@Crimson_Silk -> Keller, Holz, Lichtschein #DreiWortStory

Da war also nun der Mann da. Also gestern. Der, der die Papaya bekommen hatte. Sie erinnern sich? Wenn man sich dominante Männer also zu eigenem Zwecke nützlich machen möchte, dann dürfen diese das natürlich nicht merken. Geht es also um einen Aufriss, macht frau sich halt klein und schüchtern. Das ist aber nur eine Denkweise von vielen.

Läutet da bei Ihnen was zum Thema „Erlebnissexualität“?

Aber ich will mich zu diesem Punkt gar nicht so genau auslassen. Am Ende ist es auch völlig Wurst, wie eine Frau zu dem Sex kommt, welchen sie sich im Keller vor einem Computer kniend so ausdenkt. Und ich möchte auch nicht auf die Inhalte der nächstletztvernächtlichten Kopulationsorgie eingehen. Schließlich ist das privat <3

Habe ich bisher also eine Frau beschrieben, die eher aggressiv vorgeht, um letztlich zu kommen, die jedoch eine Frau spielt, um schließlich kommen zu dürfen (merkste den Unterschied selber?), so liegt hier dennoch der Hase ein wenig im Pfeffer.

Wir sind viele Subs. Und wir sind auch viele Domsen. Weiblicher Natur. Und nur auf die referenziere ich mich, weil es mich selbst ja auch angeht. Wir alle sind nämlich auch eingebunden in unsere Alltage als Partnerin, Mutter, Schwester, Kind, Arbeitskollegin und ich kann mir vorstellen, dass die wenigsten von uns tatsächlich in der Lage sind ihre sexuellen Ausschweifungsmöglichkeiten (so vorhanden) in das handelsübliche Leben einzumitteln. Oftmals ist es doch so, dass wird dazu gezwungen sind (gerade wenn Kinder vorhanden sind) unseren Lustschmerz zu(un)gunsten von Anderen links liegen zu lassen.

Unsere Hauptrolle ist leider nicht die immergeile und nimmersatte Frau. Vor allem dann, wenn wir einen Mann daten, der so eine Frau will, stellen wir meistens fest, dass er es dann doch nicht so kann 😉 Da würde uns wahrscheinlich nur helfen irgendwo wirklich reich einzuheiraten. Aber diese Frau ist Teil von uns und wir suchen nach Wegen diese Sexbombe mit der langweiligen Hausfrau zu vereinen.

Nehmen wir also an, dass wir nicht mit einem Stück Holz geschlagen wurden.

Denn dies würde uns ziemlich blöde zu Gesicht stehen, wenn die Doms nämlich versuchen unseren Hormonhaushalt zu bedienen. Der Mann von gestern Nacht hat Worte benutzt, um mich zu erobern und konnte mir ein ziemlich gutes Bild seiner Phantasien machen. Und die haben mich gleich mal eingefangen. Auf eine ganz bestimmte Art hatte ich das Gefühl, dass er mir aus der Seele spricht und mir meine eigenen Sehnsüchte und Träume auf einem Silbertablett servierte.

Und damit brachte er die innere Schlampe dann doch ziemlich zum Schweigen. Wenn frau sich selber im Anderen sieht und dies ohne den Anderen jemals angefasst, geschweige denn gesehen zu haben, dann hinterlässt das Spuren. Wenn es also darum geht in den Kopf gefickt zu werden, dann gibt es davon traditionsgemäß immer zwei Vorgänge und wenn der erste funktioniert, dann ist der zweite fast schon ein Nobrainer und Muschiweichmacher.

Jedoch ergibt sich das auch nur während der ersten 0,76 Sekunden respektive den weiteren 3-4 Minuten des allerersten Aufeinandertreffens. Wenn der Mann es nicht schafft, dieses Glühen in mir am Leben zu halten, wenn er mich im Arm hat – und zwar ohne gleich übergriffig zu werden – dann ist es auch schon wieder vorbei. Meine eigene Submissivität, die ich ihm frei von der Seele weg zu Füßen legen wollte, wird in mir begraben und ich muss eine Entscheidung treffen, ob ich in das Schauspielfach wechsele, um den Abend noch erfolgreich zu Ende zu bringen.

Nun, es gelingt selten einem Mann, dass er über Nacht bleiben darf und ich mit ihm mein Bett nicht nur zum Beischlaf teile. Und das ist, während ich so vor mich im milden Lichtschein meine Schlepptops dahin schreibe eine wirklich gute Sache. Und Kaffee kochen konnte er auch noch.

Ich werfe mich dann mal in den Abend und wir sehen uns morgen wieder.


Kontext:
https://training-of-o.de/blog/2018/11/21/tolomir72-geysire-vodka-gummiband-dreiwortstory/


Die #DreiWortStory ist eine Nutzer gesteuerte Angelegenheit.
Immer wieder mal frage ich meine Verfolger nach drei Worten aus denen ich dann eine , hoffentlich, erotische Geschichte forme. Alle Worte müssen, wenn auch nicht in der gegebenen Reihenfolge, in der Geschichte vorkommen und sie müssen sinnvoll eingesetzt werden.

Die Herausforderung für mich ist, dass ich mich gedanklich flexibel einfach auf die merkwürdigsten Konstrukte einlasse. Also quasi mehr improvisiere und doch versuche tiefgründig zu bleiben.

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