Samstag: „Vor Ihnen nackt zu sein, bedeutet für mich …“ // #Hausaufgabe

Tag 13 / 14


Zugegeben.
Es fiel mir nicht wirklich leicht sinnvollen Inhalt zu dieser Frage zu finden. Und wenn, dann müsste ich, mal wieder, aus alten Zeiten heraus beisteuern.

Mit diesem merkwürdigen Selbstbewusstsein von äußerlicher Attraktivität gesegnet, welche wohl 98% aller Männer innewohnt, habe ich nun mal nie ein Problem damit gehabt, mich nackt zu zeigen. Egal wo und wem.

Aber dieses „Nackt sein“ beinhaltet eben auch mehr als den Körper zu entblößen. Weil mit einem Menschen, welchen man sexuell attraktiv findet, ist es sicherlich völlig normal, dass man sich nur zu gerne entkleidet oder sich entkleiden lässt.

Sich jedoch mit seinem Kopfkram einem Menschen zu nähern und ihm zu sagen „Ich liebe Dich und ich will dir weh tun“ oder „Weil ich Dich liebe, muss ich Dir weh tun“ ist dann nochmal ein ganz anderes Kaliber.

Also jemandem seine Gedanken vollständig vor die Füße zu legen ist viel mehr nackt sein, als sich auszuziehen. Es bedeutet mir sehr viel, dass ich das darf und dass meine Gedanken nicht als blöd empfunden werden oder eben vollständig abgewertet werden. Dass sie im Raum stehen bleiben können. Ohne größere Kommentierung.

Ich glaube, dass das viel mehr wert ist, als man das von außen überhaupt sehen kann. Es gehört schon eine gewisse Überwindung dazu sich ehrlich zu seinen Perversionen zu bekennen. Dinge in das Blog zu schreiben ist das eine, Kopfkino hochzufahren ebenso, aber jemandem sein Wollen mitten ins Gesicht zu sagen ist eine ganz andere Hausnummer.

Damit verbunden ist immer auch ein wenig Angst. Auch bei mir. Wie wird mein Gegenüber darauf reagieren? Soll ich es lieber nicht einfach machen und es gar nicht erst ankündigen? Was, wenn meine Entscheidung die falsche war? Was bekomme ich für meine Ehrlichkeit zurück.

Selbst dann wenn ich noch so sehr kommuniziere, geschehen ab und an Dinge, welche nicht kommuniziert sind. Muss ich immer kommunizieren? Muss alles vorab besprochen sein? Hatte ich das schon mal gesagt oder angedeutet? Oder stand es bereits auf einem Wunschzettel und ich habe es vergessen?

Ist dieses „Nackt sein“ eventuell auch, als dominante Fachkraft, dieses „Ab und an einfach machen und dann das Echo einfangen“?


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 12 / 14
https://training-of-o.de/blog/2018/12/14/freitag-was-ich-ihnen-schon-immer-mal-sagen-wollte-hausaufgabe/

2 thoughts on “Samstag: „Vor Ihnen nackt zu sein, bedeutet für mich …“ // #Hausaufgabe”

  1. Werter DOM/Sir und Halter von O‘s

    Als erstes ein grosses Kompliment an die vielen Berichte, Infos und Aufklärungen zu den verschiedensten Themen! Immer sehr spannend und lehrreich. Oft sehe ich mich oder uns darin wieder.

    Einige Fragen habe ich trotzdem noch an die:
    – gibt es auch männliche O‘s oder sind das einfach Sklaven?
    – gibt es auch Ehepaare die als O‘s leben?
    – bei einem Ehepaar wo DU die Frau als O‘s hällst, hat der Ehemann welche Rolle? Ist er informiert? Ist er auch eine. Teil davon?
    – bei einem Treffen mit einer O hat sie in deiner Gegenwart immer eine der GOR Position inne habe, oder kann sie sich auch ganz normal bewegen und geben?

    Viele Fragen für den Start, weiter folgen sicher!

    Herzliche Grüsse aus der Schweiz
    Andi

    1. Vielen Dank für Dein Kommentar …

      – gibt es auch männliche O‘s oder sind das einfach Sklaven?

      Auch wenn die Rolle der „O“ grundsätzlich als weiblich beschrieben wird, so gibt es auch männliche „O“’s. Mir persönlich ist jedoch kein Mann bekannt, welcher sich zu seinem „O“-Sein bekennt. Die Vermutung liegt also nahe, dass es Sklaven gibt, welche den „Tatbestand“ einer „O“ erfüllen.

      – gibt es auch Ehepaare die als O‘s leben?

      Du meinst, wenn beide Ehepartner submissiv sind, ob diese dann auch als „O“ leben (könnten)? Das möchte ich nicht ausschließen, auch wenn sie sich nicht unbedingt wechselseitig werden glaubhaft „O“ sein können. Obgleich es sicherlich auch Extrem-Switcher gibt, wo dies dann möglich ist. Meiner Meinung nach liegen aber letztere Paarungen eher im Promille-Bereich. Zumeist wird es so sein, dass das Ehepaar sich einer Herrschaft andient.

      bei einem Ehepaar wo DU die Frau als O‘s hällst, hat der Ehemann welche Rolle? Ist er informiert? Ist er auch eine. Teil davon?

      Das kommt ganz drauf an: Erstmal geht es mir darum, dass das Ehepaar sich darüber einig ist, dass ein anderer Mann im Leben des Paares existieren darf. Art und Inhalt dieser Übereinkunft wird intensiv besprochen. Mir persönlich ist es wichtig fest zu stellen, dass ich niemals die eheliche Beziehung angreifen will. Also sollte der Eingriff meinerseits in die Beziehung als stabilisierendes Element in der Ehe verstanden werden. Das kann soweit gehen, dass der Ehemann komplett von allem ausgeschlossen wird und ein Verbot von ehelichen Pflichten denkbar ist. Das bedeutet nicht, dass ich über die Ehefrau auch den Ehemann dominiere (also in Richtung Cuckold zum Beispiel), aber auch das wäre denkbar. Ich sehe mich selber als exklusives Element nur dann, wenn das Ehepaar dies auch ganz genau so wünscht.

      Auf der anderen Seite gibt es dominante Männer, die ihre Ehefrauen (ganz im Sinne von Roissy) anderen Herren zur Verfügung stellen und somit natürlich auch Teil des Ganzen sind und über jeden Aspekt informiert sind. Auch hierüber wird intensiv gesprochen und auch in diesem Szenario hole ich mir das Einverständnis aller ab und wir klären alle Rollen so explizit wie nötig. Allerdings stelle ich hierbei immer klar, dass ich keine Stellvertreterfunktion wahrnehme und somit eine Art „Pflichtenheft“ des dominanten Ehemannes annehme, welches ich abzuarbeiten habe. Wenn ein anderer Ehemann seine Ehefrau an mich ausleihen möchte, dann hat dies auch mit ein wenig Kontrollverlust seitens des Ehemannes zu tun. Somit ist es nicht nur eine Vertrauensprüfung für die Ehefrau, sondern auch eine Charakterprüfung des Ehemannes.

      – bei einem Treffen mit einer O hat sie in deiner Gegenwart immer eine der GOR Position inne habe, oder kann sie sich auch ganz normal bewegen und geben?

      Wichtig ist es, die GOR-Positionen zu kennen und diese auf Verlangen einzunehmen. Aber das ist Inhalt des #TheTrainingOfO und wird somit trainiert.

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