Rosen, Kartoffelpuffer, Skulptur // @Isis1969 // #DreiWortStory

Damit bin ich aber auch schon am Ende des Abends angekommen. Matratzen Wolfgang hatte natürlich recht. In den zwei Jahren, die ich fast jedes Wochenende und in den Semesterferien fast jeden Tag, im Bordell gearbeitet habe, habe ich kaum spezielle Freier gehabt. Und auch keinerlei schlechte Erfahrungen dazu.

Ich will diese Zeit auch nicht so romantisch verklären, da das Bett einer Hure halt auch nicht immer mit Rosen gebettet ist. Wenn Du Dich dazu entscheidest Erfahrungen mit Männern zu machen ist Prostitution eine Möglichkeit, aber wenn Du nicht darauf achtest, dann leidet Deine Persönlichkeit schon darunter. Die meisten Freier waren nett, aber ich würde niemals mit denen unter normalen Umständen auch nur in die Nähe eines Gedanken bezüglich gemeinsamer Sexualität kommen.

Prostitution ist und bleibt ein Geschäft. Männer suchen sich Frauen aus, mit denen sie gegen eine nicht geringe Summe Geld Sex haben. Geld bringt diesen Mann und diese Frau zusammen. Dieses Geld verleiht diesen Männern wohl ein Machtgefühl, wenn sie Arschlöcher sind, dieses Geld ist die einzige Möglichkeit überhaupt Sex zu haben, wenn man Mitleid mit den Geschichten des Freiers hat und jenes Geld wäre gar nicht nötig, weil man diesen Mann selbst spontan bespringen würde. Von der Ausprägung meiner, habe noch mal ehrlich nachgedacht, ca 120 Sexualkontakte mit unterschiedlichen Männern, und insgesamt mehr als 400 Blowjobs und 200 Ficks (meistens GV zu circa 80%), kamen meiner Erinnerung nach „nur“ fünf Natursektduschen hinzu, welche man auch wirklich als solche bezeichnen kann.

Viele Freier wollen vielleicht was ausprobieren, aber sind dazu nicht spontan fähig. Liebe Männer, wenn ihr eine Hure anpissen wollt, dann dürft ihr unter der Dusche vorher eben nicht Wasser lassen #ProTipp.

Insgesamt erinnere ich mich an 10 Männer, welche wirklich mit einem Konzept ins Bordell kamen, dieses besprachen und dann auch durchzogen. Meine absoluten Lieblinge. Und darf ich es vorweg nehmen? Auch wenn es sich echt schräg anhört? In einen von diesen Freiern habe ich mich verliebt. Das habe ich ihm natürlich nicht gesagt, aber er hat es gemerkt und es sich gefallen lassen. Der Sex mit ihm war ein Geschenk und er genoss es. Zu 200 DM die Stunde. Gut, dass der Hurenlohn an der Bar vorab geleistet wurde, so konnte ich das ausblenden. Dieser Mann war dann auch irgendwann der Grund, warum ich nicht mehr arbeiten konnte. Das habe ich ihm dann gesagt. Und dann ging er aus meinem Leben. Und das war scheiße.

Heute spielt das keine so tragende Rolle mehr für mich, aber damals mit 25 ging da schon eine kleine Welt den Bach runter. Ich habe immer und gerne anonymen Sex mit fremden Männern gehabt. Aber wenn so ein anonymer Mensch sich irgendwie in Dein Herz schleicht, dann wird das echt schwer.

Mein Mann hat von all dem keine Ahnung und das soll auch so bleiben. Er genießt meine Fertigkeiten und ich mag es, wenn er mich genießt. Meine größte Macht über ihn sind meine oralen Fertigkeiten. Ich kann ihn innerhalb einer Minute mit dem Mund befriedigen oder es bis zu fünf Minuten heraus zögern. Und ich blase ihn wirklich gerne. Sex ist mit ihm eher so lala, weswegen ich eben Sex mit meinen Liebhabern bevorzuge. Aber kein anderer Mann spritzt so viel Sperma ab wie mein Mann und er ist sich dessen nicht mal bewusst. Glaube ich.

Ich habe das mal nachgemessen und ihn wie in einem Porno in ein Glas spritzen lassen. Könnte man Sperma einfrieren, dann würde es bei einem Blowjob täglich über vier Wochen sicher reichen um eine ausreichende Menge Kartoffelpuffer für uns beide anzusetzen.

Mein Mann liebt mich und ich ihn. Er ist einfühlsam, zärtlich, mir zugewandt und er ist immer „bereit“. Er bekommt einen Ständer alleine dann, wenn ich in den allerletzten Klamotten rumlaufe und mit dem Hintern vor ihm herum wackele. Das dauert keine paar Sekunden und ich habe seinen Ständer in meinem Mund. Leider ist diese anfängliche, von mir getriggerte, Dominanz ziemlich schnell verflogen. Nicht weil er schnell kommt, sondern weil er einfach zu nett wird. Er begreift nicht, dass er mich einfach immer und zu jeder Zeit haben kann und nicht um Erlaubnis bitten muss. Oft schon habe ich versucht ihm das klar zu machen, aber es ist einfach nicht seine Natur.

Aber ich brauche einfach mehr von einem Mann, wenn es um Sexualität geht. Und deswegen gehe ich fremd. Ich bin nicht wirklich polygam oder gar polyamor, aber ich habe mich halt dazu entschieden, dass ich nicht auf den Sex verzichten will, den ich brauche. Auch wenn ich angedeutet habe, dass wir uns sexuell lassen, kennt mein Mann nur die Spitze des Eisberges. Auf jeden Mann, den ich ihm gegenüber erwähne kommen vielleicht fünf andere von denen er nichts ahnt. Meine Affären müssen darauf beruhen, dass mein Ruf als gute Hausfrau nur gewahrt werden kann, solange meine Liebhaber die Fresse halten.

Ich habe festgestellt, dass ich als Frau einfach wesentlich einfachere Möglichkeiten habe Sex zu bekommen und offensichtlich bin ich auch in der Lage die entsprechenden Signale an die richtigen Männer zu senden. Und in aller Demut muss und will ich hier auch bekunden, dass ich bereits in den Flitterwochen untreu war.

Eine fleischgewordene Skulptur von einem Adonis. Selber in den Flitterwochen im gleichen Hotel lies ich mich aufgefordert durch reinen Blickkontakt von diesem Mann auf der Toilette des Restaurants vögeln, während seine Frau und mein Mann am Tisch saßen und sich über das angenehme Wetter unterhielten.

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