TPE und Alltag // Das Interview

Der eine oder andere hat sicherlich mitbekommen, dass ich mal einen Beitrag des Blogs https://bdsmkettensklave.wordpress.com/ auf meinem Twitterprofil geteilt habe. Und zugegeben, so mal für eine gewisse Zeit würde mich das ja durchaus reizen, aber es ist dann schon ziemlich krass dem TPE-Sklaven Michel … sagen wir … zuzulesen, wie er vor allem im #Kinktober diesen Jahres sein Leben und Dasein als Sklave seiner Ehefrau schildert und auch den Werdegang recht deutlich macht.

Da er meinen Einstiegsbeitrag für den #Kinktober ebenfalls als Ausgangspunkt nahm und mein WordPress meldete, dass sein WordPress mich verlinkt hat, konnte ich Kontakt zu ihm aufnehmen und wir haben uns zunächst ein paar übliche Dinge („Wie geht das mit WordPress?“, „Warum ist da ein Kommentar, wenn da eigentlich keiner ist?“ – TechTalk eben) ausgetauscht. Aber die wechselseitige Neugier wuchs durchaus, als habe ich durch ihn bei seiner Herrin anfragen lassen, ob wir nicht mal telefonieren könnten. Denn, Obacht, Michel darf kein Telefon haben.

Ich notiere dazu mal aus meinem Gedächtnis und einem mitgeschriebenen Zettel das 1,5 stündige Gespräch, welches nur 30 Minuten dauern sollte 😉


Herrin Helene, eine Kollegin aus nördlich von Hamburg, und ihr Sklave Michel sind seit nunmehr acht Jahren ein Paar und wirklich glücklich miteinander verheiratet. Kennengelernt haben sich die beiden über eine Anzeige des nur noch via Tor erreichbaren SM-Portals SMHH. Ein Kunde wollte gerne einen Gangbang als Sklave erleben, aber wie so oft gehen halt Masturbationsgrundlage und realer Wahnsinn weit von einander entfernt spazieren. Einen jedoch gab es, der sich meldete. Und das war Michel. Helene nahm zu ihm trotz Fakeverdacht Kontakt auf und war überrascht, dass er sich genauso verhielt, wie in der Anzeige beschrieben. Was in ihr noch mehr triggerte, weil er sich auch sonst „wie für sie gemacht“ darstellte. Und so verliebte sie sich auch in ihn.

Auch wenn ich primär nur mit Helene telefonierte, hörte ich Michel jedoch auch im Hintergrund und es war so viel Liebe und Verbundenheit zueinander zu spüren, wie ich es selten erlebe. Beide legen wert darauf, dass Michel niemals Kunde von Helene gewesen ist. Und auch obgleich Michel selbst Sexarbeiter ist (durch sie wurde) haben beide keine beruflichen Gemeinsamkeiten. Michel ist ein Cuckold mit der Dosierung „Never Inside“ und nein, sie haben keinen Sex miteinander. Helene bläst ihm ab und an mal einen, weil sie das gerne möchte, aber Michel sieht dies eher als Strafe an. Mein innerer mSub/DWT/Crossdresser konnte das sofort unterschreiben.

Natürlich fragte ich nach, wie das so mit dem Outing ist im TPE, worauf Helene meinte, dass sie das zumindest innerhalb der Familie nicht wirklich raus posaunen. Michel würde sie dann als „Meine Königin“ statt „Meine Herrin“ ansprechen und ihre Mutter findet das einfach nur goldig („Welche Frau möchte denn nicht von ihrem Mann als ‚Königin‘ tituliert werden?“). Auch wenn ab und an davon gesprochen wird, dass er ein „Armer Kerl“ sei, denn wenn Michel ihr ein Stück Kuchen auf den Tisch stellt, dann „müsste er nochmal los, um eine andere Gabel zu holen. Wenn er dann zum Tisch kommt und endlich sitzt, muss er noch die Milch für den Kaffee holen, worauf er dann nochmal losmuss und nochmal und so weiter.“ Im Freundeskreis sei es mal zu einem nicht gewünschten Outing der beiden gekommen, aber man habe das nicht weiter abschwächen müssen, weil der Freund zu dem Zeitpunkt betrunken war.

Helene berichtet mit sehr viel Zuneigung von all diesen Dingen und Michel gluckst wirklich zufrieden darüber im Hintergrund. Michel ist ein sehr angenehmer und hochintelligenter Zeitgenosse und auf dieser Ebene sind sich beide absolut ebenbürtig. Auch wenn Helene immer sagt, dass Michel keine einzige Minute allein bleiben darf und hätte sie Termine mit Übernachtung woanders, würde sie ihn bei einer Freundin abgeben. Diese dürfe genau so über ihn verfügen, als wäre diese Frau Helene. Michel bestätigt durchaus, dass ihm das nicht unbedingt gefällt, aber er vermittelt auch glaubhaft den Sklavengedanken des „Für Wen mache ich das? Für meine Herrin!“ und dann geht es wieder.

Ansonsten sei der Freundeskreis aber eher angepasst. Also man lebt schon in einer entsprechenden Blase und setzt sich damit nicht irgendwelchen Menschen und Meinungen aus, welche sexfeindlich seien. Irgendwie sieht Helene das genau so wie ich, dass wer fragt, die passende und offene Antwort bekommt und dann vielleicht bereut überhaupt gefragt zu haben.

Auf die Frage, wie die beiden sich das im Alter vorstellen, wenn die Knochen anfangen zu knacksen, meinen beide fast schon unisono: Wir bleiben zusammen und wir schaffen das gemeinsam. Das TPE wird sich sicherlich nicht mehr ganz so in der Körperlichkeit leben lassen, aber das bedeutet nicht, dass es an Intensität verlieren muss.


Fazit: Wir wollen uns in 2020 treffen und beide wollen auch mein „Alter Ego“ kennen lernen. Auch wenn ich als mSub/DWT sicherlich nicht dem TPE, sondern eher dem EPE verhaftet bin, könnte das aufgrund des gleichen Gedankenguts von Michel und mir eine sehr interessante Zeit sein. Da werde ich mir sicherlich nicht eine Herrin suchen, aber eventuell ergibt sich was im Rahmen der Sexarbeit. Bleiben Sie dran 🙂

 

#DreiWortStory … und es geht weiter …

Liebe Freundinnen und Freunde schlechter Literatur …

neben dem Projekt #EinLiedFürDich und dem upcoming #BDSMdepressed möchte ich wieder eine neue Runde der völlig unterschätzten #DreiWortStory einläuten.


Die Regeln:

a) Sendet mir per eMail an -> er@ttoo.blog <- drei Worte.
b) Diese Worte müssen keinen sinnhaftigen Zusammenhang ergeben.
c) Diese Worte müssen keinerlei Erotik in sich tragen.
d) Schreibt bitte Euren Twitternamen (also das mit dem @ wie zB @EmEmBDSM und nicht den Anzeigenamen (wäre bei mir Darth @Falbalus) oder den Link zu eurem Facebook-Profil oder sowas dazu.

Mein Versprechen:

a) Innerhalb des kommenden Monats (Juni 2019) wird die #DreiWortStory veröffentlicht.
b) Diese Geschichte wird alle Deine Worte beinhalten (und zwar exakt genau diese und nicht die Mehrzahl oder Umschreibung), wenn auch nicht in der Reihenfolge, wie Du sie geschrieben hast.
c) Diese Geschichte wird eine (vielleicht sehr) erotische sein, die ihre Heimat nicht zwangsläufig nur im #BDSM haben wird. Es kann auch #Sexarbeit oder #Hotwifing werden. Was mir halt so passend dazu einfällt.
d) Ich werde jeden Einsender vorab über das Erscheinungsdatum per eMail informieren, aber … es wird nicht geleakt, weil die Geschichte ist eine Überraschung.

Was noch:

a) Die Geschichte wird nun auf diesem Blog veröffentlicht werden. Dein Accountname und die drei Worte werden als Urheber veröffentlicht. Wenn Du das nicht möchtest, dann werde ich das ignorieren, weil das ist der Deal dabei <3
b) Du kannst mit der Geschichte machen, was Du möchtest, außer sie zu Geld machen. Wenn Du das tust, dann nehme bitte vorher Kontakt zu mir auf um eine rechtliche Freigabe zu erwirken.

Also dann 🙂

 

Die Ankunft / Die Ankunft

Sie hatte durchaus wackelige Knie. Was ganz im Gegensatz zu dem stand, was sie wollte. Standhaft sein. Nicht im Sinne von „dagegen“, sondern vielmehr „dafür“.

Zu lange hatte sie auf diesen Moment gewartet. Zu lange auf Momente verzichtet. Auf Möglichkeiten, selbst wenn diese noch so unwahrscheinlich gewesen waren.

Sie hatte sich versprochen. Sich hatte sich ihr selbst versprochen. Vielleicht auch ihm. Sie hatte es gesagt und geschrieben. In leisen und in lauten Tönen. Als Zeile und auch dazwischen. Auf jede erdenkliche Weise hatte sie sich diesen Moment ausgemalt.

Nun war er da.

Dieser Moment.

Als sie aus dem Zug ausstieg fühlte sich die Umgebung wie Watte an. Unwirklich. Schritt auf nicht wirklich unbekanntes, aber hier und jetzt neues Terrain. Die Menschen um sie herum liefen im Zeitraffer umher. Jeder hatte ein Ziel. Wollten zu wem. Wollten wohin. Wollten irgendwo sein. Bei wem. Mit wem.

Begrüßungen. Freude. Fröhlichkeit.

Wie ein dumpfer Schleier legten sich die Geräusche um den Moment, den sie nun durchlebte. Sie war tapfer. Hielt stand. Still.

Sie atmete ein und aus. Neue Luft. Neues Leben. Ihr Rollkoffer stand wie eine Trutzburg vor ihr. Ihre Hände krallten sich an ihm fest. Sie schloss die Augen, um einen weiteren Moment mit sich allein zu sein.

Er legte seine Hand auf ihre Hand. Sie erschrak ein wenig, denn nun war er da. Der Moment. Er lächelte sie an. Sie öffnete die Augen. Er löste ihre Hand von ihrem Koffer, ging um sie herum und führte ihre Hand an seinen Mund. Schüchtern nahm sie die Geste seines Kusses an.

Er schaute sie an. Er ließ den Blick nicht von ihr ab. Er nahm ihr Gesicht zwischen seine Hände und drückte seine Lippen auf ihre. Zart fordernd ersuchte seine Zunge um Einlass. Sie gab leise nach. Sie lächelte.

Als er von ihr ließ schaute er sie wieder an.

„Hier bist Du richtig.“

Sie nahm seine Hand. Küsste seinen Ring.

„Hier bin ich richtig, mein Herr.“

 


 

„Wir erreichen in Kürze Köln Hbf.“

Sie schreckte hoch.

War sie doch eben noch in Augsburg eingestiegen.

So fix vergingen also 4 Stunden Zugfahrt, die zum Glück ohne nennenswerte Schwierigkeiten verlaufen waren

„I’m not here for your entertainment…“ eine Textzeile aus einem Titel von Pink, den sie gerade noch hörte.

Sie grinste…

Wenn alles so lief, wie sie sich das beide seit Monaten im Kopfkino ausmalten, würde sie sehr wohl für sein Entertainment sorgen.

Wie?

Das war ihr nicht klar, oder doch?

Sie versuchte, so ruhig ihr das möglich war, zu atmen. Es half nichts anderes mehr.

Zwar hatte sie sich überlegt, vor der Fahrt noch eine halbe chemische Bombe einzunehmen, ließ es dann, weil sie ihm im vollen Bewusstsein, so wie sie war, nervös, ein Bündel Nerven, begegnen wollte.

Sie strich sich eine Strähne hinters Ohr, sah zum Fenster hinaus und ging in Gedanken nochmal alles durch.

Hatte sie an alles gedacht?

Hatte sie sich gründlich genug rasiert?

Auch die Härchen im Gesicht?

Sie kontrollierte.

„Er wird damit leben müssen, dass du zu viel Hormone produzierst und dich auch im Gesicht…“

„Ja, verdammt, ich habe es kapiert.“

„Atmen, Ela, atmen. Du hast alles, es ist gut so, er wird dir nichts tun und er wird dich auch nicht hängen lassen. Du weißt das. Er hat es dir doch schon bewiesen.“

Sie hielt das wie ein Mantra vor sich. Ein Zurück gab es nicht mehr, sie wollte auch kein Zurück mehr, sie wartete nun schon so lange und alles, was sie sich vornahm, beim nächsten Mann…Jaja…das war alles nach dem ersten Telefonat dahin.

Halt, falsch, es war schon davor dahin.

Sie hatte ihn über Twitter „aufgerissen“. Zu einem Zeitpunkt, zu welchem kaum noch was in ihrem Leben so richtig funktionierte.

Sie verbrachte die Tage in Ungewissheit, in Schmerz, in Wut und teils in nackter Verzweiflung, weil sie nicht mehr wusste, wie sie dem Ghosting eines Mannes umgehen sollte, der ihr im Februar noch ein Halsband anlegte…

Sie schrieb ihn also an, den „Superdom“, den „Subsammler“, den Herrn über mehrere Subs, den sie schon länger über Twitter und seinen Blog verfolgte.

Er entsprach überhaupt nicht dem, was sie sich unter „ihrem“ Dom so vorstellte und er verlangte von seinen Subs Dinge, die sie unter Zwang schon selbst erleben musste – einiges in ihr wehrte
sich, aber er schrieb in einem Blogeintrag über Subs die geduldig sind, die auf ein Zeichen ihres Herrn warten, die still in sich hinein „schmerzten“, weil dann doch wieder nichts kommt.

Dafür musste sie ihm ein Kompliment machen.

So begann das, was Monate später, zig Tausend Nachrichten, Worte, Sprachnachrichten, Telefonminuten, am Hbf. in Köln in einem ersten, lange Osterwochenende, seine Krönung finden sollte.

Erwartungen?

Ja, Himmel, natürlich hatte sie Erwartungen, auch wenn sie anderes Mantra artig von sich weg schob.

Sie erwartete, dass es ein schönes Wochenende wurde, ihre Auszeit von dem Leben, dass sie Kraft kostete, weil der Vorgänger ihre größte Tür geöffnet und sie mit dem ganzen Mist allein gelassen hatte.

Das wollte sie bis Dienstag verdrängen, wie alles andere auch, ob ihr das gelang.

„Nächster Halt, Köln Hbf., der Ausstieg befindet sich in Fahrtrichtung…“

Sie hörte nur noch das Blut rauschen und stellte sich prompt an die falsche Seite…

„Man man man, mit klar denken hast du es auch nicht mehr.“ witzelte eine Stimme in ihrem Kopf.

„Könnt ihr nicht alle verdammt nochmal Ruhe geben?“

Blutrauschen in ihren Ohren.

Keine Stimmen mehr.

Sie stieg aus, fuhr sich durch die Haare und wartete…

Hatte sie alles?

Es fühlte sich an, als ginge sie auf Watte, um sie herum Menschen, die alle irgendwo hin wollte, hastig, freudig, ungestüm, während sie nur dastand.

Den Griff des Rollkoffers fest in den Händen, so fest, dass sich ihre Fingernägel in die Handinnenfläche bohrten.

Sie schloss die Augen, rief sich nochmal seine Worte ins Gedächtnis, öffnete die Augen wieder und sah in sein Gesicht…

#BDSMBlogparade – Humor im #BDSM – #bdsmhumor

„Wäre ich nicht in Ihrem Leben, dann hätten Sie gar nichts zu lachen.“ … Meine Frau

„Der Stock steckt tief in Dir!“ – #DomYoda


Ich bin mir nicht sicher, aber irgendwie ist an mir kein Kasper verloren gegangen. Auf der anderen Seite sagt man mir, dass mir der Unterschied zwischen ernst und ernsthaft durchaus geläufig ist. Und dann … weiß ich auch nicht.

Offensichtlich plane ich viel zu viele Dinge, um gewisse Peinlichkeiten einfach auszulassen, welche die Stimmung zerstören könnten. Auf der anderen Seite höre ich von vielen humorigen Dingen im BDSM, worüber andere herzhaft lachen könnten. Und dann … weiß ich auch nicht.

Bis auf das #ChewingGumGate ist mir irgendwie nichts geläufig, was mit lautem Lachen endete. Eventuell wäre da ein zusammen gekrachtes Bett, als ich mit den Worten „Jetzt bist Du fällig!“ einleiten wollte und dann die Balken brachen. Aus dem Dunstkreis meiner Damen kenne ich die Geschichte, dass die Dame Augen geschlossen am Kreuz stand und der zugehörige Herr ankündigte sie nun mit seiner Bullwhip zu streicheln, sie sich auf den Schmerz einstellte, der jedoch ausblieb, weil sie nun bei geöffneten Augen sah, dass die Bullwhip sich im Kronleuchter verfangen hatte.


Oder vielleicht ist es auch, dass mir viele Dinge, die andere als „lustig“ erachten, gar nicht so lustig erscheinen, weil mir einfach der Zugang zu „jenem“ Humor fehlt. Dabei mag ich mich gar nicht in die Position des „Nicht mein Niveau!“ begeben. Das ist für ernste Dinge vorbehalten. Schlichtweg, es passiert nichts. Aber, es fehlt mir auch nicht. Obwohl da war die Situation mit Tara, die bei der Einleitung eines Spiels mit Kerzenwachs einfach die Kerze ausblies.

Eventuell ist es aber auch, dass lautes Auflachen eine Art von Kontrollverlust darstellt? Hmmm … möglich.


Meine Selbstreflexion wird jedoch regelmäßig dahingehend unterstützt, dass meine Ernsthaftigkeit geschätzt wird, weil ich kaum etwas dem Zufall überlasse und nur so eine Stimmung entstehen kann, die D/s („mit mir“ der Red.) erst lebending und damit liebenswert macht. Und das ein „Wären Sie so freundlich sich nun zu entkleiden?“ gleichbedeutend mit „Zieh Dich aus!“ gesetzt wird. Dass Unmissverständlichkeit, Klarheit und Direktheit in jeder Äußerung von mir stecken („können“ der Red.), wenn es um die von mir viel zitierte „Cervelatwurst“ geht. Und eben auch, dass Gewissheit auf der anderen Seite darüber besteht, dass ich nicht scherze, wenn ich den Schalter umlege.


„Ihre Ernsthaftigkeit bedeutet nicht, dass man nicht mit Ihnen und auch über Sie lachen darf. Sie ermuntern mich jeden Tag dazu, dass ich Sie nicht so ernst nehmen soll, weil es reichen würde, dass Sie mich ernst nehmen. Sie haben keine Ahnung, was das mit mir macht und wie dankbar ich Ihnen bin, dass es eine klare Linie gibt, welche zwischen scherzhaft und ernsthaft trennt. Weil sie nie etwas im Scherz tun um eine Reaktion zu erhalten, wegen welcher ich dann bestraft werde. Weil, wenn Sie mich schlagen wollen, dann tun Sie das. Sie brauchen keinen Grund dazu. Sie müssen Ihren Sadismus nicht erst durch die Brust ins Auge hervorholen. Sie bringen mich nie in eine Lage, in der ich nicht weiß, warum Sie mein Herr sind. Es geht mir gut mit Ihnen.“

Zitatende


#Blogparade April 2019

05.04.2019
https://twitter.com/TSBordeme
https://www.tbordeme.de/bdsmhumor/

09.04.2019
https://twitter.com/TanjaRuss_Autor
https://tanjaruss.de/index.php/2019/04/09/bdsm-blogparade-bdsmhumor-tanja-russ/

11.04.2019

https://herzinfucked634830523.wordpress.com/2019/04/11/bdsmblogparade-humor-ein-plaedoyer-fuer-mehr-authentizitaet/

16.04.2019
https://twitter.com/Navara41956762
https://margauxnavara.com/blogparade-bdsm-und-humor/leseprobe/

23.04.2019
https://twitter.com/EmEmBDSM
https://training-of-o.de/blog/2019/04/23/blogparade-humor-im-bdsm-bdsmhumor/

26.04.2019
https://twitter.com/DerDOMpteur
http://theartofpain.de/sm-und-humor-ein-beitrag-zur-bdsmblogparade/

30.04.2019
https://twitter.com/KinkmitHerz
https://kinkmitherz.de/2019/04/30/warum-humor-so-wichtig-ist/

@Monas_ecke -> Labyrinth, Jagd, Verhör #DreiWortStory

Letzter Tag der Woche … Freitag Abend … Und nüscht zu tun.

Was macht eine Frau dann eigentlich, wenn sich ihre Gedanken im Labyrinth des eigenen Hirnes in ewig langen Windungen mit einem deutlichen Ziel vor Augen, dem aber nicht erreichbaren, durch fremde Hand, Mund, Penis zugeführtem Orgasmus bewegen?

RischTisch … sie begibt sich ins Internet. So werde ich das auch diesen Abend machen.

Natürlich könnte ich meinen Mann von vorgestern Nacht „einbestellen“. Aber ich will nicht. Noch nicht. Ein bisschen unsichtbar sein erzeugt auf der anderen Seite möglicherweise den korrekten Grad an Samenstau 😉 (Auch wenn mir völlig klar ist, dass das biologischer Quark ist!)

Nennen wir es einfach passive Suche mittels Durchkämmen diverser Anfragen in verschiedenen Vögelportalen. Und ich empfinde das nicht immer als lustig. Ich erstelle einen Text über den ich mir tagelang Gedanken gemacht habe, ausgefeilt, persönlich, ausführlich und niemand liest ihn. Wie kann es sonst geschehen, dass da eindeutig steht, dass ich Bondage nicht will, aber mir jeder daher kommende Mann mit mir genau das machen will?

Und wenn Du dann hingehst und in Deinen Profiltext reinschreibst, dass er länger als 120 Zeichen lang ist … ach. Männer, die nicht lesen können (und/oder wollen) werden halt nicht bedient. Und am Ende bleiben dann wenige übrig. Das sind zwar auch nicht immer die Perlen ausgefeilter Wortkunst, aber immerhin. Und dann erlebst Du noch, dass das Anschreiben so ausgefeilt ist, dass es möglichst viele Bereiche abdeckt, welche in einem möglichen Profiltext vorkommen könnten > /dev/nul

Und dann begreife ich, was mir mal jemand gesagt hat:

„Eckart von Hirschhausen meinte mal, dass Frauen nach dem Besten suchen, Männer jedoch nach der Nächstbesten.“

Und von daher verstehe ich, dass Männer sich wohl in ihrer Sehnsucht (oder Gier?) nach dem nächsten Finish, einfach planlos verhalten und sich mit dem gleichen Text an 100e von Frauen wenden, um auch nur bei einer den gewünschten Erfolg zu haben. Und wir Weiber könnten viel mehr Sex haben, vielleicht auch sogar guten, wenn wir bei unserer passiven Jagd nicht immer so wählerisch wären. Nur habe ich einfach keinen Bock mich an die Männer anpassen zu wollen.

Nicht jeder Spruch kommt bei mir an. Nicht jede sexuelle Phantasie erregt mich. Meine Brüste sind zu klein, mein Arsch viel zu groß und meine Muschi ist vielleicht nicht haarig genug. Es gibt so viele Unwägbarkeiten, aber die Online-Dating-Welt leidet ganz erstaunlich unter dem „Tinder“-Syndrom. Fresse gefällt mir nicht, will ich nicht. Obwohl … in der Kneipe um die Ecke wähle ich doch auch erstmal nach dem Äußeren aus, oder?

Und dann gibt es Profile ohne Bild mit zu kurzem oder gar keinem Text. Interessant sind dann auch die Männer, die eine Ehefrau suchen, obgleich ich nur an dessen Ständerfertigkeiten Interesse habe. Wie verzweifelt müssen Menschen sein, dass sie auf einer Kopulationswebseite den Partner fürs Leben finden wollen? Auf der anderen Seite denke ich mir, dass es doch toll ist, wenn man bereits vor der Hochzeit ganz genau weiß, ob der Mann mich gerne anpissen mag oder nicht? Oder?

Mein Ex-Mann hat mir aber auch erläutert, dass Frauen ab und an ebenso vorgehen und auf diese Weise eher Mitleidssex erhalten (Immerhin, die haben Sex!). Ach, Kuckuck, verdammich. Es ist echt nicht einfacher geworden. Und wenn es dann mal passt, dann liegen zwischen meinem Loch und ihrer Befüllung 100e von Kilometern, weil niemand gleich zu Beginn an sagt, dass er aus Hintertupfingen kommt.

Aber auf der anderen Seite ist so ein Verhör (a ka „Kennenlernen“, also ich erzähle alles von mir und erfahre kaum etwas von ihm) auch eine feine Sache. Denn wenn Männer denken, dass ich mir nicht in den Schritt fasse, wenn die „nett“ fragen können und sehr gerne nackt mit ihnen telefoniere, lange bevor ein erstes Selfie daher kommt.

Sie verstehen? … ich bin dann mal unterwegs 😉


Kontext:
https://training-of-o.de/blog/2018/11/22/crimson_silk-keller-holz-lichtschein-dreiwortstory/


Die #DreiWortStory ist eine Nutzer gesteuerte Angelegenheit.
Immer wieder mal frage ich meine Verfolger nach drei Worten aus denen ich dann eine , hoffentlich, erotische Geschichte forme. Alle Worte müssen, wenn auch nicht in der gegebenen Reihenfolge, in der Geschichte vorkommen und sie müssen sinnvoll eingesetzt werden.

Die Herausforderung für mich ist, dass ich mich gedanklich flexibel einfach auf die merkwürdigsten Konstrukte einlasse. Also quasi mehr improvisiere und doch versuche tiefgründig zu bleiben.