Der Dom und die lieben Sublein. #CircleOfFalbalus

Da habe ich mir echt was vorgenommen. Alle vier Tage einen neuen Beitrag raus zu hauen ist schon eine Aufgabe. Mal sehen, wie lange das gut geht. Die Entwürfe sind bis in den Oktober gesetzt und greifen alte Themen neu auf, die immer mal wieder um die Ecke schauen. Prinzipiell ist es ja so, hatte ich sicherlich x-mal geschrieben, dass Menschen sich ändern mit der Zeit. Mehr erleben, mehr wissen, mehr verstehen. Und so ändert sich auch die Sicht auf die Dinge ab und an. Vielleicht.


Heute habe ich mir mal was auf den Plan gesetzt, wonach vielen Menschen trachtet. Und vor allem auch intern. Es ist ruihig geworden um den #CircleOfFalbalus. Hatte er im letzten Jahr noch tatsächliche fünf Subs, so sind es nun „nur“ noch zwei. Ich muss zugeben, dass der Weggang von Hirnventrikel eine Lücke hinterlassen hat, die so schnell nicht vong Herz her gefüllt werden wird.

Ämter können neu vergeben werden. Lisa ist nun die Senior-Sub und mit ihr schmiede ich zuweilen alle Pläne rund um den #CircleOfFalbalus, so es Corona überhaupt möglich macht. In jedem Fall wird es ein Zirkeltreffen im November geben, wenn #3K für etwas mehr als eine Woche bei mir ist. Darauf freue ich mich sehr und es wird eine friedvolle Zusammenkunft, wie schon zu Anfang diesen Jahres. Die beiden haben sich auf Anhieb verstanden. Beider BDSM ähnelt sich nur äußerlich. Lisa hat sich dazu entschieden den Weg der „O“ zu gehen, während #3K für sich beschlossen hat, dies nicht zu tun.

Hat auch alles seine Berechtigung, denn durch Entfernung in km können #3K und ich uns nur zweimal im Jahr sehen. Ebenso ist es eine Geldfrage, weil die km ja auch überbrückt werden müssen. Lisa ist da schon ein wenig näher dran, was es „einfacher“ macht. Dennoch leben wir alle unser Leben für sich weiter und auch wenn wir telefonieren und schreiben, wird D/s gemacht, wenn wir uns dann sehen.

Mit Corona und seinen Verwicklungen befinden wir uns in Abstimmung im „Weihnachsfeiermodus“, so dass feste Regeln nur dann exisiteren, wenn diese erfragt werden. Sehnsucht ist schon groß, so ist das nicht. Aber an der Realität gemessen (später werde ich über den „Vulkanier“ in mir bloggen), sind wir vernünftig und ruhig und es plätschert alles still daher. Ohne Stress. Wir wissen, was wir aneinander haben und eben auch, was nicht. 1

1 Einschub – Der #CircleOfFalbalus ist zwischenzeitlich Geschichte und aufgelöst. Lisa und #3K sind ebenfalls nicht mehr da.


Was gibt es sonst so neues? Nichts, was  wirklich von Belang wäre.

Der Dominus als Hetero-Escort

Mir wurde mal gesagt, dass es eh schon schwer genug sei als Dom eine passende Sub für sich zu finden. Und dann käme ich daher und biete das professionell an und schnappe den Doms als Dominus so die Weiber weg. Ich möchte euch die Sache mit dem Dominus mal ein wenig besser erklären.


  1. Zunächst einmal betreibe ich keine Kundenaquise und laufe meinen Kundinnen hinerher und bettele um einen Auftrag. Als Dominus betreibe ich mit meiner Arbeit keine Partnersuche. Meine Beziehungen sind in aller Regel Beziehungen auf Zeit (aka 1-2 Stunden) und aus einmaligen Dates können sich durchaus längere Beziehungen ergeben.

  2. Auch wenn die Beziehungen, die ich zu meiner weiblichen und zahlenden Kundschaft habe, durchaus geprägt sind von wechselseitiger Hingabe und SM und/oder D/s-Elemente zu verschiedenen Anteilen enthalten sind, so gibt es zumeist ein recht intensives „Davor“ (aka Kommunikation über was will die Kundin, was kann ich anbieten, was kostet das). Nur gibt es kaum bis kein „Danach“. Das ist nicht mit AfterCare zu verwechseln. Es gibt keine Hausaufgaben oder Regeln „zwischen“ den Dates. Und zumeist herrscht einfach Funkstille, bis die Kundin mich wieder aufruft.

  3. Eine Frau entscheidet sich aktiv und von sich aus für meine Dienste.

Somit wildere ich nicht im gleichen Revier, sondern stelle ein Angebot dar, welches sich eine Frau reiflich überlegt hat. Reich werden tut der Dominus damit nicht im Geringsten. Das hat nicht mal was mit dem GenderPayGap zu tun, sondern mit dem Charakter der Frau. Oftmals brauchen Frauen ein emotionales Gerüst in einer Beziehung und leben BDSM eher mit Menschen aus, welche sie schon etwas länger kennen oder mehr Zeit haben vor dem Date. Nur dann wenn der eigene Partner ausfällt, zB wenn er einfach kein Interesse an BDSM hat, komme ich in Erwägung.

Für Paare biete ich die Sicherheit, dass ich nicht anhänglich bin und zusätzlich wahre ich stets, wie jeder Mensch in der Sexarbeit hoffentlich, absolute Diskretion über Art und Dauer einer Buchung. Für Einzelfrauen gilt die gleiche Sicherheit, weil ich einfach nicht darüber schwätze. Meine Kundinnen kommen aus allen Schichten der Bevölkerung.

Ab und an kommt auch die Frage nach der Qualifikation meiner Services. Ich finde diese Frage ziemlich daneben, denn Dominanz ist kein Lehrberuf. Man hat es, man mag es oder eben nicht. Es gibt Kollegen, die arbeiten ausschließlich in Studios und ich tue dies eher nicht. Somit grenze ich meine Services auch ganz klar von anderen Sexarbeitern ab, denn BDSM kann, muss aber nicht, in Studios stattfinden.


Was mich dingend daran erinnert meine Webseite https://www.dominus.koeln/ mal wieder auf Vordermann zu bringen 😉

Welche Fragen habt ihr an mich? Gerne in die Kommentare packen.

BDSM und Outing

Viele Menschen leben BDSM im Verborgenen. Manche haben sich voll geoutet. Dazwischen ist viel Grauzone. Hier mal ein Gedankengang, warum und wieso das so ist.


a) Zunächst einmal … es ist privat! Und ich glaube, dass die meisten Menschen über das, was in ihren Schlafzimmern geschieht, schweigen. Ist sicherlich auch eine Erziehungssache, aber Sex ist grundsätzlich erstmal Privatsache. Ende der Geschichte.


b) Obwohl, so ganz privat halten es andere dann doch nicht. Schließlich besprechen, meiner Vermutung nach, mehr Frauen untereinander Beziehungsprobleme und damit wohl auch Sexprobleme, als ihre männlichen Gegenüber. Aber unterm Strich sind das keine öffentlichen Dinge, sondern geschehen unter dem Mantel der Verschwiegenheit.


c) Im weiteren Verlauf gibt es dann doch noch einen erweiterten „Freundeskreis“ in den sozialen Medien, wo die Menschen sich, mit Nicknamen und Avataren getarnt, offen austauschen. Legen wir zusätzlich mal fest, dass Menschen im Internet über Sex schreiben und unter dem Deckmantel einer gewissen Anonymität offen mit sich und ihresgleichen reden. 


d) Manche dieser Avatare sind jedoch keine Blumenbilder, sondern echte Menschen. Nämlich die Menschen hinter dem Account. Sie posten vielleicht sogar Bilder von sich, wo Gesichter mit Masken verdeckt sind oder auf digitale Weise verwischt wurden. Manche retuschieren auch Körperbemalungen und Piecings, um den nackten Körper nicht gleich identifizierbar zu machen. Was viele Gründe haben kann. Zum einen will man sich zeigen, aber nicht erkannt werden. Sie befürchten Probleme mit der Welt außerhalb dieser Anonymität. Dabei geht es um Stigma der Gesellschaft von Menschen zu a) oder vielleicht b). Weil Sex eben Privatsache ist auf der einen Seite und zusätzlich niemand wissen muss (oder soll), dass die Chefin eventuell „Überstunden“ mit ihrem Büroleiter macht.


e) Tja und dann gibt es die Avatare, die echte Gesichtsbilder zeigen und Fotos nicht mehr retuschiert werden. Ganz gleich wo, Menschen machen sich identifizierbar. Allerdings … ist das schon das Outing? Ich denke nicht. Denn Menschen zu a) und b) werden vielleicht niemals „diese“ Plattformen aufsuchen und so die Nachbarn erkennen. Wer also hinter Login und Passwort fröhlich vor sich hin schreibt, bleibt einem wohl mehrheitlichen Teil der Welt verborgen.


f) Nun sind Menschen zu e) mit Sicherheit auch irgendwie im realen Leben auf Partys unterwegs. Und eventuell treffen sie dort auf c) und d). Und weil man dort meistens Gesicht zeigt, ist das zwar schon ein deutlich erweiterter Kreis Menschen, aber vielleicht haben sich manche Menschen Spielnamen ausgedacht und reden von „Köln“ als Wohnort, obwohl sie eigentlich in Bergisch-Gladbach wohnen. Auch kein echtes Outing.


g) Meines Erachtens ist ein „wahres“ ™ Outing nur dann gegeben, wenn mindestens der familiäre Kreis (Eltern, Kinder, Geschwister) wissen, was man da so im Schlafzimmer macht. Oder man auch sonst mit fremden Menschen offen ins Gespräch kommt. Sich also als Swinger/BDSMer/Kinkster zu erkennen gibt. Das kann auch zB recht sinnvoll sein, denn wenn „alle“ es wissen, dann ist man weniger Angriffspunkt für die dunkle Seite des Outings: Dem Zwangsouting.


Sicherlich gibt es zwischen diesen Schritten noch Zwischenschritte und alles von a) bis g) ist richtig für die Menschen, die sich für irgendwas zwischen a) und g) entschieden haben.

Es ist allgemein bekannt, dass zB Buchautor*innen oder Podcaster*innen, aber auch Sexarbeiter*innen sich ein Pseudonym zulegen um damit ihre wahre Identität zu verschleiern. Ich würde diese so zwischen c) und d) einsortieren. Dabei geht es nicht mal um Probleme mit dem Fiskus, sondern einfach darum sich „gewisse“ Fans von der Backe zu halten. Ich kenne so zwei drei dieser Menschengruppen, die zB noch einen Hauptjob haben und es im Rahmen von „Tendenzarbeitgebern“ Probleme mit einem Arbeitsvertrag geben könnte. Weniger, weil dort Menschen in a) und b) sind, sondern weil aus nicht nachvollziehbaren Gründen Beschäftigte zB in sozialen Einrichtungen natürlich kein Privatleben haben.


Sich nicht zu outen hat viele gute Gründe. Und Menschen haben sich Gedanken genug darum gemacht, wie weit sie gehen wollen. Und ich finde, das ist immer und ausnahmslos zu respektieren.

Das Problem der Kommentierung

Wenn ich einen Beitrag schreibe, dann gibt es Wege diesen zu kommentieren. Schaue ich mir das so bei anderen an, dann scheint Bloggen eher eine Einbahnstraße zu sein. Weil niemand was kommentiert. Woran liegt das? Kennt ihr den hier? -> https://training-of-o.de/blog/2020/09/10/das-leid-des-bloggers/


Ich bin ja ein echter Fan von Medienbruch 😉

So schreibe ich im Blog und „erwarte“, dass in WordPress geliket und kommentiert wird.

Aber ich verteile meine Sachen, wo diese mehrheitlich geherzt, retweetet und kommentiert werden.

Aber auch in Tumblr ist das eine oder andere zu finden. Und manchmal haut man auch da mal auf ein Herz.


Und alle haben gemeinsam ein Problem – Ich muss selbst in den anderen Medien unterwegs sein, um alles zusammen zu zählen. Denn die Likes in den anderen sozialen Medien kann ich per WordPress nicht auswerten. Da darf ich also alle Medien abklappern und selbst addieren. Ich habe gelernt, dass wenn mein Hauptmedium Twitter ist, ich dort aktiv bin, dass deswegen auch die meisten meiner Leser aus Twitter heraus kommen. Ich müsste also auch auf Tumblr mehr schreiben und interagieren und hätte ich Facebook, dann auch dort. Ich muss mich um meine Gemeinde kümmern, sonst wird das nix.


Auf der anderen Seite kann ich ja immer auch noch sagen, dass mir alle zustimmen, weil Schweigen ja Zustimmung ist 😀


Nun denn, das waren mal zwei Beiträge aus der Bloggosphäre. Der nächste wird wieder kinky 🙂

Das Leid des Bloggers

Schreibe ich, um zu schreiben?
Schreibe ich, um zu informieren?
Schreibe ich, weil ich Aufmerksamkeit will?


Irgendwie alles und nichts davon. Manchmal habe ich keine Ahnung, worüber ich schreiben soll. Weil ich schon irgendwie über alles, was mich bewegt, geschrieben habe. Reicht es dann nicht einfach mal, sich hier durch zu klicken? Oder sind Beiträge von gestern nicht mehr existent? Haben wir überhaupt noch Zeit und Lust uns länger als 10 Minuten mit irgendwas zu beschäftigen? Gilt das nicht in so vielen Bereichen des Lebens, dass die Halbwertzeit von Unterhaltung mit dem nächsten Tweet oder Post bereits zu Hälfte durch ist? Was kümmern mich meine Tweets von gestern?

Nicht falsch verstehen, ich mag meinen Blog und schreibe auch gerne. Aber es ist nicht mein Beruf. Es ist wirklich nur ein Hobby. Und ab und an rückt ein Hobby auch mal in den Hintergrund. Dann habe ich eine Idee, schreibe einen Entwurf und nehme diesen Wochen später, wenn überhaupt noch auf. Viele Ideen und Gedanken sind entstanden, weil es aktuelle Sachlagen gab, zu denen ich was notieren wollte. Und manchmal zwinge ich mich dann einfach dazu und ab und an kommt der Appetit eben auch beim Essen.

Kennt ihr das, dass selbst wenn der eigene Blog von (laut Statistik) 100 echte Abrufe von Menschen am Tag hat, ihr am Ende entweder nur für euch selber schreibt? Oder vielleicht nur für eine bestimmte Person? Den Selbstwert eines Menschen darf man wohl nicht davon abhängig machen, dass so ein Projekt wie dieses Blog hier, überhaupt gelesen wird. Oder? 

Was treibt euch an, mich zu lesen? Schaut ihr öfter vorbei? ich bin dann mal neugierig. Platz genug in den Kommentaren ist dafür 😀