Das Halsband

Als Reaktion auf: https://neediesblog.wordpress.com/2019/07/30/das-halsband-2/ nur eben aus Sicht von mir als Dom.


Was mir als Sub irgendwie nicht ganz so wichtig gewesen ist, ist mir als Dom umso mehr wichtig. Dass meine Sub mein Halsband trägt. Also nicht irgendeines, kein selbst gekauftes, irgendwas von einem Vorgänger, eines von mir und kein anderes. Nicht mal ausnahmsweise. Ende des Gespräches.

Zu dieser Einstellung bin ich gelangt, weil meine weiblichen Subs das Halsband als ein Teil von mir identifizieren, welches mich in unmittelbare Berührung mit ihnen bringt. Als ein „Ich gehöre meinem Herrn und bei/mit ihm fühle ich mich wohl.“; als ein äußeres Zeichen innerer Verbundenheit, welches in einem D/s-Gefüge nicht offensiver angezeigt werden kann.

Ich sehe das Halsband nicht als Besitzzeichen, sondern als Zugehörigkeitszeichen. Also wie eine Art Freundschaftsring. Schließlich kann niemand niemanden wirklich besitzen, wir sind erwachsene Menschen. Wir können uns jemandem mit Haut und Haaren verschreiben. Mehr nicht.

Mir persönlich ist es fremd, dass eine Sub sich ein Halsband erst erdienen muss, ich komme da ziemlich schnell zur Sache und halsbande unter Umständen schon beim zweiten oder dritten Date. Für mich ist das ein Vertrauensbeweis und das Halsband verbleibt in jedem Fall bei der Sub, auch wenn sich herausstellen sollte, dass es nicht passt.

Ich finde, dass ich als Dom somit auch ein Zeichen setze, dass ich mich auf Dich einlasse und mich daher selber ein wenig unter Druck setzen mag und weniger die Sub. Obgleich ich auch weiß, dass einige meiner Subs gesagt haben, dass das frühe Anlegen des Halsbandes sie sehr unter Druck gesetzt habe. Nur … irgendwas ist ja immer.

Für mich ist es wichtig, dass meine Sub niemals fragen muss, ob sie das Halsband anlegen darf. Schließlich sind meine Subs durchaus verstreut, aber ich finde diese Frage einfach albern und dumm. Wenn das Tragen des Halsbandes #AusGruenden gewünscht ist, dann scheint es notwendig zu sein. Ganz im Gegenteil, ich ermuntere meine Damen das Halsband immer zu tragen und es nur dann abzulegen, wenn zwingende Gründe dagegen sprechen. Aber ich ordne das nicht an.

Ein unverlangt eingesandtes Foto meiner Sub bei angelegtem Halsband zB beim Einkaufen ist für mich zusätzlich deutlich wertvoller als jedes Nacktbild. Denn mehr als ein Masturbationsvideo zeigt es mir, dass ich als Herr angenommen bin, eben weil sie mein Halsband trägt und zwar nicht nur dann, wenn es sexuell wird.

Ich habe auch schon mal mitbekommen, dass mein Halsband bei einer Klausur getragen wurde. Das Spielen mit dem Ring habe die Dame zu mehr Konzentration gebracht und damit auch vielleicht den zusätzlichen Punkt erwirtschaftet, welcher zum Erfolg führte. Mit sowas bekommt man mich alten Romantiker sofort.

Fehlt noch was? Dann einfach mal ein Kommentar hinterlassen 🙂

Der gemeldete Dominus // #Sexarbeit #Sexwork #BesD

Auch wenn ich Mitglied im Berufsverband erotischer und sexueller Dienstleistungen bin und wir in der Gesamtheit dafür eintreten, dass die Meldepflicht (aka „Gewerbeanmeldung Prostitution“) verschwinden muss, so bin ich es doch. Also gemeldet.

Ich erinnere mich noch sehr genau an das Gespräch bezgl. Gesundheitsberatung und dass mir die Dame bei der Stadt Köln sagte, dass sie keine Gesundsheitsbelehrung machen würde, weil das einfach entwürdigend sei. Sie war jedoch sichtlich überrascht, dass ein Mann vor ihr saß, der sich zur Prostitution anmeldete.

Sie war sehr neugierig und auch wenn es kein Mandantengespräch wurde, machte sie sich einige Notizen und wir saßen so gemütlich fast 30 Minuten beieinander. Was denn so ein „Dominus“ mache und warum ich sowohl für meinen richtigen Namen, als auch meinem Künstlernamen vorspräche. Und das es sehr ausnahmig sei, dass ein Mann sich „wofür genau?“ anböte.

Die Dame meinte, dass in all der Zeit in welcher das ProstSchG gelte noch nie ein Mann bei ihr zur Beratung aufmarschierte. Wenn überhaupt dann nur als Begleitung für eine Frau. Offensichtlich „verwirrte“ sie einfach der Eindruck eines älteren Herren, der sich als Quotenmann im ältesten Gewerbe der Welt einschrieb und dazu noch genau wusste, was er da tat.

Ob ich keine Angst hätte, eventuell „entlarvt“ zu werden, was ja als Frau schon schwierig sei. Ich empfahl ihr einen Besuch auf meiner Webseite und einen Blick ins Impressum. Ich würde mich da schon selbst entlarven. Keine Bange.

Ob man sowas lernen könnte oder wie ich dazu käme, Frauen gegen Entgelt auch zu schlagen. Die Frage, woher meine weiblichen Kolleginnen ihre Expertise hätten, würde sie diese auch stellen? Es gibt kein Qualitätsmerkmal oder einen TÜV in der Sexarbeit. Manche sind bei einer Domina in die Lehre gegangen, aber solche Dinge sind vielleicht „nur“ Techniken.

Meine Zertifizierung ist meine Erfahrung und ein wenig Mundpropaganda. Außerdem sei ich mir darüber bewusst, dass Hetero-Escort nicht abendfüllend für die Kasse sei. Aber ich wolle eben nicht gegen ein Gesetz verstoßen, auch wenn ich der Meinung bin, dass diese Gewerbeanmeldung absolut daneben sei.

Außerdem komme es auch darauf an, dass man in der Lage ist eine gewisse Emphatie für jedes Gegenüber mitzubringen und dass man in der Lage ist, sich emotional abzugrenzen. Alles Dinge, die man nicht lernen kann. Kann einem nicht beigebracht werden. Und wenn man es nicht kann, wird man schauspielern müssen.

Ob ich mich als Konkurrenz zu einer Domina sehen würde? Nein, Dominas sind meine Kolleginnen. Und jeder meiner Kolleginnen oder Kollegen bietet andere oder ähnliche oder gleiche Dienstleistungen an. Das einzige, was ich ab und an erfahre ist, dass ich nicht als männlicher Sexarbeiter bei den Kolleginnen gesehen werde, sondern als verkappter Freier. Aber so ist das nun mal als Quotenmann in einem Gewerbe, in welchem überwiegend Frauen tätig sind. Muss man abkönnen. Und damit sich daran was ändert bin ich eben auch im BesD. Mühsame, aber schöne Eichhörnchenernährung.

Ich glaube, ich gehe kommendes Jahr unmittelbar nach meinem 50sten Geburtstag wieder zur Beratung. Und werde Kuchen mitbringen und die Auslegeware des BesD erneuern 😉

Hetero-Escort

Auf die Frage, was denn genau bitte „Hetero-Escort“ sei, möchte ich folgenden Blogbeitrag zur gepflegten Analyse bereitstellen.


Zunächst einmal kann man es wörtlich übersetzen und „Heterosexuelle Begleitung“ würde dabei herauskommen. Dies beinhaltet Menschen, welche vornehmlich gegengeschlechtlich arbeiten. In meinem Fall ist also die Frau der Gast und ich der Dienstleister. Dabei spielt es erstmal keine Rolle, ob auch nur irgendeine Form von Sexualität enthalten ist. Frauen zu Abendessen oder in die Oper zum Beispiel zu begleiten ist keine #Sexarbeit, sondern erstmal nur Begleitung, weil Frau da nicht allein hinwill.

#Sexarbeit wird es dann, wenn bereits vor dem Date Dies bezügliches definiert verabredet wurde.

Wenn ein Mann einen weiblichen Escort bucht, so werden diese Männer bereits bei der Buchung an Sex mit der Begleitung denken. Ob es dazu kommt lasse ich mal offen, weil es auch Kolleginnen im Escort gibt, die Sex mit dem Gast grundsätzlich (auch nicht gegen Aufpreis) komplett ausschließen.

Es hat sich jedoch umgangssprachlich, warum auch immer, durchgesetzt, dass von „Hetero-Escort“ gesprochen wird, wenn eine Frau einen männlichen Escort bucht. Weil die meisten männlichen Escort eben nicht gegengeschlechtlich unterwegs sind, sondern gleichgeschlechtlich.

Soviel zur Grundlagenklärung.


In diesem Business Fuß zu fassen ist recht komplex. Vieles läuft hier weniger über Werbung, sondern über Mundpropaganda und aufgrund der gewissen Kosten, die mit einem Escort verbunden sind, kann sich auch nicht jede Frau einen solchen leisten. Wo es Männern ausreicht sich einfach mal einen blasen zu lassen, weil halt Druck ist, und somit der männliche Gast prinzipiell nur auf seinen Orgasmus durch sein weibliches Gegenüber aus ist (bitte im Kontext lesen), so gilt dies für Frauen vielleicht auch. Aber eben nicht nur.

Wenn man als Mann die Zähne nicht auseinanderbekommt und die Frau nicht unterhalten kann, dann nutzt das alles nichts. Frauen möchten, meistens, auch von einem Escort erobert werden, auch wenn sie bereit sind für ihren Orgasmus zu bezahlen. Zudem ist es schwierig als Mann seinen Mann zu stehen, wenn das Gegenüber eben nicht seiner Mütze entspricht. Viele männliche Escort greifen daher zu Viagra und Konsorten.

Gäbe es also einen soliden Markt für Hetero-Escort, dann gäbe es auch Laufhäuser, wo Männer in langen Fluren auf Barhockern sitzen und auf weibliche Gäste warten, die mal eben beschlafen werden wollen. Oder?


Persönlich lehne ich Viagra und Co für mich vollkommen ab. Anfragen nach reinem Sex lehne ich ebenso ab, weil ich halt meine Grenzen kenne und diese eben nicht durch Drogeneinnahme erweitern möchte. Aber … ich schließe Sex nicht aus. Und in den meisten Fällen reicht dies völlig als Ansage aus. Und beim Thema Ansage bin ich dann auch schon in meinem Thema. Ich bin ein dominanter Hetero-Escort, der sich im Rahmen der Grenzen der Kundschaft frei bewegt. Und genau das wird auch bei mir gesucht.

Mein Unterhaltungsstil ist weniger flirty, da ich einfach den Wunsch nach Dominanz voraussetze. Und keine Frau würde mich daten, wenn sie dieses Prickeln nicht schon spürt, bevor sie mich überhaupt anfragt. Männer schauen sich einfach Bilder an und werden geil, Frauen informieren sich und genehmigen sich dann und wann mal was. Was ein wesentlicher Unterschied ist.

 

@SexworkID – Warum ich Mitglied bin.

Bereits gestern ereiferte ich mich ja im Blog über meine Mitgliedschaft im BesD.

Der Berufsverband Sexarbeit (Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen e.V. mit Sitz in Berlin) stellt den Versuch dar alles und jeden unter seine Flügel zu nehmen, die unter die Definition „Sexarbeit“ fallen. Und das sind ziemlich viele Berufe.


Die Hauptziele des BesD e.V. sind die Entkriminalisierung der Sexarbeit und ihre berufliche Anerkennung, womit wir gleiche Berufsrechte meinen. Denn anders als alle anderen legalen, durch Art. 12 GG geschützten Berufe wird Sexarbeit heute noch immer vornehmlich durch das Strafrecht und nicht etwa das Prostitutionsgesetz oder allgemeines Berufsrecht reguliert. Wir beziehen uns auf die Einzelnormen zu Ausbeutung, Zuhälterei und Menschenhandel sowie das Verbot der Prostitution, durch das sich Sperrgebietsverordnungen auf Landesebene legitimieren.


Ich muss zugeben, dass ich nicht so der Schreiberling politischer Texte bin, sondern eher der Redner dessen.

Prostitution ist das älteste Gewerbe der Welt. Es gab sie immer, gibt sie heute und es wird sie immer geben. Der Staat geht jedoch davon aus, dass die Gefahr von Sexarbeit ausgeht. Die Sexarbeiter sind die Bösen und unsere Gäste müssen vor uns geschützt werden. Wir machen Fremdgehen und allerlei Perversionen möglich und vergiften mit unserem Treiben die Gesellschaft. Tut mir leid, ich sehe das nicht so. Ganz im Gegenteil.

Sexarbeit ist eine wichtige Sache. Unsere Angebote sind ein Spiegelbild für die Gesellschaft, denn alles beruht auf Nachfrage. Und auf diese Nachfrage richten wir unser Angebot aus. Wir stellen uns als Ventil für allerlei sexuelle Dinge zur Verfügung, weil wir das so wollen. Weil wir so leben möchten. Und … weil wir damit halt auch unser Geld verdienen möchten. Würde es die Sexarbeit nicht geben, dann hätten manche kein Ventil für ihre Gelüste, Wünsche und Träume. Damit hat Sexarbeit irgendwie auch eine Schutzfunktion innerhalb und für die Gesellschaft.

Dabei hat Sexarbeit viele Gesichter: Prostitution und Pornografie sind nur Teil des Ganzen. Menschen hinter und vor WebCams, Tantrakünstler und noch viele Berufe mehr.


Persönlich betrachtet bin ich als Hetero-Escort eher die Quote im Verband. Aber auch „uns“ gibt es. Ich arbeite daran, dass zB Webforen Männer eben auch als Anzeigen als Prostituierte schalten lassen, ohne gleich in den Verdacht zu geraten, dass wir verkappte Freier sind. Denn das sind wird nicht. Nur ist es eben schwer in diesem Umfeld wirklich Fuß zu fassen, da die Annerkennung eines Dominus eher im Schwulenbereich gesucht wird. Dabei wird eben auch verkannt, dass Frauen und Paare nicht den Weg zu einer Domina suchen wollen um im #BDSM zu schnüffeln, sondern der heterosexuellen Neigung folgen möchten.

Langer Weg. Steiniger Weg. Aber ich bin dann mal losgegangen.


Die Vernetzung innerhalb des BesD hilft mir auch dabei Kontakte zu knüpfen und auf uns aufmerksam zu machen und das ohne in jedem anderen gleich einen Konkurrenten zu sehen. Mir liegt daran, dass ich als Dominus wahr genommen werde, der auf eine ganz bestimmte Art auch ein Feminist für die Sache ist. Weil meine Grundhaltung so ausgeprägt ist, dass jeder Mensch bitte machen soll, was sie/er will und auch sein darf, was sie/er gerne sein möchte, solange alle zustimmen und niemand gegen Gesetze verstößt.

Frage: Was sind Ihre schönsten Erinnerungen, wie auch Erlebnisse und wie sehr haben sie Ihre heutige Persönlichkeit bzw. Ihr Leben beeinflusst?

Zugegeben … ich musste auch über diese Frage ziemlich lange nachdenken. Mein Wohlbefinden heute auf ein paar wenige Dinge zu vereinfachen ist auf der einen Seite nicht möglich und doch sind es auf der anderen Seite viel zu viele kleine Dinge, die mich zu dem machten, der ich heute bin (respektive sein darf).


#Outing

produced by https://twitter.com/RedGingerHeart

Eines der wesentlichen Dinge ist wohl mein komplettes Outing im Bereich #Sexarbeit.

Mit Gesicht zur Front stehe ich zu meinen Nebentätigkeiten und engagiere mich hierzu im Berufsverband Sexarbeit e.V.

Dabei betreibe ich hier eher Hintergrundarbeit (Termine und Presseschau), habe aber auch schon für die Aidshilfe NRW vor der Kamera gestanden.

Zudem habe ich aber auch mein „Hobby zum Beruf“ gemacht und date mich mit Paaren und (vornehmlich) weiblichen Singles in Sachen BDSM.


#BDSM (#CircleOfFalbalus )

produced by https://twitter.com/RedGingerHeart

Ja, ich habe auch Blümchensex. Aber mehrheitlich eben nicht (mehr). Eines der Merkmale meiner Zufriedenheit ist, dass ich meine Leidenschaft für #BDSM (mehrheitlich D/s gefolgt von SM) gefunden und manifestiert habe. Ich bin hier zuhause und möchte keine Beziehung mehr mit komplettem Verzicht darauf. Meine Frau ist ein deutlicher Eckpfeiler, der mir mein Leben als „polymonogames“ Wesen im #CircleOfFalbalus ermöglicht, dessen Teil sie selbst ist.

Der #CircleOfFalbalus gibt mir die Möglichkeit verschieden ausgeprägte D/s-Beziehungen zu führen. Dabei spielt Sex an und für sich nicht wirklich eine Rolle. Es geht um das ganze vollständige Prinzip jemanden ganzheitlich anzunehmen und, sagen wir, eine gewisse (sexuelle) Befreiung meines Gegenübers und damit auch mir zu organisieren. In Hingabe, Zuneigung und Liebe.

Für mich ist BDSM mehr als reine Erlebnissexualität und so möchte ich das und nicht anders. Es ist ein Lebensgefühl.


#Musik

Ich spiele einfach gerne auf meinem verstimmten Klavier herum und unabhängig davon ob das jemand hören will streame ich das über meinen Twitter-Account in die Welt. Dabei improvisiere ich mehr als das ich Werke anderer zur Aufführung bringe. Meistens ziemlich getragen, Klangwolken. Was halt die Stimmung meines Klavieres und meines Tages so her gibt.


#SecretNight

Als Veranstalter der #SecretNight im JumboCenter zu Dortmund treffe ich regelmäßig einfach tolle Menschen, die das gleiche (#BDSM) wie ich lieben. Und ich genieße die unterschiedlichsten Ausprägungen der verschiedensten Gelüste als Zuschauer. Als hoffnungsloser Romantiker geht mir regelmäßg das Herz auf, wenn ich Menschen beobachten kann, die sich einander im #BDSM sehr zugetan sind.


Last, but not least -> #Familie

Auch wenn mein Leben insgesamt sehr sexualisiert ist, weil das einfach ich bin, so sehr liebe ich meine Kinder, die mit all dem irgendwie noch nichts (Stand Heute) zu tun haben und welche eine ganz andere Aufmerksamkeit von mir abverlangen. Wie jeder Vater möchte auch ich meine Kinder regelmäßig ermorden 😉 — Ich lasse das mal so stehen 🙂


Ich habe von meinem Vater meine Langmütigkeit geerbt, seine Geduld, sein Zuhören, sein Verstehen und ich glaube, dass ich seine kompletten Emphatiemöglichkeiten angenommen habe. Dies ist mir vor allem nach seinem Tod bewusst geworden. Sein feinsinniger Humor, über welchen nicht jeder lachen kann, käme wohl noch dazu. Meine Mutter brachte mir bei, dass Familie kein Konstrukt ist, welches auf räumlicher Nähe basiert. Sie hat meine Schwestern und mich immer angehalten, dass wir uns unabhängig von den Eltern machen müssen. Das gehöre zum Erwachsenwerden einfach dazu. Schließlich sind die Oldies ja irgendwann nicht mehr da und bei zu viel Enge wäre dann das Gejammer groß. Schwester Eins wohnt nun seit 20 Jahren in den USA, Schwester Zwei fast ebenso lange bei München und ich … 5km von Mutter weg. Und man sieht sich … gelegentlich 😉


Mein erster Musiklehrer brachte mir bei, dass man Klavier mit dem Kopf spielt. Und das man um „richtig falsch“ zu spielen „richtig gut“ spielen können muss. Daher ist aus meiner Musikerkarriere nichts geworden 🙂 Selbst mit sechs Jahren Gesangsunterricht, Kompositions- und Harmonielehre nicht 😉


Das Latein ist nun zu Ende, aber ich beantworte gerne noch in den Kommentaren weiter.