FemDom vs MaleDom

Wenn wir von weiblicher Dominanz (FemDom) oder männlicher Dominanz (MaleDom) sprechen, dann sagt das noch nichts darüber aus, ob ein männlicher Sub (mSub) oder ein weiblicher Sub (fSub) dominiert wird.

Um es zu vereinfachen (Quasi als Legende) werde ich folgende Abk. nutzen.

  • Fm – Weiblicher (Female) Dom -> männlicher Sub
  • Ff – Weiblicher Dom -> weibliche Sub
  • Mm – Männlicher (Male) Dom -> männliche Sub
  • Mf – Männlicher Dom -> weibliche Sub
  • Domina -> Gewerbliche FemDom (Kollegin des Domins)
  • Dommse -> Private FemDom
  • Dominus -> Gewerblicher MaleDom (Kollege der Domina)
  • Dom -> Privater MaleDom

Los geht’s


Basierend auf eigener Erfahrung gibt es einen ganz entscheidenden Unterschied zwischen FemDom und MaleDom. Und das ist nicht nicht nur das Geschlecht.

Während ich als mSub selbst bei einem MaleDom mehr sexuell und weniger sadistisch genutzt wurde (Verfügbarkeit in der sexuellen Unterwerfung inklusive Vermietung, Verpachtung und Verkauf) konnte ich bei den FemDoms feststellen, dass sie mehr auf sadistischen Dingen als auf die Nutzung als Sexobjekt aus waren.

Und ja, das hat auch seinen Sinn.

Auf mich selbst bezogen spielte mein Kopfkino bei FemDoms nicht wirklich eine Rolle. Es ging mehr oder weniger nur um deren eigene Bedürfnisse. Was prinzipiell ja auch in Ordnung ist, aber da ich mich zu jenem Zeitpunkt eher als Sub, denn als Sklave betrachtete, ging mir dieses Anbeten der FemDom zu ganz gewissen Gelegenheiten irgendwie gegen den Strich.

Wenn ich also in der Anbahnung immer andeutete, dass ich sexuell unbedingt geteilt werden wolle und solange das stimmig ist, ginge auch alles andere, habe ich halt selten FemDoms erlebt, die ihren Sub mehrheitlich anderen Männern oder Frauen zur Verfügung stellen wollten. Offensichtlich gehört dies nicht wirklich in das Kopfkino der FemDoms, denen ich diente.

Was ich bei FemDoms gelernt habe ist, wie viel Schmerz ich auszuhalten bereit bin, wobei alle eines immer beherzigt haben. Mein Penis als NoGo-Area (Da ich nur einen Hoden habe, war und ist mein Penis für dominante Menschen an mir stets und ständig nicht berührbar). Darüber gab es vielleicht verwunderte Blicke, aber das wurde respektiert. Neben dem Schmerz lernte ich dann aber auch, wie sich das anfühlt, wenn der Penis in einem Käfig eingeschlossen wird. Und es war sinnig zu wissen, dass „wenn ich ihn nicht anfassen soll, dann Du aber auch nicht.“

Ich hatte in meinem Leben drei FemDoms, weil ich als Hete eben auch im BDSM Hete bleiben wollte. Und ich würde das gerne mal wieder ausprobieren wollen, dass muss ich zugeben (Ich bloggte darüber), aber bisher ist mir halt im unverbindlichen Gespräch noch keine FemDom begegnet, die mich derartig anspricht. Die Kopfkino halt zu weit auseinander. Monogame Beziehungen zu dominanten Menschen lehne ich halt ab. Irgendwann muss ich als mSub regelmäßig für Fremde hinhalten, sonst langweile ich mich einfach.

Wusstet ihr nicht oder? Das mit den FemDoms? Nun ja. Jetzt wisst ihr es.
Jetzt wo ich mich mehr als Extrem-Switcher mit Hang zur Dominanz sehe, kann ich das gerne zugeben.

Bei meinem einzigen Herrn, den ich mir fast aus purem Frust aussuchte, wurde ich dann seinen Worten nach zu einer männlichen „O“. Ich wurde in Schmerz gebadet und ich hatte darauf auf das Leben bezogen wohl mehr Sexualkontakte zu Männern als jemals zu Frauen insgesamt. Seine Vorstellung von „O“ ist die, die mich bis heute als Dom (und als Dominus) prägt.

„Der Herr muss nicht laut werden. Er muss niemals herrisch sein. Seinen Worten ist Folge zu leisten, ohne Wenn und Aber. In vollem Wissen, dass er alles machen kann, aber im Vertrauen, dass er meine Grenzen respektiert. Ich kenne mein Safeword und nutze es weise, wenn überhaupt. Mein Herr will nicht, dass ich mich überfordere. Ich bin ihm genug.“

Da ich nur einen MaleDom gehabt habe, kann ich nichts Grundsätzliches sagen. Und auch wenn ich drei FemDoms hatte, so ist das ebenso wenig repräsentativ. Wenn ich jedoch ins Internet horche (und das ist ja auch nicht wirklich repräsentativ), dann scheinen FemDoms eher sadistisch und auf sich bezogen zu sein und MaleDoms eher sexuell ausgerichtet und der Sub mehr verpflichtet. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Da jede Beziehung anders ist und kein MaleDom einem anderen gleicht und genauso wenig eine FemDom wie die andere ist, scheint zumindest das sexuelle Teilen eher bei den MaleDoms verankert als bei den FemDoms. Ihr müsst halt ansprechen, was ihr wollt und euch dann entscheiden, ob es passt.

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