TPE und Alltag // Das Interview

Der eine oder andere hat sicherlich mitbekommen, dass ich mal einen Beitrag des Blogs https://bdsmkettensklave.wordpress.com/ auf meinem Twitterprofil geteilt habe. Und zugegeben, so mal für eine gewisse Zeit würde mich das ja durchaus reizen, aber es ist dann schon ziemlich krass dem TPE-Sklaven Michel … sagen wir … zuzulesen, wie er vor allem im #Kinktober diesen Jahres sein Leben und Dasein als Sklave seiner Ehefrau schildert und auch den Werdegang recht deutlich macht.

Da er meinen Einstiegsbeitrag für den #Kinktober ebenfalls als Ausgangspunkt nahm und mein WordPress meldete, dass sein WordPress mich verlinkt hat, konnte ich Kontakt zu ihm aufnehmen und wir haben uns zunächst ein paar übliche Dinge („Wie geht das mit WordPress?“, „Warum ist da ein Kommentar, wenn da eigentlich keiner ist?“ – TechTalk eben) ausgetauscht. Aber die wechselseitige Neugier wuchs durchaus, als habe ich durch ihn bei seiner Herrin anfragen lassen, ob wir nicht mal telefonieren könnten. Denn, Obacht, Michel darf kein Telefon haben.

Ich notiere dazu mal aus meinem Gedächtnis und einem mitgeschriebenen Zettel das 1,5 stündige Gespräch, welches nur 30 Minuten dauern sollte 😉


Herrin Helene, eine Kollegin aus nördlich von Hamburg, und ihr Sklave Michel sind seit nunmehr acht Jahren ein Paar und wirklich glücklich miteinander verheiratet. Kennengelernt haben sich die beiden über eine Anzeige des nur noch via Tor erreichbaren SM-Portals SMHH. Ein Kunde wollte gerne einen Gangbang als Sklave erleben, aber wie so oft gehen halt Masturbationsgrundlage und realer Wahnsinn weit von einander entfernt spazieren. Einen jedoch gab es, der sich meldete. Und das war Michel. Helene nahm zu ihm trotz Fakeverdacht Kontakt auf und war überrascht, dass er sich genauso verhielt, wie in der Anzeige beschrieben. Was in ihr noch mehr triggerte, weil er sich auch sonst „wie für sie gemacht“ darstellte. Und so verliebte sie sich auch in ihn.

Auch wenn ich primär nur mit Helene telefonierte, hörte ich Michel jedoch auch im Hintergrund und es war so viel Liebe und Verbundenheit zueinander zu spüren, wie ich es selten erlebe. Beide legen wert darauf, dass Michel niemals Kunde von Helene gewesen ist. Und auch obgleich Michel selbst Sexarbeiter ist (durch sie wurde) haben beide keine beruflichen Gemeinsamkeiten. Michel ist ein Cuckold mit der Dosierung „Never Inside“ und nein, sie haben keinen Sex miteinander. Helene bläst ihm ab und an mal einen, weil sie das gerne möchte, aber Michel sieht dies eher als Strafe an. Mein innerer mSub/DWT/Crossdresser konnte das sofort unterschreiben.

Natürlich fragte ich nach, wie das so mit dem Outing ist im TPE, worauf Helene meinte, dass sie das zumindest innerhalb der Familie nicht wirklich raus posaunen. Michel würde sie dann als „Meine Königin“ statt „Meine Herrin“ ansprechen und ihre Mutter findet das einfach nur goldig („Welche Frau möchte denn nicht von ihrem Mann als ‚Königin‘ tituliert werden?“). Auch wenn ab und an davon gesprochen wird, dass er ein „Armer Kerl“ sei, denn wenn Michel ihr ein Stück Kuchen auf den Tisch stellt, dann „müsste er nochmal los, um eine andere Gabel zu holen. Wenn er dann zum Tisch kommt und endlich sitzt, muss er noch die Milch für den Kaffee holen, worauf er dann nochmal losmuss und nochmal und so weiter.“ Im Freundeskreis sei es mal zu einem nicht gewünschten Outing der beiden gekommen, aber man habe das nicht weiter abschwächen müssen, weil der Freund zu dem Zeitpunkt betrunken war.

Helene berichtet mit sehr viel Zuneigung von all diesen Dingen und Michel gluckst wirklich zufrieden darüber im Hintergrund. Michel ist ein sehr angenehmer und hochintelligenter Zeitgenosse und auf dieser Ebene sind sich beide absolut ebenbürtig. Auch wenn Helene immer sagt, dass Michel keine einzige Minute allein bleiben darf und hätte sie Termine mit Übernachtung woanders, würde sie ihn bei einer Freundin abgeben. Diese dürfe genau so über ihn verfügen, als wäre diese Frau Helene. Michel bestätigt durchaus, dass ihm das nicht unbedingt gefällt, aber er vermittelt auch glaubhaft den Sklavengedanken des „Für Wen mache ich das? Für meine Herrin!“ und dann geht es wieder.

Ansonsten sei der Freundeskreis aber eher angepasst. Also man lebt schon in einer entsprechenden Blase und setzt sich damit nicht irgendwelchen Menschen und Meinungen aus, welche sexfeindlich seien. Irgendwie sieht Helene das genau so wie ich, dass wer fragt, die passende und offene Antwort bekommt und dann vielleicht bereut überhaupt gefragt zu haben.

Auf die Frage, wie die beiden sich das im Alter vorstellen, wenn die Knochen anfangen zu knacksen, meinen beide fast schon unisono: Wir bleiben zusammen und wir schaffen das gemeinsam. Das TPE wird sich sicherlich nicht mehr ganz so in der Körperlichkeit leben lassen, aber das bedeutet nicht, dass es an Intensität verlieren muss.


Fazit: Wir wollen uns in 2020 treffen und beide wollen auch mein „Alter Ego“ kennen lernen. Auch wenn ich als mSub/DWT sicherlich nicht dem TPE, sondern eher dem EPE verhaftet bin, könnte das aufgrund des gleichen Gedankenguts von Michel und mir eine sehr interessante Zeit sein. Da werde ich mir sicherlich nicht eine Herrin suchen, aber eventuell ergibt sich was im Rahmen der Sexarbeit. Bleiben Sie dran 🙂

 

Warum es so schwer ist mit anderen Doms zu reden.

… jedenfalls aus meiner Sicht der Dinge.

Auch wenn Dominas (Kontext: Sexarbeit) irgendwie seltsame Ansichten haben (nicht alle, weil ich ja nicht alle kenne, sondern nur manche), so ist ein Übereinkommen wegen unterschiedlicher sexueller Prägung möglich. In aller Regel werde ich von ihnen nicht wirklich gedisst, vielleicht belächelt, aber in die andere Richtung geht das wohl auch. Da bin ich ehrlich.

An einer Kaffeetafel verstehen wir uns jedoch recht gut, wenn es um den gemeinsamen politischen Prozess geht. Manche der Damen versuchen mich zwar, aufgrund beruflicher Erfahrung ihrerseits, in die mSub Ecke zu drängen. Aber ein klärendes Wort und das ist erledigt. Hetero-Dominus‘ sind halt recht selten und wollen daher als „verkappte Freier“ von Dominas dominiert werden 😉

Obiges gilt auch für finanzinteressenlose FemDoms.

Die tatsächlichen Probleme habe ich mehrheitlich mit männlichen Kollegen.

Und ich bin mir nicht wirklich sicher woran das liegt, obwohl wahrscheinlich bin ich einfach gar kein richtiger ™ oder wahrer ™ Dom. 😉

Irgendwie machen andere Doms irgendwie andere Sachen und sind mehr Sadisten (für die es faktisch keine Dominanz benötigt). Und daher gibt es kaum gemeinsame Gesprächsinhalte und der Begriff „Dom“ wäre einfach falsch. Hmmm …

Oder sie legen ein affektiertes Verhalten an den Tag durch pure Ignoranz meiner Präsenz und mutieren so zu Super-Doms, die den Austausch nicht brauchen? Hmmm …

Oder es liegen andere Berührungsängste vor, die Männer generell untereinander haben. Wie zB über Gefühle und Emotionen sprechen.

Tatsächlich liegt es aber auch wenig an mir selbst. Denke ich.

Wenn ich in meine Kontakte schaue, dann sind da mehrheitlich Frauen (nicht nur submissiver Natur) mit denen ich in Kontakt stehe. Ich wüsste selbst nicht wozu ich den Kontakt zu einem Mann bräuchte. Dieses Männerfreund-DingsBumms hatte ich noch nie so sonderlich ausgeprägt (Kindheit ausgenommen), auch wenn ich für Männer ein guter seelischer Mülleimer bin. Also, wenn sie mSub sind.

Und da frage ich mich dann aber auch, geht das anderen Männern auch so? Mir scheint, dass das nicht wirklich ein Dom-Ding ist, sondern einfach eine Veranlagung.

Oder?


Hausaufgaben #CircleOfFalbalus -> 16.09.-22.09.2019

Ist das nicht zu intim?


Es gibt Menschen, die schließen ihre Sklavenverträge in einen Tresor und geben auch das sonstige Regelwerk nicht preis. Oder äußern sich überhaupt nicht zu dem, was sie in ihrem BDSM so machen. Und dann gibt es andere, die zum Teil völlig widersprüchliche Dinge in das Internet blasen, wo ich mich dann immer wieder frage, wie eine Sub sich da irgendwie finden soll. Auch wenn ich die grundlegenden Regelwerke ziemlich individuell halte (und damit auch unter Verschluss!) sind Hausaufgaben nicht immer individuell.

Ich fange also mit dem Regelwerk zu den Hausaufgaben an.


Alle Hausaufgaben sind immer freiwillig. Es besteht Deinerseits keine Pflicht zur Erfüllung, aber wenn Du sie annimmst, dann vollständig. Du musst auch nicht mitteilen, welche Aufgabe Du machen willst. Ich möchte einen Überraschungsmoment für mich behalten. Solltest Du mir etwas angedeutet haben, aber dich irgendetwas an der Erfüllung Deiner selbstgewählten Hausaufgabe hindern (Kind krank, Du krank, völlig egal), dann muss ich das wissen und das ohne schuldhaftes Verzögern.


In der kommenden Woche gibt es pro Tag drei Aufgaben. Wähle eine für Dich aus. Mehr ist nicht notwendig.

16.09.2019

Lege Dir für 10 Minuten jeweils vier Wäscheklammern an Deine Schamlippen und penetriere Dich mit einem Dildo.
Du hast keine Orgasmuserlaubnis. -> Video

Lege Dir für 10 Minuten jeweils vier Wäscheklammern an Deine Brüste. Davon mindestens eine auf einen Nippel.
Schreibe dabei einen kurzen Aufsatz über das, was das mit Dir macht. -> Video + eMail.

Lege Dir für 10 Minuten vier Wäscheklammern an Deine Lippen.
Du darfst masturbieren und auch kommen. -> Video

17.09.2019

Lege Dir für 20 Minuten Nippelklemmen an. Erledige damit Deine Hausarbeit. Du darfst Kleidung dabei tragen. -> 5 Bilder.

Lege Dir für 20 Minuten Nippelklemmen an. Schreibe dabei einen Aufsatz über das, was das mit Dir macht. eMail + 5 Bilder.

Lege Dir für 10 Minuten Nippelklemmen an. Lege Dir jeweils vier Wäscheklammern an die Schamlippen. Du hast Masturbationserlaubnis und darfst kommen. -> Video

18.09.2019

Setze Dich auf einen Dildo und „reite“ diesen. Sage dabei Dein Mantra auf. -> Video

Setze Dich auf einen Dildo und „reite“ diesen für 5 Minuten. Sage dabei wiederholt Dein Mantra auf. -> Video

Setze Dich auf einen Dildo und „reite“ diesen für 10 Minuten. Sage dabei wiederholt Dein Mantra auf. Du hast Orgsamuserlaubnis. -> Video

19.09.2019

Bringe eine Wäscheklammer an Deiner Zunge an und sage viermal Dein Mantra auf. -> Video

Bringe zwei Wäscheklammern an Deiner Zunge an und sage zweimal Dein Mantra auf. -> Video

Bringe drei Wäscheklammern an Deiner Zunge an und sage einmal Dein Mantra auf. -> Video

20.09.2019

Wenn ich Dir „Jetzt“ per WhatsApp zusende, dann wirst Du Dich in einer Toilette in der Nähe ausziehen. -> Video

Wenn ich Dir „Jetzt“ per WhatsApp zusende, dann wirst Du Dich in einer Toilette in der Nähe ausziehen und die Türe offen lassen. -> Video

Wenn ich Dir „Jetzt“ per WhatsApp zusende, dann wirst Du Dich in einer Toilette in der Nähe ausziehen, die Türe offen lassen und Dich beim urinieren filmen. -> Video

22.09.2019 + 23.09.2019 und die Woche danach: Keine Aufgaben.


Bin ich ein guter Dom? Wie definiere ich das für mich?

Ich denke, dass ich ein guter Dom bin. Mittlerweile. Wenn ich mit meinen jüngeren Ich’s spreche, dann würden diese mir was husten.

Kontext: https://madeformisbehaviour.wordpress.com/2019/09/12/bin-ich-eine-gute-sub-wer-definiert-das/ by https://twitter.com/CrowswithHalos


Ich vergleiche mich nicht mehr mit anderen. Ich mache mein Ding. Und ich denke, dass ich an einem Punkt angekommen bin von mir zu behaupten, dass ich ein guter Dom bin.

Natürlich verfolge ich auf Twitter diverse „Mitbewerber“ um die submissive Gunst (zB https://twitter.com/MadameMinola https://twitter.com/Dominus_Berlin https://twitter.com/Ophelia_BDSM und https://twitter.com/derzauberer2), aber ich urteile nicht darüber, ob diese Menschen es besser oder schlechter handhaben. Gemeinsam haben wir alle unser Treiben im Sinne des BDSM und weil Menschen einfach unterschiedlich sind, sind wir es eben auch. Mit dem, was wir so machen, nicht machen, was wir gut finden und was nicht. Wichtig ist für mich, dass wir alle Töpfe sind und die dazu passenden Deckel auf uns hernieder gehen mögen.

Was mich persönlich zu einem guten Dom macht ist, dass ich meiner eigenen Definition folge. Und, weil meine Deckel mir das halt auch sagen. Gerne schaue ich über den Topfrand hinaus und sehe andere Deckel, aber die passen einfach nicht zu mir. Weil ich weiß, was zu mir passt und was nicht. Mich kümmert das Treiben anderer Töpfe wenig bis gar nicht, weil das Äpfel mit Birnen vergleichen würde. Es gibt Menschen, die eine arrogante Ader haben, eine mehr sadistische, eine mehr weiche, eine strengere, eine härtere … alles richtig, wichtig und gut. Auf das eben jeder Deckel einen Topf findet.

Natürlich rege ich mich darüber auf, wenn mir Vorurteile begegnen. Da diese nur dann auftreten, weil nicht das direkte Gespräch mit mir gesucht wurde. Und vielleicht bin ich da auch nicht viel anders und rede wenig mit anderen (Beitrag folgt noch!), aber ich sitze mit meiner Einstellung in mir ruhend und gefestigt und muss mich nicht mehr finden.


Meine Definition eines guten Dom (Kontext: Als Mann):

Es wird ein klares Bild geliefert. Er muss seine Einstellung zum BDSM nicht mehr suchen. Er ist nicht unsicher. Oft genug sind submissive Fachkräfte selbst unsicher. Da braucht es in meinen Augen jemanden, der ein Fels in der Brandung ist.

Er macht sein Ding. Er hat Vorlieben und Abneigungen und kann diese sicher argumentieren. Oft genug wissen Subs nicht wirklich was sie wollen. Da braucht es in meinen Augen jemanden, mit dem sie wirklich an sich arbeiten können. Auch Widerspruch der Sub gehört dazu.

Er erklärt, wenn er bestraft und lässt die Sub nicht im Dunkeln, warum sie bestraft wird.

Er kommuniziert. Er ist erreichbar und meldet sich ab, wenn er nicht erreichbar ist. Kommunikation alleine der Sub aufzubürden ist für mich die Hölle.

Er stellt klare Regeln auf. Und ist offen Regeln zu ändern, wenn die Sub ebenfalls die Gründe kommuniziert.

Er stellt nicht mehr Regeln auf, als er zu kontrollieren bereit ist oder kontrollieren kann. Er kennt seine Grenzen.

Er stellt lösbare Aufgaben und fordert mehr als er überfordert. Er überholt die Sub nicht und hängt sie dadurch ab.

Er lässt Fünfe gerade sein. Aber übt auch Druck aus, wenn er meint, dass die Sub es übertreibt.

Er ist ein Mensch und er weiß, dass die Sub auch ein Mensch ist. Er ist human-dominant.

Er liebt, was er macht. Und er macht, was er liebt. Alles andere ist halbherzig. Und das gilt auch für die Sub.


… das lasse ich dann mal so stehen …

Zwei Doms und eine Sub – Geht das? // #TheTrainingOfO #OExperience #Sexarbeit

Vom Prinzip her schreibe ich hier gerade an einer Hausaufgabe.

Es geht um meine Kundschaft, welche aus Wunsch und Wirklichkeit bekannt sind.

So erreichte mich eine WhatsApp, dass man den Faden gerne wieder aufnehmen wolle, da die initiale Zündung nicht ganz so schlecht gelaufen ist. Auch sei inzwischen sehr viel Zeit ins Land gegangen, welches man mit intensiven Gesprächen über die „O“ und mich und überhaupt verbracht habe. Und man nun eben zu dem Schluß gekommen sei, dass alles irgendwie in eine unregelmäßige Regelmäßigkeit zu bringen.

Und die Frage, die nun im Raum steht ist vielleicht aus vielerlei Hinsicht interessant.


Zum einen gibt es eine private Ansicht und es gibt eine berufliche Ansicht. Ich habe durchaus gelernt, dass ich beruflich nicht alles ganz exakt so machen kann, wie es mir gerade so passt. Wo ich mit meinen Damen im #CircleOfFalbalus irgendwo im Space zwischen SSC und RACK herumlaufe, brauche ich beruflich eine wesentlich deutlichere Position.

Kann ich privat sagen, dass keine Sub zwei Doms zu gleichen Teilen im Rahmen einer D/s-Verbindung wirklich dienen kann (kann bereits daran scheitern, dass der eine eine rasierte und der andere eine unrasierte Sub haben mag) und das allenfalls im Rahmen von Spielsessions auf Partys funktioniert kann, so muss ich beruflich Abstriche machen.

Als Dienstleister positioniere ich mich hingebungsvoll in die Wünsche der Kundschaft und schaue, ob ich leisten kann, was zu leisten ist.

Kann ich privat sagen, dass ich meine „O“ zu gewissen Bedingungen an einen anderen Herrn verleihe und die „O“ sofort abbrechen dürfe würden diese Regeln verletzt, so befinde ich mich beruflich auf der einen Seite im Anspruch des Experten, der einem Paar hilft neue Wege zu gehen und auf der anderen Seite kann ich nur Empfehlungen geben und muss mich im Zweifel dem Willen der Kundschaft beugen.

Was so verwirrend klingt, ist es auch ein wenig.

Meiner Meinung nach muss ein Herr einem anderen Herrn (Kontext: „O“-Business) die harten Grenzen aufzeigen, aber was dann innerhalb dieser Grenzen geschieht geht ihn nichts mehr an. Keine Mitbestimmung. Auch nicht für den Herrn, der seine „O“ verleiht. Maximal Abbruch einer Session, wenn es hart auf hart geht. Und alleine das Lesen dieser Zeilen muss aufzeigen, dass „O“ nichts für schwache Nerven ist. Das Vertrauen zwischen Herrn und „O“ muss so stark gefestigt sein, dass man sich gegenseitig auf gleiche Art und Weise vertraut.

Und in diesem Kontext meiner Kundschaft geht es also darum, dass der Ehemann seine Ehefrau mit mir (später ohne sein Beisein) teilen will und wir müssen einen Konsens finden, dass wir beide das Gleiche, aber eben doch ein wenig anders jeder für sich, machen. Das ist eine Menge Arbeit. Und zwar für alle zusammen.

Es ist aus verständlichen Gründen jedoch die Liebe zu seiner Frau, die es ihm nicht leicht macht. So ganz die Kontrolle abgeben, was er in meinen Augen möchte, geht dann doch nicht und da kann ich dann nur für mich überlegen, wie ich den beiden auf ihrem Weg helfen kann.

Und da die beiden diesen Artikel lesen werden, lasse ich mal ein paar Ideen von der Kette.


a) Die Ehefrau nimmt ab dem 01.10.2019 verbindlich an meinen Hausaufgaben teil.
Dazu benötigt sie einen Twitteraccount, den sie einzurichten hat.

b) Es gibt eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe zu dritt, in welcher ich mit der Ehefrau kommunizieren, der Ehemann nur mitliest und sich ansonsten komplett aus der Konversation raushält.

c) Der Ehemann tritt dafür ein, dass wenn der Ehefrau ein Fehler unterläuft, dass er straft, wie ich das vorgebe und nicht wie er meint, was angemessen sei.

d) Die Ehefrau stimmt diesem Vorhaben absolut unabhängig vom Ehemann zu. Sein Einverständnis brauche ich nicht, weil es um die Ehefrau geht.
(Skype-Telefonat mit Video!)


Aufgrund bisheriger Kommunikation scheint mir das eine gute Basis zu sein. Schließlich soll die Ehefrau erfahren, dass ich eventuell milder bin, als ursprünglich angenommen und ein Grundgefühl dafür entwickeln, wie es mit mir so ist.

u.A.w.g.