Ich bin kein Swinger.

Ich war mal einer. Lange her. Mit meiner ersten Frau habe ich diese Erfahrungen gemacht.

Auch wenn es eine schöne Zeit gewesen ist, so hat mir jedoch immer irgendwie was gefehlt. Ich war nie darauf aus selbst zu swingen. Ich wollte meine Partnerin beobachten. Nicht wirklich gemeinsam mit anderen Männern Sex mit ihr haben. Ich wollte zuschauen. Es hat mich schon angemacht, aber nie genug um aktiver Teil zu sein. Es ging mir um meinen Voyeurismus. Ich habe mich an der Hingabe und Lust berauscht. Still und leise. Aufpassend.

Ich glaube, dass ich in unseren aktiven Jahren vielleicht zwei andere Frauen im Swingerclub hatte. Ihr Anteil an fremder Haut war deutlich höher. Und ich habe ihr das sehr gegönnt. Generell bin ich der Meinung, dass ein Mann alleine niemals in der Lage ist die Libido einer Frau komplett zu befriedigen.


Und tatsächlich ist dieser Voyeurismus bis heute ein wesentlicher Bestandteil meiner eigenen Libido geblieben. Dabei geht es nicht mal um Macht. Sondern darum, dass ich meiner Partnerin den Sex mit anderen Männern einfach gönne und wenn ich die Möglichkeit habe passiv dabei zu sein, dann genieße ich das Schauspiel sehr. Ich habe mich immer wieder gefragt, ob mich das nicht ein wenig impotent wirken lässt. Aber ich denke, dass genau das Gegenteil der Fall ist.

Es gehört eine Menge Selbstvertrauen zu sich selber und Vertrauen zur Partnerin dazu, diese gerne mit anderen zu teilen (ob ich nun dabei bin oder nicht). Sie nicht monogam anzuketten, sondern ihre Libido leben zu lassen. Das sichere Gefühl zu haben, dass Sex eben nur Sex ist. Im Moment des Begehrtwerdens sich dem einfach hingeben zu können, ohne lange um Erlaubnis zu bitten oder Schuldgefühle zu haben.


Was mir persönlich beim Swingen immer negativ aufgefallen ist, ist die Einfachheit (oder das plumpe Getue) von Männern, die Frauen auf eine unmögliche Art zur Kopulation mit ihnen bringen wollten. Einfach mit dem Ständer immer näher rutschen in der Hoffnung, dass die Frau zugreift. Das Bild, welches Männer im Swingerclub von Frauen haben, hat mir nicht wirklich gepasst. Sie waren fast immer lebendige DickPics und manifestierte 3-Wort-Schreiber und eben ziemlich unintelligent.

Natürlich ist es so, dass alle aus dem gleichen Grund in einen Swingerclub gehen. Es geht im einfachsten Sinne um das Sehen und Gesehen werden, welches noch weit vor dem Partnertausch steht. Nicht jede Frau im Swingerclub sieht sich als leichtes Mädchen, die von jedem beschlafen werden kann. Intelligente Eroberung ist auch hier Pflicht, aber einige Männer können (oder wollen) das einfach nicht. Und das macht gerade die Männer irgendwie laut und unerträglich.

Das ist nun alles ziemlich lange her und vieles wird sich hoffentlich zum Positiven geändert haben und daher lasse ich mich auch gerne Lügen strafen.


Mit meiner Partnerin in ein Pornokino zu gehen ist für meinen Voyeurismus eine der sündigsten Dinge. Sie nackt in HighHeels, Halsband und halterlosen Strümpfen mit Augenbinde zu führen. Sie betrachten lassen. Die Lust der Männer aufsteigen sehen. Eine Traube an Männern, die hinter uns herlaufen. In ihren Augen der Wunsch zumindest Hand an meine Partnerin legen zu dürfen. Reißverschlüsse, die sich öffnen. Wichsende Männer um sie herum, während sie sich ganz alleine mir widmet. Die fragenden Blicke, ob man sie berühren darf. Ja, das hat mit Macht zu tun.

Und ich genieße dieses Gefühl, dass ich alleine entscheide, wem meine Partnerin sich hinzugeben hat und auf welche Art und Weise. Sie erfüllt meinen Voyeurismus und ich befriedige dabei en passant ihre Libido. Eine Frau, die hergezeigt wird, an der Leine durch enge Kurven an Männern vorbei gehen muss, ihren Atem dabei. Nicht wissend, ob sie heute nur mir oder auch anderen oder nur anderen dienlich sein wird. Die sich voll und ganz auf mich verlässt. Keine Fragen stellt. Nichts hinterfragt. Keine Bedingungen stellt.

Ganz genau das macht eine Frau für mich zu einer Göttin.

Was glaubst Du eigentlich, wer Du bist …? #TheTrainingOfO

Es ist schon erstaunlich und immer wieder Thema in dieser dunklen Welt. So grundsätzlich.


Es gibt da so Abstufungen. Dies zur Einleitung.

Und dennoch gibt es in diesen Abstufungen ganz klare grundlegende Dinge, die sich einfach nicht gehören. Und zwar weder von einer Sub, noch von einem Dom. Und das aus ganz gutem Grund.

Jede Beziehung, völlig gleich welche, sollte geprägt sein von unerschütterlichem Vertrauen in den anderen. Es spielt keine Rolle mit wem und aus welchem Grund wir unsere Zeit mit anderen Menschen verbringen. Können wir es uns auf der Arbeit nicht unbedingt aussuchen, so sind Wellenlänge, Harmonie, Zuneigung, Verbundenheit und Vertrauen ganz entscheidende Eckpfeiler angenehmen Beisammenseins.

Ich parliere gerne in den Begriffen des BDSM herum, weil es ja auch nun mein Thema ist und vor allem auch Thema dieses Blogs, er ist der Metakontext dieser Schreiberei. Und doch muss ich immer wieder mal erwähnen, dass das, was eine BDSM-Beziehung ausmacht generell, prinzipiell und fundamental für jede andere Beziehung gleichermaßen gilt.

Ohne diese wesentlichen Dinge (sicher nicht abschließend aufgezählt) ist keine Beziehung ganz genau gar nichts und wenn es irgendwo knirscht, dann muss man Beziehungsarbeit leisten, damit es weniger bis gar nicht mehr knirscht.


Wenn ich mit einem Menschen permanent zusammen lebe, dann muss ich Kompromisse eingehen. Denn ansonsten wird es knirschen. Denn so wohlgefällig, lieb, nett, zuvorkommend, aufmerksam, wie wir uns während der Anbahnung verhalten, halten wir dieses Rollenspiel innerhalb einer echten Beziehung nicht lange durch. Und glaubt es mir, jeder Mensch gibt sich irgendwie anders, wenn er jemanden trifft. Macht sich besser, klüger, hübscher, größer, älter, jünger. Das Zusammenspiel wird erst dann interessant, wenn die Hüllen fallen und die Masken abgelegt werden und man so nach und nach erkennt, wie der andere tatsächlich tickt.

Ist man dann bereit den anderen immer noch anzunehmen, dann kann das eine gute Freundschaft oder gar Liebesbeziehung werden.


Was ich mich aber immer so frage: Wenn wir uns also in der Anbahnung von partnerschaftlichen Liebesbeziehungen von der Rolle in die Wahrheit verändern und mal schauen, ob der andere bleibt, wieso machen einige das, wenn es „nur“ um die Anbahnung einer Sex-Beziehung geht.

Wenn also Sub und Dom sich irgendwie begegnen, der Dom auf einfühlsam macht, die Sub auf tief ergeben und es in der Rolle funktioniert, aber wenn dann mal „Situationen“ aufkommen, dann wird gleich alles in Frage gestellt.

Ist es nicht superwichtig, dass gerade im BDSM Sub und Dom viel eher die Masken fallen lassen und dem anderen zu 100% zeigen, wie stark, zerbrechlich oder sonstwie man/frau ist?

Sind es nicht die klaren Ansagen des Doms („Ich werde immer andere Frauen neben Dir haben!“), die es der Sub erst ermöglichen sich wirklich für diesen Dom zu entscheiden? Oder die klare Ansage der Sub („Ich möchte nicht fremdgefickt werden!“), die es dem Dom gestatten die Sub abzulehnen? Käme es so nicht viel eher zu Unpaarungen und weniger Schmerz?


Ich bin persönlich vollkommen davon abhängig mich einer potentiellen Partnerin vollständig zu erklären. Sie muss wissen, was mich im BDSM antreibt. Sie muss in der Lage sein zu prüfen, ob mein BDSM auch ihres sein kann. Das mag vielleicht verschrecken, aber es ist mir lieber zu verzichten als eine Dame zu führen, die nur so tut als ob und letztlich unser BDSM nicht genießen kann.

Sie muss verstehen, dass ich ihren „Wunschzettel“ kennen möchte, aber sie keinen Anspruch darauf hat, wann, wo und wie ich diese Dinge in meine Lust integrieren will oder kann. In meinen Augen ist D/s weniger davon geprägt, dass man sich gemeinsam einen Zettel erarbeitet und dann abarbeitet, sondern dass man sich den Wunschzettel gegenseitig zuschiebt und es dann aber dem Dom überlässt.

Was ich jedoch nicht meine ist, dass ein Dom seine Sub völlig unvorbereitet in eine neue Situation wirft. Er muss schon kommunizieren und klar machen, wie er seine Sub sieht und was er von ihr will. Sie muss stets in der Lage sein sich selbst zu reflektieren, ihre Position innerhalb der D/s-Bindung zu kennen. Sie muss sich selber fragen, ob das, was da so passiert ihr noch gut tut. BDSM ist eine gemeinsame Entscheidung und wenn es knirscht, dann muss es Sub möglich sein, darüber zu reden und zwar mit demjenigen, den es betrifft: Ihrem Dom.

Was aber auch anders herum gilt. Ist das Fortkommen in der Beziehung im Stocken, wenn die Sub eben nicht mehr weiter will oder kann, dann muss auch der Dom abseits jeden Herrschaftsgefälles das Gespräch suchen. Es wäre gefährlich, wenn ein Dom seine Sub für zögerliches Verhalten bestraft, weil er nicht erkennt (oder erkennen will), dass sie keine mentalen oder körperlichen Möglichkeiten mehr hat ihm zu folgen.


#NurMalSo

10 Dinge, die wir Männer an submissiven Frauen lieben.

In Antwort auf „Sklavin Johanna“ und ganz besonders auf:

10 Dinge, die wir Frauen an einem dominanten Mann lieben.

 


  1. Du bist erwachsen. Du weißt, was Du willst und was Du nicht willst. Du stehst mitten im Leben und brauchst unsere Hilfe generell überhaupt nicht.
  2. Du lässt unsere Magie leben und atmen und überlässt nicht mir den ganzen Zauber. Du bringst Dich in unsere Bindung ein.
  3. Du bist keine Zecke, die sich an uns klammert und ständig umworben werden muss. Du genießt es, dass wir es gerne tun, aber kommst auch mit Funkstille klar, weil Du weißt, dass es dafür Gründe gibt.
  4. Submissivität ist für Dich mehr als Deine drei Löcher zu unserem Vergnügen hinzuhalten. Deine Unterstützung für uns geht weit über Sex hinaus.
  5. Du hinterfragst unsere Entscheidungen nicht, machst aber von Deiner Intelligenz Gebrauch, falls wir mal wirklich daneben liegen sollten. Submissivität beinhaltet auch das Recht konstruktive Kritik dezent zu platzieren.
  6. Dein Vertrauen in uns ist grenzenlos. Du bist ohne Furcht und lässt uns gewähren, weil wir Dich lesen und verstehen. Ist ein Thema einmal durchgesprochen, dann ist es durchgesprochen und abgehakt.
  7. Auch wenn es abgedroschen klingt, so liegt Dein Hauptinteresse daran unseren Schwanz und nicht unser Leben hart zu machen. Du bist einfach da und nimmst die Dinge an, die wir Dir zu geben bereit sind.
  8. Du hast Dich für uns entschieden, weil Du unser Handeln, Denken und Tun magst. Wir sind vielleicht nicht immer fair und nett, aber genau das war der Grund, warum Du bei uns angeklopft hast.
  9. Wir schätzen an Dir, dass Du uns nicht verändern willst, weil Du uns exakt so brauchst, wir wir nun mal sind.
  10. Deine Liebe und Zuneigung ist mit nichts vergleichbar. Sie ist bedingungslos und dafür gehen wir innerlich vor Dir auf die Knie, ohne Dich auf ein Podest zu stellen.

#KaminabendBDSM 2.0 – Out now :-)

Link: #KaminabendBDSM
Announcement:
Ab in den JoyClub 🙂 // Podcast Direct oder hier
Teilnehmer:
HAL9000 (Moderator der JOYclub BDSM-Gruppe)
Radioghost (Comedian/Kabarettist Andre Kramer)
remi1a (Erotikbloggerin)
Laytha (19-jährige Sub)
Fotos by remi1a, Martin Mewes, Andre Kramer, Kirsti Lenehan
Location: Villa Barococo in Nossen

The Third Avengress – Mentoring #CircleOfFalbalus

Und manchmal kommen Bewerbungen für den Zirkel und es ändern sich im Laufe der Gespräche einfach „Dinge“ … und das ist auch gut so und zeugt vom wahren Leben.


Mir ist die „Kleine S(u)B“ bereits vor einiger Zeit aufgefallen. Ich glaube, dass muss bereits in 2016 gewesen sein, aber man möge mich nicht drauf festnageln.

Ziemlich zügig haben wir unsere Telefonnummern getauscht und es begann ein reger Austausch von Gedanken und kleineren Online-Spielereien um sich abzuprüfen. Im Jahr 2017 haben wir uns dann das erste mal live und in Farbe im Rahen der #SecretNight (mit ihrem damaligem Herrn) kennen gelernt und ich habe sie in noch positiverer Erinnerung behalten.

Irgendwann bekam ich dann mit, dass sie sich #AusGruenden von ihrem Herrn gelöst hatte und wir begannen wieder intensiver zu schreiben, allerdings verlief sich das bald auch wieder. Vor allem deswegen, weil für uns beide das reale Leben zuschlug, und das hat nun mal Vorrang.

„Zwischen den Jahren“ 2017/2018 erreichte den #CircleOfFalbalus dann tatsächlich eine Bewerbung und die Beantwortung des Ganzen konnten wir letzte Woche im Telefon klären.


Jetzt, wo ich eine berufliche Zukunft ab dem 01.03. habe, hatte ich nun auch den Kopf dafür frei. Im Gespräch habe ich ihr mitgeteilt, dass sie zwar als Person immer noch sehr interessant für mich ist, jedoch für den Zirkel nicht in Frage kommt.

Grund dafür ist vor allem die Entfernung Thüringen zu Köln.
Und selbst wenn wir die #SecretNight als Fixpunkt nehmen würden, dann würden unsere Treffen nur bei einem Zwischenfall vielleicht vier Monate auseinander liegen und das ist nicht gerade gut für eine D/s-Bindung.

Zudem hat @InAusbildung gerade frisch eine Frau an ihrer Seite, die reges Interesse an BDSM hat. Und weil es mir wichtig ist, dass die beiden sich kennen lernen habe ich ihnen vorgeschlagen, dass ich gerne das Mentoring übernehme. Mit der Option, dass wenn beide mal auf der #SecretNight auftauchen und es dann auch ansonsten passt, ich @InAusbildung  gerne zusammen mit oder im Beisein von ihrer Partnerin bespiele.

Unter dem Strich: @InAusbildung wird nicht Mitglied im Zirkel.


Das Mentoring erfolgt in Absprache mit ihrer Partnerin, welche Willens ist sich dem ganzen Thema anzunähern.