Die Reifeprüfung aus Sicht von Lola

Lola wusste, dass dies ein ganz besonderer Abend sein würde, daran hatte ihr Herr keinen Zweifel gelassen. Umso froher war sie, dass sie bereits am Nachmittag angereist war und ihren Herrn noch relativ „undomig“ erleben würde.

Sie genoss beide Seiten dieses Mannes, den Dom und den Mann. Und so begann ihr gemeinsames Wochenende damit, dass er sie vom Bahnhof abholte und sein Auto sich durch den Großstadtverkehr quälte. Lola erzählte von der recht unspektakulären Fahrt mit dem Zug, der ausnahmsweise sogar pünktlich war und es dauerte wie immer nur sehr kurze Zeit, und sie beide redeten über Gott und die Welt. Sie hatten nie Probleme, miteinander zu reden, es gab so viele Themen, die sie beide interessierten, weit jenseits des BDSM. Sie waren einfach beide vielseitig interessiert und sie beide hörten gerne, was der andere zu erzählen hatte.

Über den Abend, der ein besonderer Abend werden sollte, sprachen sie nicht – noch nicht. Aber er registrierte mit viel Wohlwollen, dass Lola bereits die 3H und dazu ein schwarzes Kleid trug.

Den Nachmittag verbrachten sie mit Sex, Kaffee und Gesprächen. Dann rückte der Abend näher.

Lola wusste, dass sie heute ihre Schwester-Sub Rieke kennenlernen würde. Die beiden verstanden sich bereits sehr gut, hatten online und per Telefon schon viel miteinander kommuniziert und freuten sich auf den gemeinsamen Abend. Ihr Herr hatte angekündigt, dass es für sie beide eine Reifeprüfung sein würde. Außerdem hatte es in den letzten Tagen Hinweise gegeben, worum es gehen würde, aber er verriet keine Details, und da die beiden Subs sich einig waren, dass er auf gar keinen Fall irgendetwas erzählen würde, fragten sie auch nicht nach. Dies wäre vergebliche Liebesmüh gewesen.

Lola und ihre Schwester-Sub konnten also nur Vermutungen anstellen, was wohl passieren würde. Ein Gangbang? Ein Besuch im Pornokino? Oder ein hartes Spanking? Allein die Tatsache, dass Lola und Rieke gemeinsam bei ihrem Herrn sein würden, war schon eine Premiere für beide. Bisher hatten sie immer nur mit ihm alleine gespielt. Würden sie möglicherweise eifersüchtig aufeinander sein?

Lolas Nervosität wuchs jedenfalls plötzlich.

Lola erhielt vor Riekes Eintreffen Anweisungen von ihrem Dom. Sie sollte das Begrüßungsritual, welches Rieke immer durchlief, wenn sie zu ihrem Dom kam, schweigend beobachten. Dann würde er sie anweisen, mit Rieke in das Schlafzimmer zu gehen und ihr dort das Halsband anlegen. Denn noch war es Rieke nicht gestattet, das Halsband mit nach Hause zu nehmen.

Dann klingelte es auch schon. Lola positionierte sich im Wohnzimmer und wartete gespannt und mit einer gehörigen Portion Nervosität auf Rieke.

Schließlich stand Rieke nackt im Wohnzimmer, und sie und Lola lächelten sich kurz an, dann kniete Rieke auch schon auf dem Teppich vor ihrem Herrn und vollzog ihr Begrüßungsritual.

Lola wusste, dass normalerweise ihr Herr Rieke das Halsband anlegte und sie war gespannt, wie Rieke auf seine Anweisung reagieren würde.

Der Herr küsste Rieke und erklärte ihr, dass sie nun mit Lola ins Schlafzimmer gehen würde, um dort ihr Halsband zu erhalten. Er übergab Lola das Halsband, und die beiden Frauen zogen sich schweigend zurück.

Im Schlafzimmer fielen sie sich erstmal in die Arme und begrüßten sich stürmisch und mit einem Lachen. Dann legte Lola ihrer Schwester-Sub das Halsband an. Sie wusste, dass dies eine besondere Ehre war und sie war sehr stolz, dies tun zu dürfen. Spätestens in diesem Augenblick war für Lola klar, dass der Abend nur gut werden konnte. Rieke zog sich ihr schwarzes Kleid wieder an, welches sehr sexy war.

Dann gingen sie wieder ins Wohnzimmer, wo ihr Herr seine Subs mit einem Lächeln erwartete. In der Grundstellung, Hände hinterm Rücken und mit leicht gespreizten Beinen, erwarteten sie seine Anweisungen. Lola war angespannt, nervös, aber es mischte sich auch Vorfreude in ihre Gefühle. Sie konnte spüren, dass es Rieke nicht anders erging.

Ihr Herr berichtete, dass sie wegfahren würden, in ein Pornokino. Dort würden sie Blowjobs anbieten. Er würde immer in der Nähe sein, es könnte ihnen nichts passieren. Dies war beiden Subs klar, aber es beruhigte sie trotzdem, dass er es noch mal so explizit sagte. Er sagte auch, dass nur er sie küssen würde und es wirklich nur um Blowjobs ginge. Ab sofort würden sie ihn nur noch mit „Ja, mein Herr“ oder „Nein, mein Herr“ ansprechen. Beide Subs nickten zustimmend. Sobald eine Sub die Aktion abbrechen wollte, galt dies auch für die andere Sub. Dies sei nicht als Fehler zu betrachten. Auch dazu nickten Rieke und Lola zustimmend.

Ihr Herr packte zwei Kissen und zwei kleine Flaschen Apfelschorle in eine Tasche, dann verließen sie das Haus und stiegen in sein Auto ein.

Sie durften im Auto rauchen und leise miteinander reden, was Rieke und Lola ausgiebig nutzten. Sie waren beide sehr nervös und hielten sich an den Händen.

Nach etwa 30 Minuten kamen sie an dem Pornokino an. Ihr Herr bezahlte den Eintritt und dann betraten sie das Kino.

Sofort fiel ihnen die unglaubliche Lautstärke auf, mit der ein Pornofilm über die verschiedenen Bildschirme flimmerte. Das Gestöhne war so laut, dass eine Unterhaltung nahezu unmöglich war. Lola hatte rein gar nichts gegen Pornos, ganz im Gegenteil, aber dieser Porno war von der Sorte „Hochglanz und unecht“. Das künstliche Gestöhne unterstrich dies nur noch.

Weder Rieke noch Lola waren jemals in einem Pornokino gewesen und betrachteten interessiert die Räumlichkeiten, die aus vielen kleinen Räumen, nahezu Boxen, bestand. In allen Wänden waren etwa in Hüfthöhe kleine Öffnungen angebracht und Lola ahnte, wozu sie dienten.

Sofort hatte sich eine kleine Traube von Männern gebildet, die das Trio bei dem kleinen Rundgang auf Schritt und Tritt verfolgte. Lola wunderte sich, dass es sich zum größten Teil um noch recht junge Männer handelte. Frauen konnte Lola zunächst nicht entdecken. Sie fühlte sich ein wenig unwohl und war sehr froh, dass ihr Dom auf sie und Rieke aufpasste, und sein Auftreten ließ daran auch keinen Zweifel aufkommen.

Ihr Herr führte seine Subs in einen etwas größeren Raum, der abschließbar war. Ein junger Mann versuchte, mit in den Raum zu gelangen, aber der Herr drängte ihn hinaus.

Ihr werdet jetzt Eure Kleider ausziehen. Ihr habt ja gesehen, dass dies kleine Räume sind, dort werden ihr Euch vor die Öffnungen knien und auf Schwänze warten, die ihr blasen werdet. Zuerst kommt ihr zusammen in einen Raum. Nehmt die Kissen mit!“

Lola und Rieke taten, was ihr Herr verlangte. Lola presste sich ihr Kissen vor die Brüste, sie zitterte ein wenig. Noch nie war sie nackt vor fremden Menschen herumstolziert, aber das war einfach ein Teil ihrer Submission.

Dann verließen die drei den Raum, gingen wieder durch den Flur, sofort wieder verfolgt von einer Traube von Männern. Ihr Herr lotste sie in einen kleineren Raum, in dem ein kleiner Hocker stand. „Schließt die Tür ab! Ihr werdet mich erkennen, weil ich fünf Mal an die Tür klopfen werde.“

Lola setzte sich auf den kleinen Hocker, da dies für sie wesentlich bequemer war, als auf dem Kissen zu knien, mit dem Gesicht der kleinen Öffnung zugewandt, dann steckte auch schon ein Mann seinen Penis durch die Öffnung. Es war ein ziemlich großer Schwanz und Lola nahm ihn sofort in den Mund und sie blies ihn. Die ganze Zeit war Lola sich bewusst, dass ihr Herr genau wusste, was sie tat und dass es ihm gefallen würde. Schließlich war er auch ein Voyeur und hatte seinen Spaß daran, seine Subs zu teilen. Also dachte sie einfach daran, dass es ihm Freude bereitete. Und genau dies war für sie ebenfalls erregend.

Einmal steckte der Mann seine Hand durch die Öffnung und wollte Lola anfassen, aber sie schlug seine Hand weg. An diesem Abend war für sie völlig klar, das nur ihr Herr das Recht haben würde sie anzufassen. Eine Berührung war ihr an diesem Ort und unter diesen Umständen viel zu intim.

Es dauerte furchtbar lange und sie musste oft würgen, aber der junge Mann kam einfach nicht. Plötzlich hörte sie einen sehr lauten Klingelton. Der Mann zog sich kurz zurück, und sie konnte für einen Moment sein Handy sehen, welches er in die Hand nahm. Dies störte Lola sehr, es störte den Flow, indem sie sich gerade befand, erheblich.

Sie hatte schon gehofft, dass dieser Mann weggehen würde, aber nur wenige Sekunden später stand er wieder an der Öffnung. Also nahm Lola seinen Schwanz wieder in den Mund, aber es war sehr anstrengend und ohne Erfolg. Zwischendurch nahm Lola wahr, dass Rieke ihr tröstend über den Rücken streichelte. Riekes Geste ermunterte Lola, einfach weiter zu machen. Ihr wurde in dem Moment klar: Nicht nur ihr Herr war bei ihr, auch ihre Schwester-Sub war für sie da.

Nach einer gefühlten Ewigkeit klopfte es fünf Mal an die Tür und Rieke öffnete sie. Ihr Herr wies die beiden Subs an, den Raum zu verlassen und führte sie zu zwei nebeneinander liegenden Kabinen. Jetzt waren sie alleine. Wieder setzte Lola sich auf einen Hocker, und schon stand der nächste Mann an der Öffnung.

Lola war klar, dass ihr Herr in dem Gang vor ihrer Kabine war und alles genau beobachten würde. Wirklich alleine fühlte sie sich nie.

Diesmal ging es ziemlich schnell, und Lola schluckte dankbar seinen Saft. Genau deshalb war sie hier: Wildfremden Männern einen Blowjob zu geben, ihren Saft zu schlucken und ihren Herrn damit glücklich machen! Sie genoss es in vollen Zügen.

Mit einem Tuch wischte sie sich den Mund ab, als es auch schon weiter ging, der nächste Mann wartete. Lola tat, wie ihr geheißen, und auch diesmal hatte der Mann recht schnell seinen Orgasmus.

Dann stand wieder der junge Mann mit dem sehr großen Schwanz vor der Öffnung. Lola blieb nichts anderes übrig, als ihm den Schwanz zu blasen und sie hoffte, dass er recht bald kommen würde. Aber völlig egal, was sie versuchte, er kam nicht zum Abschluss und Lola spürte, wie sich Frust in ihr aufbaute. Und dann klingelte auch schon wieder sein Handy…

Dies ging eine gefühlte Ewigkeit so, als sie plötzlich hörte, wie ihr Herr laut sagte: “Lola macht jetzt eine Pause!“ Der junge Mann zog sich allerdings erst zurück, als ihr Herr nochmals deutlich sagte, dass jetzt erstmal Schluss sei.

Lola war ihrem Herrn dankbar für die Ansage, denn plötzlich fühlte sie sich elend. Ihr wurde mit einem Mal bewusst, wo sie sich befand: in einem kleinen miesen Pornokino, in welchem ihrer Meinung nach langweilige Pornos liefen, ein Laden ohne ansprechendes Ambiente. Ihre Submission erlebte einen gehörigen Knick nach unten.

Lola hörte es fünf Mal klopfen. Sie öffnete die Tür und ihr Herr kam rein. „Ich kann nicht mehr! Ich will hier raus!“ sagte Lola. Sie hatte genug und war heilfroh, ihren Herrn zu sehen.

Ihr Herr nahm sie kurz in den Arm, führte sie aus der Kabine raus und holte auch Rieke ab. Zu dritt, wieder von Männern verfolgt, gingen sie in den etwas größeren Raum zurück. Ein junger Mann fragte Lola: “Willst Du ficken?“, aber bevor sie darauf reagieren konnte, antwortete ihr Herr laut und deutlich „Nein!“ und schob seine Subs in den Raum.

Er schloss die Tür ab, und nahm Lola und Rieke fest in den Arm. „Zieht euch an, wir gehen jetzt.“ sagte er. Rieke und Lola zogen sich an, nahmen ihre Trinkflaschen und tranken etwas, bevor sie den Raum verließen und zum Ausgang gingen. Die aufdringlichen Männer gingen Lola jetzt sehr auf die Nerven, sie fühlte sich mit einem Mal begafft auf eine Art und Weise. die ihr gar nicht gefiel. Es waren keine bewundernden Blicke.

Als sie endlich draußen waren, holte Lola tief Luft. Es war geschafft!

Im Auto lobte ihr Herr Rieke und Lola, er war sehr zufrieden und berichtete, er habe glückliche Männer gesehen. Sie hätten ihre Sache gut gemacht. Lola und Rieke waren geschafft, aber auch zufrieden.

Sie waren dort gewesen, wo es, wie ihr Herr es formulierte, wirklich schmutzig zuging, und sie hatten diese Herausforderung gemeistert.

Und genau deswegen waren sie seine Subs – Herausforderungen meistern, ihren Herrn zufriedenstellen und darin ihre Erfüllung zu finden.

Sie hatten ihre Reifeprüfung bestanden!

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