#TheTrainingOfO – Wie geht das mit dem Vertrauen?

Ist ja nun alles leichter gesagt als getan. Das mit diesem Vertrauen. Also auch grundsätzlich betrachtet. Ich bin diesbezüglich mal durch das WWW gestreift, um mir mal Meinungen einzuholen. Dabei übernehme ich keine Verantwortung, ob die verlinkten Websites auch wirklich lesbar sind im Sinne des Design 😉


http://www.bdsm-net.org/lordofpain/Home/Uber_S_M/Unterwerfung/Vertrauen/vertrauen.html

In wahrer Unterwerfung überträgt die Sub dem Top die volle Verantwortung für sie und begibt sich vollständig in seine Hände, ohne absolutes Vertrauen wäre dies niemals möglich!

Wenn die Sub sich wirklich fallen und in ihren Gefühlen treiben lassen soll, muß sie immer darauf vertrauen können, daß ihr Herr zu jederzeit weiß, was in ihr vorgeht und wo ihre Grenzen sind.


http://www.in-den-schattenwelten.de/2009/03/01/vom-vertrauen-im-bdsm/

Etwa, wenn sich zwei Menschen treffen, die sich nur aus ein paar E-Mails kennen, und nun “ohne lange Vorlaufzeit” eine Session miteinander wagen. Was Sub hier fühlt, ist nicht “Vertrauen”, sondern Hoffnung und Erlebnisgeilheit – zusammen mit der Spekulation, unter SMlern auch nicht mit größerer Wahrscheinlichkeit auf einen Psychopathen zu treffen als bei einem normalen Date. Letzteres könnte man ja noch zur Wortbedeutung von “Vertrauen” rechnen, doch wird hier nicht wirklich dem noch unbekannten Partner vertraut, sondern der allgemeinen Lebenserfahrung.


http://dom-darkness.lounge-dominanz.com/13-2/bdsm-vertrauen/

Das Vertrauen zählt für den devoten Part genauso wie für den Dominanten Part.

Man lernt sich kennen und es entsteht eine Beziehung.

Erst Schreiben dann Telefonieren

Dann kommt der Tag an dem man sich real sieht

Jetzt entscheidet es sich, ob der Gegenüber gelogen hat oder nicht.

Weitere Entscheidungen stehen an:

Stimmt das eigene Gefühl?

Stimmt die Chemie zwischen den Parts?

Stimmt was der andere Part ihm über sich erzählt hat?

Und das muss man in Bruchteilen von Sekunden entscheiden.


http://www.wunderweib.de/ein-dom-berichtet-bdsm-ist-wie-ein-tanz-4597.html

Ich führe kein Buch und ich hatte wohl mehr als die bundesdeutschen sieben Sexualpartner. BDSM ist aber etwas, das mit Vertrauen immer besser wird und daher hatte ich fast immer längere Partnerschaften oder Affären . Also Dom-Sub Beziehungen hatte ich wohl so um die fünfzehn, maximal zwanzig.


Das waren nun aus der Google-Suche ein paar URLs, die mir gleich zu Beginn aufgefallen sind. Hier wird auf das Wort Vertrauen im Zusammenhang mit BDSM referenziert. Und es sind noch viele viele weitere Seiten, wo man mehr oder weniger gut erklärt nachlesen kann, was dieses Vertrauen tatsächlich bedeuten mag.

Jeder Verfasser verfolgt eigene Werte und Bilder und diese stammen eindeutig aus seiner ureigenen Erfahrung. Letztlich sind es aber nur Worte und Bilder. Sie vermitteln kein Gefühl des Vertrauens. Und das macht es schon ein wenig schwierig Vertrauen greifbar zu machen. Denn selbst wenn man durch das Lesen und Informieren über den Begriff Vertrauen ein Gefühl entwickelt hat und dieses einem potentiellen Partner bereit ist zu schenken, kommt dann am Ende nicht auch die Idee auf, dass es „Das richtige Gefühl“ ™ ist?

Ich maße mir nicht an zu definieren was Vertrauen ist und wo es herkommt oder wie man es findet. Was jedoch zunächst vorhanden sein muss ist Mut. Eine Aspirantin kann noch so häufig mit einem Dom hin- und hergeschrieben haben, telefoniert, geskypet oder sonstwie in Kontakt getreten sein. Das Gefühl welches einsetzt, wenn eine Sub erstmals zum Dom geht ist für mich nicht mehr als Mut – und auch ein wenig Erfahrungsgeilheit. Es ist nichts Schlimmes daran, wenn man geil auf das zu Erlebende reagiert und man nun den Mut hat es auch auszuprobieren. Wenn es hier eine Art Vertrauen gibt, dann ist dies eher Selbstvertrauen und nicht das Vertrauen in das Gegenüber.

Denn ohne Mut und Selbstvertrauen würde das Treffen niemals stattfinden. Soviel dann auch zum Thema „Schwache Sub“. Das ist nämlich völliger Nonsens. Ohne den Mut der Sub am Beginn einer Bindung, kann es später auch kein Vertrauen in den Dom geben (und natürlich auch kein Vertrauen in die Sub). Vertrauen muss wachsen und gedeihen. Sie kommt auf leisen Pfoten daher und manifestiert sich durch das Verhalten des dominanten Partners.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.