Also in allem. Auf der anderen Seite wüsste sie, dass sie beide das nicht lange durchhalten würden. Auf BDSM-Play-Partys die gehorchende Sklavin zu sein ist das eine. Aber zuhause galten andere und gemeinsam festgelegte Regeln. Sie vertraute ihm sehr. Sie würde sicherlich die eine oder andere Grenze für ihn übersteigen. Sie hatten sich auf EPE geeinigt. Das gefiel ihr sehr. Nicht zu entscheiden, was, wann, wo und vor allem auch mit wem Sex zu haben. Das war es, was sie beide verband. Ihr Sexleben war ein Porno.

#DreiWortStory … und es geht weiter …

Liebe Freundinnen und Freunde schlechter Literatur …

neben dem Projekt #EinLiedFürDich und dem upcoming #BDSMdepressed möchte ich wieder eine neue Runde der völlig unterschätzten #DreiWortStory einläuten.


Die Regeln:

a) Sendet mir per eMail an -> er@ttoo.blog <- drei Worte.
b) Diese Worte müssen keinen sinnhaftigen Zusammenhang ergeben.
c) Diese Worte müssen keinerlei Erotik in sich tragen.
d) Schreibt bitte Euren Twitternamen (also das mit dem @ wie zB @EmEmBDSM und nicht den Anzeigenamen (wäre bei mir Darth @Falbalus) oder den Link zu eurem Facebook-Profil oder sowas dazu.

Mein Versprechen:

a) Innerhalb des kommenden Monats (Juni 2019) wird die #DreiWortStory veröffentlicht.
b) Diese Geschichte wird alle Deine Worte beinhalten (und zwar exakt genau diese und nicht die Mehrzahl oder Umschreibung), wenn auch nicht in der Reihenfolge, wie Du sie geschrieben hast.
c) Diese Geschichte wird eine (vielleicht sehr) erotische sein, die ihre Heimat nicht zwangsläufig nur im #BDSM haben wird. Es kann auch #Sexarbeit oder #Hotwifing werden. Was mir halt so passend dazu einfällt.
d) Ich werde jeden Einsender vorab über das Erscheinungsdatum per eMail informieren, aber … es wird nicht geleakt, weil die Geschichte ist eine Überraschung.

Was noch:

a) Die Geschichte wird nur auf diesem Blog veröffentlicht werden. Dein Accountname und die drei Worte werden als Urheber veröffentlicht. Wenn Du das nicht möchtest, dann werde ich das ignorieren, weil das ist der Deal dabei <3
b) Du kannst mit der Geschichte machen, was Du möchtest, außer sie zu Geld machen. Wenn Du das tust, dann nehme bitte vorher Kontakt zu mir auf um eine rechtliche Freigabe zu erwirken.

Also dann 🙂

 

@Monas_ecke -> Labyrinth, Jagd, Verhör #DreiWortStory

Letzter Tag der Woche … Freitag Abend … Und nüscht zu tun.

Was macht eine Frau dann eigentlich, wenn sich ihre Gedanken im Labyrinth des eigenen Hirnes in ewig langen Windungen mit einem deutlichen Ziel vor Augen, dem aber nicht erreichbaren, durch fremde Hand, Mund, Penis zugeführtem Orgasmus bewegen?

RischTisch … sie begibt sich ins Internet. So werde ich das auch diesen Abend machen.

Natürlich könnte ich meinen Mann von vorgestern Nacht „einbestellen“. Aber ich will nicht. Noch nicht. Ein bisschen unsichtbar sein erzeugt auf der anderen Seite möglicherweise den korrekten Grad an Samenstau 😉 (Auch wenn mir völlig klar ist, dass das biologischer Quark ist!)

Nennen wir es einfach passive Suche mittels Durchkämmen diverser Anfragen in verschiedenen Vögelportalen. Und ich empfinde das nicht immer als lustig. Ich erstelle einen Text über den ich mir tagelang Gedanken gemacht habe, ausgefeilt, persönlich, ausführlich und niemand liest ihn. Wie kann es sonst geschehen, dass da eindeutig steht, dass ich Bondage nicht will, aber mir jeder daher kommende Mann mit mir genau das machen will?

Und wenn Du dann hingehst und in Deinen Profiltext reinschreibst, dass er länger als 120 Zeichen lang ist … ach. Männer, die nicht lesen können (und/oder wollen) werden halt nicht bedient. Und am Ende bleiben dann wenige übrig. Das sind zwar auch nicht immer die Perlen ausgefeilter Wortkunst, aber immerhin. Und dann erlebst Du noch, dass das Anschreiben so ausgefeilt ist, dass es möglichst viele Bereiche abdeckt, welche in einem möglichen Profiltext vorkommen könnten > /dev/nul

Und dann begreife ich, was mir mal jemand gesagt hat:

„Eckart von Hirschhausen meinte mal, dass Frauen nach dem Besten suchen, Männer jedoch nach der Nächstbesten.“

Und von daher verstehe ich, dass Männer sich wohl in ihrer Sehnsucht (oder Gier?) nach dem nächsten Finish, einfach planlos verhalten und sich mit dem gleichen Text an 100e von Frauen wenden, um auch nur bei einer den gewünschten Erfolg zu haben. Und wir Weiber könnten viel mehr Sex haben, vielleicht auch sogar guten, wenn wir bei unserer passiven Jagd nicht immer so wählerisch wären. Nur habe ich einfach keinen Bock mich an die Männer anpassen zu wollen.

Nicht jeder Spruch kommt bei mir an. Nicht jede sexuelle Phantasie erregt mich. Meine Brüste sind zu klein, mein Arsch viel zu groß und meine Muschi ist vielleicht nicht haarig genug. Es gibt so viele Unwägbarkeiten, aber die Online-Dating-Welt leidet ganz erstaunlich unter dem „Tinder“-Syndrom. Fresse gefällt mir nicht, will ich nicht. Obwohl … in der Kneipe um die Ecke wähle ich doch auch erstmal nach dem Äußeren aus, oder?

Und dann gibt es Profile ohne Bild mit zu kurzem oder gar keinem Text. Interessant sind dann auch die Männer, die eine Ehefrau suchen, obgleich ich nur an dessen Ständerfertigkeiten Interesse habe. Wie verzweifelt müssen Menschen sein, dass sie auf einer Kopulationswebseite den Partner fürs Leben finden wollen? Auf der anderen Seite denke ich mir, dass es doch toll ist, wenn man bereits vor der Hochzeit ganz genau weiß, ob der Mann mich gerne anpissen mag oder nicht? Oder?

Mein Ex-Mann hat mir aber auch erläutert, dass Frauen ab und an ebenso vorgehen und auf diese Weise eher Mitleidssex erhalten (Immerhin, die haben Sex!). Ach, Kuckuck, verdammich. Es ist echt nicht einfacher geworden. Und wenn es dann mal passt, dann liegen zwischen meinem Loch und ihrer Befüllung 100e von Kilometern, weil niemand gleich zu Beginn an sagt, dass er aus Hintertupfingen kommt.

Aber auf der anderen Seite ist so ein Verhör (a ka „Kennenlernen“, also ich erzähle alles von mir und erfahre kaum etwas von ihm) auch eine feine Sache. Denn wenn Männer denken, dass ich mir nicht in den Schritt fasse, wenn die „nett“ fragen können und sehr gerne nackt mit ihnen telefoniere, lange bevor ein erstes Selfie daher kommt.

Sie verstehen? … ich bin dann mal unterwegs 😉


Kontext:
https://training-of-o.de/blog/2018/11/22/crimson_silk-keller-holz-lichtschein-dreiwortstory/


Die #DreiWortStory ist eine Nutzer gesteuerte Angelegenheit.
Immer wieder mal frage ich meine Verfolger nach drei Worten aus denen ich dann eine , hoffentlich, erotische Geschichte forme. Alle Worte müssen, wenn auch nicht in der gegebenen Reihenfolge, in der Geschichte vorkommen und sie müssen sinnvoll eingesetzt werden.

Die Herausforderung für mich ist, dass ich mich gedanklich flexibel einfach auf die merkwürdigsten Konstrukte einlasse. Also quasi mehr improvisiere und doch versuche tiefgründig zu bleiben.

@Crimson_Silk -> Keller, Holz, Lichtschein #DreiWortStory

Da war also nun der Mann da. Also gestern. Der, der die Papaya bekommen hatte. Sie erinnern sich? Wenn man sich dominante Männer also zu eigenem Zwecke nützlich machen möchte, dann dürfen diese das natürlich nicht merken. Geht es also um einen Aufriss, macht frau sich halt klein und schüchtern. Das ist aber nur eine Denkweise von vielen.

Läutet da bei Ihnen was zum Thema „Erlebnissexualität“?

Aber ich will mich zu diesem Punkt gar nicht so genau auslassen. Am Ende ist es auch völlig Wurst, wie eine Frau zu dem Sex kommt, welchen sie sich im Keller vor einem Computer kniend so ausdenkt. Und ich möchte auch nicht auf die Inhalte der nächstletztvernächtlichten Kopulationsorgie eingehen. Schließlich ist das privat <3

Habe ich bisher also eine Frau beschrieben, die eher aggressiv vorgeht, um letztlich zu kommen, die jedoch eine Frau spielt, um schließlich kommen zu dürfen (merkste den Unterschied selber?), so liegt hier dennoch der Hase ein wenig im Pfeffer.

Wir sind viele Subs. Und wir sind auch viele Domsen. Weiblicher Natur. Und nur auf die referenziere ich mich, weil es mich selbst ja auch angeht. Wir alle sind nämlich auch eingebunden in unsere Alltage als Partnerin, Mutter, Schwester, Kind, Arbeitskollegin und ich kann mir vorstellen, dass die wenigsten von uns tatsächlich in der Lage sind ihre sexuellen Ausschweifungsmöglichkeiten (so vorhanden) in das handelsübliche Leben einzumitteln. Oftmals ist es doch so, dass wird dazu gezwungen sind (gerade wenn Kinder vorhanden sind) unseren Lustschmerz zu(un)gunsten von Anderen links liegen zu lassen.

Unsere Hauptrolle ist leider nicht die immergeile und nimmersatte Frau. Vor allem dann, wenn wir einen Mann daten, der so eine Frau will, stellen wir meistens fest, dass er es dann doch nicht so kann 😉 Da würde uns wahrscheinlich nur helfen irgendwo wirklich reich einzuheiraten. Aber diese Frau ist Teil von uns und wir suchen nach Wegen diese Sexbombe mit der langweiligen Hausfrau zu vereinen.

Nehmen wir also an, dass wir nicht mit einem Stück Holz geschlagen wurden.

Denn dies würde uns ziemlich blöde zu Gesicht stehen, wenn die Doms nämlich versuchen unseren Hormonhaushalt zu bedienen. Der Mann von gestern Nacht hat Worte benutzt, um mich zu erobern und konnte mir ein ziemlich gutes Bild seiner Phantasien machen. Und die haben mich gleich mal eingefangen. Auf eine ganz bestimmte Art hatte ich das Gefühl, dass er mir aus der Seele spricht und mir meine eigenen Sehnsüchte und Träume auf einem Silbertablett servierte.

Und damit brachte er die innere Schlampe dann doch ziemlich zum Schweigen. Wenn frau sich selber im Anderen sieht und dies ohne den Anderen jemals angefasst, geschweige denn gesehen zu haben, dann hinterlässt das Spuren. Wenn es also darum geht in den Kopf gefickt zu werden, dann gibt es davon traditionsgemäß immer zwei Vorgänge und wenn der erste funktioniert, dann ist der zweite fast schon ein Nobrainer und Muschiweichmacher.

Jedoch ergibt sich das auch nur während der ersten 0,76 Sekunden respektive den weiteren 3-4 Minuten des allerersten Aufeinandertreffens. Wenn der Mann es nicht schafft, dieses Glühen in mir am Leben zu halten, wenn er mich im Arm hat – und zwar ohne gleich übergriffig zu werden – dann ist es auch schon wieder vorbei. Meine eigene Submissivität, die ich ihm frei von der Seele weg zu Füßen legen wollte, wird in mir begraben und ich muss eine Entscheidung treffen, ob ich in das Schauspielfach wechsele, um den Abend noch erfolgreich zu Ende zu bringen.

Nun, es gelingt selten einem Mann, dass er über Nacht bleiben darf und ich mit ihm mein Bett nicht nur zum Beischlaf teile. Und das ist, während ich so vor mich im milden Lichtschein meine Schlepptops dahin schreibe eine wirklich gute Sache. Und Kaffee kochen konnte er auch noch.

Ich werfe mich dann mal in den Abend und wir sehen uns morgen wieder.


Kontext:
https://training-of-o.de/blog/2018/11/21/tolomir72-geysire-vodka-gummiband-dreiwortstory/


Die #DreiWortStory ist eine Nutzer gesteuerte Angelegenheit.
Immer wieder mal frage ich meine Verfolger nach drei Worten aus denen ich dann eine , hoffentlich, erotische Geschichte forme. Alle Worte müssen, wenn auch nicht in der gegebenen Reihenfolge, in der Geschichte vorkommen und sie müssen sinnvoll eingesetzt werden.

Die Herausforderung für mich ist, dass ich mich gedanklich flexibel einfach auf die merkwürdigsten Konstrukte einlasse. Also quasi mehr improvisiere und doch versuche tiefgründig zu bleiben.