Aussenwirkung eines Dom

Tatsächlich habe ich mich schon öfters über mich selbst ausgelassen. Aber eine erneute Manifestierung scheint nicht unerwünscht zu sein.


Ich bin nicht perfekt.
Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut.
Ich mache manches gut und manches schlecht.
Aber in der Aussenwirkung darf ich das alles nicht sein.

Ich bin dann immer oben auf.
Ich bin immer bereit.
Ich bin immer am Start.
Aber das reale Leben exisitiert eben auch.


Ob ich nun ein Date im Rahmen des #CircleOfFalbalus habe oder im Rahmen der #Sexarbeit oder einfach „nur so …“ so habe ich gelernt, dass authentisch sein das A und O ist. Ich muss mich nicht als etwas darstellen, was ich nicht bin. Obgleich meine Gedanken sicherlich immer um das Thema Sex kreisen (und man mich dafür auch mag), so habe ich gelernt, dass Abstufungen möglich sind. Und meine Reputation nicht darunter leidet, wenn ich auf Twitter romantisches Zeugs oder hartes Zeugs von mir gebe. Und nein, das ist keine Masche.

Es ist mein einfaches „Ich selbst“ und ich tue mir selbst einen Gefallen damit. Der Kink ist dem nachgeordnet. Es gibt Tage, an welchen ich eine Frau nackt durch einen Wald peitschen muss und es gibt Tage, wo ich meine Hand einfach nur auf ihrem Arsch ablegen will, während Extremcouchn angesagt ist. Weil ich halt weiß, dass ich alles das bin. Und dies offensichtlich auch ganz genau so gerne genommen wird.

Ich mache mir nichts aus arrogantem Gehabe #BDSM erfunden zu haben oder zumindest das bessere #BDSM zu betreiben. Und dem steten „Ich bin Dein Herr, mach keine Zicken, nun leg‘ Dich hin, ich will Dich ficken!“ eifere ich auch nicht nach. Allerdings, wenn ich #BDSM betreibe, dann immer zu 100%. Keine halben Sachen. Und dies ist offensichtlich auch etwas, was mir abgekauft wird.

Dabei kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es Kreise gibt, die mir sagen würden, dass ich mir gerade in der #Sexarbeit ein gewisses Profil aufzubauen habe. Mich etwas überzeichnen, damit eine Kundin auch anbeißt. Aber … das möchte ich gar nicht. Natürlich habe ich einen dedizierten Twitteraccount (https://twitter.com/task4subs) und eine Webseite (http://www.dominus.koeln/) für meine Profession. Aber ich referenziere mich eben als professioneller Sexarbeiter eben nicht nur über die Sexarbeit, sondern auch über alles andere. Und das ist mir wichtig. Vielleicht nicht glücklich, aber ich sehe mich als Gesamtmensch und möchte mich nicht x-fach aufteilen. Denn das hatte ich schon mal.

Mir wurde mal gesagt, dass ich schlecht einzuschätzen sei, weil ich sowohl als Dom, als Sub und auch als Sexarbeiter auftrete. Aber ganz ehrlich. Sind wir alle nicht irgendwie viele? Ich bin bi-sexuell und lebe diese Ader, wirklich absolut gelegentlich, als Sub (und nur als Sub!) aus, weil das eine private Seite ist. Auch wenn ich mir vorstellen kann, diese Seite ebenfalls zu professionalisieren (Nur kommen dann die Dominas um die Ecke und stellen mich gerne als verkappten Freier hin. Soviel zum Thema „Gleichberechtigung im Job“ 😉 – Keine Angst, ich sehe das absolut locker.)

So sehe ich mich in meiner Außendarstellung dennoch mehr als Dom, denn als Sub, weil das Dom-Sein den Löwenanteil meiner heterosexuellen Existenz ausmacht. Da ist nicht viel in Richtung Extrem-Switchen, obwohl das nicht gelogen ist, weil entweder so oder so. Dennoch niemals beides mit ein und dem gleichen Partner und wenn, dann niemals in einer Session „gedreht“.

Das mag vielleicht ein wenig verwirren, aber die Menschen, die mich kennen oder welche, die in näherem Kontakt zu mir stehen, wissen ganz genau welche Person ich ihnen gegenüber bin und auf diese können sie sich immer verlassen. Und ich glaube, dass es authentischer ist zu all seinen „Inner People“ zu stehen, vielleicht auch gerade als BDSMer, als zwischen öffentlicher, privater und geheimer Person zu unterscheiden.

Wenn sich also meine Gedanken um Sex drehen, dann deuten diese in viele Richtungen, zumeist im D/s, viel im SM, mehrheitlich als Dom/Master, aber eben auch als Sub/Sklave.


Und es gibt auch Links ins Innere: Was Du über Dominanz wissen solltest … – Von der Verzweiflung der Dominanz – Dominanz zwischen Selbstverständnis und öffentlicher Definition. – Was ist ein “Guter Dom” …?

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