@Monas_ecke -> Labyrinth, Jagd, Verhör #DreiWortStory

Letzter Tag der Woche … Freitag Abend … Und nüscht zu tun.

Was macht eine Frau dann eigentlich, wenn sich ihre Gedanken im Labyrinth des eigenen Hirnes in ewig langen Windungen mit einem deutlichen Ziel vor Augen, dem aber nicht erreichbaren, durch fremde Hand, Mund, Penis zugeführtem Orgasmus bewegen?

RischTisch … sie begibt sich ins Internet. So werde ich das auch diesen Abend machen.

Natürlich könnte ich meinen Mann von vorgestern Nacht „einbestellen“. Aber ich will nicht. Noch nicht. Ein bisschen unsichtbar sein erzeugt auf der anderen Seite möglicherweise den korrekten Grad an Samenstau 😉 (Auch wenn mir völlig klar ist, dass das biologischer Quark ist!)

Nennen wir es einfach passive Suche mittels Durchkämmen diverser Anfragen in verschiedenen Vögelportalen. Und ich empfinde das nicht immer als lustig. Ich erstelle einen Text über den ich mir tagelang Gedanken gemacht habe, ausgefeilt, persönlich, ausführlich und niemand liest ihn. Wie kann es sonst geschehen, dass da eindeutig steht, dass ich Bondage nicht will, aber mir jeder daher kommende Mann mit mir genau das machen will?

Und wenn Du dann hingehst und in Deinen Profiltext reinschreibst, dass er länger als 120 Zeichen lang ist … ach. Männer, die nicht lesen können (und/oder wollen) werden halt nicht bedient. Und am Ende bleiben dann wenige übrig. Das sind zwar auch nicht immer die Perlen ausgefeilter Wortkunst, aber immerhin. Und dann erlebst Du noch, dass das Anschreiben so ausgefeilt ist, dass es möglichst viele Bereiche abdeckt, welche in einem möglichen Profiltext vorkommen könnten > /dev/nul

Und dann begreife ich, was mir mal jemand gesagt hat:

„Eckart von Hirschhausen meinte mal, dass Frauen nach dem Besten suchen, Männer jedoch nach der Nächstbesten.“

Und von daher verstehe ich, dass Männer sich wohl in ihrer Sehnsucht (oder Gier?) nach dem nächsten Finish, einfach planlos verhalten und sich mit dem gleichen Text an 100e von Frauen wenden, um auch nur bei einer den gewünschten Erfolg zu haben. Und wir Weiber könnten viel mehr Sex haben, vielleicht auch sogar guten, wenn wir bei unserer passiven Jagd nicht immer so wählerisch wären. Nur habe ich einfach keinen Bock mich an die Männer anpassen zu wollen.

Nicht jeder Spruch kommt bei mir an. Nicht jede sexuelle Phantasie erregt mich. Meine Brüste sind zu klein, mein Arsch viel zu groß und meine Muschi ist vielleicht nicht haarig genug. Es gibt so viele Unwägbarkeiten, aber die Online-Dating-Welt leidet ganz erstaunlich unter dem „Tinder“-Syndrom. Fresse gefällt mir nicht, will ich nicht. Obwohl … in der Kneipe um die Ecke wähle ich doch auch erstmal nach dem Äußeren aus, oder?

Und dann gibt es Profile ohne Bild mit zu kurzem oder gar keinem Text. Interessant sind dann auch die Männer, die eine Ehefrau suchen, obgleich ich nur an dessen Ständerfertigkeiten Interesse habe. Wie verzweifelt müssen Menschen sein, dass sie auf einer Kopulationswebseite den Partner fürs Leben finden wollen? Auf der anderen Seite denke ich mir, dass es doch toll ist, wenn man bereits vor der Hochzeit ganz genau weiß, ob der Mann mich gerne anpissen mag oder nicht? Oder?

Mein Ex-Mann hat mir aber auch erläutert, dass Frauen ab und an ebenso vorgehen und auf diese Weise eher Mitleidssex erhalten (Immerhin, die haben Sex!). Ach, Kuckuck, verdammich. Es ist echt nicht einfacher geworden. Und wenn es dann mal passt, dann liegen zwischen meinem Loch und ihrer Befüllung 100e von Kilometern, weil niemand gleich zu Beginn an sagt, dass er aus Hintertupfingen kommt.

Aber auf der anderen Seite ist so ein Verhör (a ka „Kennenlernen“, also ich erzähle alles von mir und erfahre kaum etwas von ihm) auch eine feine Sache. Denn wenn Männer denken, dass ich mir nicht in den Schritt fasse, wenn die „nett“ fragen können und sehr gerne nackt mit ihnen telefoniere, lange bevor ein erstes Selfie daher kommt.

Sie verstehen? … ich bin dann mal unterwegs 😉


Kontext:
https://training-of-o.de/blog/2018/11/22/crimson_silk-keller-holz-lichtschein-dreiwortstory/


Die #DreiWortStory ist eine Nutzer gesteuerte Angelegenheit.
Immer wieder mal frage ich meine Verfolger nach drei Worten aus denen ich dann eine , hoffentlich, erotische Geschichte forme. Alle Worte müssen, wenn auch nicht in der gegebenen Reihenfolge, in der Geschichte vorkommen und sie müssen sinnvoll eingesetzt werden.

Die Herausforderung für mich ist, dass ich mich gedanklich flexibel einfach auf die merkwürdigsten Konstrukte einlasse. Also quasi mehr improvisiere und doch versuche tiefgründig zu bleiben.

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