Was bisher geschah … // Geschichten aus der Gruft.

Es wurde um ein echtes Erlebnis gebeten, also eine Geschichte aus der Gruft 😉 … weil ich bin halt schon alt 😀


Das ist jetzt schon ziemlich lange her, aber ich erinnere mich daran wie mein Dom mir aufgetragen hatte, dass ich eine Woche lang spärlich bekleidet (als Damenwäscheträger – DWT) jede Nacht mindestens für zwei Stunden auf einem „gewissen“ Parkplatz für ihn anzuschaffen habe. Das Spiel mit der Sexarbeit hat mich ja schon immer fasziniert und es ging gar nicht mal um Demütigung. Mein Dom wusste das und wollte auch nicht, dass ich es für Geld mache (diese Dates vermittelte mir mein Dom von sich aus), sondern dass ich „auf Quote“ arbeite.

„Am ersten Tag wirst Du mindestens einen Kerl aufreissen, am zweiten mindestens zwei bis es dann am fünften Tag halt fünf sind. Und weil Du keine weiteren Fragen mehr hast, darfst Du davon auch Fotos und Videos erzeugen. Also möchte ich Dich mindestens mit drei Männern beschäftigt sehen. Alles klar?“

„Ja, mein Herr!“

So sah ich mich dann in einem schwarzen T-Shirt-Kleid mit nichts drunter, schwarzer Perücke und High Heels auf einem DWT-Strich in der Nähe Kölns parlieren.

Ich mochte solche Sachen. Sehr sogar. Und vor allem, weil die nicht wirklich ausformulierte Aufgabe mir kreative Möglichkeiten gab darüber zu bestimmen, welche Serviceleistung ich mit wem zu erbringen gedenke und auch wo. Selbst die Plots zu Fotos und Videos fielen unter meine Regie.

Während ich bis zum Tag Drei alle Forderungen habe erfüllen können, also das Bedienen von sechs unterschiedlichen Männern per Blowjob und/oder Analverkehr, hatte ich kein Glück, was Fotos anging. Niemand wollte seinen Schwanz in die Kamera halten, so als ob man jene am Schwanz erkennen würde. Aber mit Tag Vier durfte ich auch nicht mehr wirklich wählerisch sein, aber es bereitete mir keine Probleme auch die „B-Männer“ in den Autos anzusprechen.

Bis ich dann faszinierend herausfand, dass einer Natursekt wollte. Also er wollte nur das. Ich sollte neben dem Auto knien und einfach den Mund aufmachen. Allerdings nicht nackt, sondern bekleidet. Da ich eh Wechselsachen dabei hatte, war das für mich okay. Er sollte der letzte Kunde an diesem Abend werden. Fataler Irrtum.

Während ich also die Kamera und dann mich positionierte und die ersten Strahlen seines Natursektes in meinen Mund regneten, kamen auch andere Männer hinzu. Ich konnte das nur aus den Augenwinkeln heraus sehen, aber da standen so drei Männer, die ihre Schwänze wichsten. Offensichtlich gefiel ihnen also dieser Live-Porno. Und einer nach dem anderen stimmte in den Regen mit ein und ich glaube, dass ich insgesamt 5 Minuten lang beregnet und mit Facials versorgt wurde. Und alles auf Kamera.

Somit hatte ich am Tag Vier ein Video mit vier Männern und mir und zusammen mit den Vortagen insgesamt 10 Sexualkontakte. Und ich hatte echt keine Ahnung, wie ich das noch an Tag Fünf steigern sollte. Also ich brauchte ja noch fünf Männer am Tag Fünf.

Doch leider konnte ich meine Quote nicht leisten, denn die Männer vom Vortag waren wieder da. Ich hatte zwar fünf Sexualkontakte am Tag Fünf, aber halt nur einen neuen dabei.

Dennoch konnte ich mit zwei Videos dienen (immerhin) und ich gab meine Arbeit am Tag Sechs ab.

Mein Herr schmunzelte mich an: „Ich bin sehr stolz auf Dich. Weißt Du das eigentlich? Es geht nicht darum alles zu erfüllen, sondern alleine das Bemühen darum ist wichtig. Das hast Du getan. Und das macht nicht jeder einfach mal so. Du hast es wirklich drauf.“

Hachja <3

Lange her. Bitte Gerne Danke.

Covern, aber richtig

In einer Gesellschaft lebend, in welcher der schnelle Spaß getriggert durch diverse Online-Portale nur einen Klick weit entfernt ist und immer mehr Menschen in diesen Teil des Lebens vordringen und auch immer mehr neue Menschen hinzukommen, steht auch immer wieder die Frage im Raum:

Wie schütze ich mich, wenn ich mich zum Zwecke des BDSM mit einem mir fremden Menschen treffe? Dieses „Covern“ … kann ich das mal sehen?


Ich möchte aus meiner persönlichen Perspektive berichten, also wie ich die Dinge selbst handhabe und ich möchte nicht viele Worte verlieren, sondern einfach eine Stichwortliste zum Abhaken erzeugen.

Dabei gehe ich davon aus, dass dem Date nichts im Wege steht, also Datum und Uhrzeit sind bekannt und es handelt sich nicht mehr um ein Kaffeetrinken. Es geht nun zur Sache.

Du bist im Besitz der bestätigten Existenz Deines Gegenübers. Du hast also Vorder- und Rückseite eines Personalausweises. Weil ohne das, würdest Du ja nicht daten, richtig? RICHTIG?


  1. Du wendest Dich offen an einen Menschen, der Dein Vertrauen hat.
  2. Dein Gegenüber hat Einverständnis gegeben, dass Du die persönlichen Daten Deines Gegenübers an einen Menschen zu 1. weitergeben kannst.
    (Wenn das nicht vorliegt gibt es ja auch kein Date, nicht wahr?).
  3. Du teilst der Person zu 1. alle Daten mit: Ort, Datum, Uhrzeit, Zimmernummer des Hotels oder Adresse einer Dir unbekannten Spelunke. Und immer, wenn sich daran irgendwie was ändert, teilst Du das der Person zu 1. mit. Und vielleicht hast Du noch eine andere Person zu 1. jetzt als Backup? Kann ja nicht schaden.
    (Dass Du keinen Fremden in Deine eigene Wohnung lässt versteht sich von selbst!)
  4. Du verabredest mit der/den Person(en) zu 1. wann und mit welchen Worten Du Dich von Dir aus telefonisch meldest. Nein … Du wirst keine WhatsApp schreiben, auch keine Sprachnachricht. Du möchtest, dass die anderen Deine liebliche Stimme hören.
    (Dein Date möchte nicht gestört werden? Pech für das Date, denn dann darf das Date es sich selbst machen und Du fährst erst gar nicht los, klar oder?)
  5. Sich alle 60 Minuten zu melden ist natürlich vollkommen albern, aber vielleicht so, bevor Du den Partner triffst („Ich gehe nun da mal rein!“) und vielleicht vereinbart drei bis vier Stunden später („Es geht mir gut, es ist toll … ja, Du kannst jetzt auflegen. Melde mich morgen. <3“)
  6. Für den Fall, dass eben nicht alles okay ist, solltest Du mit den Personen zu 1. ein Stichwort vereinbaren, welches kontextuell in den Rahmen passt, aber von dem Gegenüber nicht als solches erkannt wird.

    Meine Frau hat bei unserem ersten Mal das Wort „Fabelhaft“ gewählt. Ein Wort, dass im Satz „Danke, es geht mir fabelhaft <3“ mir nicht aufgefallen wäre, wohl aber ihrer Besten, die am Telefon saß.

    (Wir sind nun im Jahre Fünf, also ist davon auszugehen, dass es damals nicht fabelhaft gewesen ist.)

  7. Ganz wichtig. Wenn Du mehrere Personen zu 1. hast, dann lege für Dich fest, wen Du zuerst anrufst. Und wenn alles okay ist, dann soll die erste Person es der zweiten sagen, diese der dritten. Wie so eine Kette. Wenn es aber total aus dem Ruder läuft, dann lass es nicht ewig und drei Tage bei der ersten Person klingeln, sondern wähle dann gleich die 110! und erst danach kannst Du es wieder bei der ersten Person versuchen.

Ich hoffe, dass ich mit diesem kurzen Abriss helfen kann.

Gerne könnt ihr mir eure Erfahrungen in den Kommentaren mit auf den Weg geben.

Der gemeldete Dominus // #Sexarbeit #Sexwork #BesD

Auch wenn ich Mitglied im Berufsverband erotischer und sexueller Dienstleistungen bin und wir in der Gesamtheit dafür eintreten, dass die Meldepflicht (aka „Gewerbeanmeldung Prostitution“) verschwinden muss, so bin ich es doch. Also gemeldet.

Ich erinnere mich noch sehr genau an das Gespräch bezgl. Gesundheitsberatung und dass mir die Dame bei der Stadt Köln sagte, dass sie keine Gesundsheitsbelehrung machen würde, weil das einfach entwürdigend sei. Sie war jedoch sichtlich überrascht, dass ein Mann vor ihr saß, der sich zur Prostitution anmeldete.

Sie war sehr neugierig und auch wenn es kein Mandantengespräch wurde, machte sie sich einige Notizen und wir saßen so gemütlich fast 30 Minuten beieinander. Was denn so ein „Dominus“ mache und warum ich sowohl für meinen richtigen Namen, als auch meinem Künstlernamen vorspräche. Und das es sehr ausnahmig sei, dass ein Mann sich „wofür genau?“ anböte.

Die Dame meinte, dass in all der Zeit in welcher das ProstSchG gelte noch nie ein Mann bei ihr zur Beratung aufmarschierte. Wenn überhaupt dann nur als Begleitung für eine Frau. Offensichtlich „verwirrte“ sie einfach der Eindruck eines älteren Herren, der sich als Quotenmann im ältesten Gewerbe der Welt einschrieb und dazu noch genau wusste, was er da tat.

Ob ich keine Angst hätte, eventuell „entlarvt“ zu werden, was ja als Frau schon schwierig sei. Ich empfahl ihr einen Besuch auf meiner Webseite und einen Blick ins Impressum. Ich würde mich da schon selbst entlarven. Keine Bange.

Ob man sowas lernen könnte oder wie ich dazu käme, Frauen gegen Entgelt auch zu schlagen. Die Frage, woher meine weiblichen Kolleginnen ihre Expertise hätten, würde sie diese auch stellen? Es gibt kein Qualitätsmerkmal oder einen TÜV in der Sexarbeit. Manche sind bei einer Domina in die Lehre gegangen, aber solche Dinge sind vielleicht „nur“ Techniken.

Meine Zertifizierung ist meine Erfahrung und ein wenig Mundpropaganda. Außerdem sei ich mir darüber bewusst, dass Hetero-Escort nicht abendfüllend für die Kasse sei. Aber ich wolle eben nicht gegen ein Gesetz verstoßen, auch wenn ich der Meinung bin, dass diese Gewerbeanmeldung absolut daneben sei.

Außerdem komme es auch darauf an, dass man in der Lage ist eine gewisse Emphatie für jedes Gegenüber mitzubringen und dass man in der Lage ist, sich emotional abzugrenzen. Alles Dinge, die man nicht lernen kann. Kann einem nicht beigebracht werden. Und wenn man es nicht kann, wird man schauspielern müssen.

Ob ich mich als Konkurrenz zu einer Domina sehen würde? Nein, Dominas sind meine Kolleginnen. Und jeder meiner Kolleginnen oder Kollegen bietet andere oder ähnliche oder gleiche Dienstleistungen an. Das einzige, was ich ab und an erfahre ist, dass ich nicht als männlicher Sexarbeiter bei den Kolleginnen gesehen werde, sondern als verkappter Freier. Aber so ist das nun mal als Quotenmann in einem Gewerbe, in welchem überwiegend Frauen tätig sind. Muss man abkönnen. Und damit sich daran was ändert bin ich eben auch im BesD. Mühsame, aber schöne Eichhörnchenernährung.

Ich glaube, ich gehe kommendes Jahr unmittelbar nach meinem 50sten Geburtstag wieder zur Beratung. Und werde Kuchen mitbringen und die Auslegeware des BesD erneuern 😉

Hetero-Escort

Auf die Frage, was denn genau bitte „Hetero-Escort“ sei, möchte ich folgenden Blogbeitrag zur gepflegten Analyse bereitstellen.


Zunächst einmal kann man es wörtlich übersetzen und „Heterosexuelle Begleitung“ würde dabei herauskommen. Dies beinhaltet Menschen, welche vornehmlich gegengeschlechtlich arbeiten. In meinem Fall ist also die Frau der Gast und ich der Dienstleister. Dabei spielt es erstmal keine Rolle, ob auch nur irgendeine Form von Sexualität enthalten ist. Frauen zu Abendessen oder in die Oper zum Beispiel zu begleiten ist keine #Sexarbeit, sondern erstmal nur Begleitung, weil Frau da nicht allein hinwill.

#Sexarbeit wird es dann, wenn bereits vor dem Date Dies bezügliches definiert verabredet wurde.

Wenn ein Mann einen weiblichen Escort bucht, so werden diese Männer bereits bei der Buchung an Sex mit der Begleitung denken. Ob es dazu kommt lasse ich mal offen, weil es auch Kolleginnen im Escort gibt, die Sex mit dem Gast grundsätzlich (auch nicht gegen Aufpreis) komplett ausschließen.

Es hat sich jedoch umgangssprachlich, warum auch immer, durchgesetzt, dass von „Hetero-Escort“ gesprochen wird, wenn eine Frau einen männlichen Escort bucht. Weil die meisten männlichen Escort eben nicht gegengeschlechtlich unterwegs sind, sondern gleichgeschlechtlich.

Soviel zur Grundlagenklärung.


In diesem Business Fuß zu fassen ist recht komplex. Vieles läuft hier weniger über Werbung, sondern über Mundpropaganda und aufgrund der gewissen Kosten, die mit einem Escort verbunden sind, kann sich auch nicht jede Frau einen solchen leisten. Wo es Männern ausreicht sich einfach mal einen blasen zu lassen, weil halt Druck ist, und somit der männliche Gast prinzipiell nur auf seinen Orgasmus durch sein weibliches Gegenüber aus ist (bitte im Kontext lesen), so gilt dies für Frauen vielleicht auch. Aber eben nicht nur.

Wenn man als Mann die Zähne nicht auseinanderbekommt und die Frau nicht unterhalten kann, dann nutzt das alles nichts. Frauen möchten, meistens, auch von einem Escort erobert werden, auch wenn sie bereit sind für ihren Orgasmus zu bezahlen. Zudem ist es schwierig als Mann seinen Mann zu stehen, wenn das Gegenüber eben nicht seiner Mütze entspricht. Viele männliche Escort greifen daher zu Viagra und Konsorten.

Gäbe es also einen soliden Markt für Hetero-Escort, dann gäbe es auch Laufhäuser, wo Männer in langen Fluren auf Barhockern sitzen und auf weibliche Gäste warten, die mal eben beschlafen werden wollen. Oder?


Persönlich lehne ich Viagra und Co für mich vollkommen ab. Anfragen nach reinem Sex lehne ich ebenso ab, weil ich halt meine Grenzen kenne und diese eben nicht durch Drogeneinnahme erweitern möchte. Aber … ich schließe Sex nicht aus. Und in den meisten Fällen reicht dies völlig als Ansage aus. Und beim Thema Ansage bin ich dann auch schon in meinem Thema. Ich bin ein dominanter Hetero-Escort, der sich im Rahmen der Grenzen der Kundschaft frei bewegt. Und genau das wird auch bei mir gesucht.

Mein Unterhaltungsstil ist weniger flirty, da ich einfach den Wunsch nach Dominanz voraussetze. Und keine Frau würde mich daten, wenn sie dieses Prickeln nicht schon spürt, bevor sie mich überhaupt anfragt. Männer schauen sich einfach Bilder an und werden geil, Frauen informieren sich und genehmigen sich dann und wann mal was. Was ein wesentlicher Unterschied ist.

 

@SexworkID – Warum ich Mitglied bin.

Bereits gestern ereiferte ich mich ja im Blog über meine Mitgliedschaft im BesD.

Der Berufsverband Sexarbeit (Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen e.V. mit Sitz in Berlin) stellt den Versuch dar alles und jeden unter seine Flügel zu nehmen, die unter die Definition „Sexarbeit“ fallen. Und das sind ziemlich viele Berufe.


Die Hauptziele des BesD e.V. sind die Entkriminalisierung der Sexarbeit und ihre berufliche Anerkennung, womit wir gleiche Berufsrechte meinen. Denn anders als alle anderen legalen, durch Art. 12 GG geschützten Berufe wird Sexarbeit heute noch immer vornehmlich durch das Strafrecht und nicht etwa das Prostitutionsgesetz oder allgemeines Berufsrecht reguliert. Wir beziehen uns auf die Einzelnormen zu Ausbeutung, Zuhälterei und Menschenhandel sowie das Verbot der Prostitution, durch das sich Sperrgebietsverordnungen auf Landesebene legitimieren.


Ich muss zugeben, dass ich nicht so der Schreiberling politischer Texte bin, sondern eher der Redner dessen.

Prostitution ist das älteste Gewerbe der Welt. Es gab sie immer, gibt sie heute und es wird sie immer geben. Der Staat geht jedoch davon aus, dass die Gefahr von Sexarbeit ausgeht. Die Sexarbeiter sind die Bösen und unsere Gäste müssen vor uns geschützt werden. Wir machen Fremdgehen und allerlei Perversionen möglich und vergiften mit unserem Treiben die Gesellschaft. Tut mir leid, ich sehe das nicht so. Ganz im Gegenteil.

Sexarbeit ist eine wichtige Sache. Unsere Angebote sind ein Spiegelbild für die Gesellschaft, denn alles beruht auf Nachfrage. Und auf diese Nachfrage richten wir unser Angebot aus. Wir stellen uns als Ventil für allerlei sexuelle Dinge zur Verfügung, weil wir das so wollen. Weil wir so leben möchten. Und … weil wir damit halt auch unser Geld verdienen möchten. Würde es die Sexarbeit nicht geben, dann hätten manche kein Ventil für ihre Gelüste, Wünsche und Träume. Damit hat Sexarbeit irgendwie auch eine Schutzfunktion innerhalb und für die Gesellschaft.

Dabei hat Sexarbeit viele Gesichter: Prostitution und Pornografie sind nur Teil des Ganzen. Menschen hinter und vor WebCams, Tantrakünstler und noch viele Berufe mehr.


Persönlich betrachtet bin ich als Hetero-Escort eher die Quote im Verband. Aber auch „uns“ gibt es. Ich arbeite daran, dass zB Webforen Männer eben auch als Anzeigen als Prostituierte schalten lassen, ohne gleich in den Verdacht zu geraten, dass wir verkappte Freier sind. Denn das sind wird nicht. Nur ist es eben schwer in diesem Umfeld wirklich Fuß zu fassen, da die Annerkennung eines Dominus eher im Schwulenbereich gesucht wird. Dabei wird eben auch verkannt, dass Frauen und Paare nicht den Weg zu einer Domina suchen wollen um im #BDSM zu schnüffeln, sondern der heterosexuellen Neigung folgen möchten.

Langer Weg. Steiniger Weg. Aber ich bin dann mal losgegangen.


Die Vernetzung innerhalb des BesD hilft mir auch dabei Kontakte zu knüpfen und auf uns aufmerksam zu machen und das ohne in jedem anderen gleich einen Konkurrenten zu sehen. Mir liegt daran, dass ich als Dominus wahr genommen werde, der auf eine ganz bestimmte Art auch ein Feminist für die Sache ist. Weil meine Grundhaltung so ausgeprägt ist, dass jeder Mensch bitte machen soll, was sie/er will und auch sein darf, was sie/er gerne sein möchte, solange alle zustimmen und niemand gegen Gesetze verstößt.

Frage: Was sind Ihre schönsten Erinnerungen, wie auch Erlebnisse und wie sehr haben sie Ihre heutige Persönlichkeit bzw. Ihr Leben beeinflusst?

Zugegeben … ich musste auch über diese Frage ziemlich lange nachdenken. Mein Wohlbefinden heute auf ein paar wenige Dinge zu vereinfachen ist auf der einen Seite nicht möglich und doch sind es auf der anderen Seite viel zu viele kleine Dinge, die mich zu dem machten, der ich heute bin (respektive sein darf).


#Outing

produced by https://twitter.com/RedGingerHeart

Eines der wesentlichen Dinge ist wohl mein komplettes Outing im Bereich #Sexarbeit.

Mit Gesicht zur Front stehe ich zu meinen Nebentätigkeiten und engagiere mich hierzu im Berufsverband Sexarbeit e.V.

Dabei betreibe ich hier eher Hintergrundarbeit (Termine und Presseschau), habe aber auch schon für die Aidshilfe NRW vor der Kamera gestanden.

Zudem habe ich aber auch mein „Hobby zum Beruf“ gemacht und date mich mit Paaren und (vornehmlich) weiblichen Singles in Sachen BDSM.


#BDSM (#CircleOfFalbalus )

produced by https://twitter.com/RedGingerHeart

Ja, ich habe auch Blümchensex. Aber mehrheitlich eben nicht (mehr). Eines der Merkmale meiner Zufriedenheit ist, dass ich meine Leidenschaft für #BDSM (mehrheitlich D/s gefolgt von SM) gefunden und manifestiert habe. Ich bin hier zuhause und möchte keine Beziehung mehr mit komplettem Verzicht darauf. Meine Frau ist ein deutlicher Eckpfeiler, der mir mein Leben als „polymonogames“ Wesen im #CircleOfFalbalus ermöglicht, dessen Teil sie selbst ist.

Der #CircleOfFalbalus gibt mir die Möglichkeit verschieden ausgeprägte D/s-Beziehungen zu führen. Dabei spielt Sex an und für sich nicht wirklich eine Rolle. Es geht um das ganze vollständige Prinzip jemanden ganzheitlich anzunehmen und, sagen wir, eine gewisse (sexuelle) Befreiung meines Gegenübers und damit auch mir zu organisieren. In Hingabe, Zuneigung und Liebe.

Für mich ist BDSM mehr als reine Erlebnissexualität und so möchte ich das und nicht anders. Es ist ein Lebensgefühl.


#Musik

Ich spiele einfach gerne auf meinem verstimmten Klavier herum und unabhängig davon ob das jemand hören will streame ich das über meinen Twitter-Account in die Welt. Dabei improvisiere ich mehr als das ich Werke anderer zur Aufführung bringe. Meistens ziemlich getragen, Klangwolken. Was halt die Stimmung meines Klavieres und meines Tages so her gibt.


#SecretNight

Als Veranstalter der #SecretNight im JumboCenter zu Dortmund treffe ich regelmäßig einfach tolle Menschen, die das gleiche (#BDSM) wie ich lieben. Und ich genieße die unterschiedlichsten Ausprägungen der verschiedensten Gelüste als Zuschauer. Als hoffnungsloser Romantiker geht mir regelmäßg das Herz auf, wenn ich Menschen beobachten kann, die sich einander im #BDSM sehr zugetan sind.


Last, but not least -> #Familie

Auch wenn mein Leben insgesamt sehr sexualisiert ist, weil das einfach ich bin, so sehr liebe ich meine Kinder, die mit all dem irgendwie noch nichts (Stand Heute) zu tun haben und welche eine ganz andere Aufmerksamkeit von mir abverlangen. Wie jeder Vater möchte auch ich meine Kinder regelmäßig ermorden 😉 — Ich lasse das mal so stehen 🙂


Ich habe von meinem Vater meine Langmütigkeit geerbt, seine Geduld, sein Zuhören, sein Verstehen und ich glaube, dass ich seine kompletten Emphatiemöglichkeiten angenommen habe. Dies ist mir vor allem nach seinem Tod bewusst geworden. Sein feinsinniger Humor, über welchen nicht jeder lachen kann, käme wohl noch dazu. Meine Mutter brachte mir bei, dass Familie kein Konstrukt ist, welches auf räumlicher Nähe basiert. Sie hat meine Schwestern und mich immer angehalten, dass wir uns unabhängig von den Eltern machen müssen. Das gehöre zum Erwachsenwerden einfach dazu. Schließlich sind die Oldies ja irgendwann nicht mehr da und bei zu viel Enge wäre dann das Gejammer groß. Schwester Eins wohnt nun seit 20 Jahren in den USA, Schwester Zwei fast ebenso lange bei München und ich … 5km von Mutter weg. Und man sieht sich … gelegentlich 😉


Mein erster Musiklehrer brachte mir bei, dass man Klavier mit dem Kopf spielt. Und das man um „richtig falsch“ zu spielen „richtig gut“ spielen können muss. Daher ist aus meiner Musikerkarriere nichts geworden 🙂 Selbst mit sechs Jahren Gesangsunterricht, Kompositions- und Harmonielehre nicht 😉


Das Latein ist nun zu Ende, aber ich beantworte gerne noch in den Kommentaren weiter.

Frage: Ich möchte gern von Ihnen wissen, wie Sie zur Polyamorie bzw zum Aufbau des #CircleOfFalbalus gekommen sind.

Ich versuche das in zwei Teilen zu schreiben, auch wenn die Frage von hinten gelesen zu einem Teil wird.

Wirklich sicher eingrenzen kann ich das mit Poly nicht wirklich. So hat es sich einfach zunächst aus dem Gefühl ergeben, dass ich mindestens Polygam veranlagt bin. Also, dass ich ohne Probleme mich vom Herzen her an eine Person binden kann, aber dennoch körperlich auch mit weiteren Frauen Sex haben kann. Die Lust auf fremde Haut war aber noch nie wirklich für Swingerclubs geeignet, da es mich nicht wirklich triggert weitere Frauen zu beschlafen. Sondern durchaus, auch per Fremdgehen, nichts auszulassen.

Zwischen meinem 15. und 29. Lebensjahr war ich mit einer Frau zusammen und so ab dem 22. Lebensjahr auch mit Prostituierten unterwegs und auch wenn die Beziehung zu meiner ersten Frau ziemlich sexpositiv gewesen ist und tendentiell kein Grund für Geheimnisse bestand, so habe ich gewisse Dinge einfach gemacht. Weil etwas im Geheimen zu machen mich einfach gekickt hat. Vielleicht war das auch so eine Zeit als Ersatz dafür, dass ich keine wilde Pubertät hatte, wie andere diese hatten.

Was ich halt nur gemerkt hatte war, dass es mir leicht fiel zwischen den Gefühlen hier und den Gefühlen dort hin und her zu wechseln. Und das es kein Schauspiel war. Ich musste mich nicht anstrengen einer Frau irgendwas vorzumachen. Vom Inneren war ich immer zu 100% „dort“. Aber eine Entschuldigung für Fremdgehen soll das bitte nicht sein.

So habe ich mir da auch nie wirklich bis zu dieser Frage hier Gedanken darum gemacht, ob ich meine innere Welt versachlichen sollte um gedanklich auf mir selbst rumkauen. Es fühlte sich gut an (zumindest für mich) also war es auch gut (für mich).


Es hat jedoch ein paar Jahre gedauert, bis ich mir selbst eingestanden habe, dass Polyamorie für mich in der endgültigen Form wohl möglich wäre, aber ich mir mehr Gedanken darüber gemacht habe, ob das auch meine Partnerinnen so sehen könnten. Polyamorie ist für mich das Konstrukt, dass ein Mensch in der Lage ist, neben der Sexualität mit weiteren Frauen (Polygamie) auch den Alltag mit weiteren Frauen teilen zu wollen. Eventuell halt auch eine Woche bei und mit der einen Frau wirklich leben, danach mit einer anderen, danach mit einer anderen. Und zwar ohne, dass die Frauen sich untereinander zerfleischen, sondern sich als gleichgestellte Frauen sehen und gegenseitig unterstützen.

Und da haben wir dann auch schon den gedanklichen Knackpunkt. Polyamorie kann keine Einbahnstraße sein. Denn was ich für mich in Anspruch nehmen würde, muss ich zwangslaufig auch meinen Partnerinnen zugestehen. Also über die sexuelle Freiheit des Individuums, die ich auch in einer herkömmlichen Beziehung als gegeben ansehe, auch die Freiheit Liebe mit jedem anderen Mann auszuleben, welcher von meinen Partnerinnen gewünscht würde.

In die Nähe dieses Konstruktes, wenn auch entfert, bin ich gekommen, wenn ich Frauen getroffen habe, die selbst einen Partner hatten. Zusätzlich mit einem leichten Kink zu verheirateten Frauen, deren Partner jedoch die Amurösitäten ihrer Frauen erlaubten. Okay, ich habe das nicht abgefragt, sondern nur angenommen. Aber ich fühlte mich dann aus dem Schneider ein Fremdgeher zu sein. Sondern eine Möglichkeit dazu. Dabei muss ich aber auch eingestehen, dass ich nicht wirklich auf der Jagd gewesen bin, aber ich habe halt nichts anbrennen lassen, wenn mich eine Frau angesprochen hat. Hatte sie einen Ring am Finger war das ab und an schon genug.

Diese Philosophie hat zwar nicht wirklich was gebracht, die Anzahl von ONS sind wirklich extrem begrenzt und an zwei Händen abzuzählen, aber es war für mich völlig okay.


Je mehr ich also auch im BDSM „versumpfte“ desto weniger Interesse hatte ich an Frauen, die damit nichts anzufangen wussten und damit war die SwingerClub-Karriere endgültig vorbei. Am Ende wurde dann die Idee des #CircleOfFalbalus geboren. Nicht ganz ohne Unterhaltungen mit meiner Frau. Gerade auf Twitter habe ich Bilder gesehen, die einen „Zirkel des Sir Magnus“ oder so ähnlich besprachen und ohne mich wirklich mit der Idee zu beschäftigen, was ein Zirkel tatsächlich bedeuten sollte, schlug ich vor, dass ich einen Zirkel aufmachen wollte um Frauen den Weg ins BDSM zu zeigen (also eher Einsteigerinnen zu beschlagen) und diese mit dem Ziel an meinem fünfzigsten Geburtstag in einer Art „Upper Floor“ präsentieren zu können.

Zum einen wollte ich neben meiner Frau nicht ständig weitere Frauen, sondern nur wenige Partnerinnen, dafür feste. Was ihrem Gedanken des „Fire and Forget“, also niemals einen Mann mehr als einmal daten, völlig entgegen sprach. Dafür sollte es einen festen Rahmen geben.

a) Es kommt ein Kontakt zustande zwischen Frau X und mir.
b) Frau X und ich treffen uns auf ein Käffchen.
c) Frau X und ich sind uns einig.
d) Frau X fragt meine Frau, ob es okay sei mich zu daten.
e) Frau X und meine Frau unterhalten sich.
f) Es gibt ein Käffchen zu Dritt oder nur Frau X und meine Frau.
g) Meine Frau gibt Veto ab oder Freigabe.
h) Alles weitere liegt dann bei Frau X und mir.
i) Meine Frau behält sich vor bei Spieldates, mindestens beim ersten Mal anwesend zu sein.

Damit sind wir gestartet. Mittlerweile hat sich so viel Vertrauen zwischen meiner Frau mir eingeschlichen, dass dieses starre Konstrukt aufgegeben werden konnte.

So wuchs dann der Zirkel an und ich führe, sagen wir, polymonogame Beziehungen zu festen Partnerinnen. Einige haben meine Frau noch nie gesehen. Weil meine Frau sehr sicher weiß, dass ich niemals die Beziehung zu ihr gefährden würde und lieber den #CircleOfFalbalus komplett auflöse, falls es auch nur gefühlt in eine Richtung ginge, die meiner Frau als „Erste unter Gleichen“ den Rang abzulaufen. Auch die Damen im Zirkel kennen sich nicht alle persönlich, aber sie wissen voneinander und haben mehr oder weniger auch Kontakt zu einander.

Meine Frau und ich versuchen den kompletten Zirkel (inkl. Anwärtinnen) mindestens einmal im Jahr zusammen zu trommeln.

 

Meine ersten Erfahrungen im BDSM-Bereich

Dominantes Wifesharing (1988):

Ich erinnere mich nicht mehr zu 100% wie es genau geschah, weil es sich wohl einfach so ergeben hat. Meine Wenigkeit war gerade mal 18 geworden, meine damalige Freundin 17 und wir haben bereits zu pubertären Zeiten sowas wie Rollenspiele gemacht. Irgendwie ziemlich holprig, aber dennoch ziemlich geil. Das Thema war meistens sowas wie Chef und Angestellte oder auch Handwerker und vornehme Lady. Nichts wirklich Geplantes, sondern einfach gemacht.

Sie war (und ist!) ein ziemlich heißer Feger und hatte eine Garderobe zwischen (gefühlt) Nutte und braver Schwiegertochter. Eine Frau einfach zu nehmen, war mir schon immer in Gedanken und wenn ich sie besuchte, dann habe ich das meistens auch gemacht. Völlig egal, welche Klamotten sie trug, zack – aufs Bett oder den Boden mit ihr, das Nötigste beiseite und nach drei Minuten war der Spuk vorbei. Wir haben darüber gerne und ausführlich gesprochen, weil uns einfach danach war. Oftmals holte sie mir einen runter und säuselte mir ihre Gedanken ins Ohr, die so spannend und erregend waren, dass mein Orgsamus nicht lange auf sich warten ließ.

Eine ihrer Phantasien war schon immer, dass sie gerne mal „dabei“ beobachtet werden wollte und – zack – uns fiel nichts Besseres ein, auf ins Pornokino. SwingerClubs kamen viel viel später. Es erschien uns beiden eine einfache Lösung zu sein und ohne langes Suchen einen Ort zu haben, wo es garantiert Zuschauer gab. Aber auch ohne an irgendwelche Folgen zu denken. Mutig rein, wo andere furchtsam weichen 😉

Bereits beim ersten Besuch blühte sie förmlich auf und alleine der Anblick steifer Schwänze, welche wichsend um uns herum standen, machte sie gierig. Allerdings traute sie sich nicht, einfach loszulegen, also habe ich einfach mal was versucht. Schwupps – Aufgestanden, die Frau an den Haaren ein paar Meter auf einen freien Platz gezogen. Dort ließ ich sie sich hinknien und deutete den Männern an, während ich ihr tief in die Augen blickte, dass sich jeder nun auf ihren Brüsten entleeren dürfe.

Das war unser beider Erstes Mal im Wifesharing und nicht das letzte Mal.


SM-Session (1999):

Meine zweite Frau hatte nach beinahe 25 Ehejahren sich von ihrem Mann getrennt und lebte in Scheidung. Und ja, sie war 10 Jahre älter als ich. Ich 29, sie 39. Zwar hatte ich meine erste Frau durchaus auch mal beim „a tergo“ auf den Popo geschlagen, aber wo die erste Frau nicht wirklich dran interessiert gewesen war, war es diese um so mehr. Sie hatte sich sehr viele Gedanken um SM gemacht und hier konnte ich mit ihr gemeinsam aufblühen.

Die erste Session war zwar auch etwas holprig und sehr vorsichtig, aber je mehr wir uns vertrauen konnten, ging es auch hier richtig zur Sache. Klammern, Wachs, Flogger, Schläge wurden unser Spielmaterial, dazu aber gab es weniger bis gar kein D/s, obwohl wir mit Wifesharing experimentierten. Aber es ging uns einfach gut und wir konnten uns richtig genießen.

 

Der „Cuckold“ in Abgrenzung zum „Wifesharer“

Es gibt unterschiedliche Konstellationen im BDSM, die als 3er funktionieren. Dabei muss man sich zwangsläufig in modernen Zeiten davon verabschieden, dass es „nur“ zwei Männer und eine Frau oder zwei Frauen und ein Mann sind. Es können auch durchaus drei Männer oder drei Frauen sein, die Zeit miteinander verbringen wollen. Im BDSM kommt es einfach nur darauf an, wer dominant und wer submissiv ist.

Ich versuche einfach mal anhand der „klassischen“ Variante mit Männern und Frauen und aus meiner Sichtweise zu denken.

Bitte beachtet dabei folgende Legende:

  • M – dominanter Mann

  • m – submissiver Mann

  • F – dominante Frau

  • f – submissive Frau

Es kommt also auf die Groß- und Kleinschreibung an. Der/die Dritte im Bunde ist durch ein Leerzeichen getrennt.
Und immer daran denken, dass ich nur meine eigene Weisheit mit Löffeln gegessen habe. Ich kann auch falsch liegen und dann bitte ich einfach um Ergänzung oder Korrektur.


Mf f – Ein Dom mit zwei Subs

Die Frauen sind gleichberechtigt und dienen dem Mann.

 

Fm m – Eine Femdom mit zwei Subs

Die Männer sind gleichberechtigt und diesen der Frau.

Die wohl häufigste Form eines Dreiers ist es wohl zwei dem dominanten Partner gegengeschlechtliche Subs zu führen. Also eine weitere submissive Frau oder eben submissiver Mann. Im Gegensatz zu vielen Pornos spielt der dominante Part hier nicht einfach nur den Genießer, sondern ist der aktive Part und „beschäftigt“ die submissiven Fachkräfte.


MF f oder FM m – Dominantes Paar mit Sub

Hier bespielt ein Mann und eine Frau eine andere Frau oder einen anderen Mann
Je nach Konstellation sind die beiden Frauen oder Männer nicht gleichbereichtigt. Es existiert ein Herrschaftsgefälle.

Beide dominante Partner können in einer offenen Beziehung unabhängig von einander sexuell aktiv sein.

Spezialität „Cuckcake“ (w,m) (wie im #CircleOfFalbalus meine Frau). 

Ein dominanter Partner ist selber Sub des Dom/der Femdom (somit eher Switcher*in), wird gegenüber der Sub jedoch klar bevorzugt.
Sie/Er wird die Sub möglicherweise sogar unterweisen und ausbilden, und dann dem Dom/der Femdom zuführen.
Sie/Er findet Gefallen daran, dass der Dom/die Femdom mit anderen Partnern zusammen ist und unterstützt ihn dabei aktiv. Das macht sie/ihn nicht zur „Cuckquean“ oder zum „Cuckold“, da sie nicht dadurch gedemütigt wird, dass ihr Partner andere Partner hat. Sie/Er ist zumeist anwesend, wenn Dom/FemDom und Sub zusammen sind. Allerdings obliegt dies nicht immer ihrer/seiner  Entscheidung, sondern der ihres Partners. Eine klassische Ausgangslage für ein erfahrenes Paar, welches eine(n) (deutlich) unerfahrenen Menschen in BDSM einführen will.


Mf F – Ein Dom mit Sub und Bullwife

Die externe Partnerin dominiert gemeinsam mit dem Dom die eigene Partnerin des Dom.

Fm M – Eine FemDom mit Sub und Bull

Der externe Partner dominiert gemeinsam mit der FemDom den eigenen Partner der FemDom.

Spezialität „Cuckquean“ (w) / „Cuckold“ (m) (im weiteren in der weiblichen Sicht geschrieben, bitte adaptieren).

Der Dom und die externe Partnerin führen eine eigenständige Liebschaft und die eigene Partnerin hat keinen Einfluss darauf.
Oftmals wird ihr jedweder Sex mit dem eigenen Partner vollständig verwehrt und sie muss „gegen ihren Willen“ ertragen, dass der Dom, auch vor ihren Augen, Sex mit der externen Partnerin hat. Die Sub genießt in diesem Szenario die Demütigung, sexuell nicht zu genügen. Sie wird das eheliche Schlafgemach für die Stelldicheins vorbereiten und anschließend die Betten machen. Außerdem serviert sie dem Dom und dem Bullwife das Frühstück ans Bett und verhält sich ansonsten still und leise. Sie trägt wahrscheinlich einen Keuschheitsgürtel, um eigene Sexualität zu unterbinden.


Mf M – Ein Dom, seine Sub, ein Dom

Der Dom teilt seine Sub als „Dominanter Wifesharer“ mit einem weiteren Mann.
Dabei hat die Sub kein Mitspracherecht. Oftmals geht es „nur“ um Sex und weniger um BDSM.

Denkbar sind Rollenspiele als „Hure“, wobei die Sub dabei den Schritt macht von „seiner“ Hure zu „einer“ Hure. Und dennoch „seine“ Hure bleibt, weil sie es für ihn tut. Diese Rollenspiele finden gerne in der Öffentlichkeit eines Pornokinos statt, wobei die Anonymität eines „Glory Holes“, wo die Sub andere, fremde Männer oral befriedigen muss, die „simpelste“ Angelegenheit ist.
Im klassischen „O“-Szenario wird die Sub ausgeliehen oder gänzlich übereignet. Sie wechselt den Besitzer.

Spezialität: „Bulling“

Der Dom führt, ähnlich wie beim „Cuckqueaning“, eine bi-sexuelle Beziehung mit dem anderen Mann.


Mf m – Ein Dom, seine Sub, ein Sub

Prinzipiell nicht viel anders als das Mf f, nur dass der Dom damit seine Bi-Neigung befriedigen kann.
Denkbar ist auch eine Form des Wifesharings, wenn er beide submissiven Partner gegen deren „ausdrücklichen“ Willen Sex haben lässt.


Es ist vielleicht ein wenig unleserlich, aber die Gender*in in mir spielt da nicht richtig mit. Wo ich es also weggelassen habe, bitte ich höflichst um selbstständige Adaptierung. In freue mich sehr auf Kommentare, damit ich diesen Artikel schrittweise erweitern kann.

Erweiterung des Artikels und somit teilweise Reposting von -> http://training-of-o.de/blog/2017/02/17/der-3er-im-bdsm/

Aussenwirkung einer Sub

Ach, was muss man oft von bösen
Mädchen hören oder lesen
Wie zum Beispiel hier von diesen
Welche Sub und Sklavin hießen.

Sehr frei nach Willhelm Busch


Habe ich gestern über die Aussenwirkung eines Dom gesprochen und mich damit selbst gemeint, so will ich mich heute ebenso mit mir selbst befassen und zwar mit meiner Sicht auf Subs und deren Außenwirkung, die mich anspricht.


Meine Sub ist leise.

Leise zu sein bedeutet nicht still zu sein. Sie darf, kann und soll ihre Bedürfnisse formulieren. Schließlich ist das wichtig für die Beziehung, da ich in den seltensten Fällen Gedankenlesen kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine langfristige Bindung im #CircleOfFalbalus handelt oder im Rahmen der #Sexarbeit oder eben „nur mal so …“.
Leise zu sein bedeutet nicht „bratty“ zu sein. Das Betteln um Erfüllung von Bedürfnissen ist etwas, was ich auf den Tod nicht ausstehen kann. Gleiches gilt für explizites Einfordern von Befriedigung.

 

Meine Sub ist aufmerksam.

Sie hört aufmerksam zu, wenn ich ihr etwas erkläre. Sie verarbeitet das und kommt so zu ihren Rückschlüssen auf sich und ihre Beziehung zu mir. Sie ist bemüht einmal Erklärtes zu verinnerlichen und muss nicht andauernd bestätigt werden (Und während ich das hier schreibe, habe ich schon das Gefühl, dass einige Damen direkt unsicher werden und statt meinem Wort zu ihnen ihren Selbstzweifel vorziehen). Wenn eine Sub aufmerksam zuhört, dann wird sie immer Bestätigung von mir bekommen.

 

Meine Sub ist nicht passiv.

Sie muss nicht warten, bis ich etwas mache. Wenn sie aufmerksam ist, dann kann sie Dinge erfahren, welche sie einfach machen kann, ohne dazu aufgefordert zu werden. „Darf ich Ihnen ein Bad einlassen?“ – „Darf ich Ihnen einen blasen?“ – „Darf ich mich zu Ihnen setzen?“ usw.

 

Meine Sub ist offen.

Sie verschließt sich nicht meinen Gedanken und hält ihre nicht unter Verschluss. Sie lehnt keine meiner Wünsche zunächst kategorisch ab, sondern versucht zu ergründen, ob es möglich ist, dass meine Wünsche auch die ihren werden können. Damit verbunden auch die Frage, wie sie meine Wünsche umsetzen kann und sie somit ihre Wünsche werden können. Sie reflektiert sich selbst, ist jedoch auch in der Lage zu begründen, warum sie meinem Wunsch nicht entsprechen kann. Nur so kann eine gute D/s-Bindung entstehen.


Meine Sub ist ein Mensch

Nur weil eine Frau meine Sub ist und sich damit mir unterordnet, muss sie ein devotes Verhalten nicht gegenüber anderen an den Tag legen und kann so laut reden wie sie möchte, über was sie möchte und auf welche Art sie möchte. Sie darf zum Beispiel Chatpartner, die blöde daher kommen, ungefragt blockieren. Sie kann sich zum Zwecke des Austausches über alles und jedes mit jedem austauschen und muss mich darüber noch nicht mal informieren. Sie darf flirten und sich gut fühlen.


Meine Sub ist soweit unabhängig von mir, wie es in ihr reales leben passt. Sie ist soweit abhängig von mir, wie sie es benötigt.


Danke auch für einen Antwortbeitrag: https://kuiwzss.wordpress.com/2019/06/19/siezt-du-schon-oder-duzt-du-noch/