#TheTrainingOfO – Das Kopfkino der Sub

„Es ist der Mann, der wirbt. Egal, ob dominant oder nicht. Es ist die Frau, die wählt. Egal, ob submissiv oder nicht.“ ~~ Falbalus ~~


Sie können es drehen und wenden, wie ein Wiener Schnitzel. Was die Wahrheit ist, ist die Wahrheit. Selbstredend gibt es Frauen, die sich von Beginn an vollkommen hingeben. Doch, werte Herren, die sind absolut in der Unterzahl. Und das ist auch gut so.

Dominante Herrschaften machen Angebote und wenn diese den submissiven Wesen nicht gefallen, dann wird das nichts. Schließlich schickt sich das submissive Wesen an, sich nicht nur für ein paar wenige Stelldicheins an dominante Menschen zu binden. Sie möchten, dass ihre Seele sich binden kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine 24/-Beziehung, oder um eine diskrete D/s-Beziehung handelt, wo beide Partner gebunden sind und die eigentlichen Partner nichts davon wissen sollen.

Es geht immer um das Ying und Yang der Gefühle, die entstehen. Sie müssen synchron sein. Steht die Bindung, dann kann es auch mal asynchron werden. Das ist okay. Aber zu Beginn muss es für beide Partner einen intellektuellen Grad der Bindung haben, der nahe der geistigen Perfektion liegt.

Der dominante Partner wird hierfür seinen Geist öffnen und sich dem submissiven Wesen durch Wort und Schrift nähern. Er wird sich ganz klar festlegen und dies kommunizieren. Submissive Wesen brauchen das. Auch wenn der dominante Partner polygam oder sogar polyamor ist (oder das submissive Wesen!), beide brauchen diese „Monogamität“, in welcher andere zu diesem Zeitpunkt keinen Platz finden. Submissive Wesen müssen gewollt sein, Dominante Wesen müssen sich gebraucht fühlen.


Wie sieht es jedoch mit dem Kopfkino der Sub aus?

Ich glaube, dass ist nicht weniger wichtig in der Anfangszeit. Der dominante Partner muss von den Träumen, Wünschen und Begierden der Sub wissen, damit er sich darin auch zurecht finden kann. Wenn die submissive Fachkraft sehr auf Bondage steht, und der dominante Partner keinen Laut darüber abgibt, dann muss die Sub darauf reagieren und es andeuten, dass sie das mag. Erst dann kann sie sich wirklich entscheiden, ob sie eine D/s-Bindung ohne Bondage akzeptieren mag.

Wenn die Sub sich in der Annäherung soweit zurück nimmt, dass sie dies nicht preisgeben mag, weil sie sich ganz auf die Wünsche des dominanten Partners einlassen will, dann ist das auch okay. Sie muss sich dann nur hüten es viel später so zu erwähnen, weil „Das ist doch normal. Können Sie keine Gedanken lesen?“. Das führt zu Frust und Unlust.

Persönlich frage ich danach, was im Kopf der Sub so vorgeht. Wenn da nichts kommt, dann ist das immer ein wenig seltsam. Jede Sub, die sich anschickt sich an einen Dom zu binden, hat Kopfkino im Kopf. Jede. Ausnahmslos. Mein Rat: Raus damit! Und das auch ungefragt. Schließlich gibt es in der Annäherung kein Dom und Sub, sondern nur Menschen.

Das hat übrigens nichts mit dem Abarbeiten von Listen zu tun. Nur weil eine Sub Phantasien äußert, heißt das ja nicht, dass diese auch umgesetzt werden.


Es mag eventuell komisch klingen, aber ich bin da gar nicht so kompliziert. Auch wenn ich streng sein kann, bin ich immer noch Mensch und ich schätze mein Gegenüber als gleichwertigen Menschen. Immer. Auch bei Demütigung. Ohne Ausnahme.

In meinem Joyclub-Profil steht, dass ich Subs bitte, mich zu siezen. Da steht nur was von einer Bitte. Da ist kein Zwang bei. In der Annäherung jedoch bestehe ich darauf. Weil es mir eine Grundeinstellung zeigt. Zugegeben, es macht mich auch an. Aber es signalisiert Ernsthaftigkeit. Und das ist mir extrem wichtig.

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