#TheTrainingOfO – Regeln X.5

D/s-Vertrag - Sinnbild

„Nichts ist beständiger als der Wandel“


Diese Weisheit, mal dem Griechen Heraklit (ca. 500 J. v. Christus), mal dem Engländer Charles Darwin (*1809 – 1882) zugeschrieben, passt wie die Faust aufs Auge für eine weitere Folge über Regeln im BDSM generell, BDSM-Verträge allgemein, im #CircleOfFalbalus speziell und erst recht für das #TheTrainingOfO.


Wenn ich mir meine verschiedenen Regelwerke so betrachte, ob nun so als generelle Vorlage für Viele oder spezielle Dinge für mich so, dann komme ich immer wieder auf den Punkt, dass Regelwerke sich schlicht und ergreifend dauernd verändern.

Von all jenen Dingen, die mir mal ganz extrem wichtig gewesen sind, sind nicht mehr so viele übrig geblieben. Aus Einsicht der Untragbarkeit, der Realität wegen und vor allem der Person wegen, die mir da gegenübersteht.

Submissive Fachkräfte benötigen jedoch Regeln, an die sie sich halten können. Grenzen, die es zu beachten gilt, Dinge, die es zu tun gibt und Sachen, die zu unterlassen sind. Also irgendwie muss es ja losgehen. Dynamik kommt später.


Eine der merkwürdigsten Dinge, die ich jemals auf dem Zettel hatte, waren Benimmregeln. Unter lautem Kruschtelgeräusch lese ich davon, dass die Sub nicht spricht, sondern nur dann, wenn sie etwas gefragt wird. Also stets und ständig. Es sollte „Kammern der Kommunikation“ geben, in welchem man auf Augenhöhe den Status der Beziehung bespricht.

Es schüttelt mich bei dem Gedanken, dass ich die offene Kommunikation so tief beschnitten habe. Wahrscheinlich war ich einfach viel zu unsicher damals und wollte mein Ding einfach durchziehen.

Heute ist daraus geworden, dass während der privaten Sessions „dazwischen“ immer offen geredet werden soll. Ständige Qualitätskontrolle sozusagen. Für Außentermine jedoch gebe ich das gerne vor, wenn Art und Umstand des Spielens schweigende Subs erfordern.


Oder das hier: „Du hast Dich mir exklusiv hinzugeben, auch wenn ich mich nicht exklusiv an Dich binden werde.“ – Was für ein Schwachsinn 😉 Das war zu einer Zeit, wo ich die totale Kontrolle haben wollte und wirklich glaubte, dass EPE dies einfach beinhalten muss.

Heute denke ich, dass eine Sub sich exklusiv an mich binden kann, wenn sie dies möchte. Dann jedoch auch nicht „mal so“/“mal so“. Da ich mich zwar emotional, aber nicht exklusiv binde, muss die Sub jedoch mit den Nebenerscheinungen meiner Polygamie klar kommen. Und dies ohne MiMiMi.


Ich denke, dass es tatsächlich nur vier Regeln gibt, die stets und ständig Bestand haben und die ich allen Subs aufdiktiere (beim Spielen – nicht im RL!). Wobei es mir schmeichelt, wenn diese Regeln auch (ab und an) im RL gelebt werden.

  1. 3H-Regel(Mein!) Halsband, Halterlose, High Heels (oder Pumps mit minimalem Absatz!)
  2. Schwarze Kleidung, keine Rüschen, Federn, Schleifchen, nichts Buntes, höchstens gedeckte Farben.
  3. Keine Dessous (also weder BH noch Slip).
  4. Lange Haare stets offen tragen.

Und dann sind da noch die Dinge, die jeder Sub früher oder später begegnen werden, weil diese Vorstellung einfach in mir haftet.

  1. Du wirst geschlagen, weil ich Lust habe, Dich zu schlagen.
  2. Blowjobs sind Pflicht.
  3. Teile Deiner Ausbildung finden in der Öffentlichkeit statt.
  4. Du wirst gefickt, jedoch nicht zwangsweise von mir.

Alles andere ist pure Geschmacksache. Ich tendiere dazu, keine Zeitvorgaben zu machen. Aber wenn ich der Meinung bin, dass es soweit ist, dann ist es soweit und ich dulde dann keinen Widerspruch. Die eine Sub will schnell viel, dann soll sie es bekommen, wenn ich der Meinung bin, sie ist soweit. Ansonsten trete ich für sie auf die Bremse. Die andere Sub will in Tippelschritten nach vorne geleitet werden, aber auch für sie gilt, dass irgendwann der Zeitpunkt gekommen ist, gesetzte Dinge anzugehen. Und diesen Zeitpunkt bestimme ich.

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