Ich bin nun hier …

… und nun bleibe ich einfach da.

‚Gott, was für ein Dummsinn‘, dachte sie sich, ‚Das geht nicht, Mädchen. Das ginge viel zu weit‘ – ‚Aber ich fühle doch so!‘ – Engelchen und Teufelchen auf ihrer Schulter gaben sich mal wieder ein StellDichEin und so langsam fing es an sie zu nerven.

Der große Tag stand kurz bevor und vielleicht nicht zum ersten Mal, aber zum ersten Mal „so“, würde sie ihm gegenüber stehen. Wochenlang haben sie nun geschrieben, sich angenähert und Gedanken ausgetauscht, und waren sich völlig einig. Heute ist „The Day of the Tentacle“, ihr persönlicher Tag der Entscheidung. Obwohl diese Entscheidung schon gefallen war, als sie ihm zum ersten Mal begegnete. Doch diesmal ging es um viel mehr als nur ein Käffchen in Ehren, welches niemand verwehren kann.

Sie war bereit einen Schritt weiter zu gehen, auf ihn zuzugehen. Er, der an keiner Leine zog auf der einen Seite und Sie, die sich dennoch zu ihm hingezogen fühlte. Und sich selbst an seiner lockeren Leine ziehend auf ihn zu bewegte. Eines war ihr sicher: Nach diesem Abend wird nichts mehr sein wie es vorher war. Sie würde sich noch mehr in seinen Fängen befinden. An dem Platz, welcher ihr zugeteilt und versprochen wurde. Zu seinen Füßen, an seiner Seite.

‚Was werde ich machen, wenn ich ihn sehe?‘ – ‚Seinen Ring küssen wirst Du!‘ – ‚Doch nicht in der Öffentlichkeit!‘ – ‚Du kannst doch gar nicht anders, Du dummes Ding!‘ – ‚Ich bin nicht dumm, Du blödes Huhn!‘ – ‚Orrrr!!‘ – ‚Selber!!!‘

Sie wusste genau, was geschehen würde. Sie wusste es ganz genau. Alleine fehlte ihr die Vorstellungskraft, sich dies selbst einzugestehen. Eine winzige Geste der submissiven Hingabe. Mehr war nicht nötig. Irgendwas, was ihn beeindrucken würde. Ihn von ihr überzeugen. Das sie es wirklich ernst meinte. Sie wollte seine Sub werden, seine Lustsklavin. Aber sich eben nicht aufdrängen. Und doch eindeutig und nicht interpretierbar genau dieses Zeichen setzen, welches eine neue Epoche in ihrem Leben starten sollte. Von der vermaledeiten Virtualität in die Realität mit ihm gehen.

‚Er ist der Mann, er soll anfangen.‘ – ‚Nein, er wird mein realer Herr werden, da muss ich mich ihm anbieten.‘ – ‚Schwächelst Du? Du bist ihm doch schon verfallen! Und er hat Dich doch bereits angenommen! Du hast doch schon genug Signale gesendet. Soll er doch das Besiegeln anfangen.‘ – ‚Ich bin eine starke Sub und will keine Angst haben auf ihn zuzugehen. Es ist meine Aufgabe ihm mein ultimatives Einverständnis zu geben. Also Fresse jetzt!‘

Das Teufelchen setzte sich in seine Ecke und schmollte. Das Engelchen grinste zufrieden. Sie selber machte eine wischende Handbewegung und beide Imaginationen verschwanden fürs Erste.

‚Was ziehe ich eigentlich an? Das was ich will oder das was er will? Oder ist das schon das Gleiche?‘. Sie blickte in den Spiegel und betrachtete sich. ‚Ganz passabel, Du Stück!‘ grinste sie sich an. Schwarze Pumps, Jeans, enges T-Shirt, Haare offen: ‚Ja, das passt. Er hat mir mehrfach gesagt, dass meine Alltagskleidung mir gut stehen würde und ich einfach nur guten Geschmack hätte. Dafür lasse ich den üblichen Choker weg. Ein nackter Hals wird ihn locken, genau das zu ändern. Das muss reichen.‘

Sie fühlte sich wohl und verwies mit einem strengen Blick sowohl Engelchen und Teufelchen erneut auf ihre Plätze. Und sie wusste auch, dass sie sehr spät, als die Frau, das Wesen, welches sie wirklich ist, wieder heim kommen würde.

#SMBlogparade: Erniedrigung

Es ist ein Spiel.
Und es ist trotzdem echt.

Man wird vielleicht beschimpft, angespuckt, muss sich von Fremden anfassen lassen, wird öffentlich zur Schau gestellt, muss sich einnässen, wird fremd gevögelt, wird in Frauenkleider gesteckt, muss anschaffen gehen oder was weiß ich noch.

Aber wenn mich das alles kickt und ich das auch alles so will, ist das dann noch echte Erniedrigung?

BDSM hat sehr viel mit Magie zu tun. Ein dominanter Mensch möchte mit einem submissiven Menschen etwas ausleben. Etwas Lustvolles ausleben. Etwas Lustvolles für beide bereiten.

Die Spielpartner sind sich also dahingehend übereingekommen, dass der Eine gewissen Situationen, auch peinlichen, ausgesetzt werden will und der Andere möchte diese Person in solche Situationen bringen.

Was jedoch so einfach klingt, ist nicht einfach. Denn obwohl man solche Sachen machen möchte, ist es ja erstmal das Kopfkino, welches wir haben.

Und aus dem Kopfkino heraus in das reale Leben zu gehen ist dann noch mal eine andere Baustelle. Zusätzlich macht es noch einen Unterschied, ob man den Partner im Schutz einer Wohnung oder eines Hotelzimmers zu Leibe rückt oder ob das Ganze in die geschützte Öffentlichkeit eines Pornokinos gerät oder in die tatsächlich echte reale Welt.

Beide Partner müssen dafür bereit sein. Denn man kann sich vieles vorstellen und ich erinnere mich da an meine Anfangszeit. Als ich das erste Mal jemanden angepisst habe, hat das ein wenig gedauert und als ich das erste Mal jemanden anspucken wollte, ebenfalls.

Für den passiven Part ist es relativ einfach diese Dinge zu erleben. Im Prinzip geht es fachlich und sachlich nur ums hinhalten und dennoch erinnere ich mich daran, wie es mir ging, als mich ein Mann ohne langes Federlesen einfach nahm, seine Hose aufmachte und mir in den Mund urinierte.

Im Nachgang war das nicht so schlimm, weil mich kickte das sowieso, also wollte ich das primär auch für mich ausleben. Zusätzlich habe ich in das Gesicht meines Herrn geschaut, der sehr glücklich und stolz darüber war, dass ich ohne zu zögern einfach mitgemacht habe.

Ist also gespielte Erniedrigung, die für andere echt aussieht, wirklich Erniedrigung?

Ich bin mir da nicht so sicher. Nachdem ich das erste Mal Sperma geschluckt habe, das erste Mal angepisst wurde, das erste mal irgendwo nackt ausgezogen wurde, das erste Mal an jemanden Fremden gegeben wurde, war das erste Mal jeweils vorbei und ich wusste, wie es sich anfühlte. Sicherlich bin ich nicht repräsentativ, weil ich als Sub schon eine geführte Schlampe war, die es bis zur männlichen „O“ brachte.

Ich habe es nicht als Erniedrigung empfunden, so behandelt zu werden. Wenn mein Herr gesagt hat, dass ich mir selbst in die Hose pinkeln sollte, dann habe ich das einfach gemacht. Ich habe mich selbst aus dem Spiel genommen und allein für meinen Herrn ausgelebt. Und sein glückliches Gesicht und sein Stolz auf mich war mir Lohn genug.

Die Blogger in dieser Blogparade sind:

twitter.com/Ophelia_BDSM
https://meinlebenimpelz.wordpress.com/2018/09/29/smbloggerfragerunde/

Beitrag: https://meinlebenimpelz.wordpress.com/2018/10/30/sm-blogparade-erniedrigung/

twitter.com/Navara41956762
https://margauxnavara.com/sm-blogger-fragerunde/bdsm/

Beitrag: https://margauxnavara.com/sm-blogparade-erniedrigung/bdsm/

https://twitter.com/DerDOMpteur
http://theartofpain.de/smblogparade-erniedrigung/

twitter.com/MarieMoreau1988
https://margauxnavara.com/sm-blogger-fragerunde/bdsm/

Beitrag: https://herzinfucked634830523.wordpress.com/2018/10/23/sm-blogparade-erniedrigung/

twitter.com/chocokekskrueml
https://vollgekruemelt.wordpress.com/2018/09/29/smbloggerfragen/

Beitrag: https://vollgekruemelt.wordpress.com/2018/10/16/bdsmblogparade-erniedrigung/

twitter.com/TSBordeme
https://www.tbordeme.de/smbloggerfragerunde/

Beitrag: https://www.tbordeme.de/smblogparade-erniedrigung/

twitter.com/seitenspringen
https://seitenspringerin.com/2018/09/29/smblogger-fragerunde/

Beitrag: https://seitenspringerin.com/2018/10/13/blogparade-erniedrige-mich-nicht/

twitter.com/Tarasropes
https://tarasropes.wordpress.com/2018/09/29/smbloggerfragen/

Beitrag: https://tarasropes.wordpress.com/2018/10/19/bdsmblogparade-erniedrigung/

twitter.com/TanjaRuss_Autor
https://tanjaruss.de/index.php/2018/09/29/smbloggerfragerunde/

Beitrag: https://tanjaruss.de/index.php/2018/10/05/bdsm-blogparade-erniedrigung-tanja-russ/

Submission – Das Kompendium

Also …
Alles begann damit, dass ich auf Twitter „getriggert“ wurde mich mit meinen Definitionen zu beschäftigen. Die Frage lautete, ob eine Sub etwas anderes als eine Sklavin ist, und wenn ja warum.

In vielerlei Hinsicht habe ich mich in meinem Blog bereits zu meinem Stand der Definition geäußert. Und ich habe sowohl Zustimmung, als auch Ablehnung dazu erfahren. Was aber auch kein Wunder ist, schließlich kann ich nur über meine subjektive Meinung referenzieren. Ist also alles in Ordnung.

Letztlich ist es aber auch so, dass viele Meinungen und Gedanken auch anderer Kolleginnen und Kollegen grundsätzlich nicht wirklich so weit von mir weg sind, wenn man ins Innere des Kerns vordringt. Bleibe ich also an der Oberfläche, dann muss es Unterschiede geben.

Wikipedia äußert sich sachlich zum Thema:
https://de.wikipedia.org/wiki/BDSM#Dominance_and_Submission

Das Begriffspaar Dominance und Submission (D/s) kommt aus dem Englischen und bedeutet Herrschaft und Dominanz sowie Unterwerfung und Unterordnung. Man bezeichnet damit ein ungleiches Machtverhältnis zwischen Partnern, das bewusst angenommen und angestrebt wird. Dominance and Submission benennt somit eher die psychische Komponente des BDSM. Obwohl dies auch in vielen Partnerschaften der Fall ist, die sich selbst nicht als sadomasochistisch auffassen, gilt es bewusst gelebt als Teilbereich des BDSM. Die Variationsbreite der individuellen Ausprägungen ist dabei groß.

Speziell psychisch orientierte Praktiken sind z. B. Erziehungsspiele, bei denen der dominante dem devoten Partner bestimmte Verhaltensweisen abverlangt. Sonderformen sind hierbei erotische Rollenspiele wie das Ageplay – bei dem ein gespielter Altersunterschied als Hintergrund fungiert – oder das Petplay sowie an Cosplay angelehnte Spielformen. Die gezielt eingesetzte sexuelle Zurückweisung des Partners kann ebenfalls Teil von Dominance and Submission sein (siehe auch Cuckold). Die bekannteste und wohl klischeebehaftetste Form von Dominance and Submission ist die von „Herrschaft und Sklaventum“. Diese kann für die kurze Dauer eines „Spiels“ unter ansonsten gleichberechtigten Partnern umgesetzt, aber auch permanent in den Alltag integriert werden („24/7“) und reicht bei wenigen Partnerschaften bis hin zur völligen Unterwerfung eines Partners im Sinne des Total Power Exchange. Ausgleichende Elemente für Beherrschung und Unterwerfung sind dabei Fürsorge und Hingabe, die sich jeweils ergänzen und so stabile Beziehungen ermöglichen.

Die Unterwerfung des Sub wird von diesem manchmal durch Symbole wie ein besitzanzeigendes Halsband, besondere TätowierungenIntimschmuck oder sehr kurzgeschnittene Haare oder Glatzen nach außen hin demonstriert. Vereinzelt wird in längeren Beziehungen das Machtverhältnis in sogenannten „Sklavenverträgen“ schriftlich fixiert. Diese symbolische Handlung soll die innige Verbundenheit der Partner und ihre gemeinsamen Vorstellungen „verbindlich“ festhalten. Rechtlich sind diese „Sklavenverträge“ in keiner Weise verbindlich, da sie nach allgemeiner Auffassung zum Beispiel gegen die guten Sitten verstoßen und aufgrund dessen nach § 138 BGB nichtig sind.[10] In der Vergangenheit führte die Existenz derartiger Schriftstücke in verschiedenen Zusammenhängen immer wieder zu drastischen Schlagzeilen in der Boulevardpresse, da in ihnen das Innenverhältnis und vereinbarte Praktiken sehr detailliert aufgeführt werden. Bei uninformierten Dritten führen derartige aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöste Informationen regelmäßig zu starker Ablehnung und einer Verurteilung der dem Schriftstück zugrundeliegenden Beziehung.

Rein von der fachlich und sachlichen Ebene ist da alles drin, was es braucht, um zu wissen worum es im D/s geht. Aber am Ende ist es für ein Kompendium dann doch zu wenig. Submission ist einfach so viel mehr als Technik. Ich kaufe ein G für Gefühl und E für Emotion und möchte ergänzen:

Submission ist erstmal nichts Sexuelles. Submission unterstützt, sie hilft. Und zwar grundsätzlich. Sie stellt das Wohl des Anderen, und das schließt Sexualität ein, über ihr eigenes. Dazu braucht Submission nicht unbedingt Dominanz. Es ist der nette Kollege im Betrieb, der gerne Arbeit für Andere erledigt. Ein Freund ruft an, hat Probleme, wir nehmen uns Zeit, obgleich wir keine haben. Das alles sind submissive Tatbestände. Und jeder von uns hat solche Momente.

Submission kennt kaum Grenzen. Sie ist bedingungslos und erwartet nichts im Gegenzug. Jedenfalls nicht so schnell. Sie macht und tut, um eines fernen Tages mal ein „Danke“ zu erhalten, in welcher Form auch immer. Sie kann dabei extreme Leidensfähigkeit entwickeln und oftmals vergehen Jahre, bis Submission, sagen wir, „aufmuckt“ und die Frage stellt, wofür sie das alles macht. Die Liebe zwischen zwei Menschen ist in meinen Augen wechselseitig submissiv. Der eine kocht immer, die andere versorgt die Kinder, der eine macht den Papierkram, die andere macht aus einem Heim ein Zuhause. Man hilft sich gegenseitig im Alltag, oft auch ungefragt. Die Frau geht mit dem Mann ins Bett, auch wenn sie gerade keine Lust hat, weil er es braucht. Der Mann führt die Frau schick zum Essen aus und entführt sie aus dem Alltag, weil Kindererziehung harte Knochenarbeit ist und er sich auf der Arbeit von Familie erholt.

Submission ist also eine generelle Lebenseinstellung. Ein Charakterzug. Menschen, die ausgeprägt submissiv sind, denken nicht über ihre Submissivität nach. Sie sind es. Sie leben es. Wenn ich also hier erstmals zusammen fasse, dann findet sich bei diesen mehrheitlich submissiven Menschen eben auch dieses „naturdevot“ wieder.
Um es dem Partner Recht zu machen, leben submissive Menschen nach den Regeln des Anderen. Sie tragen Kleidung, die der Partner mag, sie tanzen mit ihm zu der Musik, die er gerne hört. Und am Ende haben sie dann auch mit dem Partner den Sex, den er gerne möchte.

Submission bedeutet aber nicht, dass sie dumm ist oder keine eigenen Vorstellungen hat. Natürlich hat sie ein eigenes Leben, hört ihre Musik, liest ihre Bücher, trifft ihre Freunde, hat ihre Arbeit, ihre eigene Moral, aber da sie bestrebt ist dem Partner zu gefallen, stellt sie all diese Dinge in den Hintergrund. Denn erst dann, wenn der Partner glücklich ist, dann kann auch Submission glücklich sein. Eingeschlossen eben auch, dass wenn der Partner seine Sexualität mit ihr leben kann, wenn er befriedigt ist, dann ist auch Submission glücklich und zufrieden.

Alles in allem benötigt Submission, die aus sich selbst heraus stark ist, natürlich einen Gegenspieler. Jemandem, der diese Submission Wert schätzt und sie eben nicht als gegeben annimmt. Und da ist dann oftmals auch das Problem. Es gibt nicht viele Gegenspieler. Sich eine Frau zu wünschen, welche submissiv ist und ihm gerne den Haushalt führt, weil sie dies aus sich heraus möchte und ihm auf Kommando den Schwanz bläst und stets schluckt, dazu immer schick und adrett rumläuft, auch nach einem 14 Stunden Tag mit den Kindern, ja ich denke, da gibt es viele von. Aber dann eine solche Frau zu haben, ist schon etwas anderes.

Submission ist selten aktiv. Sie erwartet durchaus, dass sie gebraucht wird. Sie ist zwar aus sich heraus stark veranlagt, aber sie benötigt eben auch jemanden, der mit ihr redet. Submissive Menschen brauchen jemanden, der ihnen sagt, was zu machen ist, bisweilen auch wie es zu machen ist, vielleicht auch wann und wo was zu machen ist. Sie brauchen jemanden, der aktiv ist. Denn nur, wenn man mit Submission spricht und ihr erklärt, was man wo, wie, zu Teilen auch warum, haben will, nur dann kann Submission sich erfüllen. Mit diesen Informationen erst ist sie in der Lage ihrem eigenen Willen zu folgen und kann es erst dann dem Anderen im Leben bequem einrichten. Submission benötigt also unter dem Strich die Dominanz, nach welcher sie sich ausrichten kann.

Auf das Thema Dominanz möchte ich jetzt nicht eingehen. Das hebe ich mir aber gerne für später auf.

D/s im Sinne des BDSM ist also nicht unbedingt das grundlegende Lebensziel der Submission. Aber dieser Begriff der „Sub“ wird halt sehr gerne in diesem sexuellen Kontext betrachtet. Eine Frau, ebenfalls aus meinem Kontext „Mann oben, Frau unten“, die Submissivität lebt wird sich dem BDSM jedoch nicht verschließen, wenn dies von der Dominanz in ihrem Leben abgefordert wird. Alles was sie tut wird von Liebe getragen, die sie für den Mann an ihrer Seite empfindet. Und wenn sie dafür geliebt wird, dann ist alles gut, was mit ihr geschieht. Es ist also durchaus möglich, dass sich ein dominanter Mensch und ein submissiver Mensch finden und sie es einfach hinbekommen. Mit Romantik und allem PiPaPo.

Davon abgegrenzt existiert Submission in einer anderen Lebensweise. Eine Frau, welche im Leben ihre Frau steht, niemanden wirklich braucht, aber mit der Sehnsucht nach Dominanz im Schlafzimmer zumindest behaftet ist. Einem Umstand, in welchem sie nicht denken muss und sich in völligem Vertrauen einem Dom hingibt. Also eine Art Urlaub vom Alltag. Oftmals wird das gerne mit „Erlebnissexualität“ verwechselt. Ich muss mich da aber auch ein wenig selbst revidieren.

Ich finde das nicht mehr so schlimm. Solange es die grundlegenden Regeln befolgt, dass die Frau die Kontrolle abgibt, aber der Mann auch die Kontrolle handhaben kann, funktioniert dies in weiten Teilen eben auch. Vielleicht sind es gerade diese Beziehungsformen, die lange Bindungen ermöglichen, weil man sich eben „zum Sex“ trifft und all das andere Leben für diese Zeit außen vor lässt. Es geht darum, dass man sich positive Momente gönnt und vielleicht feststellt, dass dieser Dom ganz exakt richtig ist, aber im Alltag eben nicht der korrekte Partner wäre.

Ab und an ist es vielleicht auch so, dass man einen Menschen, den man wahrhaft liebt, nicht mehr so dominant führen will oder kann. Und auch der Alltag kann dann dieses D/s-Gespann, wie jedes andere auch, seine Sexualität verlieren. Doch ich glaube, dass auch bei diesen Frauen ein gewisser Hang zur Submission im Leben besteht, wenn auch nicht so deutlich ausgeprägt. Sie sind gerne Mutter, Schwester, Freundin und haben mehr submissive Züge, als sie das selbst sehen. Sie haben sich halt nur dazu entschieden außerhalb des Schlafzimmers sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen.

Nachtrag:
Erstens der Blogbeitrag meiner Sub dazu:
https://uschisblogblog.wordpress.com/2018/10/24/submission-mal-so-mal-so/
Zweitens:
Ich habe mich bemüht mich mit dem Wesen der Submission an und für sich zu beschäftigen. Das hat nichts damit zu tun, ob die Auswirkungen von Submission gut oder schlecht, gesund oder ungesund sind. Natürlich ist es vollkommen klar, dass D/s nicht einfach so funktioniert. Vor allem, wenn man es, wie nicht wenige, völlig von echter Submission im Sinne dieses Artikels hier trennt. Aber das wird eine andere Beleuchtung der Dinge werden.

Dominanz zwischen Selbstverständnis und öffentlicher Definition.

Vom Problem der Dominanz und ihrer Umsetzung. Zwischen Selbstverständnis und öffentlicher Definition.

Jeder Dom (und wahrscheinliche auch jede Dommse und auch die professionelle Domina und die wenigen professionellen Dominus‘) sind irgendwann einmal an diesen Punkt geraten. Man fühlt sich irgendwie „undommig“. Sehen wir uns mit unseren Dingen als kompletter Mensch, so sehen die himmlischen Heerscharen an Jüngerinnen und Jüngern uns jedoch nur in einem winzigen Teilaspekt. Eben als die dominante Liebhaberin oder den dominanten Liebhaber (whatever kind of kink dominance means, ladies and gents!).

Die öffentliche Definition eines Doms, um in meinem Kontext zu bleiben, ist mindestens die Verlockung, dass da jemand existiert, der einen in die dunklen Ecken eigener Sexualität und der damit verbundenen Wünsche begleitet. Wir liefern Kopfkino und verhelfen damit der einen oder auch anderen Damen zu vergnüglichen Orgasmen im milden Schein eines mobilen Endgerätes fernab jeden physikalischen Körperkontaktes. Weil wir gut schreiben, reden und prinzipiell „immer bereit“ dafür sind, eine Dame unseres Verlangens eben zu jenen vergnüglichen Dingen zu bewegen, welche sich im D/s des BDSM bewegen.

In meinem Fall, genieße ich zum einen die Aufmerksamkeit der Damen, wenn ich in der Lage bin genau in dieser Ecke behilflich zu sein (also Worte, Bilder zu geben und damit eine Hand in den Schritt einer Dame zu hieven) und im Gegenzug vielleicht Bilder der Damen zu erhalten, welche sie anderen Männern aus guten Gründen vorenthalten. Diskrete, sensitive und vertraulicher Gedankenaustausch mit einem klaren Ziel. Die Dame darf und soll sich einfach entspannen. Ich gebe zu, das macht mir Spaß und Freude, auch ohne jedes Anfassen, auch über 100e von Kilometern hinweg. Genuss … pur. Und nein, ich rede nicht von ChatSex oder DM-Sex oder sowas (Was ich völlig langweilig finde).

Jeder Dom, der also eine gewisse Blase um sich bildet um wenigstens gedanklich aus dem Vollen zu schöpfen, ist also in gewisser Form ein ziemlicher Extrovertit. Die Frage, die sich halt für mich ab und an stellt ist, schaffe ich mir auf diese Weise nicht ein Image, welches ich gar nicht halten kann? Schließlich ist kein Mann jemals, außer infolge von Erkrankung, dauergeil. Kann ich eine Dame mit Worten in ihre Ecke bringen, wenn ich mir gerade selbst einen runtergeholt habe? Oder muss ich mir selber Schutz auferlegen und mir die Frage nach „Wie oft pro Nacht?“ stellen?

Wenn ich undommig bin, dann bin ich gefühlt irgendwie nicht ich. Obwohl mir diese Momente des nicht mit Sex, wenigstens gedanklich, beschäftigen ziemlich vertraut sind. Zum Beispiel zur Drucklegung dieses Kleinods. Ein fantastisches Wochenende mit eine meiner Damen des Zirkels ist vorbei, fast könnte man meinen, dass es mir wie Schuppen aus den Haaren entgleitet. Libido braucht eine Pause und keine nächste Verpflichtung.

Oder?

(30 Minuten später)

Ich stelle fest, dass undommig sein bei mir eine ziemlich kurze Phase ist. Wobei ich natürlich nur für mich sprechen kann. Bereit zu neuen Schandtaten und Gedanken. Kopfkino läuft auf Hochtouren und nimmt seine gewohnte Fahrt auf. Wandert in jede erdenkliche Richtung. Fluch oder Segen? Oder Talent?

Liebe Liebenden, es ist gar nicht so einfach sich selbst zu diesem Thema zu beleuchten. Meine Dominanz, oder besser: Meine Suche nach Erfüllung, ist schon eine kleine Sucht. Was geht, was geht nicht, mit wem, und wo? Ständig diese Gedanken in diese eine Richtung, die mich umkreisen und einfach nicht loslassen wollen. Und doch fühle ich mich nicht getrieben und muss nun nicht los, mir ein Opfer zu suchen. Auch wenn ich nichts dagegen hätte.

Tatsache ist aber auch, dass undommige Phasen auch im Beisein meiner Subs auftauchen. Die zwar unter dem Strich mit dem alten Mann gerne auf der Couch rumliegen, aber doch durchaus mit einem gewissen Anspruch der Nutzung anreisen.

Persönliches Fazit: Ich bin meinen Subs gerne der Dom. Aber ich glaube auch, dass jede dieser Frauen gerne einfach mal im Arm eines Mannes unbenutzt rumliegen wollen, schlechtes Fernsehen und ungesunde Nahrungsaufnahme inklusive. Sich selbst und ganz genau so genug sein. Weil das Popoverhauen, kommt garantiert. Als Ergebnis eines winzigen Augenaufschlages. Quod erat demonstrandum 😉

Der Sklavenvertrag // #CircleOfFalbalus

Essenz: Er wird abgeschafft. Es wird keinen mehr geben.

Ich verändere mich. Und ich hoffe auch zum Guten. Wenn nicht sogar zum Besseren. In der Zeit, als ich mich mit Rieke anfreundete, haben wir sehr viel über einen Ausbildungsvertrag verhandelt. Hin und her geschrieben, hinzugefügt, verworfen. Und am Ende komme ich nun, nachdem sie das kleine „a“ im Schriftzug „Sub (a) des @EmEmBDSM im #CircleOfFalbalus“ nach einer gemeinsamen Prüfung (selbst angeregt irgendwie) mit Lola erfolgreich absolviert hat und damit ablegen konnte, zum Schluss, dass wir keinen mehr benötigen.

Rieke und ich stimmen in so vielen Dingen überein, dass er einfach nicht notwendig ist. Die gemeinsame Zeit der Beratung hat uns geholfen unser D/s deutlich zu erkennen und ein weiterer Vertrag würde uns einfach nur in unserer eigenen Dynamik einschränken. Ich bin schon zu Tara’s Zeiten gemeinsam mit Tara diesen Weg gegangen und nun möchte ich das einfach mal final ausformulieren:

Was es geben wird, und muss, sind Regeln. Diese Regeln beinhalten allgemeine Dinge und es sind eher Verhaltensregeln für öffentliche Auftritte. Wie spreche ich den Herrn an, spreche ich ihn überhaupt an, Kleiderordnung, solche Dinge. Und wenn man am Ende zum Punkt kommt, dass die gemeinsame Grundregel mit „Ich stelle keine Fragen, hinterfrage nichts und tue, was mir aufgetragen wird und kenne mein Safeword.“ beschrieben wird, warum muss man das noch zusätzlich verschriftlichen.

Nicht falsch verstehen, ich stelle einer Sub immer ein Regelwerk zur Verfügung, welches über die Do’s und Dont’s eine Veränderung bekommen. Und ich finde, das ist für uns auch völlig ausreichend. Am Ende kommunizieren wir sehr ausführlich über Geschehenes und ich finde, dass es unter Erwachsenen, die achtsam miteinander umgehen, so ausreichen sollte. Natürlich habe ich Rieke und Lola eingehend vor der Prüfung darüber informiert, was ich von ihnen erwarte. Und exakt das ist geschehen. Und mehr werden wir einfach nicht brauchen.

Etwas anderes sind Hausaufgaben, welche je nach Art und Umfang zu erledigen sind. Beiden ist völlig klar, was von ihnen erwartet wird und ich bin sehr zufrieden. Es läuft also, wie man so schön sagt. Natürlich könnte der werte Leser nun denken, dass Rituale, Regeln und Hausaufgaben zusammen genommen eine Art Vertrag darstellen. Und wahrscheinlich ist dies auch so. Aber alles unterliegt einer Dynamik und ist eben nicht in Stein gemeißelt.

Gleiches ist mit meiner Frau, mit Lisa und Caiphase geschehen und auch mit der weiteren Anwärterin lasse ich diesen Findungsprozess ablaufen. Jede Sub hat ihre eigene Exzellenz und wie ich schon oft angedeutet habe, so gibt es neben 3H und dem Kleinen Schwarzen vielleicht kleinere Überschneidungen zwischen allen, aber am Ende dient mit jede Sub auf ihre eigene Art und ich genieße diese Diversität extrem ganz viel sehr.

Somit gibt es auch keinen besonderen Grund für Konkurrenzgedanken. Untereinander gibt es vielleicht die übliche Grüppchenbildung, aber das kann ich gerne zu lassen. Zu unterschiedlich sind die Charaktere und es muss keine Sub der anderen Sub Beste Freundin für immer und für alle Zeit werden und sein. Die Basis meiner kleinen Familie ist, dass die Subs wissen, dass es den Herrn nicht exklusiv gibt, aber sie wissen auch, dass sie kein Geheimnis sind. Und wo letztes Jahr das Zirkeltreffen nur mit meiner Frau und Tara stattgefunden hat, so werde ich nun bald mit fünf Subs an einem Tisch sitzen. Und wir alle freuen uns darauf sehr 🙂

Eine Woche vorher werde ich die Anwärterin besuchen, da sie aus verschiedenen Gründen noch nicht offiziell aufgenommen werden kann. Aber auch ihre Identität ist im Zirkel bereits bekannt. Sobald sie im Zirkel angekommen ist, werde ich aber auch die Türe schließen. Und es mir mit meinen sechs Weibern dann gemütlich einrichten.

Das eigentliche Ziel des #CircleOfFalbalus war zum #Fuffzig im Jahr 2020 neben meiner Frau noch vier weitere Subs zu haben. Nun, diese Latte werde ich +1 reißen und damit übererfüllen.

Liebe Damen, es ist mir eine Ehre Ihnen zu dienen.

Sagt man ja auch viel zu selten.