Mittwoch: „Der eigene Orgasmus als ultimative Bestätigung?“ // #Hausaufgabe

Tag 10 / 14


Mein eigener Orgasmus ist mir nicht wirklich wichtig.
Wenn ich wirklich abspritzen will, dann tue ich das (mit Dir) einfach.

Ende des Gespräches.

Es ist mir nach wie vor ein Rätsel, warum Subs dauernd meinen, dass Doms sie stets hart vögeln wollen. Nicht alle sind so und ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass ich mit dieser Meinung völlig alleine bin.

Natürlich treibt uns die Pornographie an Stellen, an welchen wir das denken müssen. Auch als Sub bin ich immer davon ausgegangen, dass ich „irgendwie“, „irgendwo“ und von „irgendjemandem“ gefickt werde. Zumindenst, wenn ich mein Halsband trage und damit meine Rechte an meinem Körper an meine Herrschafft abgab.

Erstaunlicherweise wurde meine Sucht nach Fremdbesteigung durchaus befriedigt, aber das mein Herr sich persönlich meiner annahm, war ziemlich selten. Was es dann aber auch besonders für mich machte, wenn er mich bestieg. In meinem Kopf setzte sich fest, dass er alleine entscheidet mit wem er Sex hat und ich habe ihn öfters seine eigene Frau beschlafen sehen als er mich nahm. Aber Submission ist eben deutlich mehr als hart beschlafen zu werden.

Heute sehe ich das ganz exakt genau so und es ist durchaus schwierig meinen Damen zu erläutern, dass ich sie wenig bis gar nicht beschlafen werde. Da sehe ich mich durchaus als Dominus, welcher in allen Belangen seiner Sexualität entscheidet und dieses schließt eben auch die Sexualität meiner Damen mit ein. Mantra: Wenn ich Dich ficken will, dann tue ich das einfach. Wenn nicht, dann nicht. Komm‘ darauf klar.

Mein ganzes Treiben dreht sich um die Bedürfnisse der Sub, die ich zuerst zu achten habe. Und ich sehe mich danach erst an zweiter Stelle. Der Orgasmus der Sub ist mir heilig und wichtig. Und wenn mich das geil macht, dann spritze ich eben in das Gesicht meiner Dame ab oder habe Sex mit ihr.

Vielleicht ist es auch so, dass ich ein ziemliches hohes Maß an Testosteron im Beisein meiner Sub erst aufbauen muss. Schließlich werde ich, im Gegensatz zu pornoiden Versprechen, nicht automatisch hart nur weil sich eine submissive Fachkraft an mir zu schaffen macht. Gewisse Dinge kicken mich einfach nicht und dazu können auch spezielle Verhaltensweisen gehören.

Und dafür bin ich dann eben Dom, um meiner Sub zu zeigen, wie sie Expertin an mir werden kann.


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 9 / 14
https://training-of-o.de/blog/2018/12/11/dienstag-schutz-und-sicherheit-im-zeichen-des-herrn-hausaufgabe/

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