Tagesablauf eines Sexarbeiters // #sexworkiswork #sexarbeit #sexwork

Was Sie schon immer über Dominus Köln wissen wollten, aber auf www.dominus.koeln verpasst haben. Hier steht es vielleicht auch nicht geschrieben.

Wie der erlauchten Leserschaft bekannt sein darf bin ich leider nicht hauptamtlich Dominus. Das ist der Tatsache geschuldet, dass Frauen die dominante Spezies in der Sexarbeit sind, die Männer in der Sexarbeit in aller Regel schwul und so bin ich dann im Abseits der Sexarbeit als Hetero-Escort-Dominus zusätzlich im Schatten geparkt.

Und ja, ich finde mich da schon ziemlich lange so ein und schmunzele darüber.

Insgesamt kenne ich kaum andere Kollegen im Hetero-Bereich und es ist fraglich, wie viele Kollegen es tatsächlich „amtlich“ gibt. So kenne ich derzeit nur einen einzigen … und zwar mich. Wäre schön auch andere zu kennen, die nach Prostituiertenschutzgesetz gemeldet sind. Und nein: Der geschätzte Kollege „Dominus Berlin“ ist kein Hetero, sondern schwul.


Wenn ich morgens aufstehe, dann mache ich gar nix mit Sexarbeit. Allerdings schiele ich schon nach Travesta rüber, ob mein Alter Ego Nachrichten erhalten hat. Die Dame ist recht erfolgreich geworden. Jedenfalls, was die erste Aufmerksamkeit angeht.

Und sie wird mit all dem konfrontiert, was Frauen so erhalten. Dumme Sprüche, Übergriffige Bezeichnungen, Beleidigungen, Fakes uswetcpp. Ach ja, und Penisbilder.

Dann aber erstmal raus in den Job. Die meisten Fotos der Dame entstehen übrigens genau dort oder daheim. Nichts ist wohl verlockender als ihr Arsch und das Volk will frische Fotos. Die Exhibitionistin jubelt und sucht Fotografen 😉


Tatsächlich unterscheide ich mich gänzlich in beiden Teilen meines Seins. Während ich das hier schreibe, bin ich männlich als DWT (Damenwäscheträger) unterwegs, weil ich nur so (derzeit) arbeiten kann und recht unauffällig bin. Kenner meines Daseins wissen bereits, dass ich auf der Suche nach einer (nicht sexuellen Neben-) Beschäftigung bin, um als CrossDresser eben als Frau arbeiten zu können. Und als Crossdresser habe ich in der Sexarbeit mehr Erfolg. Weil ich mich dann umgekehrt heterosexuell fühle und mit Männern Sex haben kann.

Klar, das ist bi-sexuell. Muss man mir nicht sagen. Aber so sieht es in meinem Kopf aus und ich lege den Schalter im Kopf um zwischen männlich (dominant) und weiblich (devot, aber auch vanilla (selten) und dominant (öfter)) und komme so als Extremswitcher sehr gut zu Recht. Und nein, mich gibt es nicht als mSub, wenn ich nicht weiblich bin 😉 (for the records!)


Daher verbringe ich den Abend meistens vor Twitter, sitze in WhatsApp und Telegram (Dominus hat ein Handy und die Dame ein Schlampenhandy), im JoyClub (weniger Sklavenzentrale) und vernetze mich in die weite Welt, wenn ich nicht gerade Klamotten anprobiere, auf einem Stammtisch bin (gerne dort, wo man bespielt werden kann (Stichwort: „7&more in Köln“)). Und halt versuche Dates zu machen, Kontakt zu halten.

Mir geht das bei Dates gegen Geld wohl ähnlich wie vielen in der Sexarbeit. 80% der Woche wartest Du auf dieses eine Date, welches zu 80% dann doch ausfällt, weil …


Derzeit beschäftige ich mich damit als CD in der Schweiz zu arbeiten und die Chancen stehen gar nicht mal so schlecht. Mehr als 40 Fotos der Frau Blume (Darstellungsart: devot und vanilla) haben den Besitzer gewechselt und bisher wurde ich noch nicht abgewiesen. Kommende Woche werde ich Zeit für die dominante Seite haben.

Irgendwann spät am Abend schlägt dann das Alter zu und wenn ich nicht noch ein spätes, sicheres Date haben kann, dann ist um 22 Uhr Licht aus und gut.

Noch Fragen? Wer Frau Blume übrigens mit meinem Namen hier anspricht, bekommt keine Antwort. Sie wird sagen, dass ich ihr Ex bin. Und sie ist meine Ex. Doch am Ende sind wir natürlich eins und jeder passt auf die andere Seite auf. Aber so ist es einfach lustiger.

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