Mal was ganz Anderes … oder …?

Ich stehe für was. Wer mich nicht so gut kennt, der sieht von mir eine gewisse äußere Erscheinung. Nämlich zumindest einen Mann, bei dem sich im Kopf irgendwie alles nur um Sex dreht. Und zwar um ganz besonderen Sex. BDSM eben.

Wer dieses Blog etwas intensiver verfolgt hat, der weiß aber auch, dass sich so zwischendurch auch mal private Schubladen öffnen. Und es sollte kein Geheimnis sein, dass ich einen Namen habe, meine Anschrift, Handynummer, eMail-Adresse ist alles diesseits der DeNic im Impressum des Blogs hinterlegt. Sogar Bilder gibt es von mir. Es sollte also möglich sein, mich auf der Straße zu erkennen.

Aber irgendwie scheint dies noch nicht genug zu sein. Manche Menschen möchten gerne noch privatere Dinge über mich erfahren. Welche Musik ich höre, was ich sonst noch mache, sogar berufliche Dinge, Kinder, Haus, Hof, ehrenamtliche Aktivitäten. Ich respektiere diese ganzen Fragen und wo es mir möglich ist und sinnvoll erscheint werde ich diese Geheimnisse gerne in persönlichen Gesprächen lüften.

Feste Ausnahmen sind jedoch Identitäten der Damen im Zirkel oder Damen in der Annäherung. Wenn ich von Hirnventrikel und Tara spreche, dann bleibt das auch so und wer über diese Damen Genaueres wissen möchte, dem steht es frei selber nachzuforschen (aka die Damen direkt zu befragen). Sollten sich Damen in der Annäherung an den Zirkel befinden, es aber noch keine wirkliche Relevanz haben, so gebe ich darüber gerne Notiz, dass dem so ist (Statistik ist derzeit „3“, bitte gerne).

Wenn ich ansonsten nichts erzähle, dann hat das gute Gründe, denn .. es geht euch außerhalb persönlicher Kontakte irgendwie nichts an. Wer mich auf WhatsApp oder Telegram hat weiß sicherlich eine Menge mehr, aber die komplette Geschichte gibt es eben nur, wenn man mich/uns persönlich trifft. Oder ein Honorar für ein Interview bezahlt, Reisekosten vollständig vorstreckt, eventuell ein Hotelzimmer vorbestellt und Kostenübernahme übt und mich so vor ein Radiomikrophon und/oder eine Kamera stellt.

Das Blog hier ist ein Sexblog und es ist als solches konzipiert. Und wird es sicherlich auch bleiben. Andere Dinge wie zB politische Aktivitäten, gewerkschaftliche Dinge oder die Teilnahme an der Sozialwahl 2017 für die Deutsche Rentenversicherung passen einfach thematisch nicht hierher. Das mache ich alles sehr gerne, aber die Welten überschneiden sich einfach nicht, also gibt es hier einfach kein CrossOver.

Es sein denn, dass sich aus diesen Dingen Themen ergeben, welche für dieses Blog relevant werden – dann ja. Und ich bleibe mir dabei auch selber treu, denn ich habe damals mit dem Abschalten des Twitter-Accounts „@macmewes“, einem Account, welcher über fünf Jahre alt war, und dem Übrighalten von diesem einen Account jetzt „@EmEmBDSM“ mich von einem Menschen verabschiedet, der für mich ein Langweiler gewesen ist.

„@macmewes“ war ein unspannender Account, dem kaum jemand gefolgt ist und ich habe alles, was mit BDSM zu tun hat, brav nicht öffentlich gelebt. Nun habe ich den Spieß umgedreht und das bedeutet auch für mich, dass ich nur noch manchmal langweilig bin. Was jedoch nicht bedeutet, dass ich nicht authentisch bin, denn zwischendurch mache ich durchaus keinen Hehl aus meiner politischen Gesinnung.

Also werdet ihr in diesem Blog auch weiterhin nur das zu lesen bekommen, was ihr jetzt schon lesen könnt:

  1. Neues aus dem #CircleOfFalbalus
    (Annäherungen, Annahmen, Erlebnisse, Abschiede)
  2. Neues zum #TheTrainingofO
    (Ideen, Gedanken, Workshops, Events, Termine)
  3. Geschichten, die erfunden sind.
  4. Geschichten, die erlebt sind.

Der Blowjob – Ein HowTo für Ungeduldige

Wahrscheinlich mag es für viele ein absolutes Mysterium bleiben. Manche machen es gar nicht, manche nur dann, wenn es sein muss oder irgendwie nur ein bisschen mehr weniger gerne oder … ach keine Ahnung. So viele Möglichkeiten und Ungereimtheiten treffen an diesem Punkt zusammen und ein Artikel in Richtung Lickjob wäre ebenfalls mehrere Seiten wert.

Dabei möchte ich gar nicht bewerten, ob frau/man Blowjobs mag oder nicht. Manche nutzen Blowjobs ausschließlich als Vorspiel, um dann ins Ficken zu gehen. Anders denken Viele, dass ein Lickjob auch nur ein Anheizer ist. Völlig egal, was die Gründe auch sind: Am Ende gibt es nur „Daumen hoch“ oder „Daumen runter“.

Ich beschäftige mich heute mit Blowjobs, die als Hauptgang serviert werden und ein essentieller Bestandteil des #TheTrainingOfO sind. Denn „Blowjobs sind wichtiger als Vögeln“.


Liebe Menschen, die ihr eurem Partner einfach mal einen Gefallen tun wollt, das Wichtigste ist … macht es gerne. Liebt es. Macht es nicht nur, weil man das eben so macht. Ein guter Blowjob ist ein Geschenk und kein Sport. Er ist pure Hingabe an das zu erwartende Ergebnis (Härte des Ständers, Orgasmus, Ejakulation) und bedingt völlige Konzentration unter völliger Rücknahme eigener sexueller Interessen.

Ein Blowjob im Auto oder im Kino ist sicherlich etwas Anderes als auf dem heimischen Sofa oder im Bett. Wo „outdoor“ die Geschwindigkeit durchaus zählt (weil wegen Entdeckungsgefahr) ist das daheim garantiert fast nie der Fall. Dennoch bleibt es in allen Fällen eine Sache, die frau/man schenkt. Und das bitte nur dann, wenn ihr das auch wirklich gerne tut und die eigene Gefühlslage sich dem unterordnen lässt.

Denn die/der Schenkende will nur die Lust des Beschenkten beflügeln, aufbauen und wieder abbauen. Und sollte sich dabei selber extrem zurück nehmen. Der vollendete Blowjob benötigt keinerlei Nacktheit seitens der/des Schenkenden, sondern nur ihren/seinen Mund, sie/er verlangt nicht danach angefasst zu werden oder bringt sich in entsprechende Position. Das ist alles unwichtig, weil es den Beschenkten unter Umständen auch unter Druck setzt. „Hier, fühle wie ich Dir Lust schenke, also fass mich auch gefälligst an“. Das ist Ablenkung pur für den Beschenkten, der sich doch nur zurücklehnen und genießen sollte.

Was anderes ist wenn der Beschenkte sich nimmt, was er zum Genießen braucht, also Kopf streicheln, Haare durchkämmen oder den Kopf führen. Dabei sollte die/der Schenkende den Übergang in den Mundfick nur dann mitmachen, wenn das für die/den Schenkenden auch okay ist. Nebenbei bemerkt 😉

Die Frage des „Wohin mit dem Sperma?“ ist ebenfalls wichtig. Und diese sollte von der/dem Schenkenden VOR diesem Geschenk geklärt sein. Das geht auch intuitiv. Wenn frau/man schluckt oder nur in den Mund aufnimmt ist das bereits gegeben. Wenn das jedoch nicht so gerne gemacht wird, empfiehlt sich eventuell ein freier Oberkörper als Anspritzfläche (muss ja nicht der eigene sein, wenn frau/man das nicht möchte).

Blowjobs sind eine Möglichkeit den Partner untenrum sehr gut kennen zu lernen und zwar viel besser als beim Ficken. Geschlechtsverkehr ist grundsätzlich ein aggressiver Akt, während ein Blowjob grundsätzlich sehr viel Sinnlichkeit und Ruhe in sich birgt. Die/Der Schenkende erlebt die körperlichen Reaktionen unmittelbar und kann so ermitteln, wie der Beschenkte unter Umständen in wenigen Minuten „fertig“ gemacht werden kann, wenn es mal der Quicky im Büro sein soll. Oder so. 😉

#TheTrainingOfO – Der BDSM-Vertrag

Braucht es Ihn wirklich? So einen Vertrag?

Ich erinnere mich daran, dass ich zu Beginn meiner Beziehung zu Hirnventrikel einen aufgesetzt hatte. Und ich erinnere mich auch, dass sie diesen bei einem Kurztreffen im Starbucks im Düsseldorfer Hauptbahnhof blind unterzeichnete. Sie hatte ihn nicht mal gelesen. Das war schon ziemlich romantisch, oder 😉

Sie war der festen Überzeugung, dass ich ihr niemals schaden würde und dass ich mehr meine Verhaltensweisen lockern würde, als ihren Verfehlungen nachzugehen. Der Vertrag war auf sechs Monate befristet … und wurde stillschweigend verlängert. Mittlerweile sind wir wesentlich weiter als der Vertrag hergibt.

Was auch der Grund gewesen ist, dass ich Tara keinen gab. Hirnventrikel hatte mich bereits nach kurzer Zeit so gut eingeschätzt, dass ich diesen bis dato sehr geschätzten formalen Akt einfach über die Wupper geworfen habe. So ändern sich die Zeiten. Zum Guten.

Und doch überlege ich einen neuen zu entwerfen. Weil ich Formalien halt mag und mich in Rechtsbüchern besser zurecht finde als in jedem Liebesroman. Es ist für mich exakt, wenn auch begrenzend. Es gibt kaum Platz für Toleranz links und rechts, also für beide Seiten nicht. Und es zwingt die Sub zur Disziplin, weil es den Dom zur Konsequenz anhält.

Die Frage die ich mir stelle, wenn ich mich selber so begrenze, ist dass dann eher für mich oder für die Sub gedacht? Sollte ich als Dom nicht eh das Wohl der Sub im Blick haben und nicht meine Ansprüche definieren? Ist es diesen ganzen Aufwand wert? Nimmt man sich dadurch nicht auch ein wenig Dynamik?

Natürlich, wenn ich als Dom mit Tara einen Star Trek Abend auf dem Sofa machen mag, ist sie sicherlich nicht sauer darüber. Schließlich wird der Wunsch des Dom soundso respektiert. Egal welcher. Und wenn ich mit Hirnventrikel über Nacht in ein schickes Hotel fahre und wir es uns zu Sauna, Massage, Abendessen später zu Bett einfach gut gehen lassen, so denke ich auch hier nicht, dass sie das Safeword benutzt.

Aber ich denke, dass wenn es einen gewissen Schritt im Leben der Damen gibt, der vielleicht über das bisher Erlebte hinaus gehen, wäre es dann nicht gut, wenn man nicht nur darüber geredet hat, sondern es in einem Business Development Meeting faktisch niederlegt? Weil ich mir das wünsche?

 

Wie beiden bereits angedeutet ist, so wird es zukünftig „O“-Dates geben. Und hierzu gehört auch das Einhalten gewisser Formalitäten im Umgang miteinander. Jetzt kann ich leicht sagen, macht Euch mal bitte schlau und ich prüfe das ab. Aber … das reflektiert nicht meine Gedanken und was auch immer sie wo lesen würden, vielleicht wäre das alles nicht das, was ich gerne noch so hätte.

Wikipedia definiert dies als „Metakonsens„.

Als Metakonsens werden innerhalb der BDSM-Szene umstrittene erotische Rollenspiele bezeichnet, die sich im Grenzbereich zwischen einvernehmlichem und nicht einvernehmlichem Handeln bewegen. Der Metakonsens wird im Deutschen seltener auch mit dem englischen Begriff „consensual non-consent“ (CNC, einvernehmliche Nichteinvernehmlichkeit) bezeichnet.

Der Metakonsens ist demnach Grundlage für das Dasein als „O“. Es legt die Regel fest, dass der Dom bestimmt und die Sub gehorcht. Es wird (im Rahmen spezieller Rollenspiele vielleicht nur) auf das Safeword verzichtet. Das ist innerhalb der BDSM-Szene nicht ganz unumstritten und auch die Rechtslage, so Wikipedia, ist nicht ganz eindeutig, da bestimmte Vorgänge nicht einfach gestoppt werden können, wenn die Sub trotz aller moralisch bindenden Aspekte von ihren übergeordneten Rechten der Bundesrepublik Deutschland (in diesem Falle) Gebrauch machen will.

Ich werde da einfach noch ein wenig drüber nachdenken, weil mir vielleicht auch nur das Nachdenken darüber viel Freude bereitet.

 

Bedürfnisse, Wünsche, Träume und die Realität

Wer auf Twitter (aber auch sicher in anderen sozialen Medien) unterwegs ist und diese durchaus zum Kennenlernen in Sachen #BDSM nutzt, der stößt als Dom immer wieder mal auf eine ganz besondere Gattung Frau.

Diese ist meist in der Beziehung frustriert, vielleicht sogar in der Überlegung die Trennung vom Partner einzuleiten oder gar zu vollziehen. Diese Gattung Frau ist höchst sensibel und Lust stillende Worte fallen zumeist auf sehr fruchtbaren Boden.

Es gibt Frauen, die diesem Ruf nach Submission gerne nachkommen (und fremd gehen) und es gibt andere, die diesem Ruf nicht nachkommen (und treu bleiben). Andere wiederum geben ein Versprechen ab, dass sie darüber ernsthaft nachdenken sich zu treffen, andere wiederum wollen erst den Beziehungsstatus klären, bevor sie sich überhaupt überlegen sich zu treffen.

Mein moralischer Standpunkt hierbei ist wohl klar: Ich dränge niemals – kein Dom sollte das jemals tun. Frauen lassen sich nicht bedrängen, denn eher wenden sie sich völlig ab als das sie auch nur die Spur von Komfortzone verlassen. In aller Regel sind sie „Keeper“ und überlegen sich Dinge sehr gut, bevor sie auch nur einen winzigen Schritt machen.

Und ganz ehrlich: Mir sind das auch die liebsten Gesprächspartner. Denn Submission taugt nur dann etwas und kann auch von der Frau richtig gelebt werden, wenn ihr Kopf frei von Grenzen ist. Und eine ungeklärte Beziehungsfrage ist kein guter Ratgeber.

Mir geht es jedoch nicht um die Beziehungsfrage an und für sich, sondern ab und an auch um die Umstände dessen. Sehr häufig bekomme ich mit, dass Frauen sich in einer Beziehung befinden (Männer aber auch!), die sie nicht nur sexuell nicht mehr erfüllt. Und trotzdem tun sie nichts, damit sich das ändert.

Frauen werden in der Regel alles dafür tun, um eine Beziehung zu halten. Sie werden versuchen mit dem Partner Kontakt aufzunehmen. Leider erlebe ich auch, dass zu softe Worte in der Beziehung nicht weiterhelfen und aus Angst vor Zurückweisung verebben solche Gespräche immer.

Mir geht vor allem dieses „Ich besitze Dich“-Gedönse von Männern auf den Keks, die eine Frau negativ kontrollieren und ihr ständig misstrauen. Das Traurige daran ist, dass sie so nur die eigene Unsicherheit kaschieren und selber nicht mitbekommen, dass eine Frau darunter leidet, wenn nicht sogar daran kaputt geht.

Menschen ändern sich. Jeden Tag tun sie das. Die Frau, die man mit 21 geheiratet hat, ist eine andere als die, die nun 45 ist. Eine Frau bekommt diese Veränderung beim Mann durchaus mit. Männer sind dafür meistens blind. Und ich rede nicht von Äußerlichkeiten. Wenn ich meiner Frau sage, dass ich sie liebe, dann beinhaltet das den ganzen Weg, den wir gemeinsam gegangen sind. Ich akzeptiere und respektiere damit jede Veränderung und nicke diese mit ab.

Im Übrigen ist das auch die Bestätigung, dass ich sie immer noch so sehe wie am ersten Tag und nichts mir ferner liegt als sie regelmäßig durch die Wohnung zu vögeln. Frauen, lasst euch das einfach mal gesagt sein. So am Rande. Eine handfeste Erektion ist auch ein Kompliment.

Ich bin nicht monogam im Sinne der Monogamität. Ich bin anders monogam mit Blick Richtung Polygamie, wenn nicht sogar Polyamorität. Ich suche da noch nach einer Definition. Deswegen fällt es mir leicht meiner Frau den Freiraum zu geben, den sie benötigt um glücklich zu sein. Und vor drei Jahren hätte sie wohl auch noch auf alle Vorzüge der Monogamie geschworen.

Daher kann ich natürlich leicht reden, dass Männer ihren Frauen auch mal einen Dom gönnen sollen. Denn wir sind keine Gefahr für die Beziehung. Eine Frau, deren Mann tolerant und respektvoll mit ihren Wünschen umgeht, den wird keine Frau verlassen. Jedenfalls ist das nicht meine Kenntnis. Diese Frau wird immer wieder gerne nach Hause kommen, weil sie dort mehr findet als bei einem Dom.

Liebe.

#TheTrainingOfO – Die Suche nach dem Loft

Es hat geklappt.

Aufgrund eines dezenten Hinweises seitens der Gefolgschaft habe ich den Inhaber eines Lofts in Köln gefunden, der dieses zu zivilen Preisen auch für sexuell motivierte Workshops zulässt und deswegen nicht gleich das Dreifache des üblichen Preises haben will.

Vor der Arbeit hat ja aber nun bekanntlich jemand die Vorarbeit gesetzt, also geht es kommenden Dienstag nach Köln zur Besichtigung. Drückt mir mal die Daumen, dass dieses Loft auch eine ansatzweise anmutige Stimmung haben kann.

Auf der einen Seite soll es nicht den Charme eines Hotel-Meeting-Raumes haben, aber eben auch nicht die Düsternis eines Dungeons.