Kerzen, Skalpell und Seil // @horrorfrau // #DreiWortStory

Ich hatte ja bereits gestern erwähnt, dass mein Leben ein wirklich schönes ist. Mit einem Mann, der mich verehrt, aber nicht anbetet, ein geregeltes Auskommen mit dem Einkommen und auch wenn ich polarisiere, dank ohne mit Kindern, gehören wir beide zu den DINKs (Double Income No Kids), was uns beiden die Möglichkeit gibt jederzeit und überall zu tun und zu lassen was wir wollen.

Mein Mann liebt seine Arbeit, ich habe meine Side-Fucks und wir lieben uns. Und ich glaube, dass mein Mann sich auch ab und an mal was nebenbei gönnt. Wo ich mich ausschließlich mit verheirateten Männern zwecks einvernehmlicher Kopulation treffe, zieht es meinen Mann ganz „prüde“ in den Puff. Unser Dorf ist so klein, dass hier halt jeder jeden kennt und Sie dürfen mir glauben, dass auch die Prostituierten, welche in diesem kleinen Bordell am Westende arbeiten, von der Doppelmoral des Dorfes und seiner Umgebung sehr gut profitieren.

Sagen wir einfach, dass eine Frau erkennt, wenn eine andere Frau ihren Mann auf eine bestimmte und vertraute Art anschaut. Und wissen Sie, es ist mir egal. Also nicht, dass es mir auf diese Weise egal ist. Er soll ruhig seinen Spaß haben. Schließlich bin ich ihm mit meinen fast 50 Jahren zwar sehr gerne das devote Betthupferl, aber die vornehmlich aus dem Kaukasus stammenden Damen, haben halt deutlich weniger Kerzen auf der Torte als ich. Und eine liebende Frau wird, also Ich werde, nicht entehrt oder gedemütigt, wenn er es mal mit einer 19-jährigen treiben will. Schließlich kommt er immer nach Hause und treibt es dann nochmal mit mir.

Kurz und gut: Alles okay mit unserer Libido. Der gemeinsamen und der externen. Wir lassen uns und gönnen es uns und reden einfach nicht weiter darüber. An dieser Stelle ein Hinweis an die Stammhure meines Mannes: Bitte tu mir den Gefallen und nimm‘ weniger Parfüm. Selbst wenn er sich bei Dir duschen kann, ich kann das noch Stunden später an seinem Penis riechen. Danke <3

Tatsächlich habe ich eine sehr feine Nase. Die habe ich von meinem Vater, der in der Lage war mit verbundenen Augen sich durch die Fleischsorten des örtlichen Metzgers zu riechen. Als Kind fand ich das immer faszinierend, wie der Metzger nicht aufgab meinem Vater Aufgaben zu stellen. Am Ende hatte der Metzger immer 1 kg Fleisch zu verschenken. Für meinen Vater war das ein Genuss immer zielgenau zwischen Rind, Geflügel, Schwein und Wild zu unterscheiden. Was aber auch bedeutete, dass wir zwei Wochen lang die gleiche Wurst auf dem Brot hatten. Vater, Dir in stillem Gedenken, wir lieben Dich sehr, aber würg so im Nachhinein.

Was wollte ich eigentlich? Ach, ja … das Bordell am Westende des Dorfes. Sie werden sicher ahnen, dass ich da auch mal drin war. Und ja, nicht zum Putzen. Meine Fresse, ich war jung, wollte Sex und nahm das Geld. Es stand damals unter der Regie von Matratzen Wolfgang. Was für ein blöder Name. Aber so war das halt. Matratzen Wolfgang gehörte zum alten Adel des Dorfes. Jeder wusste, womit er sein Geld machte, seine „Hostessen“ gingen in den Geschäften des Dorfes einkaufen, er selber war gehobenes Mitglied im Ältestenrat des Dorfes. Und ich glaube, dass es auch heute noch so ist, dass es einer kleinen Gemeinde am Ende Wurst (Danke, Papa!) ist, woher das Geld für wohltätige Zwecke stammt.

Matratzen Wolfgang war immer freundlich, nett, zuvorkommend und auch immer gut angezogen. Er hatte aber auch seine Damen im Griff. Wenn er mit ihnen durch das Dorf ging, lag Sex in der Luft. So wohlriechend, aber auch so dick, dass man die Luft mit einem Skalpell hätte schneiden können. Die Damen gingen immer einen halben Schritt hinter ihm, aber ich hatte nie das Gefühl, dass er einer von diesen miesen Zuhältern gewesen ist. Wenn ich in der Zeitung von der einen oder anderen Razzia in den Bordellen der Großstadt gelesen habe, wo man den Frauen wirklich schlimme Dinge angetan hat, so hatte ich nie das Gefühl, dass dies bei Matratzen Wolfgang auch so war. Nein, die Damen erweckten immer den Eindruck von Fröhlichkeit, so als würden sie ihn wirklich gern haben.

Ich habe hier noch ein Foto gefunden von damals. Da muss ich wohl so 23 gewesen sein, steht nichts weiter drauf. Das war alles so brav und züchtig, auch mit diesen sündhaft hohen Schuhen. Als ich bei Matratzen Wolfgang vorsprach, um in seinen Kanon aufgenommen zu werden, musterte er mich.

Du bist doch die Tochter vom $deleted? Du willst wirklich hier arbeiten?

Ja, ich möchte einfach diese Erfahrung machen, Wolle.

Er lachte mich an.

Es ist Deine Entscheidung. Das Zimmer kostet 50 DM am Tag, die Kondome stelle ich Dir. Wenn Du möchtest, dann mache ich auch Werbung für Dich. Das wären dann weitere 50 DM pro Woche. Meine Mädchen arbeiten hier für 150 DM pro Stunde. Wenn es also für Dich gut läuft, dann kommst Du mit drei Freiern pro Tag in Deine persönliche Gewinnzone.

Öhm, reicht da nicht einer pro Tag? Wenn ich das richtig rechne?

Klar, aber Du musst auf den Hurenlohn Steuern zahlen und auch ein wenig in Dein Outfit investieren. Du kannst ja nicht jeden Tag mit den gleichen Klamotten kommen. Mich hast Du mit einem Gast pro Tag bezahlt, der nächste Gast ist für Deine Kosten und Steuern, der dritte Gast ist somit Gewinn.

Ja, das macht Sinn.

Was möchtest Du denn anbieten? Blasen und Vögeln sind ja quasi Pflicht.

Er war sehr direkt. Kam ohne Umschweife auf den Punkt. Das mochte ich. Er machte mich … verlegen. Ich nahm allen Mut zusammen.

Wenn es passt, dann würde ich es gerne mit ein paar außergewöhnlichen Dingen probieren. Ich mag es, wenn ein Mann mich anpinkelt und mich dazu auch ein wenig zwingt, so mit Griff in die Haare. Ich habe auch Erfahrung mit Seil, na … Bondage, und wenn mich jemand fesseln mag, dann würde ich das auch wollen.

Du bist mir ja eine, junge Dame. Ist aber alles kein Problem. Schreibe einfach auf, was Du an Ausgefallenem magst und dann schauen wir mal, was wir damit machen können. Aber derlei Herren werden hier nicht jeden Tag, a pro pos … Hast Du schon eine Idee, wie oft Du hier sein willst? Du bist doch im Studium derzeit, richtig?

Ja, das ist richtig, aber über das wie oft pro Nacht 
habe ich noch nicht nachgedacht.

Mein Vorschlag wäre, dass Du erstmal an drei auf einander folgenden Abenden hier bist. Mit den Mädchen sprichst und Dir Tipps und Tricks abholst. Am ersten Abend vielleicht einfach nur Getränke servieren und am zweiten Abend eventuell mit einer der anderen gemeinsam einen Freier bedienst, bevor Du Dich am dritten Abend alleine auf Dein Zimmer machst.

Das klingt gut. Ich würde dann gerne dieses Wochenende einsteigen. Wann geht es denn hier los?

Wir machen um 18:00 Uhr auf, also sei bitte am Freitag um 17:00 Uhr hier.

Sie dürfen mir glauben, auch wenn ich jetzt im hohen Alter und 120 Freier später sehr gesetzt bin … damals pochte mir das Herz bis in den Hals als ich am besagtem Freitag um 17:00 Uhr an der Klingel des Bordells am Westende des Dorfes schellte.

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