10.10.2019 // Cock Worship // #bdsm #kinktober #kinktober2019 #Kinktober2k19

Es gibt Blowjobs und es gibt DeepThroats. Das ist das eine und das hatten wir gestern.

Cock Worship geht jedoch noch eine Stufe weiter. Jemand, der den Penis eines Mannes als Körperteil an sich liebt, wird sich gerne dem Cock Worship hingeben.

Dabei geht nicht darum in kurzer Zeit dem Herren einen Abspritzvorgang zu schenken, sondern es geht darum, dass der Penis des Herrn der zentrale Dreh- und Angelpunkt des Gegenübers ist.

Vielleicht eine sanfte Handmassage während man ineinander gekuschelt auf dem Sofa liegt und fern sieht?

Es geht um Anfassen, Streicheln, Anregen, Erregen, Schmecken, Lecken, Blasen. Diese Person kann sich ziemlich lange Zeit mit dem Penis an und für sich beschäftigen ohne „was zu wollen“.

Cock Worship ist sicherlich auch der Wunsch sich so intensiv mit dem Penis von sich aus zu beschäftigen, dass man in die Lage versetzt wird, innerhalb weniger Minuten eine Fontäne zu erhalten.

Und ja: Mag ich. Sehr sogar.

Das Problem ist jedoch auch immer, dass einige submissive Fachkräfte denken, dass Cock Worship ihr Ding ist oder schlimmer noch … sein muss. Das kann jedoch nicht angeordnet werden. Wenn es nicht aus dem Gegenüber kommt oder man gar Angst vor Sperma hat, dann wird das nichts.

09.10.2019 // Face-Fucking/Deep Throat // #bdsm #kinktober #kinktober2019 #Kinktober2k19

Ich mag Blowjobs.
Und im Rahmen des #BDSM mag ich das sogar mehr als den Beischlaf.

Ich mag es, wenn jemand meinen Penis von sich aus tief aufnehmen kann.
Das ist ein DeepThroat und kein Face-Fuck … Anm. des Red.

Wobei ich, wie die meisten Männer, keinen 20×5-Penis zu bieten habe. Ich müsste mal nachmessen („hint, hint“), aber irgendwie habe ich 14,5×3,5 im Kopf. Somit erreiche ich, wie die meisten Männer dann wohl auch, nicht mal den Gaumen in meinem Gegenüber. Geschweige denn kann ich einen Kehlenfick hinlegen.

Ich drücke gerne meinen Penis bis zum Anschlag in den Mund meines Gegenübers und starte den Face-Fuck. Und das gerne mit denen, die auch DeepThroat machen.

Nur, wenn ich merke, dass mehr gewürgt wird als genossen, dann mag ich das nicht.

 

08.10.2019 // Jealousy/Possessiveness // #bdsm #kinktober #kinktober2019 #Kinktober2k19

Die Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.
Franz Grillparzer

(1791 – 1872), Wiener Hofkonzipist und Burgtheaterdichter


Es gibt in meinen Augen nichts Schlimmeres als Eifersucht. Für mich ist Eifersucht ein Ausdruck mangelnden Vertrauens in die Beziehung, die ich gerade führe. Und ein Dom, der unsicher ist und durch Eifersucht zum Ausdruck bringt, kann kein Dom sein. Er ist sich seinen eigenen Gefühlen nicht mehr sicher und sollte sich nicht Dom nennen.

Außerdem kann niemand irgendjemanden besitzen. Wenn ich eine Sub frage, wem ihre Muschi gehört und sie mir antwortet, dass es meine sei, dann ist das ein spielerischer Umgang mit der Macht. Und diese Macht bekomme ich geschenkt. Also kann ich nicht sagen, dass eine Sub nun mir gehört wie ein Möbelstück. Die Sklaverei haben wir lange abgeschafft. Eine Sub kann sich mir versprechen, dass es sich anfühlt, als wäre sie mein Besitz. Und dennoch kann sie diese Einschätzung jederzeit und ohne Angabe von Gründen auflösen.

 

Warum es so schwer ist mit anderen Doms zu reden.

… jedenfalls aus meiner Sicht der Dinge.

Auch wenn Dominas (Kontext: Sexarbeit) irgendwie seltsame Ansichten haben (nicht alle, weil ich ja nicht alle kenne, sondern nur manche), so ist ein Übereinkommen wegen unterschiedlicher sexueller Prägung möglich. In aller Regel werde ich von ihnen nicht wirklich gedisst, vielleicht belächelt, aber in die andere Richtung geht das wohl auch. Da bin ich ehrlich.

An einer Kaffeetafel verstehen wir uns jedoch recht gut, wenn es um den gemeinsamen politischen Prozess geht. Manche der Damen versuchen mich zwar, aufgrund beruflicher Erfahrung ihrerseits, in die mSub Ecke zu drängen. Aber ein klärendes Wort und das ist erledigt. Hetero-Dominus‘ sind halt recht selten und wollen daher als „verkappte Freier“ von Dominas dominiert werden 😉

Obiges gilt auch für finanzinteressenlose FemDoms.

Die tatsächlichen Probleme habe ich mehrheitlich mit männlichen Kollegen.

Und ich bin mir nicht wirklich sicher woran das liegt, obwohl wahrscheinlich bin ich einfach gar kein richtiger ™ oder wahrer ™ Dom. 😉

Irgendwie machen andere Doms irgendwie andere Sachen und sind mehr Sadisten (für die es faktisch keine Dominanz benötigt). Und daher gibt es kaum gemeinsame Gesprächsinhalte und der Begriff „Dom“ wäre einfach falsch. Hmmm …

Oder sie legen ein affektiertes Verhalten an den Tag durch pure Ignoranz meiner Präsenz und mutieren so zu Super-Doms, die den Austausch nicht brauchen? Hmmm …

Oder es liegen andere Berührungsängste vor, die Männer generell untereinander haben. Wie zB über Gefühle und Emotionen sprechen.

Tatsächlich liegt es aber auch wenig an mir selbst. Denke ich.

Wenn ich in meine Kontakte schaue, dann sind da mehrheitlich Frauen (nicht nur submissiver Natur) mit denen ich in Kontakt stehe. Ich wüsste selbst nicht wozu ich den Kontakt zu einem Mann bräuchte. Dieses Männerfreund-DingsBumms hatte ich noch nie so sonderlich ausgeprägt (Kindheit ausgenommen), auch wenn ich für Männer ein guter seelischer Mülleimer bin. Also, wenn sie mSub sind.

Und da frage ich mich dann aber auch, geht das anderen Männern auch so? Mir scheint, dass das nicht wirklich ein Dom-Ding ist, sondern einfach eine Veranlagung.

Oder?


Bin ich ein guter Dom? Wie definiere ich das für mich?

Ich denke, dass ich ein guter Dom bin. Mittlerweile. Wenn ich mit meinen jüngeren Ich’s spreche, dann würden diese mir was husten.

Kontext: https://madeformisbehaviour.wordpress.com/2019/09/12/bin-ich-eine-gute-sub-wer-definiert-das/ by https://twitter.com/CrowswithHalos


Ich vergleiche mich nicht mehr mit anderen. Ich mache mein Ding. Und ich denke, dass ich an einem Punkt angekommen bin von mir zu behaupten, dass ich ein guter Dom bin.

Natürlich verfolge ich auf Twitter diverse „Mitbewerber“ um die submissive Gunst (zB https://twitter.com/MadameMinola https://twitter.com/Dominus_Berlin https://twitter.com/Ophelia_BDSM und https://twitter.com/derzauberer2), aber ich urteile nicht darüber, ob diese Menschen es besser oder schlechter handhaben. Gemeinsam haben wir alle unser Treiben im Sinne des BDSM und weil Menschen einfach unterschiedlich sind, sind wir es eben auch. Mit dem, was wir so machen, nicht machen, was wir gut finden und was nicht. Wichtig ist für mich, dass wir alle Töpfe sind und die dazu passenden Deckel auf uns hernieder gehen mögen.

Was mich persönlich zu einem guten Dom macht ist, dass ich meiner eigenen Definition folge. Und, weil meine Deckel mir das halt auch sagen. Gerne schaue ich über den Topfrand hinaus und sehe andere Deckel, aber die passen einfach nicht zu mir. Weil ich weiß, was zu mir passt und was nicht. Mich kümmert das Treiben anderer Töpfe wenig bis gar nicht, weil das Äpfel mit Birnen vergleichen würde. Es gibt Menschen, die eine arrogante Ader haben, eine mehr sadistische, eine mehr weiche, eine strengere, eine härtere … alles richtig, wichtig und gut. Auf das eben jeder Deckel einen Topf findet.

Natürlich rege ich mich darüber auf, wenn mir Vorurteile begegnen. Da diese nur dann auftreten, weil nicht das direkte Gespräch mit mir gesucht wurde. Und vielleicht bin ich da auch nicht viel anders und rede wenig mit anderen (Beitrag folgt noch!), aber ich sitze mit meiner Einstellung in mir ruhend und gefestigt und muss mich nicht mehr finden.


Meine Definition eines guten Dom (Kontext: Als Mann):

Es wird ein klares Bild geliefert. Er muss seine Einstellung zum BDSM nicht mehr suchen. Er ist nicht unsicher. Oft genug sind submissive Fachkräfte selbst unsicher. Da braucht es in meinen Augen jemanden, der ein Fels in der Brandung ist.

Er macht sein Ding. Er hat Vorlieben und Abneigungen und kann diese sicher argumentieren. Oft genug wissen Subs nicht wirklich was sie wollen. Da braucht es in meinen Augen jemanden, mit dem sie wirklich an sich arbeiten können. Auch Widerspruch der Sub gehört dazu.

Er erklärt, wenn er bestraft und lässt die Sub nicht im Dunkeln, warum sie bestraft wird.

Er kommuniziert. Er ist erreichbar und meldet sich ab, wenn er nicht erreichbar ist. Kommunikation alleine der Sub aufzubürden ist für mich die Hölle.

Er stellt klare Regeln auf. Und ist offen Regeln zu ändern, wenn die Sub ebenfalls die Gründe kommuniziert.

Er stellt nicht mehr Regeln auf, als er zu kontrollieren bereit ist oder kontrollieren kann. Er kennt seine Grenzen.

Er stellt lösbare Aufgaben und fordert mehr als er überfordert. Er überholt die Sub nicht und hängt sie dadurch ab.

Er lässt Fünfe gerade sein. Aber übt auch Druck aus, wenn er meint, dass die Sub es übertreibt.

Er ist ein Mensch und er weiß, dass die Sub auch ein Mensch ist. Er ist human-dominant.

Er liebt, was er macht. Und er macht, was er liebt. Alles andere ist halbherzig. Und das gilt auch für die Sub.


… das lasse ich dann mal so stehen …