Über das Bloggen …

Manchmal ist es ja so, dass man den Kopf voller Gedanken hat und nicht weiß, wo man anfangen soll. Und Manchmal ist es so, dass der Kopf völlig leer ist und man irgendwie nichts zu sagen hat.

Und dennoch ist dann dieser Wunsch da, irgendwas zu schreiben. Sich zu expressivieren. Sich darzustellen. Aufmerksamkeit erheischen wollen. Ist dann im Umkehrschluss nicht doch ein Gedanke im Kopf, der raus muss. Um gegen eine gewisse Form der Langeweile anzugehen?

Dieses Wochenende verläuft so ganz anders als geplant. Eigentlich sollten seit gestern Abend meine Kinder bei mir sein, aber ich habe krankheitsbedingt absagen müssen. Gestern bin ich vom Klo nicht runter gekommen. Heute geht es schon ein wenig besser. Gerüchte über mein Ableben sind also weiterhin in das Reich der Phantasien zu verschieben.

Tage wie diese bedingen bei mir, dass es ruhig wird im Kopf. Eine Form der Gedankenlosigkeit macht sich breit. Du sitzt zwischen Cola, Salzbrezeln, Immodium Akut und Netflix auf der Couch und traust Dich nicht zu bewegen. Zwischendurch mal was twittern, ein paar WhatsApps. Aber irgendwie nicht so prall gefüllt mit Adrenalin, um die Welt aus den Angeln zu heben.

So habe ich gestern ein paar Dinge getan, die ein Vermieter tun muss. Eine neue Gastherme bestellt, neue Sepa-Lastschriftmandate erteilt. Es ist schon erstaunlich, dass selbst fast drei Jahre nach dem Tod meines Vaters immer wieder ein paar Sachen auftauchen, die im Nachlass zu erledigen sind. Übrigens: Die finale Erbschaftssteuer ist immer noch nicht durch. Die Formulare liegen seit zwei Jahren beim Finanzamt und werden nicht bearbeitet.

Gemeinsam mit meiner Mutter jonglieren wir so ein wenig im Dunklen, weil wir immer noch nicht so richtig wissen, was am Ende übrig bleibt und was nicht. Gottseidank hat mein Vater meiner Mutter schon sehr frühzeitig Generalvollmacht auch über den Tod hinaus erteilt. Und in diesem Zusammenhang, werde auch ich meine „Dinge“ regeln. Weil das einfach besser ist.

Hirnventrikel und ich waren bereits beim Notar deswegen und jetzt geht es nur noch um einen Termin, damit sie in der Lage ist „Dinge“ zu tun, die nötig sind, wenn mir ein Flugzeug auf den Kopf fallen sollte. Leute … das ist schon eine ernste Angelegenheit und ich kann das jedem nur empfehlen, seine „Dinge“ einfach zu regeln. Bei mir ist das noch ein wenig komplexer, weil es noch um das Testament geht, aber es beruhigt ungemein zu wissen, dass das Beste getan wurde, um für den Fall vorgesorgt zu haben, der hoffentlich nicht so schnell eintreten wird.

Generalvollmacht, Patientenverfügung und Testament in einem Rutsch zu machen ist für mich als formaler Hengst eine leichte Übung. Und doch schwingen dabei Emotionen mit. Die Bereitschaft von Hirnventrikel diese Dinge auf sich zu nehmen ist kein Selbstläufer, aber ich bin sehr dankbar dafür. Irgendwie schwingt der Gedanke mit, dass sie es mit mir wohl noch ein wenig länger aushalten möchte.

Briefwahl ist erledigt.

Viele Dinge habe ich für den Moment zu Ende gebracht.

Das ist schön und gut so.

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