Die Substantivität des Subseins

… oder: Warum eine Sub eine Herrschaft braucht.


Natürlich kann ich alles machen, was ich will. Ich kann mich ausleben ohne jemanden um Erlaubnis zu bitten. Ich muss nicht geformt werden. Nicht angeleitet. Ich kann einfach in ein Pornokino gehen und Schwänze blasen oder mich vögeln lassen. Ich kann mich jedem noch so fremden Kerl ausliefern. Und ich kann das alles genießen. Als willfährige Hure.

Für diesen Aspekt gehe ich der Sexarbeit nach und habe alles unter Kontrolle.

Meine devote Neigung braucht jedoch Führung. Ich will gehorchen müssen. Dinge „gegen meinen Willen“ tun. Dinge gegen meinen Willen tun. Ich will nicht auswählen dürfen. Ich will keine Wahl haben. Ich will verkauft werden. Entblößt und erniedrigt. Ausgeliefert.

Und für diesen Aspekt brauche ich jemanden, der mein Subsein als solches respektiert, aber mir die Freiheiten lässt, die ich für meinen Brotwerberb benötige.

Und ich habe da eine Jemandin gefunden. Und das macht mich gerade sehr glücklich.

Mein Ex wird die Identität unterhalb seiner Lieben bekannt geben, weil sich das so gehört. Ob ich diese Jemandin in mein Twitterprofil aufnehmen kann, muss ich mal schauen. Es gehört sich meiner Meinung nach zwar so, aber ich bin mir nicht so sicher, ob sich das in einem Sexarbeits-Account gut macht. Aber ich bin bereits in Ihrem JoyClub-Profil verankert.

Wer mir auf Twitter folgt wird schon 1+1 richtig rechnen. Es ist nicht so einfach mich als Sub zu haben und es wird sich nicht um ein D/s-Gefüge, sondern um eine Spielbeziehung handeln. Und ich bin bei ihr einer von anderen, was ich extrem entspannend finde. Wir geben uns beide maximalen Freiraum und haben uns, wenn wir uns brauchen.

Ich bin dann mal auf YouTube

Derzeit bin ich ein wenig unlustig mit dem Schreiben, weswegen ich angefangen habe auf YouTube zu sein. Vielleicht mögt ihr mir ja auch dorthin folgen.

Hier ein paar Ausschnitte aus dem laufenden Programm 🙂









Submissiv sein … CrossDresser-Version

Es ist leicht eine Liste mit Dingen, die man mag, weniger mag, will oder weniger will zu erzeugen. Mit meinen 50 Lenzen, mehr als 25 Jahren im BDSM, bin ich mir ziemlich sicher, was mit mir geht und was nicht. -> Klick <-

Die Frage aber bleibt, was das mit mir macht und wie ich dabei empfinde. Und wie ich mich entwickelt habe. Mal probieren, ob ich das hinkriege.


Was zunächst als reiner Damenwäscheträger anfing entwickelte sich schnell in die CrossDresserei. Immer FastForward die nächste Ebene erreichen. Dabei kann ich noch nicht mal sagen, warum ich DWT wurde. Ich glaube, es war einfach aus alten Erinnerungen als mSub heraus, der Wunsch es einfach mal wieder zu machen. Auf HighHeels laufen, Halterlose tragen, Slip weglassen. Ich fühlte mich in diesen Dingen immer wohl und fühlte mich niemals gedemütigt, wenn ich so für meinen Herrn rumlaufen musste. Es war immer positiv belegt, weil ich zwar durchaus einige deutlich sexistische Kommentare über mich ergehen lassen durfte, aber diese meiner Erscheinung galten und ich diese im Kopf von mir selbst abtrennte. Ich sah weiblich aus und als Sub ist das nun mal so. Ende. Zumal es mir als Exhibitionist sehr zu gute kam, dass ich (mehr oder weniger) in Nackthaltung verbrachte. Das wollte ich. Und das mag ich auch bis heute.

Ich glaube, dass es mir sehr wichtig war (und ist), dass andere an mir Gefallen fanden. Und weil Männer in ihren Neigungen gefühlt direkter vorgehen, wenn eine Sub anwesend ist, bekam ich so die Anerkennung, die ich brauchte. Ungefiltert. Wenn ich also eine Rolle spielte, dann gaben mir die Männer den Applaus. Und wer mag sowas nicht. Aus heutiger Sicht ist das ebenso zu sehen. Wer mich direkt, aber intelligent, anmacht, also deutlich mehr als „Hi! Na?“ in Wort oder Schrift über die Lippen bringt, der schafft es nicht mein Selbstwertgefühl mit seiner Direktheit zu torpedieren. Ganz im Gegenteil. Meine Submissivität ist darauf ausgelegt, dass jemand ohne Umschweife sagt was sie/er will. Wenn ich das jemandem aus der Nase ziehen muss, dann ist mir das schon zu langwierig.

Und ja, am Ende haben schon so manche dominante Menschen vor mir gekniet und meine HighHeels sauber geleckt und sich hinter her dafür bedankt. Nicht, dass ich es darauf anlege, aber wer mich nicht packt, den packe ich. Ich gehorche gerne, bin leise, schweigsam und diene. Und in dieser eigenen Stille brauche ich eben eine Stimme, die mich führt. Was nicht bedeutet, dass diese Stimme ständig da sein muss. Der dominante Mensch gibt mir eine Aufgabe und wenn diese eine Woche dauert, dann brauche ich auch eine Woche keinen Kontakt. Wofür auch, ich bin ja schließlich beschäftigt. Wenn ich dann nach dieser Zeit jedoch meine Aufgabe abliefere, dann wäre es sehr nett, wenn sie angemessen bewertet werden würde. Spätestens dann benötige ich die Dominanz wieder. Um Lob/Tadel zu erhalten, neue Aufgaben.

Mein Leben ist sehr vielfältig gestaltet, sei es, dass mein Ex seine Projekte hat, dass ich für den BesD e.V. arbeite oder eben als Sexarbeiter*in unterwegs bin (ich werde auch bald Teil dieser URL sein). Viele Aufgaben lassen sich gerade mit Letzterem gut verbinden. Kleines Video von mir nackt auf einem Parkplatz? Kein Thema. Es gibt immer Lücken, die ich gut füllen kann. Und wenn ich einen Gast überzeugen kann, dann gibt es auch Pornos mit mir. Alles kein Problem.

Meine Erfahrung zeigt mir, dass viele Menschen, die sich CrossDressern dominant nähern möchten, sich einfach nur dominant fühlen, es aber nicht wirklich sind. Sie wollen einfach mal schauen, wie das ist, wenn jemand, der „unter ihnen“ steht, also „kein richtiger Mann“ ist, tut was ihm gesagt wird. Zumeist geht es nur um Blowjobs oder harte Ficks und spätestens nach 30 Minuten ist die Show vorbei. Nur wenige halten sich mit ihrem eigenen Orgsamus zurück, so dass die Stunde auch voll wird. Ich sehe das aber nicht so wild. Es demütigt mich nicht, wenn ich all mein Talent der Illusion in die Waagschale werfe und am Ende alles sehr schnell geht. Meine Submission ist genau darauf geeicht. Weil Männer meistens „nur“ abspritzen, aber nicht wirklich kommen wollen. Von einem wirklich befriedigendem Orgasmus ganz zu schweigen.

Und wenn ich mich nun mal weiter öffne, so werde ich wohl vielleicht eine Herrin haben. Wir haben viel gesprochen und sie muss noch um ein paar Ecken gehen, weil ich eben so viel mehr als nur ein CrossDresser bin. Und wenn sie sich auf meine CrossDresserei beschränkt, und nur dann, kommen wir eventuell zusammen. Sie muss akzeptieren, dass es den Ex gibt und dass der Ex seine eigene Sexualität hat, die von der meinen vollkommen abgekoppelt ist. Und das eben eine komplette Kontrolle über meine Submissivität zwar möglich ist, aber sich eben nur auf die Zeiten beschränkt, die ich mich tatsächlich frei machen kann und will. Wir werden sehen, wohin das führt.

#KaminabendBDSM … 2020 … Die Wiedergeburt :-)

 

Bisher war der #KaminabendBDSM eine größere Runde und nun möchte ich das in kleine 1:1 Interviews abändern.

Die Idee dabei ist, dass ich Menschen treffen will, die ihren Fetisch, BDSM, Swingerclub, Sexarbeit, DWT, Crossdresser oder sonst was leben, in welcher Form auch immer, und bereit sind mindestens ihre Stimme für ein Interview, welches ich auf Youtube präsentieren werde, herzugeben. Und weil es eben auch YouTube ist gerne auch mit Gesicht oder hinter einem Vorhang oder oder.

Jeder von uns ist in Besitz eines Smartphone und nimmt den Gesprächspartner auf die Art auf, die jeweils angemessen ist.

Ich habe da bereits eine Menschen im Kopf, welche ich mit Hinweis auf diesen Blogbeitrag anschreiben werde. Produziert wird im privaten Rahmen – möglichst bei den Menschen daheim, aber auch gerne in meiner Küche in Köln. Es können Partner mitgebracht werden, welche sich auch am Gespräch beteiligen können.

Ziel ist es kleinere Häppchen zu 10 Minuten zu machen, selbst wenn ein Gespräch deutlich länger ist. Dann gibt es eben Mehrteiler.

Vielleicht kennt ihr ja die eine oder den anderen, der sowas schon immer mal machen wollte und seine Welt erklären mag?

 

Dann schreibt einfach eine eMail an: date@dominus.koeln 🙂 oder eine WA an 0172-9032419 mit einem möglichen Rückrufzeitpunkt.


Reprise

https://www.youtube.com/watch?v=imiSc4Ydbs8 #KaminabendBDSM 1.0

https://www.youtube.com/watch?v=pf9wuUjyvcI #KaminabendBDSM 2.0

https://www.youtube.com/watch?v=jVMUj3F0raE #KaminabendBDSM 3.0

Good bye @Hirnventrikel // #CircleOfFalbalus

Und nein, das ist keine Falschmeldung.


Manchmal geschehen Dinge, die wir uns einfach so nicht vorstellen können und manchmal in einem so nahen Umfeld, dass es extra wichtig ist. Bereits im November letzten Jahres sind meine Frau und ich dazu übereingekommen, nicht nur Tisch und Bett, sondern auch den Flogger an die Wand zu hängen. Und ursprünglich hatten wir auch daran gedacht, dies exakt am meinem 50sten im Rahmen des Frühstücks nach der Secret Night dem versammelten #CircleOfFalbalus bekannt zu geben. Aufgrund des Strukturwandels ist uns das leider nicht gelungen, somit wirden Caipihase und #3K gestern per WhatsApp informiert und nun wisst ihr es auch.


Die Senior-Sub des #CircleOfFalbalus tritt aus und beschreitet für sich neue Wege und wir beide haben viel zu viel Gutes und Schlechtes gemeinsam erlebt in den vergangenen fünf Jahren, als das wir unfreundlich dem anderen die Türe zeigen. Ganz im Gegenteil: Wir mögen uns sehr und das ist dann eben auch … gut genug. Ich bin stolz darauf, sie aus dem Schatten der #50SOG-Denke heraus geführt zu haben und werde immer positiv an die gemeinsame Zeit zurück denken. Und sie wird das auch tun. Und selbstredend wird sie weiterhin Gast auf der #SecretNight sein und auch tatkräftig den #Fuffzig mitte diesen Jahres unterstützen.


Wer uns in den vergangenen Monaten gesehen hat, der wird diese leise Veränderung durchaus mitbekommen haben und den wird dieser Schritt nun auch nicht groß überraschen. Aber es ist mir wichtig, so wie jede andere Sub des #CircleOfFalbalus es verdient, meine Zuneigung ganz besonderns zu attestieren.

Danke <3