Warum es so schwer ist mit anderen Doms zu reden.

… jedenfalls aus meiner Sicht der Dinge.

Auch wenn Dominas (Kontext: Sexarbeit) irgendwie seltsame Ansichten haben (nicht alle, weil ich ja nicht alle kenne, sondern nur manche), so ist ein Übereinkommen wegen unterschiedlicher sexueller Prägung möglich. In aller Regel werde ich von ihnen nicht wirklich gedisst, vielleicht belächelt, aber in die andere Richtung geht das wohl auch. Da bin ich ehrlich.

An einer Kaffeetafel verstehen wir uns jedoch recht gut, wenn es um den gemeinsamen politischen Prozess geht. Manche der Damen versuchen mich zwar, aufgrund beruflicher Erfahrung ihrerseits, in die mSub Ecke zu drängen. Aber ein klärendes Wort und das ist erledigt. Hetero-Dominus‘ sind halt recht selten und wollen daher als „verkappte Freier“ von Dominas dominiert werden 😉

Obiges gilt auch für finanzinteressenlose FemDoms.

Die tatsächlichen Probleme habe ich mehrheitlich mit männlichen Kollegen.

Und ich bin mir nicht wirklich sicher woran das liegt, obwohl wahrscheinlich bin ich einfach gar kein richtiger ™ oder wahrer ™ Dom. 😉

Irgendwie machen andere Doms irgendwie andere Sachen und sind mehr Sadisten (für die es faktisch keine Dominanz benötigt). Und daher gibt es kaum gemeinsame Gesprächsinhalte und der Begriff „Dom“ wäre einfach falsch. Hmmm …

Oder sie legen ein affektiertes Verhalten an den Tag durch pure Ignoranz meiner Präsenz und mutieren so zu Super-Doms, die den Austausch nicht brauchen? Hmmm …

Oder es liegen andere Berührungsängste vor, die Männer generell untereinander haben. Wie zB über Gefühle und Emotionen sprechen.

Tatsächlich liegt es aber auch wenig an mir selbst. Denke ich.

Wenn ich in meine Kontakte schaue, dann sind da mehrheitlich Frauen (nicht nur submissiver Natur) mit denen ich in Kontakt stehe. Ich wüsste selbst nicht wozu ich den Kontakt zu einem Mann bräuchte. Dieses Männerfreund-DingsBumms hatte ich noch nie so sonderlich ausgeprägt (Kindheit ausgenommen), auch wenn ich für Männer ein guter seelischer Mülleimer bin. Also, wenn sie mSub sind.

Und da frage ich mich dann aber auch, geht das anderen Männern auch so? Mir scheint, dass das nicht wirklich ein Dom-Ding ist, sondern einfach eine Veranlagung.

Oder?


3 thoughts on “Warum es so schwer ist mit anderen Doms zu reden.”

  1. zum einen: naja… ich erinnere zum einen an meine „Definitions-Idee der Unterscheidung“ in „sadistische Doms“ und „dominante Sadisten“.
    Mir geht es recht ähnlich – man möchte sich zwar in irgendeiner Form austauschen, findet aber a) zu wenig geeignete Gesprächsparter und b) macht man dann, wie du schon richtig sagts ja doch was anderes, was die inhaltliche Basis schwierig macht.

    Das mit dem affektierten Verhalten bzw. Ignoranz sehe ich ebenso, genau wie die „emotionale Steifheit unter Männern“.

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