Wunschzettelsub

Des Dommes Sicht auf die Dinge -> https://neediesblog.wordpress.com/2019/08/01/wunschzettelsub/


Der Begriff ist negativ belastet und auch das aus gutem Grund.

Auch wenn D/s grundsätzlich betrachtet nur zwei Menschen zusammen bringt, die sich wechselseitig ihre Bedürfnisse befriedigen, so steht das D für den bestimmenden Teil und s eben für den submissiven Teil.

Wenn D + s also für sich erstmal geklärt haben, wo der Hammer hängt, wie und mit welcher Intensität er zu nutzen ist, kann es danach auch schon losgehen und man wird sehen wohin die Reise führt. Dass beide Partner Wünsche und Bedürfnisse in eine solche Bindung einbringen, hat nichts mit Wunschzettel zu tun.

Die Wunschzettelsub kommt jedoch mit einer Liste, von welcher sie fordert, dass wenn der Dom nicht dies und dies auf so und so eine Art macht oder nicht macht und von dieser Liste vielleicht mindestens sechs Dinge pro Session abarbeiten muss, dann ist das im besten Falle Erlebnissexualität, hat aber mit Submission nichts zu tun. Denn die Wunschzettelsub versucht „von unten“ zu führen, stellt Bedingungen und Forderungen auf. Ganz so, als ob sie der bestimmende Teil der Beziehung sei.

Nun … ich als Dom nehme natürlich gerne auf, was eine Sub sich wünscht oder welche Bedürfnisse vorliegen. Und ich nehme eine Frau nicht als meine Sub an, wenn die gemeinsamen Ideen und Gedanken nicht einen Mindestgrad von 85% (gefühlt) haben. Denn dann müsste ich zuviele Kompromisse eingehen.

Wenn die Wunschzettelsub jedoch nur Wünsche und Bedürfnisse deklariert, diese aber nicht einfordert, dann ist das weniger negativ zu sehen. Submission fordert grundsätzlich nicht, jedenfalls nicht immer, stets und ständig. Und vor allem nicht laut. (Laute Subs sind nicht meine Subs, sie sind für mich langweilig). Sie fragen höflich und warten im Vertrauen darauf, dass ihre Wünsche und Bedürfnisse wahrgenommen werden und zur rechten Zeit von mir bedient werden.

Es kann nicht Sinn von Submission sein, dass eine Sub ihre eigenen Dinge so sehr in den Vordergrund rückt, dass die Dinge der Dominanz darunter leise werden. Submission stellt die Bedürfnisse der Dominanz über ihre eigenen und findet in der Befriedigung der Wünsche der Dominanz ihre eigene Befriedigung.

Aber, wie schon eingangs erwähnt, die Kommunikation über Wünsche und Bedürfnisse grundlegender Art gerade zu Beginn einer D/s-Bindung hat nichts mit Wunschzettelsub (und auch nichts mit Wunschzetteldom!) zu tun.

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