Die Frau als Kundin #Sexarbeit #Sexwork

Ich bin dann mal FemDom 🙂

Nachdem meine männliche Variante schon auf die eine oder andere Kundin zurück blicken kann, ist es nun auch für meine weibliche Variante soweit. Die erste Kundin steht ins Haus. Jedoch nicht ich als FemSub für eine FemDom, sondern ich als FemDom für eine FemSub. Und wie mir gesagt wurde, geschieht dies mit voller Absicht.

In den Vorgesprächen ging es immer um mich, auch wenn der Kontakt zu mir über meine männliche Seite durch Lesen in diesem Blog geschah. Die Endzwanzigerin liest mich nun bereits seit zwei Jahren intensiver und wir haben uns bereits zweimal zum Plaudern getroffen, als sie mir sagte, dass sie meine Kundin werden wolle. Also Sarah’s Kundin. Und zwar auch wohlwissend, das da kein Penis meinerseits involviert sein wird. Aber eben doch in der Richtung eine FemSub „im Sinne des #CircleOfFalbalus“ zu sein. Sie wünsche sich Zugang zu all den Orten, wo männliche Doms bisher nur versprochen haben sie hinzubringen, sie bisher nicht hingebracht haben. Pornokinos, Parkplätze, Partys mit hohem Männeranteil. Sie möchte jedoch eine „Große Schwester“ haben, die ihr diese Welt zeigt. Die Idee, dass eine FemDom (bi) mit einer FemSub (hetero) an diesen Orten auftaucht gefällt ihr.

Wir werden uns die Tage erneut treffen und dann auch regelmäßig (geplant einmal die Woche, eventuell Overnight) um diese Bedürfnisse näher zu besprechen, unter Schwestern gemeinsames Kopfkino aufzubauen um dann auch zu sehen, wie und unter welchen Umständen wir das real umsetzen können. Und ja: Die Dame kann und will sich das leisten.

Und ich muss zugeben, dass ich sie gleich beim ersten Treffen als „Kleine Schwester“ gefühlt habe. Durchaus erfahren in Schmerz, aber auch gierig nach Demütigung als „man handled slut“. Und das nur durch miteinander Reden. Offen und herzlich.

Ich freue mich gerade sehr sehr <3

Die Trennung der Welten … Dom vs Sub … #Switcher

Wie geht das?
Auf der einen Seite als Dom mit Subs und auf der anderen Seite als „O“ einer Herrin zu existieren. Es ist ziemlich einfach, jedenfalls für mich, und ich möchte das mal erklären.


Wer dieses Blog verfolgt, der hat schon immer ahnen können, dass nach meiner Zeit als Sklave eines Mannes auch irgendwas zurück bleiben würde. Auch als ich mich lange Zeit eher auf dem dominanten Sektor betätigt habe, so waren gewisse Handlungen des Doms immer ein Stück weit submissiv ausgeprägt. Aber ich habe diese Submission von „damals“ nicht rausgelassen. Nein, darunter habe ich nicht gelitten. Aber da ich mir den Switcher nicht gönnen wollte, war ich halt der festen Meinung, dass ich nun für immer Dom bliebe.

Mit Beginn meiner diversen Tätigkeiten in der Sexarbeit jedoch habe ich festgestellt, dass der Dominus nicht so zieht. Und aus völlig pragmatischen Gründen habe ich meine Weiblichkeit hervor gekramt, welche mich dann halt auch wieder packte. Das ist nun so zwei oder drei Jahre so. Und ich sah, dass es gut war. Der Dom ist privat und die Sub geht anschaffen. Klare Trennung. Kein Problem. Auch nicht im #CircleOfFalbalus.

Nun ist es jedoch so, dass meine Weiblichkeit mehr in den Vordergrund rückt und ich möchte erklären, warum das so ist. Es ist purer Pragmatismus. Indem ich als Frau lebe, kann ich auch spontane Sexdates annehmen und muss mich dafür nicht mehr groß umziehen. Ich bin nun 50 Jahre alt und es ist für mich albern irgendwohin als Mann hin zu fahren, um sich dann im Auto umzuziehen. Dafür habe ich keine Zeit und Lust mehr. Außerdem habe ich so auch mehr Möglichkeiten mich im Alltag sicher zu bewegen. Das ganze nennt sich „transgender female“ im Gewande eines Crossdressers. Wo der Dominus strikt hetero ist, lebe ich als Frau meine Bi-Sexualität aus. Okay, meine Kunden sind mehrheitlich Männer und ich habe eine Herrin, aber auch das ist bi 😉

Wenn ich also nun früher von der Arbeit nach Hause kam, so habe ich den Mann ausgezogen und wurde zu Sarah. Nun bleibe ich Sarah und ziehe Sarah nur dann aus, wenn eine meiner Subs anwesend ist. Das ist für mich kein Problem für meine Gefühlslage. Schließlich bin ich nicht transsexuell und anerkenne meinen Penis als solchen und die Tatsache, dass manche Menschen Sarah mit „Martin“ ansprechen ist für mich nicht schlimm. Jedoch wird es Veränderungen geben, welche für die Sexarbeit einfach wichtig ist und für die Frau in mir soundso. Der Bart ist ab und die Körperhaare sind weg. Plötzlich pflege ich mich mehr und achte auf dies und das. Es wird darauf hinauslaufen, dass ich plane bis Ende 2021 komplett und dauerhaft haarfrei zu sein. Wenn ich als Frau in meinen Ausschnitt packe und da sind Stoppeln, werde ich ziemlich fuchsig. Außerdem werde ich mir eine sogenannte, und auf mich maßgeschneiderte, „Breast-Plate“ zulegen, so dass ich nicht mehr auf Einlegebrüste für einen BH angewiesen bin. Dann kann ich auch mal Blusen tragen, wo der eine Knopf mehr offen ist ;-). Eine Hormontherapie kommt für mich nicht in Frage.


Wo die Herrin das alles mit einem wohligen Blick auf sich zukommen sieht, haben die Subs natürlich Fragen. Schließlich haben sie sich in einen Mann verliebt und dieser gebärdet sich auf Twitter nun mehr als Frau als als Mann. Wie ist es mir möglich meinen Subs im #CircleOfFalbalus gerecht zu werden? Durch Kommunikation zB, wer hätte das gedacht. Sowohl Lisa und #3K haben Zeit mit Sarah verbracht (auf eigenen Wunsch), um zu sehen wie die so ist. Mit #3K gab es sogar einen echten Mädelsabend und wir haben uns auch als Subs ziemlich despektierlich über mich als Dom unterhalten. Offensichtlich scheint Sarah keine so schlimme Person zu sein, auch wenn klar ist, dass ich ihnen als Mann gegenübertrete, wenn es dommig wird. Sie mussten für sich erfühlen, wie es ist, wenn Sarah ihre Auftritte hat und ob das irgendwas mit Ihnen macht. Mittlerweile bin ich sogar ziemlich sicher, dass Lisa zB Sarah mal in Aktion mit der Herrin sehen möchte um das Gefühl abzurunden, dass alles okay ist.


Es ist aber auch schön zu wissen, dass die Herrin sich irgendwie in den #CircleOfFalbalus einfügt, was die Zeiten angeht. Denn schließlich muss auch sie akzeptieren, dass ich mich nicht dreiteilen kann. Aber unser beider Leben ist jenseits der Herrin-„O“-Bindung genug gefüllt und auch die Herrin hat noch andere Subs um sich herum, so dass sie ja auch nicht für mich immer greifbar wäre.

Ob und wie das alles auf Dauer funktioniert ist sicherlich nicht absehbar. Aber solange alle offen und ehrlich miteinander umgehen, habe ich meine persönliche Freiheit und alle bekommen genau die Person, die sie im Leben benötigen. Ob als Mann oder als Frau. Ob als Dom oder als „O“.

„O“ Lisa bittet zum Empfang …

… wenn man von nix wirklich eine Ahnung hat, dann kann man was erleben …


Tatsächlich ist es ja auch so, dass der alte, weiße, Hetero-Cis-Predator auch mal eingewickelt wird. Alles, was ich wusste war, dass Lisa und ich auf einer #SecretNight ein Paar kennengelernt haben und am Ende rauskam, dass die beiden Herren jeweils den Damen die Telefonnummer der jeweils anderen Dame zu übermitteln hatten. Und ab dann war Funkstille. Und das ziemlich lange.

Im Nachgang fing alles vor Corona an und die ganze Planung hätte auch schiefgehen können, wie mir gesagt wurde, hätte NRW sich nicht für etwas mehr Miteinander exakt fünf Tage vor dem Termin geöffnet. Nicht auszudenken, was mir/uns nicht passiert wäre. Lisa kam am Vorabend, also einem Donnerstag zu mir, und ich würde eine Adresse erhalten. Aufgrund der Organosation ging es dann am Freitag in zwei Autos los. Zu sagen, dass ich nun sonderlich aufgeregt gewesen wäre, wäre gelogen. Aber ich war sehr neugierig auf das, was da passieren sollte. Für Lisa war es sehr anders herum aus verständlichen Gründen.

Am Ziel angekommen erkannte ich den Ort der Handlung auch erst. Ein BDSM-Appartment, wo Lisa und ich schonmal waren und eine sehr entspannte Zeit miteinander hatten. Wir schauten uns um und stellten Umbauten fest, die uns nicht so gefielen. Das Andreaskreuz im Wohnzimmer war vorher richtig frei zugänglich. Nun steht dort ein halbes Sofa davor. Und eine TV-Ecke wo früher ein BDSM-Tanzplatz war. Es fehlte auch ein richtiger Tisch dort, wo mal einer war. Der Platz, der im Prospekt zu sehen ist und wo der Tisch stand, war nun ein Hochtisch mit Barhockern. Ziemlich nicht stilvoll. Aber: TjaNun.

Das andere Paar kam an und die Herren wurden ins Raucherzimmer geschickt.


Die Dame des anderen Paares kam später mit Lisa ins Raucherzimmer und es wurde uns ein Plan vorgestellt.

Freitag: Freies Spiel
Samstag: Vormittag und Nachmittag – Freies Spiel, am Abend „O“-Date.
Sonntag: Frühstück, Aufräumen und Abfahrt.


Ich möchte insgesamt gar nicht so sehr auf die Details eingehen, weil wichtiger als das die Herren bereits im Raucherzimmer sich darauf geeinigt hatten, die „O“’s zu tauschen, war, dass Lisa sich als „O“ präsentierte. Die beiden Damen haben einen Entwurf, den die Herren mal so für einen Abend der „O“ ausgedacht hatten, in die Tat umgesetzt. Wein, Essen, Unterhaltung, Vorstellung der „O“’s, Bekleidungskontrolle. Das die Dame des anderen Paares eine Doppelrolle als „Moderator“ des Abends und als „O“ hatte, fiel kaum auf.

Lisa war extrem aufgeregt. Wir hatten durchaus mal über das ein oder andere gesprochen. Sie meinte immer, dass sie eigentlich ein „Upper Floor“-Mädchen ist, wobei sie jedoch als meine Sklavin nicht wirklich unterfordert wäre. Es war das erste Mal, das Lisa sich Anderen so freizügig nackt gezeigt hatte und das erfüllt mich bis heute, Wochen später, immer noch mit Stolz. Denn bis dato stand sie sich dabei immer selbst im Weg. Da helfen auch schöne Worte nichts. Manche gordischen Knoten lösen sich dadurch, dass man sich selbst in eine Situation bringt, aus der man nicht rauskommt. Und genau das hat Lisa an diesem Wochenende vollbracht.

Lisa ist nun offiziell eine „O“-Novizin, weil es ihr eigener Wunsch ist, in diesen Bereich vorzudringen und diesen mit Leben zu füllen. Halt so, wie es im realistischen Rahmen geht. Sie ist extrem scheu und schüchtern, aber neugierig auf die neuen Aufgaben. Schauen wir mal, wie weit Corona es zulassen wird auch mal öffentlich aufzutreten, was ich als wesentlichen Sinn einer „O“-Schaft ansehe. Eine „O“, die nur im Schlafzimmer tätig ist, schullijung, ist für mich keine.


Manche Menschen sagen, dass ich ein Vulkanier bin. Und das ich mit Emotionen nicht so gut kann. Dass ich diese zu sehr versachliche. Was jedoch nicht bedeutet, dass Vulkanier keine haben. Und was Lisa angeht bin ich emotional kompromittiert.

#Welthurentag am 02.06.2020 #RotlichtAN

#RotlichtAN ist eine Initiative des BesD e.V. zum Welthurentag am 02.06.2020.

Am kommenden Dienstag, den 02.06.2020 ist es wieder soweit. Und zum Anlass des Tages gibt es eine Offensive des BesD e.V., dessen IT-Admin ich bin.

Wir veranstalten eine Zoom-Aktion „Ask a Sexworker“ und Sarah Blume wird sich neben vielen anderen lieben Kolleg*innen der Meute stellen.

#RotlichtAN
#RotlichtAN

Denn es gilt leider immer noch zu häufig der Grundsatz, dass die Menschen viel lieber über uns sprechen als mit uns und wir wollen einfach mal ins Gespräch kommen und dieses anbieten.

Auf der unten verlinkten Webseite stehen alle Infos, die ihr so benötigt, um euch anzumelden und mitzumachen.


#RotlichtAN – Eine Initiative des BesD e.V.

RotlichtAN