Sexarbeit mit Frauen – Teil Zwei

Hm. Ich glaube, ich würde einfach gerne Erlebtem zuhören und das Gefühl entwickeln dass Frau genauso Kunde sein kann wie Mann. Ansonsten treibt mich die Frage um, wie sich monatelange Vorgespräche für ein Date rentieren können. Ganz banale Wirtschaftlichkeitsgedanken.


Von -> https://wp.me/p7vlE4-1fQ <- kommend.

Männer funktionieren in der Sexarbeit anders. Sie sind heute geil und nicht in 14 Tagen. Jedenfalls ist das meine Erfahrung. Eine Frau jedoch hat sich lange und intensiv Gedanken gemacht und kann in aller Regel deutlich länger auf Sex verzichten oder auch auf eine gewisse Form des Sex (Vanilla vs BDSM). Daher geschehen Dinge hier auch nicht von jetzt auf gleich.

Eine typische Anbahnung in diesem Bereich dauert in aller Regel vier Wochen. Also zwischen dem ersten Kontakt und dem tatsächlichen Date. Ich finde das immer sehr entspannend, da es sich nicht vordergründig um Druckabbau handelt, sondern auch mein Gegenüber sich einbringt und mit mir gemeinsam abwägen will, was Sicherheit im Allgemeinen und Lust im Besonderen angeht. Und sie sind sich immer darüber bewusst, dass meine Dienstleistung zu vergüten ist. Ich musste das bisher nie besonders betonen.

Auf der anderen Seite bleibt es zumeist jedoch dabei, dass ich auch den Frauen das ein oder andere aus der Nase ziehen muss. Denn manchmal ist das Einzige was fest steht der Entschluss Geld für Sex auszugeben und sich für mich entschieden zu haben. Wenn es um die Sache als solches geht, wird es durchaus dünn. Aber das ist nicht so schlimm. Sie nehmen sich Zeit ihre Gedanken mit mir zu ordnen und ich nehme mir die Zeit auf Millionen von Fragen zu antworten. Und diese sind alle im Preis inkludiert.

Es gibt viel zu wenige Frauen als Kunden (generell) auch wenn gefühlt die Zahl steigt. Was auch ein Zeichen des Feminismus sein kann oder sogar ist. Auf der einen Seite haben Frauen in aller Regel keine Schwierigkeit damit einen Sexualpartner zu finden. Warum also Geld ausgeben, wenn es auch ohne Kohle geht? Was macht diesen steinzeitlichen Urzeitpredator, den ich auch noch bezahlen muss, so besonders und unterschiedlich zu all den anderen Doms und „Doms“ im Internet?

Die häufigste Antwort ist, dass es zwar ein vorher, aber kein nachher gibt.

„Keine eMails, die anhänglich wirken. Keine Aufgaben, die mich belasten.“

Geld bringt sie mit mir zusammen und das war es dann auch. Im Idealfall kommt die Kundin wieder, manchmal geht es aber auch nur um das einmalige Erleben. Es muss mir egal sein, auch wenn die Session noch so schön war. Ab und an ist das einfacher, ab und an schwerer. Das geht auch meinen weiblichen Kollegen so.

In der gebuchten Zeit habe ich die ungeteilte Aufmerksamkeit eines Mannes, der mich in seine Welt mitnimmt, mich sicher begleitet und wieder entlässt. Ich habe einen Namen, er ist nicht anonym. Im Zweifel kann ich ihn belangen. Aber vor allem kann ich ihm vertrauen, dass er mit mir nichts tut, was er nicht kann (Bondage zB), nichts tut, was er nicht will (Ficken zB), mich nirgends hin entführt, wo BDSM nicht geht (Swingerclub zB) und er sich einfach so unendlich Zeit für mich nimmt und auf mich und meine Bedürfnisse achtet.

Die meisten Kundinnen wissen durch diesen Blog mehr von mir, als ich von ihnen. Daher fällt es ihnen leichter mir Fragen zu stellen und in diesem Zuge auch Dinge von sich preis zu geben. Und so wird dann am Ende ein Schuh draus. Ich kann aus all der Unterhaltung abschätzen an welchem Ort des Geschehens wir uns einfinden werden und entsprechende Aktionen einpreisen. Ich mache niemals einen Hehl daraus, dass gewisse Wünsche zwar recht hübsch sind, aber real betrachtet fast nie Wirklichkeit werden können (Gangbang zB). Oder das die Frau aus ihrer Wohlfühlzone raus muss, um gewisse Wünsche zu verwirklichen (Fremde Männer im Pornokino zB).

Hetero-Escort im BDSM mit Schwerpunkt D/s (weniger SM!) ist nicht Abend füllend (aka keine Vollzeitbeschäftigung), aber ich mag das sehr. Es ist meine Nische. Und … btw … an dem Date mit einer Rollstuhfahrerin arbeite ich nun mit ihr seit einem Jahr. Erst kamen viele Operationen auf sie zu. In dieser Zeit wollte sie das Geld ansparen, dann kam Corona, weitere Operationen und vielleicht werden zwei Jahre vergangen sein, bis es schnackselt. Aber … es ist mir den Aufwand einfach wert.

Sexarbeit mit Frauen – Teil Eins

Hm. Ich glaube, ich würde einfach gerne Erlebtem zuhören und das Gefühl entwickeln dass Frau genauso Kunde sein kann wie Mann. Ansonsten treibt mich die Frage um, wie sich monatelange Vorgespräche für ein Date rentieren können. Ganz banale Wirtschaftlichkeitsgedanken.


Ich fange einfach mit einem ganz einschneidendem Erlebnis an. Nämlich dem Moment, in welchem ich entschied meinen Penis NICHT und NIE MEHR WIEDER in der Sexarbeit einzusetzen.

Auch wenn es einen gewissen Reiz hat und auch wenn die Dates mit Frauen in der Sexarbeit für einen Hetero-Dominus nicht auf der Straße herum liegen, so war ich auch mal jung und hatte keine Ahnung von nichts. Also dachte ich mir, hey … schon geil, wenn Dir eine Frau für Geld einen Blowjob gibt. Nur, nicht immer kniet eine Frau vor einem, die einem gewissen Beuteschema entspricht. Da ich aber schon immer nichts einwerfen wollte um einen Ständer zu bekommen, musste ich mir einen anderen Blickwinkel angewöhnen. Etwas Schönes im Gegenüber finden und den Rest, sagen wir es mal böse, ausblenden. Was im privaten Leben überhaupt nicht infrage kommt, so dachte ich mir das, muss in der Sexarbeit anders funktionieren. Glücklicherweise war dieses Date jedoch eine wahre Schönheit und ich hatte keine Probleme mit meiner Errektion.

Ich: Hier ein Kondom, zieh es drüber.
Sie: (Fragezeichen im Gesicht)
Ich: Du willst mir doch einen blasen, also mach hinne.
Sie: (nestel)
Ich: (nimmt das Kondom weg), so wird das nix. Hier ein neues.
Sie: (nestelt verbitterter herum)
Ich: Nein! Neu machen.
Sie: (verzweifelt)
Ich: Nein! Nochmal von vorne!
Sie: (weint ein wenig)
Ich: Schluss jetzt! Dann nicht! (zieht die Hose wieder hoch)
Sie: (Völlig verwirrt)
Ich: Mir einen blasen wollen, aber das Gummi soll ich drauf machen?
Sie: Ich habe das noch nie gemacht. (wimmer).

(Es folgten Dinge, die ein Dom ohne Penis machen kann, sehr zum Orgasmus der Kundin ausgerichtet.)

Später meinte sie, dass sie sowas noch nie erlebt hätte. Ein Mann mit einer handfesten Errektion, der ihr einen Blowjob verweigerte. Meine Entscheidung, ihr das nicht zu gestatten, war ein sehr demütigendes Element. Schließlich hat sich jeder Mann von ihr gerne einen blasen lassen. Und in ihrer Königsdisziplin nicht auftreten zu dürfen war ein Stich. Aber unterm Strich empfand sie es als wesentliche und richtige Bestrafung. Aber eben auch verwirrend, weil ein Mann in diesem Augenblick nicht mit der Eichel am Penis dachte, sondern mit dem Hirn im Kopf. Sich selbst dominierte.

Meine persönliche Notiz an mich selber war, dass ich dieses Szenario niemals zu 100% herauf rufen könnte. Nicht das sich selbst dominieren, das ist einfach, sondern ich werde garantiert niemals zu 100% eine Errektion bekommen. Ich merke das auch im privaten Bereich. Ficken ist mir persönlich nicht so wichtig. Ich muss keinen Orgasmus am Ende einer Session mit einer Sub haben. Meine Befriedigung findet auf einer anderen Ebene statt.


Männer funktionieren in der Sexarbeit anders. Sie sind heute geil und nicht in 14 Tagen. Jedenfalls ist das meine Erfahrung. Eine Frau jedoch hat sich lange und intensiv Gedanken gemacht und kann in aller Regel deutlich länger auf Sex verzichten oder auch auf eine gewisse Form des Sex (Vanilla vs BDSM) … Aber damit geht im Teil Zwei weiter -> https://wp.me/p7vlE4-1gd <- (03.08.2020 – 19:00 Uhr)