„Metakonsens als Dienstleistung“ // #TheTrainingOfO zwischen Wunsch und Wirklichkeit // Heute: Die Wirklichkeit

Und weil ich also des Schreibens zu faul bin … gibt es nun was auf die Ohren ūüėČ

-> Audio-Datei -> 20 Minuten „Podcast“ ūüėČ -> m4a // mp3 (Dropbox gehostet).

Oder Direkt: m4a // mp3

(Wenn es jemand abtippen will, dann stelle ich es auch als Text ein)

 

„Metakonsens als Dienstleistung“ // #TheTrainingOfO zwischen Wunsch und Wirklichkeit // Heute: Der Wunsch

„Gleich wird jemand einsteigen und Du wirst nett zu ihm sein. Du wirst nicht mit ihm sprechen, es sei denn, dass er Dich anspricht. Er wird neben Dir Platz nehmen und Dich nicht anfassen. Und doch wirst Du tun, was er sagt. Hast Du das verstanden?“

„Ja, mein Herr. Aber wie soll ich ihn begr√ľ√üen?“

„Das wird er Dir selbst sagen. Du bist einfach nur still, nett und h√ľbsch anzusehen. Mehr wird von Dir erstmal nicht erwartet.“

„Ja, mein Herr. Wie Sie w√ľnschen.“

An einem Treffpunkt h√§lt der Ehemann den Wagen an, schaut noch einmal mit einem pr√ľfendem Blick in den Fonds zu seiner Ehefrau. Beide nicken sich still zu. Der Ehemann stellt den Motor ab und steigt aus. Dazu verschlie√üt er den Wagen, in welchem es sofort dunkel wird. Durch die Fensterscheiben sieht die Ehefrau ihren Ehemann um den Wagen herum auf eine Person zugehen, welche sie leider nicht erkennen kann. Sie begr√ľ√üen sich und wechseln ein paar Worte.

Der fremde Mensch macht sich eine Zigarette an und so langsam gewöhnen sich die Augen der Ehefrau an das Dunkel. Sie versucht sich nicht zu bewegen, obwohl sie neugierig ihren Kopf in die Richtung der zwei Personen bewegt, um in der Dunkelheit dieses Ortes irgendwie einen Fokus zu erhaschen. Es funktioniert nicht. Sie weiß nur, dass ihr Ehemann dort mit jemandem spricht. Sie weiß nicht wer es ist und auch nicht um was es geht.

Obwohl, sie kann es sich schon denken. Ihr Ehemann hat schon seit Wochen irgendwie den dunklen Blick. Sie musste sich Kleidung bestellen und vor einer Kamera posieren. Und nun waren sie den weiten Weg von Basel nach K√∂ln gefahren und dies ganz sicherlich nicht, um gem√ľtlich mit einem fremden Menschen einen Kaffee zu trinken, nur um dann wieder heim zu fahren. Auch wenn sie manchmal, wie wohl jede Frau denkt, dass ihr Ehemann spinnt, so spinnert ist er ganz sicher nicht.

Dieser Abend wird ihr gewidmet sein. Und irgendwie macht das alles Sinn. In der D/s-Beziehung zu ihrem Ehemann war immer irgendwie klar, dass dieser Punkt eines Tages kommen w√ľrde. Nicht dass er ein schlechter Herr sei, ganz gewiss nicht, aber dass die M√∂glichkeiten als Paar im D/s zu agieren an einem toten Punkt angekommen seien, war es auch nicht.

Sie wurde feucht allein bei dem Gedanken, dass ihr Ehemann nun ein v√∂llig neues Moment in ihre Ehe brachte. Eben keinen Fick auf einem Parkplatz mit irgendeinem Fremden, den man nie wiedersehen w√ľrde. Sondern eben einen weiteren Herren, der fester Bestandteil in ihrem Leben werden soll. Ganz so, wie sie beide es sich in ihren k√ľhnsten Tr√§umen ausgemalt hatten. Ein wenig „Roissy“, aber nur eben zu K√∂ln am Rhein.

Die fremde Person lie√ü die Zigarette auf den Boden fallen und dr√ľckte sie mit seinen Schuhen uneilig aus. W√§hrend ihr Ehemann schnelleren Schrittes auf die Fahrert√ľre zuging, blieb diese Person um Dunkeln stehen. Der Ehemann setzte sich auf den Fahrersitz, schaltete das Licht nur im Fond des Wagens an und blickte seine Ehefrau im R√ľckspiegel an.

„√Ėffne Dein Kleid!“

Mit ein wenig Z√∂gern zog sie am Rei√üverschluss des Kleides, welches vorne einen durchgehenden Rei√üverschluss hatte. Auf der einen Seite eine Erleichterung, weil es viel zu eng f√ľr sie war. Fast schon dem√ľtigend, da es keine Partie von ihrem K√∂rper verbarg.

„Und √∂ffne es ganz!“

Sie tat es. Ihr Kleid sah nun eher wie ein d√ľnnes J√§ckchen aus.

„Du wirst nun die andere T√ľre √∂ffnen und Dich dann breitbeinig wieder auf Deinen Platz setzen und ab dann die Augen schlie√üen!“

Sie rutschte zur T√ľre und stellte diese offen. Und tat, wie ihr Ehemann es befahl. Ihr J√§ckchen bedeckte nur ihre Br√ľste ein wenig, aber sie spreizte ihre Beine in Richtung der ge√∂ffneten T√ľre. Und schloss die Augen.

Jemand nahm neben ihr Platz. Vom Gef√ľhl her ein Mensch, wahrscheinlich ein Mann, der ein wenig zu viel auf den Rippen hatte. Jedenfalls bewegte sich der ganze Wagen ein wenig. Ihr Herz pochte und sie fing an zu atmen. Es war nicht das erste Mal, dass ihr Ehemann sie vor jemandem so posieren lie√ü. Aber sie wusste instinktiv, dass sie nicht nur pr√§sentiert wurde, sondern das heute mehr geschehen w√ľrde. Und sie hoffte, dass dieser Mann nicht sehen w√ľrde, wie ihr die Geilheit nun endg√ľltig zwischen die Beine schoss. Gef√ľhlte Sturzb√§che.

„√Ėffne den Mund!“, sagte ihr eine fremde Stimme. Sie tat es und sp√ľrte, dass dieser Mann ihr etwas in den Mund legte. „Zieh‘ diese Augenbinde an!“. Sein Ton war unversch√§mt, aber eindeutig. Sie fingerte die Augenbinde aus ihrem Mund und legte diese an. Es war eine Erleichterung, denn es wurde schlagartig dunkel und sie konnte nun wirklich die Augen schlie√üen.

„Reiche mir nun Deine linke Hand mit der Handfl√§che nach oben!“

Er legte etwas in ihre Hand.

„Du wirst nun diesen Analplug mit Deinem Fotzensaft anfeuchten und ihn Dir dann in den Arsch stecken!“

Gott! Er hatte bemerkt, dass sie geil war. Auch wenn sie ihn nicht sehen konnte, so wusste sie, dass ihr Ehemann sie durch den R√ľckspiegel beobachtete. Und sie tat, wie es die fremde Stimme verlangte. Langsam benetzte sie den Plug mit ihrer Feuchte und konnte ihn ohne M√ľhe in den hinteren Eingang schieben.

„Du wirst nun Dein Kleid so weit √∂ffnen, dass auch Deine Br√ľste sichtbar sind. Danach wirst Du Dich anschnallen. Deine Beine bleiben offen und du wirst jetzt bis ich etwas anderes sage masturbieren! Du hast nicht die Erlaubnis zu einem Orgasmus. Hast Du das verstanden?“

„Ja, Herr!“, antwortete sie, ohne zu wissen ob das richtig sei. „Wir k√∂nnen dann losfahren.“, sagte der fremde Mann nun deutlich sanfter, w√§hrend er sich selbst anschnallte.

War das Licht im Fond des Autos noch an?
Wohin ging es?
Konnte sie jemand sehen?

All diese Fragen drehten Kreise in ihrem Kopf, während sie fast wie von allein von Fast-Orgasmus zu Fast-Orgasmus glitt. Sie wagte es nicht zu kommen, aber es fiel ihr unsagbar schwer. Und wenn sie fast schon am Aufgeben war und einfach kommen wollte, kniff sie sich fast unsichtbar sehr hart in eine Schamlippe. Der Schmerz sollte die Geilheit etwas abtöten. Was es wiederum genau das Gegenteil bewirkte.

„Setz‘ Dich auf Deine H√§nde! Das ist ja nicht mit anzusehen!“

Sofort parierte sie. Und war erleichtert, dass ihre Geilheit zwar blieb, aber sie nicht mehr dem Zwang des Nicht-Kommen-D√ľrfen ausgesetzt war.

Der Wagen hielt an.

„Sie soll erstmal aussteigen und drau√üen stehen bleiben.“, sagte die fremde Stimme. Sie h√∂rte, wie sich zwei T√ľren fast gleichzeitig √∂ffneten und schlossen. Ihre T√ľre wurde ge√∂ffnet und eine ihr vertraute Hand griff etwas ruppig an ihr.

Nicht wirklich herausgezerrt, aber ziemlich deutlich bewegt, wurde sie nun herausbewegt und kam sogleich wieder zum Stehen. Ihr Kleid bewegte sich sanft im milden Winde des Abends.

Sie hörte, wie der fremde Mann sich eine Zigarette anmachte.

„Geh zwei Schritte nach vorne und nimm die H√§nde hinter den R√ľcken!“

Das n√§chste, was sie sp√ľrte waren Handschellen, welche sich mit ihren Handgelenken darin hinter ihr verschlossen und ein Auto, welches wegfuhr oder vorbeifuhr oder gerade ankam. Sie wusste es nicht.

Der fremde Mann pustete seinen Rauch in ihr Gesicht. Sie h√∂rte, wie sich ein Rei√üverschluss √∂ffnete. Er urinierte. Einfach vor ihr stehend. Zwischen ihre Beine. Sie f√ľhlte dieses Nass, welches vom Fu√üboden abprallte und an ihre Beine spritzte. Und sie bewegte sich nicht.

„Ich denke, wir k√∂nnen sie erstmal wieder anziehen. Die Handschellen bleiben aber dran.“, sagte er. „Ja, das klingt nach einem Plan.“ Und sofort sp√ľrte sie die vertrauten H√§nde ihres Ehemannes, der nun ihr Kleid wieder schloss, aber einen viel zu weiten Ausschnitt √ľbriglie√ü. „So bleibt das jetzt“, stellte er fest. Der fremde Mann dr√§ngte sich nun hinter sie und ein St√ľck Leder wurde um ihren Hals gelegt, welches mit einem leisen Ger√§usch in ihrem Nacken geschlossen wurde. Gleichzeitig schnallte etwas an den Handschellen zu und eine Leine wurde zwischen ihre Beine gezogen und offensichtlich von ihrem Ehemann festgehalten.

„Ich habe Hunger. Zeit was zu essen.“, sagte die fremde Stimme. Und mit einer brummenden Zustimmung begann der Ehemann an der Leine zu ziehen, w√§hrend der fremde Mann neben ihr ging und sich ab und an vergewisserte, dass der Analplug noch sa√ü.

Nach einer ganzen Weile, einer gef√ľhlten Ewigkeit, blieben die beiden stehen. Die Leine wurden von den Handschellen gel√∂st, die Handschellen wurden gel√∂st.

„Ich werde Dir nun die Augenbinde abnehmen. Denn Du sollst wissen, wer uns heute begleitet. Meine Anordnungen bleiben weiterhin bestehen. Du wirst keine Fragen stellen und alles tun, was Dir aufgetragen wird. Hast Du das verstanden?“.

„Ja, mein Herr!“

Erst wollte sie die Augen nicht √∂ffnen, aber ihre Neugier war dann einfach zu gro√ü. Langsam gew√∂hnte sie sich an diese helle Umgebung. Sie standen vor einem Restaurant. Der fremde Mann √∂ffnete seinen Arm und bot ihr diesen an. Ein Wechselbad der Gef√ľhle. Dieser Mann hatte ihr gerade noch Kommandos gegeben und nun sollte sie auch noch seine Tischdame spielen. Mit seinem Analplug im Arsch und seinem Halsband am Hals.

Und in all dem erinnerte sie sich sehr schnell wieder, warum ihr Ehemann sie hergebracht hatte. Das Gesicht dieses fremden Mannes war ihr merkw√ľrdig vertraut, aber sie konnte ihn nicht zuordnen.

Der Ehegatte vollzog nun seine Reservierung und man nahm an einem ruhigen Tisch Platz. W√§hrend der demaskierte Herr ihr den Stuhl zurecht schob, nahm sie wie auch schon vorher im Auto mit nacktem Hintern Platz. Der Ehegatte setzte sich ihr und ihm gegen√ľber. Sie tropfte. Nein, sie ergoss sich fast und hatte das Gef√ľhl, dass man das sehen m√ľsse. Es m√ľsste die Stuhlbeine herunterlaufen. Instinktiv wollte sie ihre Beine √ľbereinanderschlagen, aber der fremde Herr legte seine Hand auf ihr Bein, schaute sie an und verneinte dies allein mit seinem Blick. Die Tischdecke bedeckte ihre Beine gottlob, so dass der herankommende Kellner nicht wirklich sah, dass sie im Prinzip nur oberhalb ihres Bauchnabels angezogen war.

„Sie k√∂nnen sich gerne vom Salatbuffet bedienen, bis die Hauptspeise gereicht wird.“

Der fremde Herr wie sie an, dass es ihre Aufgabe sei zuerst ihrem Gatten einen Salat zu richten und danach erneut f√ľr ihn zum Buffet zu gehen. F√ľr diesen Vorgang m√ľsse sie sich wohl oder √ľber erheben und ihr Kleid dabei richten. Schlie√ülich wolle man ja kein Aufsehen erregen.

„Du wirst dazu einfach Deinen Rocksaum beim Aufstehen festhalten. So geht er quasi fast von allein wieder hinunter.“

Das war zwar hilfreich, aber weil sie darin nicht ge√ľbt war, war sie heilfroh, dass sie mit dem Gesicht zu den anderen G√§sten platziert wurde und hinter ihr niemand sa√ü. Peinlich ber√ľhrt stand sie auf und f√ľr gef√ľhlte Stunden konnte nun jeder ihre rasierte Scham sehen, wenn er nur hinschauen w√ľrde. Sie musste einige Verrenkungen am Tisch machen, w√§hrend der fremde Herr erneut pr√ľfend zwischen die Beine griff, um den Sitz des Analplugs zu pr√ľfen, aber dabei half den Rocksaum zurecht zu zurren.

Als sie das dritte Mal am Tisch ankam hatte der fremde Herr einen Minivibrator auf ihren Stuhl gelegt und deutete an, dass sie diesen nun einzuf√ľhren habe. Sie tat es und sa√ü nun wieder mit nacktem Arsch auf dem Stuhl, w√§hrend die Herren sich √ľber die Funktionsweise einer Fernbedienung austauschten. Und dabei wurde sie nur dadurch beteiligt, dass sie unmittelbar sp√ľrte, wenn einer der Herren auf einen Knopf der Fernbedienung dr√ľckte und es in ihr anfing zu vibrieren. Der fremde Herr kontrollierte regelm√§√üig den Sitz und sie wusste nicht, ob ihr das peinlich sein sollte, ob sie sich geehrt f√ľhlen sollte, ob sie √ľberhaupt was sagen sollte. Sie blieb einfach nur mit gespreizten Beinen stillsitzen und versuchte einen mehr oder weniger teilnahmslosen Blick f√ľr die anderen G√§ste aufrecht zu erhalten.

„Ich glaube, dass es ihr nicht gef√§llt.“, meinte der fremde Herr. „Sie gibt gar keinen Mucks von sich.“ – „Bitte, Sie haben die Fernbedienung ganz zu Ihrem Genuss.“

Und der fremde Herr spielte jede nur erdenkliche Variante durch, bis sie es nicht mehr aushielt und ihre H√§nde in die Tischdecke krallte. Mit festem Blick starrte sie den fremden Herrn an. Schweigende Fragen blitzten auf. Und ein stilles „Erlaubnis erteilt!“ gab ihr den ersten H√∂hepunkt, den sie so sehr herbeigesehnt hatte, aber nun einfach herunterschlucken musste.

Der fremde Herr gab ihr eine Plastikt√ľte und wiese sie an die Toilette aufzusuchen, sowohl Minivibrator und Plug abzulegen, zu reinigen und in die T√ľte zu packen. Es sei ihr jedoch verboten zu urinieren.

„Ja, Herr. Danke, Herr.“, fl√ľsterte sie.

Nachdem die Herren nun ihre Mahlzeit zu sich genommen hatten und auch die Ehefrau sich n√∂tigen musste ihren Salat zu sich zu nehmen, war es an der Zeit die Rechnung zu begleichen und den Platz f√ľr andere frei zu geben. Erneut musste sie sich den Rocksaum sichtbar herunterziehen. Jetzt beim f√ľnften Mal ging es etwas einfacher, aber der gef√ľhlte Moment des Entbl√∂√üens wurde dadurch nicht k√ľrzer.

Draußen vor dem Restaurant war es fast menschenleer und der Weg zum Auto nicht weit. War sie auf dem Hinweg noch mit Augenbinde ausgestattet, ließ der fremde Herr nun von Handfesseln und Augenbinde ab.

„Wie Du bemerkt hast, geht es an diesem Abend nur um Dich. Und ich m√∂chte, dass Du das sicher wei√üt. Daher werde ich nun einmal um den Block laufen und mir eine rauchen. Wenn ich wieder da bin, dann ist an eurem Auto entweder die Wagent√ľre ge√∂ffnet, so dass ich einsteigen kann oder ihr seid abgefahren. So ist es mit Deinem Herren besprochen. Es ist wichtig, dass Du verstehst, dass wir m√∂glicherweise nicht zu dritt bleiben werden. Hast Du das verstanden?“

„Ja, Herr.“

Und der fremde Herr verschwand um eine H√§userecke und sie war sich bewusst, dass sie mit ihrem Ehemann kurz auf Augenh√∂he gehen musste. Denn w√ľrden beide nun zustimmen, dann w√ľssten beide nicht wirklich, was in der Nacht noch passieren w√ľrde. Und sie war Frau genug ihre Geilheit beiseite zu schieben und eine Entscheidung zu treffen.

„Und, gef√§llt es Dir?“ – „Ich bin nicht unentschlossen, mein Herr. Und auch wenn ich wei√ü, dass ich Ihnen gehorchen muss, finde ich es mehr als angenehm, wenn ich in dieser Situation gefragt werde. Bitte, lassen Sie uns weitermachen, wenn Ihnen das auch recht ist.“ – „Einverstanden.“

Ein paar Minuten sp√§ter fand der fremde Herr das Auto des Paares bei ge√∂ffneter T√ľre vor und stieg wieder hinten ein. Die Ehefrau sa√ü nun vollkommen nackt und nur mit Halsband, Halterlosen und HighHeels bekleidet, dazu breitbeinig, auf dem R√ľcksitz. Mit den Worten: „Sie haben einen Navigationspunkt erhalten. Bitte fahren Sie uns nun dorthin.“ griff der fremde Herr die Ehefrau an den Haaren und dr√ľckte ihr Gesicht auf seinen Scho√ü. Der Ehemann blickte nur auf sein mobiles Endger√§t und stellte sein Navigationssystem wortlos ein.

„Du sollst mir nicht die Hose vollsabbern!“ raunzte der fremde Herr nun vor sich hin, „Wie soll das denn bitte aussehen! Schlie√üe Deinen Mund.“. Wobei er nun ihr Gesicht noch ein wenig fester in den Scho√ü dr√ľckte. Sie konnte kaum atmen und der Griff in ihr Haar war fest und hart als er sie an selbigen nun hochzog und ihr ins Gesicht schaute: „Ich werde Dir Deine Regeln noch rechtzeitig beibringen. Und jetzt masturbiere f√ľr mich.“. Mit einer nicht sehr achtsamen Geste dr√ľckte der fremde Herr die Ehefrau in ihre Ecke und sie begann sich sofort anzufassen. Nach Luft ringend, erniedrigt vor den Augen des eigenen Gattens, welche vor sich hin schmunzelnd den Anweisungen seines Navigationsger√§tes folgte.

Er konnte sich sehr gut vorstellen, was am Ziel geschehen w√ľrde. Schlie√ülich hatten die beiden M√§nner sich wochenlang ausgetauscht und verschiedenste Szenarien beurteilt. Es ging darum ein Szenario aufzubauen, welches einer zuk√ľnftigen „O“ gerecht w√ľrde, ohne sie jedoch wirklich in extreme Situationen zu bringen. Es ging um Kopfkino. Das Hervorholen von intimen Gedanken. Zu erfahren, ob die Ehefrau sich tats√§chlich in diesem Bereich sehen w√ľrde. Er erinnerte sich an das „Fuckbag“, in welchem seine Frau stets 20 Kondome vorzuhalten hatte. Allein der Gedanke, dass sie einem Gangbang zugef√ľhrt wurde, f√ľhrte zu Spannungen zwischen den Eheleuten. Der Ehemann war sich bewusst, dass der fremde Herr dies auch ganz genau so wollte. Zum einen eine gewisse Furcht aufbauen, die jedoch eine vertrauensbildende Ma√ünahme zwischen den Eheleuten darstellen sollte. Eben nicht „blinden Gehorsam“, sondern „ich gehorche, weil mein Herr auf mich aufpasst.“. Nun waren beide hier und die Stimmung zwischen den Eheleuten war positiv angespannt. Weil der fremde Herr sich vorher direkt und indirekt abgesichert hatte und eben stets mehr die Frau als den Mann sah.

„H√∂r auf an Dir rum zu spielen.“, wies der fremde Herr nun die Ehefrau an: „Wir werden gleich an einem Pornokino halten und es betreten. Du wirst Dich nun wieder anziehen, denn so k√∂nnen wir dort nicht hinein. Sobald wir den inneren Bereich betreten haben, werde ich die volle Kontrolle √ľber Dich beanspruchen. Du wirst keine Fragen stellen und tun, was ich Dir sage. So wie Du Deinem Herrn gehorchst. Hast Du das verstanden?“ – „Ja, Herr.“, sagte sie fest und begann sich wieder anzuziehen. Der fremde Herr l√§chelte sie an. „Du wirst in dieser #OExperience kein Safeword haben. Das Recht auf Pause oder Abbruch wird Dein Mann f√ľr Dich wahrnehmen, wenn ich es nicht selbst mache. Hast Du das verstanden?“ – „Ja, Herr.“ – „Dann wiederhole alles.“ – „Ich werde alles was Sie mir sagen, ohne zu fragen und zu z√∂gern tun. Mein anwesender Herr nimmt f√ľr mich das Safeword wahr, wenn Sie es nicht tun.“ – „Sehr gut.“

Was im Pornokino nun genau geschah, konnte sie im Nachhinein nur schwer erinnern. Das einzige, was sie noch wusste war, dass alle ihre Bedenken an einen Gangbang zu Unrecht gewesen sind. Sie wurde nackt zur Schau gestellt und musste sich anfassen lassen. Sie wusste, dass sie ein paar M√§nnern Blowjobs zu schenken hatte. Und dass sie ihren K√∂rper f√ľr wesentlich mehr Spermaladungen zu pr√§sentieren hatte. Wahrscheinlich wurde sie auch vom fremden Herrn gev√∂gelt, aber die Augenbinde lie√ü sie dieses nur vermuten. So viele vertraute Dinge, alle schon erlebt irgendwie, aber an der Seite dieses Mannes, den ihr eigener Mann ausgesucht hatte. Alles neu.

Der fremde Herr verabschiedete sich nach dieser Einlage h√∂flich und w√ľnschte den beiden noch eine angenehme Nacht. Nat√ľrlich nicht mit dem Hinweis, dass er mit seiner Inspektion noch nicht fertig sei. Aber dies k√∂nne man ja am kommenden Abend weiter besprechen. Mehr auf privater Ebene in seiner Wohnung. Der Ehemann schaute seine Frau an und beide nickten sich leise zu. Der fremde Herr empfand dies nicht als Annahme des Angebotes, sondern als Best√§tigung, dass das Ehepaar nun gemeinsam dar√ľber nachdenken w√ľrde. Denn bei aller Geilheit, die immer noch in der Luft lag, musste allen Beteiligten auch klar sein, dass es passen muss. Und der fremde Herr sah sich stets nur als Spielzeug in der Beziehung der beiden.

Es war eine kurze Nacht f√ľr die beiden. Denn es war ihnen wichtig, dass sie eine gemeinsame Entscheidung treffen mussten. Auch wenn das Machtgef√§lle in der Ehe als gelebtes D/s vorhanden war, so mussten sie sich dar√ľber verst√§ndigen, dass der n√§chste Schritt schon etwas anderes sei, als das bisher erlebte. Es ging nun um SM. Um Schmerzen. Um Unterwerfung. Um Hingabe in den Schmerz, den ein fremder Mann der Ehefrau vor den Augen des Ehemannes zuf√ľhren w√ľrde. Um das Verst√§ndnis, dass sie diesen Schmerz f√ľr ihren Herren auf sich nehmen w√ľrde. Um den Stolz im Blick des Ehemannes zu bekommen, um daraus ihre Befriedigung zu erhalten. Sie hatten sicherlich das eine oder andere ausprobiert – keine Frage. Aber der Duktus dieses fremden Herrn war neu. Deutlich, direkt, aber nicht gef√§hrlich. Und dennoch streng genug, um zu wissen, dass es ein v√∂llig anderes Erlebnis sein w√ľrde.

So sandte der Ehemann am kommenden Morgen eine Nachricht ab, in welcher er sich mit seiner Frau zum Abendessen anmeldete.

… Fortsetzung folgt.

#BDSMdepressed РDie sehr persönliche Umfrage

Eines vorweg.

Ich habe in meiner Zeit als Dom sehr viele Situationen gehabt, in welchen ich es mit depressiven Menschen, wenn √ľberhaupt mehr oder weniger therapiert, zu tun hatte und das ist bis heute so geblieben.
Den Umgang mit depressiven Menschen habe ich mir nicht ausgesucht, er ist mir halt geschehen und irgendwie habe ich das sprichw√∂rtliche H√§ndchen f√ľr „Besondere Frauen“.

Der Fragebogen hat Teile zum Ankreuzen, aber auch M√∂glichkeiten zum Freitext. Es bleibt Dir √ľberlassen, auf was Du antworten magst. Wenn Du Platz f√ľr mehr Freitext brauchst, so kannst Du ihn Dir nehmen. Ich werde das alles lesen, aber denke auch daran, dass dieser Fragebogen kein Raum f√ľr Romane ist. Ich bin nur neugierig auf Deine Gedanken.

Dieser Fragebogen dient dem Ziel mehr √ľber #BDSM in Verbindung mit Depression und/oder Borderline zu lernen.
Es geht mir nicht darum zu triggern, blo√ü zu stellen, zu verletzen, aber ich erlaube mir in meinen Fragen durchaus Bereiche anzugehen, √ľber die ich mir als dominante Fachkraft halt Gedanken mache.
Letztlich w√ľrde ich Dich aber auch gerne pers√∂nlich kennen lernen, weil es vielleicht einfacher ist zu reden, als Romane zu schreiben.

Ich werde mich dem Thema in zwei oder drei Blogbeiträgen widmen.

  1. Auswertung der Einsendungen in einem Beitrag.
  2. M√∂gliche m√∂glichst objektive Herangehensweisen im Verh√§ltnis Dom „normal“ / Sub „depressiv“ (Ich kenne es leider nicht anders in meinem Kontext.)
  3. Eventuell ein unverf√§lschter Beitrag aus meinen Entw√ľrfen zur krassen Gegen√ľberstellung.

Alles, was Du mir mitteilst, ist streng vertraulich.

Ich habe bewusst kein Webformular angelegt. Du kannst hier ein PDF herunterladen, welches Du ausf√ľllen, ausdrucken, an andere verteilen darfst. Und mache Dir bitte keine Gedanken um Datenschutz. Ein leeres Formular herunter zu laden durchbricht Deine Anonymit√§t nicht. Und f√ľr den Versand kannst Du Dir gerne eine Wegwerf-eMail-Adresse zulegen, √ľber welche Du mir den ausgef√ľllten Fragebogen zur√ľck schicken kannst. Ich halte das f√ľr sehr viel pers√∂nlicher, als alles andere.

Also dann – los geht’s:

 

 


https://www.dropbox.com/s/kti7lwi35j2cmf7/bdsmdepressed.pdf?dl=0

Oder Direkt: BDSMdepressed.pdf


 

#DreiWortStory … und es geht weiter …

Liebe Freundinnen und Freunde schlechter Literatur …

neben dem Projekt #EinLiedF√ľrDich und dem upcoming #BDSMdepressed m√∂chte ich wieder eine neue Runde der v√∂llig untersch√§tzten #DreiWortStory einl√§uten.


Die Regeln:

a) Sendet mir per eMail an -> er@ttoo.blog <- drei Worte.
b) Diese Worte m√ľssen keinen sinnhaftigen Zusammenhang ergeben.
c) Diese Worte m√ľssen keinerlei Erotik in sich tragen.
d) Schreibt bitte Euren Twitternamen (also das mit dem @ wie zB @EmEmBDSM und nicht den Anzeigenamen (wäre bei mir Darth @Falbalus) oder den Link zu eurem Facebook-Profil oder sowas dazu.

Mein Versprechen:

a) Innerhalb des kommenden Monats (Juni 2019) wird die #DreiWortStory veröffentlicht.
b) Diese Geschichte wird alle Deine Worte beinhalten (und zwar exakt genau diese und nicht die Mehrzahl oder Umschreibung), wenn auch nicht in der Reihenfolge, wie Du sie geschrieben hast.
c) Diese Geschichte wird eine (vielleicht sehr) erotische sein, die ihre Heimat nicht zwangsläufig nur im #BDSM haben wird. Es kann auch #Sexarbeit oder #Hotwifing werden. Was mir halt so passend dazu einfällt.
d) Ich werde jeden Einsender vorab √ľber das Erscheinungsdatum per eMail informieren, aber … es wird nicht geleakt, weil die Geschichte ist eine √úberraschung.

Was noch:

a) Die Geschichte wird nun auf diesem Blog veröffentlicht werden. Dein Accountname und die drei Worte werden als Urheber veröffentlicht. Wenn Du das nicht möchtest, dann werde ich das ignorieren, weil das ist der Deal dabei <3
b) Du kannst mit der Geschichte machen, was Du möchtest, außer sie zu Geld machen. Wenn Du das tust, dann nehme bitte vorher Kontakt zu mir auf um eine rechtliche Freigabe zu erwirken.

Also dann ūüôā

 

Buzzword: #EinLiedF√ľrDich

#3WortStory war gestern … heute ist #EinLiedF√ľrDich


Neben all der Klopperei habe ich ja noch andere Dinge, welche mein Leben so ausmachen. Einige meiner Mitmenschen durften das auch schon in kleineren Kreisen √ľber sich ergehen lassen, aber nun ist es einfach mal Zeit f√ľr ein neues Projekt. Und als ich mir gestern auf Vox „Sing meinen Song“ gesehen habe, kam mir die Idee, wie es w√§re, wenn ich das mal selbst auf die Spitze treibe.


So suche ich Geschichten von euch und m√∂chte daraus #EinLiedF√ľrDich machen. Also so richtig mit Text und Musik (Klavier only, quasi unplugged). F√ľr irgendwas muss ja mal meine Verunterrichtung in Harmonielehre und Komposition ja gut gewesen sein. Oder vielleicht habt ihr ja schon einen Text und wollt es mal vertont haben? Ich denke, dass ich es hinbekomme jeden Monat mindestens ein Thema komplett umzusetzen.


Sendet Eure Geschichten und/oder Gedichte bitte nur per eMail einfach an mich und bitte auch Euren Twitternamen (falls vorhanden, nicht den Anzeigenamen, sondern den Accountnamen), da Euer Twittername im Titel des Blogbeitrages stehen wird, in welchem ihr die Audiodatei findet.


… auf geht’s …

Regelwerke, die 100dr√∂lfzigste … // #TheTrainingOfO

„Mein Herr will, dass ich … soundso …., aber ich … orrrr …. oder?“


Ab und an werde ich ja doch mal was gefragt und ich muss mich immer wieder aus meiner pers√∂nlichen Subjektivit√§t heraus wundern, was einigen submissiven Fachkr√§ften so alles auferlegt wird. Und es tut gut, wenn man sich selbst dabei beleuchten kann und sein eigenes Handeln mit diesen Fragen selbst hinterfragt. Denn Regelwerke sind ja immer eine sehr pers√∂nliche Sache und nicht nur das. Sie bergen f√ľr mich Intimit√§t gepaart mit der stillen Hoffnung, dass sich eine dominante Fachkraft auch wirklich Gedanken um etwas gemacht hat.


Objektiv betrachtet hat sich eine Sub mit einem Dom verbandelt. Und dieser Dom m√∂chte, dass diese Sub ein paar Regeln befolgt. Welche das sind, spielt nicht mal eine so gro√üe Rolle. Wichtig ist, dass die Sub von sich aus welche haben m√∂chte und nicht „selbstverst√§ndlich“ annimmt, dass sie welche befolgen muss. Denn nur weil „andere“ das so machen, muss man n√§mlich als Sub genau dieses √ľberhaupt nicht haben wollen. Liebe Subs, ihr k√∂nnt auf 100dr√∂lfzig Blogs nachlesen, dass es Regeln zu befolgen gibt. Mir ist wichtig, dass ihr euch selbst fragt, ob ihr Regeln haben wollt und wenn ja, welche. Denn nur ihr habt es in der Hand die Regeln auch sinnvoll mit Leben zu f√ľllen.

Meine Frau, und Senior-Sub im #CircleOfFalbalus, hat zB keine Hausaufgaben. Weil diese einfach nicht in ihr Leben als alleinerziehende Mutter von derer zwei passen. Es geht schlichtweg einfach nicht. Auch andere meiner Subs verneinen die Exististenz von Hausaufgaben aus anderen, nachvollziehbaren, Gr√ľnden. Und ihr Subs, die ihr diese Notiz nun lest, deswegen habe ich diese Damen nicht weniger im Herzen, als diejenigen, welche diese Form der Fremdbestimmung in ihrem Leben haben wollen und sich regelm√§√üig einem Parcours ausgeliefert sehen.

D/s muss bei allem Machtgef√§lle ausbalanciert sein. Es soll eine Freude sein zu dienen, womit auch immer, und es soll nicht das Leben belasten. Vielleicht sollte sich eine Sub nicht gleich von Beginn an diesen Hausaufgaben verschlie√üen. Das w√§re auch f√ľr mich nicht richtig. Aber wenn am Ende Nichts Halbes und Nichts Ganzes zu beiderlei Erregung rauskommt, dann macht das alles keinen Sinn. Wenn also eine Sub f√ľr meine Errektion zust√§ndig ist, so bin ich als Dom ebenso f√ľr deren Erregung zust√§ndig.


Subjektiv gesehen kommt es aber auch darauf an, was eine Sub erregt. Und da muss ein Dom in meinen Augen erstmal hinkommen. Nat√ľrlich kann ich versuchen meinen ganz pers√∂nlichen Kink der Dame aufzudr√ľcken, weil ich davon ausgehen muss, dass sie sich als Sub f√ľr meinen Kink als den Ihren entschieden hat. Und so zB mit Bekleidungsregeln f√ľr klare Verh√§ltnisse sorgen. Als Dom muss ich jedoch sp√ľren, ob die Sub „gegen ihren Willen“ oder gegen ihren Willen t√§tig ist und welcher dieser beiden Formen nun ihr Kink ist. F√ľr einige ist es erregend, wenn ich ihnen gewisse Dinge „gegen deren Willen“ aufzwinge und andere macht es mehr an, wenn ich es gegen deren Willen mache.

Aber egal, welche Dinge ich auch mache: Ich als Dom trage nicht die alleinige Verantwortung f√ľr die Folgen. Wenn aber auch deutlich mehrheitlich!


Bei einer meiner Subs hat es mehr als ein Jahr gedauert, bis wir wirklich „bei uns“ angekommen sind. Irre viele Gespr√§che waren daf√ľr notwendig und intensives Zuh√∂ren und Verstehen, wo beim jeweils anderen der Hase l√§uft. Ich kann gar nicht oft genug betonen, dass wenn ein Dom nur fordert, aber sich nicht bewegt, dann lasst die Finger von ihm.


Nat√ľrlich ist es gerade bei der Submission so, dass viele denken, dass Sub sich mehr bewegen muss als der Dom. Und zu gewissen Teilen m√∂chte ich das nicht abstreiten wollen. Gerade am Anfang halte ich es jedoch f√ľr eine absolute Pflicht der dominanten Fachkraft sich zu erkl√§ren und nicht darauf zu warten, dass die Sub mit offenen Worten daher kommt und sich gerade auch als Neuling zu 100% definieren kann. Auf der anderen Seite sollte jede Sub, auch eine Anf√§ngerin in Sachen #BDSM, in der Lage sein zu wissen, zu welchen Bildern im Kopf sie masturbiert, damit der Dom wei√ü, was die Sub so kickt. Was jedoch nicht bedeutet, dass der Dom „sowas“ gleich in der ersten Session durchzieht.


Kurze Rede, langer Sinn: Wenn ein Dom sich nicht erklären kann oder will, dann sucht bitte, bitte schnell das Weite! Da darf es nicht mal zu einem Kaffeetrinken kommen.

Die Ankunft / Die Ankunft

Sie hatte durchaus wackelige Knie. Was ganz im Gegensatz zu dem stand, was sie wollte. Standhaft sein. Nicht im Sinne von „dagegen“, sondern vielmehr „daf√ľr“.

Zu lange hatte sie auf diesen Moment gewartet. Zu lange auf Momente verzichtet. Auf Möglichkeiten, selbst wenn diese noch so unwahrscheinlich gewesen waren.

Sie hatte sich versprochen. Sich hatte sich ihr selbst versprochen. Vielleicht auch ihm. Sie hatte es gesagt und geschrieben. In leisen und in lauten Tönen. Als Zeile und auch dazwischen. Auf jede erdenkliche Weise hatte sie sich diesen Moment ausgemalt.

Nun war er da.

Dieser Moment.

Als sie aus dem Zug ausstieg f√ľhlte sich die Umgebung wie Watte an. Unwirklich. Schritt auf nicht wirklich unbekanntes, aber hier und jetzt neues Terrain. Die Menschen um sie herum liefen im Zeitraffer umher. Jeder hatte ein Ziel. Wollten zu wem. Wollten wohin. Wollten irgendwo sein. Bei wem. Mit wem.

Begr√ľ√üungen. Freude. Fr√∂hlichkeit.

Wie ein dumpfer Schleier legten sich die Geräusche um den Moment, den sie nun durchlebte. Sie war tapfer. Hielt stand. Still.

Sie atmete ein und aus. Neue Luft. Neues Leben. Ihr Rollkoffer stand wie eine Trutzburg vor ihr. Ihre Hände krallten sich an ihm fest. Sie schloss die Augen, um einen weiteren Moment mit sich allein zu sein.

Er legte seine Hand auf ihre Hand. Sie erschrak ein wenig, denn nun war er da. Der Moment. Er l√§chelte sie an. Sie √∂ffnete die Augen. Er l√∂ste ihre Hand von ihrem Koffer, ging um sie herum und f√ľhrte ihre Hand an seinen Mund. Sch√ľchtern nahm sie die Geste seines Kusses an.

Er schaute sie an. Er lie√ü den Blick nicht von ihr ab. Er nahm ihr Gesicht zwischen seine H√§nde und dr√ľckte seine Lippen auf ihre. Zart fordernd ersuchte seine Zunge um Einlass. Sie gab leise nach. Sie l√§chelte.

Als er von ihr ließ schaute er sie wieder an.

„Hier bist Du richtig.“

Sie nahm seine Hand. K√ľsste seinen Ring.

„Hier bin ich richtig, mein Herr.“

 


 

„Wir erreichen in K√ľrze K√∂ln Hbf.“

Sie schreckte hoch.

War sie doch eben noch in Augsburg eingestiegen.

So fix vergingen also 4 Stunden Zugfahrt, die zum Gl√ľck ohne nennenswerte Schwierigkeiten verlaufen waren

„I’m not here for your entertainment‚Ķ“ eine Textzeile aus einem Titel von Pink, den sie gerade noch h√∂rte.

Sie grinste…

Wenn alles so lief, wie sie sich das beide seit Monaten im Kopfkino ausmalten,¬†w√ľrde sie sehr wohl f√ľr sein Entertainment sorgen.

Wie?

Das war ihr nicht klar, oder doch?

Sie versuchte, so ruhig ihr das möglich war, zu atmen. Es half nichts anderes mehr.

Zwar hatte sie sich √ľberlegt, vor der Fahrt noch eine halbe chemische Bombe einzunehmen, lie√ü es dann, weil sie ihm im vollen Bewusstsein, so wie sie war,¬†nerv√∂s, ein B√ľndel Nerven, begegnen wollte.

Sie strich sich eine Strähne hinters Ohr, sah zum Fenster hinaus und ging in Gedanken nochmal alles durch.

Hatte sie an alles gedacht?

Hatte sie sich gr√ľndlich genug rasiert?

Auch die Härchen im Gesicht?

Sie kontrollierte.

„Er wird damit leben m√ľssen, dass du zu viel Hormone produzierst und dich auch im Gesicht‚Ķ“

„Ja, verdammt, ich habe es kapiert.“

„Atmen, Ela, atmen. Du hast alles, es ist gut so, er wird dir nichts tun und er wird dich auch nicht h√§ngen lassen. Du wei√üt das. Er hat es dir doch schon bewiesen.“

Sie hielt das wie ein Mantra vor sich. Ein Zur√ľck gab es nicht mehr, sie wollte auch kein Zur√ľck mehr, sie wartete nun schon so lange und alles,¬†was sie sich vornahm, beim n√§chsten Mann‚ĶJaja‚Ķdas war alles nach dem ersten Telefonat dahin.

Halt, falsch, es war schon davor dahin.

Sie hatte ihn √ľber Twitter „aufgerissen“. Zu einem Zeitpunkt, zu welchem kaum noch was in ihrem Leben so richtig funktionierte.

Sie verbrachte die Tage in Ungewissheit, in Schmerz, in Wut und teils in nackter Verzweiflung, weil sie nicht mehr wusste, wie sie dem Ghosting eines Mannes umgehen sollte, der ihr im Februar noch ein Halsband anlegte…

Sie schrieb ihn also an, den „Superdom“, den „Subsammler“, den Herrn √ľber mehrere Subs, den sie schon l√§nger √ľber Twitter und seinen Blog verfolgte.

Er entsprach √ľberhaupt nicht dem, was sie sich unter „ihrem“ Dom so vorstellte und er verlangte von seinen Subs Dinge,¬†die sie unter Zwang schon selbst erleben musste – einiges in ihr wehrte
sich, aber er schrieb in einem Blogeintrag √ľber Subs die geduldig sind, die auf ein Zeichen ihres Herrn warten, die still in sich hinein „schmerzten“, weil dann doch wieder nichts kommt.

Daf√ľr musste sie ihm ein Kompliment machen.

So begann das, was Monate später, zig Tausend Nachrichten, Worte, Sprachnachrichten, Telefonminuten, am Hbf. in Köln in einem ersten, lange Osterwochenende, seine Krönung finden sollte.

Erwartungen?

Ja, Himmel, nat√ľrlich hatte sie Erwartungen, auch wenn sie anderes Mantra artig von sich weg schob.

Sie erwartete, dass es ein sch√∂nes Wochenende wurde, ihre Auszeit von dem Leben, dass sie Kraft kostete, weil der Vorg√§nger ihre gr√∂√üte T√ľr ge√∂ffnet und sie mit dem ganzen Mist allein gelassen hatte.

Das wollte sie bis Dienstag verdrängen, wie alles andere auch, ob ihr das gelang.

„N√§chster Halt, K√∂ln Hbf., der Ausstieg befindet sich in Fahrtrichtung‚Ķ“

Sie hörte nur noch das Blut rauschen und stellte sich prompt an die falsche Seite…

„Man man man, mit klar denken hast du es auch nicht mehr.“ witzelte eine Stimme in ihrem Kopf.

„K√∂nnt ihr nicht alle verdammt nochmal Ruhe geben?“

Blutrauschen in ihren Ohren.

Keine Stimmen mehr.

Sie stieg aus, fuhr sich durch die Haare und wartete…

Hatte sie alles?

Es f√ľhlte sich an, als ginge sie auf Watte, um sie herum Menschen, die alle irgendwo hin wollte, hastig, freudig, ungest√ľm, w√§hrend sie nur dastand.

Den Griff des Rollkoffers fest in den Händen, so fest, dass sich ihre Fingernägel in die Handinnenfläche bohrten.

Sie schloss die Augen, rief sich nochmal seine Worte ins Gedächtnis, öffnete die Augen wieder und sah in sein Gesicht…

In eigener Sache (… mal wieder) // #TheTrainingOfO

Einschub: 01.05.2019 . Ich habe einige Texte bewusst durchgestrichen, weil eine Kontaktaufnahme nun exisitert. In der Kommunikation sind alle Beteiligten √ľber das Ziel hinaus geschossen und da geh√∂re ich am Ende auch dazu.

 

Ich bin ein ziemlich pflegeleichtes Kerlchen. Und ich maße mir sicherlich nie und zu keiner Zeit an der Weisheit letzter Schluss zu sein.
Und dar√ľber hinaus bin ich offen, bin ohne Helm und Visier unterwegs.

Ein Umstand, den sich leider nicht viele leisten k√∂nnen oder wollen, welche sich hinter Avas und Accountnamen verbergen. Daf√ľr gibt es verschiedene Gr√ľnde, die ich allesamt respektiere und anerkenne. Ohne jede Ausnahme. Immer.

Mit der Zeit hat sich gezeigt, dass hinter all diesen Dingen Menschen stecken mit ihren ganz eigenen Geschichten, Fehlern und Unzul√§nglichkeiten. Die mich m√∂gen, die mich nicht m√∂gen. Oder die im √∂ffentlichen Raum der sozialen Netzwerke √ľber mich, statt mit mir reden.

Ich setze mich all diesen Dingen aus. Und das macht mich angreif- und auch verletzbar. Am Ende mache ich aber mein Ding. Ich mache das, was ich mache, nicht erst seit gestern und man darf mir ein gewisses Fachwissen unterstellen. Das mag sich arrogant anh√∂ren und vielleicht ist dem auch ein St√ľck weit so. So habe ich erlebt, dass ein „Kollege“ durch eine wahre Hetzjagd der sozialen Medien sogar seinen Twitter-Account hat aufgeben m√ľssen. Weil sich niemand die M√ľhe gemacht hat, sich mit der Geschichte „dahinter“ zu befassen. Oder, weil man grunds√§tzlich davon ausgeht, dass der dominante Mensch immer und ausnahmslos der „B√∂se“ sein muss. Ein echtes Stigma, welches gerne gedacht wird. Vielleicht aus gutem Grund, weil es aus subjektiver Erfahrung einfach nicht so sein kann, wie es eventuell aber auch nicht geschehen ist.

Oder wie bei mir neulich, als ich von einem völlig normalen Vorgang im Rahmen meiner #Sexarbeit in Verbindung mit einer #OExperience berichtete.

Leider kann ich aufgrund des noch laufenden Prozesses nicht all zu sehr ins Detail gehen. Aber ein paar Worte m√∂chte ich dennoch dar√ľber vierlieren:

Ich habe im Einvernehmen mit der Fragestellerin einen Blogbeitrag √∂ffentlich gestellt, in welcher ich auf sehr berechtigte Fragen bez√ľglich des #CircleOfFalbalus eingegangen bin. Eine Reaktion darauf (Nicht mal ein „Danke“!) kam nicht, obgleich ich annehmen musste, dass die Antwort durch Twitter getriggert, eher sehns√ľchtig erwartet wurde.

Des Weiteren bin ich, sagen wir mal, in einen „Clinch“ mit einer anderen Fragestellerin gekommen und es liegen immer noch vier Direktnachrichten von mir rum, welche offensichtlich keiner weiteren Beantwortung bed√ľrfen.

Wenn ich arrogant erscheinen sollte (siehe oben), dann erscheine ich nicht alleine arrogant. Willkommen im Club <3

Es ist nicht meine Art Shitstorms zu veranlassen. Und ich sch√§tze, dass beide Damen sich ebenso dar√ľber bewusst sind, dass es zum guten Ton geh√∂rt Dinge zu kl√§ren, bevor Vermutungen aufgestellt werden. Denn genau solche Dinge f√ľhren zu Katastrophen.

Was ich durchaus anerkenne ist, und da bleibe ich bei, dass ich Leuchtt√ľrme mag. Jeder von uns ist in einem anderen … hust … Fachgebiet des #BDSM meisterlich. Leuchtt√ľrme sollen heranfahrende Matrosinnen und Matrosen auf ihren Schiffen sicher durch die Klippen leiten. Das ist die Bestimmung von Leuchtt√ľrmen und diese sind richtig und wichtig. Doch ich empfinde es als wesentlich, dass die Bediener des Lichtes auch mal in die Richtung schauen, wohin ihr Licht so leuchtet. Manchmal bin ich mir nicht so sicher, ob das geschieht.

Mir kommt es so vor als w√§ren diese Leuchtt√ľrme mehr und mehr auf Automatismus geschaltet und viel schlimmer noch, sehen sich in Konkurrenz zu anderen Leuchtt√ľrmen, weil ihr Licht eventuell viel sch√∂ner strahlt.

Nein, ich bin kein Heimlichtuer. Und ich werde mich immer Hinterfragungen meines Treibens stellen. Weil auch dieses kritische Hinterfragen mich zu einem besseren Menschen machen kann. Denn es ist wichtig, dass wir Leuchtt√ľrme nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten, um „da drau√üen“ ein reales Bild von #BDSM abzuliefern. Denn es gibt eben nicht nur #SSC und #RACK.¬† Es gibt Menschen, die wollen genau das, was meine #OExperience erlebbar macht. Keine Mitbestimmung, keine Fragen, kein Nichts. Aber, hey, es ist ja eine Frau, die nicht gefragt wird. Ich stelle mir die Frage, was geschehen w√ľrde, wenn es ein Mann w√§re, der nicht gefragt werden w√ľrde.

Doch wenn man eine sehr verst√§ndliche, subjektive Meinung zu einem meiner, und in gewissen Kreisen des #BDSM (#OExperience im Expliziten) selbstverst√§ndlich so gelebten Prozessen √§u√üert und sich dann nicht um meine Stellungnahmen k√ľmmert, dann wird das nichts. Sicherlich kann der Konsens bei Gespr√§chen auch der sein, dass man keinen Konsens findet. Aber wenn man mein Bem√ľhen um Aufkl√§rung einer Sache nicht ernst nimmt, dann sollte man sich √ľberlegen, ob der Job auf dem Leuchttum der Richtige ist.

 

F√ľr den Fall, dass ich was nicht richtig verstanden habe: Anruf gen√ľgt. Ich habe ein Impressum, da stehen alle Daten drin. Bitte DM zwecks Terminabsprache. Danke.

Frau @MarieMoreau1988 fragt. #TheTrainingOfO antwortet.

Gestern gab es in der TL eine heftige Unterhaltung zum Thema „O“-Experience (gerade oder auch in Verbindung mit Sexarbeit) und ich stellte erneut fest, dass es „zwischen den Leuchtt√ľrmen des #BDSM“ (Das ist ausdr√ľcklich liebevoll gemeint!) einfach offene Fragen gibt. Ich werde versuchen diese anhand des Fragenkataloges von Marie mal zusammenzufassen. F√ľr diese M√∂glichkeit m√∂chte ich mich ausdr√ľcklich bedanken.


  1. Gibt es f√ľr O’s ein Safeword?

In meiner Lebeweise gibt es das nicht.


  1. Falls nein: Warum nicht?

Keine Frau wird als „O“ geboren. „O“ sein zu wollen ist eine Entstehungsgeschichte, welche das Ergebnis einer l√§ngeren Zeit als Sub („erotisch gef√ľhrt“ – EPE im Maximum – Definition des Autors) oder als Sklavin („Schmerz gef√ľhrt“ – TPE im Maximum – Definition des Autors) sein kann, aber nicht zwangsl√§ufig sein muss. Manche Frauen haben eine BDSM-Vorgeschichte, weswegen sie gleich zu Anfang klar machen, dass „O“ ihr Ziel ist. Meine „O“ verzichtet auf das Safeword, weil das Vertrauen zu mir in einer Form gewachsen oder einfach vorhanden ist, in welcher es f√ľr sie einfach √ľberfl√ľssig wird. Der Verzicht ist eine Entscheidung der Frau und niemals meine. Sie dokumentiert damit jedoch ihren Willen, tats√§chlich meine „O“ sein zu wollen.


  1. Falls ja: Welche Konsequenzen hat es, wenn das Safeword genutzt wird?

Auch wenn jede Frau von mir ein Safeword bekommt, ist es ihr Recht darauf zu verzichten und es nicht einzusetzen. Das gilt im Nachgang nat√ľrlich auch f√ľr meine „O“. Schlie√ülich ist das Safeword immer noch im Hinterkopf und ich finde es wichtig, richtig und gut, wenn es genutzt wird. In vielen 2x Jahren habe ich es viermal geh√∂rt. Und meine Reaktion ist dann ganz normal Pause oder Abbruch eines Spieles. Sonst nichts.


  1. Wird im Zirkel ungesch√ľtzter Sex praktiziert? Falls ja: Ist die Bereitschaft der Frau dazu ein Kriterium, in den Zirkel aufgenommen zu werden?

Ja, er wird. Nein, ist er nicht. Das mache ich auch jeder Frau mehr als deutlich klar. Ich praktiziere jedoch immer „oben ohne“, was Blowjobs angeht. Alles andere unterliegt der Absprache und des Vertrauens untereinander. Als ehemaliger Herzpatient wurde regelm√§√üig mein Blut untersucht (volle Bandbreite) und jetzt als Sexdienstleister so und so.


  1. Wird im Zirkel ungesch√ľtzter Sex mit Dritten praktiziert (in Folge einer Fremdbenutzung)?

Wer meinen Blog verfolgt und sich daraufhin mit mir verbindet, dem ist klar, dass #RACK (zumindest in Gedanken) gefordert ist. Mein „Default“ ist „oben ohne / unten mit“. Fremdes Sperma ist aber auch ein wesentlicher Bestandteil des Kink, wenn man sich mit mir verbindet, weil ich das halt auch erm√∂gliche. Ich respektiere jedoch auch die pers√∂nliche Entscheidung einer Dame zu „oben und unten mit“. Da habe ich keine Probleme. Mit Fremden grunds√§tzlich auf Kondome zu verzichten zu wollen, wird von mir nicht unterst√ľtzt.


  1. Was ist die ideale Größe eines Zirkels und warum?

Das ist eine gute Frage. Pers√∂nlich tendiere ich zu einer Gr√∂√üe von f√ľnf oder sechs Damen (eigene Frau inkludiert). Aber ich bin nicht auf der Suche diese Anzahl zu halten. Als mindestens polygamer Mann kann ich mich so recht monogam im #CircleOfFalbalus bewegen. Es gibt kaum Ausfl√ľge au√üerhalb und wenn, dann sind diese allen Damen bekannt.


  1. Was ist, wenn eine O fertig ausgebildet ist? Was passiert dann mit ihr?

Meine Beziehungen sind auf Langzeit getrimmt. Die Ausbildung ist nie beendet. Wenn eine Dame sich von mir l√∂st, dann hat dies h√∂chst private Motivation, welche sich meistens im sozialen Leben der Dame abseits des Kink abspielt. Eine neue Liebe im Leben. Neuer Job in einer anderen Stadt. Aber auch die Erkenntnis, dass „O“ oder grundlegend „Sub“ oder „Sklavin“ sein, f√ľr eine gewisse Phase okay war, aber nun eine Pause eingelegt wird. Oder Oder Oder. Der Sinn des Zirkels ist, dass jeder gehen kann und ich ihn gehen lasse. Notfalls ohne Begr√ľndung. Was auch im Umkehrschluss f√ľr mich m√∂glich ist, wenn ich merke, dass es irgendwie nicht (mehr) passt. In der Utopie stehen alle meine Damen, die heute meine Subs sind, gemeinsam an meinem Grab.


  1. Du berichtest √∂fter, dass du selbst eine Art ‚ÄěO-Ausbildung‚Äú hinter dir hast. Was war deine Motivation dahinter? Ich kann mir schlecht vorstellen, dass man so etwas aus reiner Neugier tut, ohne eine entsprechende Neigung zu haben. Daher: Bist du Switcher und/oder bisexuell? Falls ja: Sind diese Neigungen noch existent und wie gehst du mit ihnen um?

Zunächst gibt es dazu tatsächlich zwei Blogbeiträge -> hier <- und -> hier <-

Ich w√ľrde mich daher nicht wirklich als bi-sexuell bezeichnen. Schon gar nicht als Mann (√§u√üere Erscheinungsform). Aber auch in meiner (√§u√üeren) weiblichen Form ging mir K√ľssen und Kuscheln mit M√§nnern v√∂llig ab. So w√ľrde ich das f√ľr mich als „umgekehrt heterosexuell“ bezeichnen. Also Dominanz nur gegen√ľber Frauen und Submission nur zu M√§nnern. „Eigentlich“ ūüėČ

Meine Erfahrungen mit dominanten Frauen haben mir gezeigt, dass hier ein hoher Anteil SM vorhanden ist. Was nie das Problem war, aber es ging halt nicht immer respektvoll, auch wenn ich eine gewisse Form der Respektlosigkeit bevorzugt habe. In meiner Fantasie war ich immer minderj√§hrig und wollte mich wesentlich √§lteren M√§nnern als devotes B√ľckst√ľck andienen. Weil, welcher Mann will nicht mal „so eine“ f√ľr sich zumindest im Rollenspiel nutzen k√∂nnen. Und weil ich diese Fantasie leben wollte, bin ich von Frauen zu M√§nnern gewechselt, weil mich deren Fickfreudigkeit einfach gereizt hat. Und mit meinem damaligen Herren hatte ich jemanden gefunden, welcher mich mit seiner Dominanz packte. Ein Umstand, den kaum eine Frau f√ľr sich verbuchen konnte. Erotisch genutzt, auch von mir v√∂llig Fremden, und einfach nur Befehlen zu gehorchen und nicht dar√ľber nachzudenken, war meine Erf√ľllung. Und das fast anderthalb Jahre lang. Man k√∂nnte meinen, dass mehr M√§nner mich beschliefen, als ich Frauen beschlief.

Ob mich das zu einem Switcher macht? Ja, das m√∂chte ich nicht leugnen. Ich w√ľrde es sogar als Extrem-Switcher sehen, weil es mich eben nur so oder so gibt. Wenn die Entscheidung mich zu submissionieren durchaus eine dominante gewesen ist, weil ich einfach wissen wollte, wie das so ist, bin ich durch das „Hands on“ zur Submission gekommen.

Derzeit befinde ich mich also in einer dominanten Phase meines Lebens und es geht mir gut damit. Ich habe keine ausgepr√§gte Sehnsucht nach der weiblichen Form. Wobei ich jedoch durchaus √ľberlege, meine weibliche Form in der Sexarbeit einzusetzen. Quasi „selbst dominieren“. Ausschlie√üen, dass es private Ausfl√ľge in die Submission gibt, kann ich nat√ľrlich nicht. Das w√§re verlogen.


  1. Es sind ja einige Frauen in deinem Zirkel, du hast einen Job und wenn ich richtig gelesen habe, auch Kinder. Wie stellst du die Ausbildung der Frauen in der verbleibenden kurzen Zeit sicher? (Ich sehe meinen Spielpartner ca. einmal die Woche und merke auch, dass ich das brauche, damit wir uns gemeinsam weiterentwickeln k√∂nnen bzw. ich erzieherisch t√§tig werden kann.) Sicherlich kann man viel mit Online-Erziehung machen. Echten Kontakt von Mensch zu Mensch kann das in meinen Augen nicht ersetzen. Dieser ist in meinen Augen f√ľr eine engmaschige Erziehung/Ausbildung unerl√§sslich. Daher: Wie siehst du das? Wie stellst du pers√∂nliche N√§he und Kontakt sicher?

Damen, die sich f√ľr den Zirkel entscheiden, sind sich grundlegend √ľber folgende Dinge bewusst:

  1. a) Es gibt mich nicht exklusiv.
    b) Die Damen wissen voneinander.
    c) Es gibt einen gemeinsamen Kalender im #CircleOfFalbalus, so dass jede immer ganz genau weiß, wo der alte Mann ist und was er so macht.
    d) √úber diesen Kalender werden auch die gemeinsamen Zeiten geregelt.
    e) Somit ist auch jeder Dame klar, dass die Zeiten entsprechend der Anzahl der Subs „√ľberschaubar“ sind.
    f) Meine Frau ist alle zwei Wochen als „Erste unter Gleichen“ in Betracht zu ziehen. Die anderen Wochenenden werden von mir terminiert. Es ist aber auch schon vorgekommen, dass die Subs unter sich getauscht haben, weil deren private Termine (Familie, Beruf, Freunde, (Ehe-)Partner) dazwischenfunken. Alle vier Wochen habe ich meine Kinder bei mir.
    g) Im schlimmsten Falle sieht man sich also nur einmal im Quartal.
    h) Es ist m√∂glich, dass meine Sub gemeinsam mit mir in den Urlaub fahren, um „Fehlzeiten“ auszugleichen.

Klingt alles schrecklich formal, ist aber nötig und allen so bewusst.

Ich bin immer ansprechbar und wenn ich wenig kommunizieren kann, dann gebe ich das bekannt. Erst neulich sagte mir eine Dame, dass ich mich zwar abgemeldet hätte, aber doch weitergeschrieben hätte (alle auf WhatsApp), als wäre nichts. Einigen Damen ist dieser Kontakt jedoch nicht so wichtig, mit anderen telefoniere ich einmal die Woche.


  1. Darauf aufbauend: Wie gehst du mit Interessenkonflikten innerhalb des Zirkels um? Wenn bspw. zwei Frauen zur selben Zeit deine Aufmerksamkeit brauchen?

Siehe dazu auch „9.“
Wir haben eine Regelabsprache, dass jede immer zu mir kommen kann, wenn es n√∂tig ist. Ich sch√§tze meine Frauen daf√ľr, dass sie nicht um Aufmerksamkeit betteln. Vielleicht ist das auch nicht notwendig, weil ich dem zuvorkomme. Das m√ľssen die Damen beantworten.

Konflikte innerhalb des Zirkels gibt es. Diese auszuhalten ist das eine. Die Damen m√ľssen nicht beste Freundinnen f√ľr immer und f√ľr alle Zeit werden. Was ich im Mindesten erwarte ist, dass die Damen die Existenz der anderen akzeptieren und respektieren. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es diese Konflikte nicht. Wir fahren in ruhigen Gew√§ssern, so wie es sein soll. Die Damen sind auf mich fokussiert, manche haben sich sogar schon mal mit Ex-#CircleOfFalbalus-Damen getroffen. Alles gut.


  1. Du hast das O-Sein k√ľrzlich als ‚ÄěK√∂nigsdisziplin‚Äú bezeichnet. Wie meinst du das?

Da war doch was -> hier <-

Wichtig ist zu wissen, dass meine Definition der Unterscheidung von Sub und Sklavin (siehe 1.) dazu f√ľhrt, dass die „O“ beide Welten auf sich vereinigt und damit K√∂nigsdisziplin wird. Nat√ľrlich schlage ich meine Sub „auch“ und ich beschlafe meine Sklavin „auch“. Das l√§sst sich alles nicht strikt trennen. Es kommt immer auf den pers√∂nlichen Fokus der Damen an, mit welchem Kink sie zu mir kommen. Die einen erleben den SM-Anteil im D/s als „geh√∂rt dazu, ist mir aber nicht wichtig“ im Extrem, andere erleben den D/s-Anteil im SM als „geh√∂rt dazu ist mir aber nicht wichtig“ im Extrem. Meine „O“ verbindet D/s und SM f√ľr sich, so dass „alles ist wichtig“ wird. Und nein, nicht jede Sub oder Sklavin m√∂chte meine „O“ sein. Ist auch nicht Bedingung f√ľr den #CircleOfFalbalus.

 

#BDSMBlogparade – Humor im #BDSM – #bdsmhumor

„W√§re ich nicht in Ihrem Leben, dann h√§tten Sie gar nichts zu lachen.“ … Meine Frau

„Der Stock steckt tief in Dir!“ – #DomYoda


Ich bin mir nicht sicher, aber irgendwie ist an mir kein Kasper verloren gegangen. Auf der anderen Seite sagt man mir, dass mir der Unterschied zwischen ernst und ernsthaft durchaus gel√§ufig ist. Und dann … wei√ü ich auch nicht.

Offensichtlich plane ich viel zu viele Dinge, um gewisse Peinlichkeiten einfach auszulassen, welche die Stimmung zerst√∂ren k√∂nnten. Auf der anderen Seite h√∂re ich von vielen humorigen Dingen im BDSM, wor√ľber andere herzhaft lachen k√∂nnten. Und dann … wei√ü ich auch nicht.

Bis auf das #ChewingGumGate ist mir irgendwie nichts gel√§ufig, was mit lautem Lachen endete. Eventuell w√§re da ein zusammen gekrachtes Bett, als ich mit den Worten „Jetzt bist Du f√§llig!“ einleiten wollte und dann die Balken brachen. Aus dem Dunstkreis meiner Damen kenne ich die Geschichte, dass die Dame Augen geschlossen am Kreuz stand und der zugeh√∂rige Herr ank√ľndigte sie nun mit seiner Bullwhip zu streicheln, sie sich auf den Schmerz einstellte, der jedoch ausblieb, weil sie nun bei ge√∂ffneten Augen sah, dass die Bullwhip sich im Kronleuchter verfangen hatte.


Oder vielleicht ist es auch, dass mir viele Dinge, die andere als „lustig“ erachten, gar nicht so lustig erscheinen, weil mir einfach der Zugang zu „jenem“ Humor fehlt. Dabei mag ich mich gar nicht in die Position des „Nicht mein Niveau!“ begeben. Das ist f√ľr ernste Dinge vorbehalten. Schlichtweg, es passiert nichts. Aber, es fehlt mir auch nicht. Obwohl da war die Situation mit Tara, die bei der Einleitung eines Spiels mit Kerzenwachs einfach die Kerze ausblies.

Eventuell ist es aber auch, dass lautes Auflachen eine Art von Kontrollverlust darstellt? Hmmm … m√∂glich.


Meine Selbstreflexion wird jedoch regelm√§√üig dahingehend unterst√ľtzt, dass meine Ernsthaftigkeit gesch√§tzt wird, weil ich kaum etwas dem Zufall √ľberlasse und nur so eine Stimmung entstehen kann, die D/s („mit mir“ der Red.) erst lebending und damit liebenswert macht. Und das ein „W√§ren Sie so freundlich sich nun zu entkleiden?“ gleichbedeutend mit „Zieh Dich aus!“ gesetzt wird. Dass Unmissverst√§ndlichkeit, Klarheit und Direktheit in jeder √Ąu√üerung von mir stecken („k√∂nnen“ der Red.), wenn es um die von mir viel zitierte „Cervelatwurst“ geht. Und eben auch, dass Gewissheit auf der anderen Seite dar√ľber besteht, dass ich nicht scherze, wenn ich den Schalter umlege.


„Ihre Ernsthaftigkeit bedeutet nicht, dass man nicht mit Ihnen und auch √ľber Sie lachen darf. Sie ermuntern mich jeden Tag dazu, dass ich Sie nicht so ernst nehmen soll, weil es reichen w√ľrde, dass Sie mich ernst nehmen. Sie haben keine Ahnung, was das mit mir macht und wie dankbar ich Ihnen bin, dass es eine klare Linie gibt, welche zwischen scherzhaft und ernsthaft trennt. Weil sie nie etwas im Scherz tun um eine Reaktion zu erhalten, wegen welcher ich dann bestraft werde. Weil, wenn Sie mich schlagen wollen, dann tun Sie das. Sie brauchen keinen Grund dazu. Sie m√ľssen Ihren Sadismus nicht erst durch die Brust ins Auge hervorholen. Sie bringen mich nie in eine Lage, in der ich nicht wei√ü, warum Sie mein Herr sind. Es geht mir gut mit Ihnen.“

Zitatende


#Blogparade April 2019

05.04.2019
https://twitter.com/TSBordeme
https://www.tbordeme.de/bdsmhumor/

09.04.2019
https://twitter.com/TanjaRuss_Autor
https://tanjaruss.de/index.php/2019/04/09/bdsm-blogparade-bdsmhumor-tanja-russ/

11.04.2019
https://twitter.com/MarieMoreau1988
https://herzinfucked634830523.wordpress.com/2019/04/11/bdsmblogparade-humor-ein-plaedoyer-fuer-mehr-authentizitaet/

16.04.2019
https://twitter.com/Navara41956762
https://margauxnavara.com/blogparade-bdsm-und-humor/leseprobe/

23.04.2019
https://twitter.com/EmEmBDSM
https://training-of-o.de/blog/2019/04/23/blogparade-humor-im-bdsm-bdsmhumor/

26.04.2019
https://twitter.com/DerDOMpteur
http://theartofpain.de/sm-und-humor-ein-beitrag-zur-bdsmblogparade/

30.04.2019
https://twitter.com/KinkmitHerz
https://kinkmitherz.de/2019/04/30/warum-humor-so-wichtig-ist/