Userstory: Das Hotel …

Selbstbewusst durchschreitet Sie die Lobby. Ihre hohen Schuhe hinterlassen klare akustische Signale. Ihr schwarzes Kleid endet kurz über den Knien. Gewinnendes Lächeln. Smalltalk mit dem Rezeptionisten. Das Wetter. Baldige Events. Der Fahrstuhl.

Sie verabschiedet sich mit einem Lächeln und schreitet zum Lift. Die Tür schließt sich. Prüfender Griff der Finger unter das Kleid. Kein Höschen. Warme, feuchte Haut. Sie kostet Ihre Lust. Grinst in die Kamera.

Schritt wird wackliger. Atem hörbar. Endlich die Nummer des Zimmers vor ihrer Nase. Ihr Puls in den Ohren parallel zum Klopfen an der Tür. Durchatmen.

Klopfen.

Die Tür öffnet sich.

Er: „Knie‘ Dich hin!“

Ihr ganzer Körper schreit: <<endlich>>

Ihre Augen fixieren ihn als sie auf die Knie geht.

Als die Hose sich öffnet…

Vor ihren erwartungsvollen Lippen …

… fällt die Tür hinter ihr ins Schloss.


Rubrik: Unverlangt eingesandt. Auf Wunsch ohne Nennung des Autors.

#SecretNight goes #TheTrainingOfO … oder so.

Kleine Zwischenmeldung …

in der kommenden Woche werde ich mein Veranstalterprofil im JoyClub zu stehen bekommen und auch das angedachte Regelwerk für eine „O“-Veranstaltung im Sinne der #SecretNight überarbeiten und sowohl hier, als auch da präsentieren. So werde ich es extrem entschlacken, um die Herren der „O“’s nicht zu brüskieren.


Der 05.01.2018 ist die erste #SecretNight im kommenden Jahr und da auch gleichzeitig mein Luftballontag ist, trifft es sich gut einfach mal zu starten.

Da die #SecretNight eine Anfänger-Veranstaltung ist, bitte ich jetzt schon um Verzeihung, falls meine Spielideen nicht ganz „O“-lastig sind. Also ich gehe sicherlich nicht gleich auf 100%. Ich denke jedoch auch über eine 100%-„O“-Party nach.


Viele Paare sind schon länger im D/s-SM daheim und tippeln sich auf der gemeinsamen Erfahrung in Richtung „O“ hin. Insofern muss ich annehmen, dass sehr viele Paare schon extrem gut aufeinander eingespielt sein müssten. Diese Paare sind natürlich auch willkommen.

Mir geht es jedoch im kommenden Januar um beteiligungsorientiertes Spielen im Sinne der „O“, wo Anfänger nicht nur daneben stehen und den „Profis“ zuschauen und ständig „Oh Gott, Oh Gott, Oh Gott!“ rufen, sondern um eine Veranstaltung wo Anfänger im Vordergrund stehen, und Fehler geschehen dürfen.

Dafür bietet die #SecretNight einfach einen sehr speziellen Rahmen und ihr Charakter des menschlichen Umgangs miteinander bietet sich einfach dazu an.

… more to come.

Was ganz was Anderes … In eigener Sache

Ich: Du wirst doch nicht etwa?
Ich: Doch ich werde!


Einige wissen es schon, Andere noch nicht und bevor nun das Rätselraten beginnt warum der alte Mann so viel Zeit hat: Er hat einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet und gehört per 01.11.2017 dem Heer der Arbeitslosen an.

Der Grund ist nicht ganz so wichtig und gehört nicht wirklich hier her, aber es ist eine gute und runde Sache. Und ich rede nicht von den Euronen, die damit einher gehen. Nur soviel: Man hat mich gebeten zu gehen #AusGruenden, die nicht in meiner Person liegen.

Nachdem ich nun ein paar Dinge geregelt habe (Arbeitssuchend gemeldet, Lebenslauf aktualisiert zB) werde ich den Rest des Monates Oktober (bin bei vollen Bezügen unwiderruflich freigestellt) wie Urlaub verbringen. Dieser wird dann gekrönt von einer kleinen, aber dringend benötigten Auszeit für und mit meiner Frau, bevor ich am 02.11.2017 persönlich auf dem Amt vorsprechen muss.


Ich: Und was machst Du dann?
Ich: Es öffnen sich Türen, mein Bester!


Ich habe viele Ideen und Gedanken, die sich um diese Zeit ranken.

Auf der einen Seite kann ich Vollzeit auf die Akademie der Arbeit nach Frankfurt gehen und ein Grundstudium für Arbeitsrecht absolvieren. Das könnte mir Türen in die IG Metall öffnen.

Auf der anderen Seite kann ich mir in der ersten Zeit die Jobs raussuchen, die mich wirklich faszinieren und ich meine 3rd-Level-Expertise im IT-Bereich als Problemlöser vollständig einbringen kann. Garantiert gehe ich nicht mehr in die First Line of Defense mit direktem Kundenkontakt, wo ich Office- und Druckerprobleme lösen soll. Ich würde am Bore-Out-Syndrom sterben.

Des Weiteren möchte ich als Selbstständiger auch ein paar Kontakte knüpfen und im BDSM-Bereich „Dinge“ tun. So werde ich die #SecretNight in Dortmund ab Januar kreativ übernehmen und kann mich ein Jahr mindestens dort austoben. WorkShops, Vorträge … und einfach Menschen kennen lernen, die sich mit BDSM nicht nur privat auseinander setzen und lernen und denken und erschaffen.

Auch eine Tätigkeit im Bereich Sozialer Medien käme mir nicht schlecht daher. Als ausgebildeter Betriebsrat bin ich sogar so kühn zu behaupten in einer Personalabteilung arbeiten zu können.

Privat habe ich die Möglichkeit, dass ich auch mal entfernte Ziele unter der Woche ansteuern kann, wenn es die Zeit erlaubt. Ein #Kaffeedate mit Svea Kerling zB in Wien (#TeamSacher). Oder nach Berlin zum Strafbock und vielleicht mal vor die Kamera treten oder oder oder.

In jedem Fall werde ich mich mal um ein paar neue Anzüge kümmern und der Werkzeugkoffer wird ein wenig zusätzlich bestückt werden. Ein neues Notebook eventuell.


Natürlich ist die Abfindungssumme endlich. Und ich muss mich davon ja auch finanzieren, weil ich kein Arbeitslosengeld erhalten werde (glaubt es mir einfach!). Ich könnte mir sagen, dass je früher ich eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit finde, desto mehr bleibt von der Abfindung über. Aber damit hätte ich dann auch einfach weniger Zeit

… für mich.

 

The First Avengress 2.0 ;-) #TheTrainingOfO

Es gab da mal einen Blogbeitrag:
https://tarasropes.wordpress.com/2017/10/05/nicht-nur-sub/

Um die Aufmerksamkeit der werten Leserschaft jedoch gleich mal in das richtige Lot zu lenken. Und wie ich es auch schon mehrfach betont habe … Beziehungen ändern sich, weil sich Menschen ändern. Und Beziehungen bleiben beständig, wenn Menschen sich mit ihrer Beziehung auseinandersetzen und daran rumbasteln. Darüber nachdenken, ob diese Beziehung noch gut ist, was doof ist und wie sie besser werden kann.

Auch wenn es sich vordergründig zwischen Tara und mir um eine reine D/s-Geschichte handelt, so geht es doch viel tiefer zwischen uns her. Der eine oder die andere mag das nicht verstehen, für die eigene D/s-Beziehung nicht wollen, oder oder oder …

Im Film „Der Aufstand“ aus dem Star Trek Franchise äußerte sich Commander Data dahingehend, dass er 0,76 Sekunden darüber nachgedacht habe, ob er sich der Borgkönigin anschließen mag und das Geschenk von Emotionen und Gefühlen annehmen solle. Ähnlich ging es auch mir, als Tara mir diesen Beitrag vorgelegt hatte. Tatsächlich habe ich ein wenig mehr als Data gebraucht um ihn zu verstehen. Mehrfach musste ich ihn lesen.

Und gestern stand dann noch das erste O-Date für Tara auf dem Plan und nach so langer Zeit des Sich-Nicht-So-Haben-Könnens war mir durchaus danach eine neue Ebene einzuziehen, aber ich wollte ihr auch persönlich begegnen, um ihr meinen ganz persönlichen Eindruck von ihrem Text mit auf den Weg zu geben.

Also teilte ich ihr mit, dass sie bitte festes Schuhwerk mitbringen möge und ich würde sie an diesem Abend nur für mich alleine haben wollen und nicht mit anderen teilen. Und ich fuhr dann mit ihr in einen nahen Wald um im diesen Nieselregen eine kleine Outdoor-Session mit Betonung auf Waldhäuschen zu haben. Das war schon länger auf dem Plan und ich wollte das machen, bevor das Wetter echt zu doof dafür wird. Während wir noch auf dem Hinweg zu Fuß über dies und das philosophierten und auch während der Brustbehandlung die üblichen Spaziergänger vorbei kamen, so fanden wir das Gespräch über diesen Beitrag danach auf dem Weg zum Auto.

Das Ergebnis war ein sehr Positives für uns beide.

Wenn man sich als Dom in der Rolle eines Lehrers sieht, der die anwesende submissive Fachkraft dazu ermuntern will ihre eigene Libido völlig neu zu erfahren und auszuleben, der wird dann sicherlich auch irgendwann mal damit konfrontiert, dass es soweit ist und das Vögelchen langsam das Nest verlassen mag um sich selbst auszuprobieren. Die sexuelle Befreiung der Tara war mir immer sehr wichtig und ich habe das stets gefördert und zT auch gefordert. Aber um sich wirklich sexuell zu befreien, muss man auch loslassen können. Man muss als Dom in der Lage sein zu begreifen, dass man seine „Aufgabe“ erfüllt hat und sich ein wenig zurückziehen muss.

Man erhält also Lob und Anerkennung durch das Begreifen der D/s-Beziehung als „endliche“ Beziehung. Tatsächlich steht dies sowohl für Tara als auch für mich überhaupt nicht zur Debatte. Wir haben uns sehr intensiv in die Augen geschaut und festgestellt, dass sich auch durch neue Freiheiten zwischen uns gar nichts ändern wird.

So fuhr ich dann noch mit ihr ins „Goldene M“ und später im Liebesnest kam dann Teil Zwei des „O“-Dates und ich servierte ihr meine Gedanken zur weiteren Entwicklung direkt auf die Brüste. Ich ließ sie sich vollständig entkleiden, sie sollte sich Hand- und Beinmanschetten anlegen und aus dem Kleinen Schwarzen schlüpfen. Ihre Nippel verband ich mit japanischen Klemmen nebst Kette.

So saß sie auf einem Stuhl vor mir und ich teilte ihr mit, dass sie es „Schuld“ sei, dass ich mich verändern kann. Und dass ich längst vergessen geglaubte Wege des Sadismus/Masochismus bereit bin mit ihr zu gehen. Und das „Kleine Schwarze“ als äußerliches Merkmal unseres D/s nun der Nackthaltung weichen könne und solle, wie es sich für eine Sklavin gehört.

Über das, was danach folgte hülle ich mich in bekanntes Schweigen.

 

ps // Nein, diese Änderung des Planes war vorhersehbar. Der aufmerksame Leser dieses Blogs wird dies bereits vor Wochen gewusst haben, weswegen ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen werde. Der Zeitpunkt konnte jedoch nicht besser gewesen sein.

Danke Tara <3

 

Wer dient eigentlich wem?

Wie kann Devotion funktionieren?

Ich bin ich. Und ich habe eigene Vorstellungen, einen eigenen Willen, ein eigenes Wollen. Und ich begegne Menschen. Mag man einander, ist interessiert, die Vorstellungen des anderen zu erfahren und dessen Wollen kennen zu lernen. So auch im BDSM. Potentieller Dom trifft potentielle Sub. Beide sind darauf angewiesen, dass der andere sagt was er will. Z.B.: Was für einen Partner? Welches Ziel? Worauf steht er/sie? Wann und wo treffen? Wiedersehen ja oder nein? Beide müssen also etwas wollen und es auch sagen bzw. benennen. Nun die Frage: Wo fängt Devotion an? Ab wann beugt sich Sub dem Dom? Müssen nicht beide wollen, beide Entscheidungen treffen, beide sagen, was sie wünschen? Beide haben Erwartungen. Sagen also beide: „Ich erwarte von dir xyz.“ Und wenn also beide Erwartungen haben und beide sie auch kundtun, weil sie ja sonst nicht wüssten, was der andere will – wie kann dann der eine Teil devot und der andere dominant sein? Beide erfüllen ihre Erwartungen (oder eben nicht, dann gehen sie auseinander), also bekommen beide ihren Willen.

Keiner hat sich dem Willen des anderen unterworfen.

Ist ein Herr nicht eigentlich derjenige, welcher unterwürfig ist?


Diese Frage wurde mir von @InAusbildung gestellt und sie hat mich ziemlich lange beschäftigt. Seit fast einer Woche arbeite ich offline an einer Antwort darauf und wir haben vereinbart, dass ich das hier mache …


Tatsächlich ist es so, dass diese literarische Vorlage, also das eine Frau einem Mann begegnet, der irgendwie so ist, dass sie sich ihm einfach ergeben muss und dann geht es eben ohne weitere Absprachen los, ziemlich selten, wenn nicht sogar pure Fiktion darstellt.

Dieses Ding der Ur-Submission, die einfach auf einem Gefühl beruht, dieses tiefe Gefühl des Vertrauens klingt verlockend ist jedoch ähnlich selten, wie dieses Ding der Ur-Dominanz. Denn was als Submission oder Dominanz wahr genommen wird ist zum Einen höchst unterschiedlich und zum Anderen auch noch höchst komplex.

Frau und Mann werden sich also irgendwie kennen lernen müssen. Mit Hirnventrikel und Tara habe ich sehr viel kommuniziert, viele Dinge besprochen, weil es einfach notwendig war. Mit der momentanen Anwärterin habe ich dies nicht getan, weil es nicht notwendig gewesen ist. Durch das Blog hier kann Frau sich sicherlich ziemlich viel Info anlesen, um zu verstehen, wie der Zirkel und auch ich als Solo-Mann zu nehmen bin.

In dieser Zeit der Kommunikation wird sich eine Frau ein möglichst umfassendes Bild vom vielleicht Dom gemacht haben, um für sich zu entscheiden, dass er es vielleicht werden kann, wenn das Erste Date funktioniert hat und er auch wirklich so daher kommt, wie durch Schriftverkehr erahnt.

Gleiches gilt auch für den Mann, der aufgrund der Reaktion der vielleicht Sub sich Ähnliches denkt, aber nur aufgrund körperlicher Reaktion der Frau auf seine Gesten wirklich entscheiden kann, ob sich hier eine Paarung von Relevanz ergibt, oder nicht.

Da findet sicherlich noch nicht wirklich Unterwerfung oder Dominanz statt, sondern Frau und Mann schlawänzeln unter Annahme dieser Begriffe in einer Art Tanz umeinander herum und prüfen dabei sich und ihre Emotionen, Werte, Grenzen und $WhatEver …


Meiner bescheidenen Meinung nach beginnt tatsächliche Unterwerfung und Submission erst dann, wenn Frau und Mann wirklich bereit sind, den anderen als Sub oder Dom anzunehmen. Wenn anfänglicher Mut einem tiefen Vertrauen gewichen ist, der es erst möglich macht sich als Sub oder Dom gegenüber dem Gegenüber zu empfinden.

Nach einem langen Telefonat mit Tara ist mir hierzu erneut aufgefallen, dass es mir mittlerweile sehr wichtig ist, dass bestimmte Dinge nicht angeordnet werden können. So mag ich es, wenn eine Sub mir zur Begrüßung den Ring an meinem Finger küsst. Ich möchte jedoch, dass die Sub sich dazu entscheidet, es zu wollen und dass sie es nicht tut, weil ich es so möchte. Denn nur dann kann ich dieses äußere Zeichen innerer Verbundenheit als das annehmen, was es wirklich ist: Die Akzeptanz einer Sub, die mich als ihren Herrn anerkennt. So muss die Sub nur wissen, dass ich diese Geste sehr zu schätzen weiß.

Ähnlich ist echte Submission auch dann vorhanden, wenn meine Sub mich als „Mein Herr“ anspricht. Ich ordne das nicht an. Ich will, dass sie weiß, dass ich das als äußerst positiv empfinde. Aber ob sie es macht, muss ganz alleine bei ihr liegen.

Wenn eine Sub also sich zur Begrüßung vor mir verbeugt, meine Hand nimmt, den Ring küsst und dann „Guten Abend, mein Herr“ zu mir sagt, dann geht mir altem Mann das Herz auf. Aber ob und wie dies passiert, ist alleine die Sache der Sub. Ich will ihre Submission spüren und fühlen können.


Echte Dominanz beginnt für mich in dem Augenblick, wo ein Dom eine Sub „einfach so“ in neue Bereiche des BDSM führen kann, ohne dies lang und breit mit ihr besprechen zu müssen. Weil die Sub mir dahingehend vertraut, dass ich sie niemals überfordern würde und einfach denke, dass es soweit ist, dass sie dieses und jenes kennen lernen sollte. Es muss sich leicht anfühlen und ich darf kein schlechtes Gewissen dabei haben. Ich muss meiner Sub eben vertrauen können, dass sie mich als ihren Herrn ansieht und es für sie völlig selbstverständlich ist, dass sie mir gehorcht. Ohne zu Zögern. Ohne weitere Fragen.

Erst wenn das eintritt, kann ich mich wirklich dominant fühlen. Und das geschieht ganz sicherlich nicht beim Ersten Date.

Da gibt es einige Beispiele an welchen ich das festmachen kann. Wenn es keinen größeren Kommunikationsbedarf über bestimmte Themen mehr gibt wäre dies sicherlich gegeben. Wenn es der Sub völlig selbstverständlich erscheint, dass ich meine Launen an ihr auslassen kann. Submission geht dorthin, wo es auch mal richtig weh tut. Wo Lust eventuell seitens der Sub nicht aufkommt. Sie gibt mir ihren Körper und ihre Seele und ist stark genug, in vollem Vertrauen zu mir und in voller Hingabe, dass ihr Hintern auch mal wirklich rot wird. Und vielleicht auch mehr als rot.


Wenn ich also ihren Körper als ein Ventil missbrauchen kann, ohne das hier wirklich von Missbrauch gesprochen werden kann. In Ihrem Wesen gibt sie dem Dom die Möglichkeit Dinge mit ihr zu machen, die sie mehr als andere bereit ist zu ertragen. Dann beginnt Submission.

Dominanz beginnt in dem Augenblick, wo ich sicher sein kann, dass meine Sub dies aber auch wirklich so will. Wenn ich spüre, dass es völlig selbstverständlich ist, dass ich sie z.B. ohrfeigen kann, wenn mir danach ist. Dass ich sie strafen kann, wenn sie einen Fehler macht. Ein Dom muss sich immer vor Augen halten, dass er einen Menschen vor sich hat und kein Möbelstück. Und dieser Mensch hat sich freiwillig, der eigenen Lust folgend, dazu bereit erklärt, es dem Dom auf allen Ebenen Recht machen zu wollen.

Submission ist aber auch, gegen den eigenen Willen zu handeln. In meiner eigenen Zeit als Sub habe ich sehr gerne Schwänze gelutscht, aber nicht so gerne, wenn ich Halsschmerzen hatte. Submission muss sich darüber im Klaren sein, dass sie auch dann Schwänze lutschen „muss“, wenn es unangenehm ist. Submission entspringt zwar dem eigenen Willen und Wunsch zur Submission gegenüber einer Herrschaft, aber sie beinhaltet das Dienen mehr als das Erhalten. Die Lust die Herrschaft zu befriedigen befriedigt die Lust der Submission.

Ich habe immer darauf vertrauen können nicht oral herhalten zu müssen, wenn es mir körperlich nicht so dolle ging. Aber ich habe den Wunsch der Herrschaft immer über mich selbst gestellt und irgendwie ging es mir danach besser, obgleich ich mich vorher nicht so dolle gefühlt habe.


Das soll natürlich keine Blaupause sein. Jede D/s-Beziehung funktioniert mehr oder weniger strikt. Und darüber hinaus auch noch völlig anders. Es gibt jedoch einen ganz definierten Satz, der es tatsächlich und wahrhaft darstellt: Dom und Sub bedingen einander.

Der Dom braucht jemand mit dem er Dinge tun kann. Die Sub braucht jemand, der mit ihr Dinge tut. Es sind zwei starke Persönlichkeiten, die sich einander vertrauen. Keiner von beiden ist schwach. Beide dienen einander. Eben nur jeder auf seine ganz eigene Weise.