Der erste Kontakt …

„… nicht zu denken. daran ist wohl nicht zu denken …“ ~~ Falbalus ~~

Eine rein fiktive Situation für mich. Für manche(n) jedoch unmittelbar bevorstehend. Das wäre der passende viel zu lange Untertitel.


Du hast Dir nun also wochen-, wenn nicht sogar monatelang Gedanken gemacht über das Wie und Was und das Warum und Wieso. Nun ist es endlich soweit. Nach allem Schreiben, Telefonieren, Sinnieren, Auffordern, Verwerfen, Zustimmen, Ablehnen ist er nun da: Der erste physikalische Kontakt.

Du hast Dich entschieden. Dein Bauch sagt Dir: „Ich will!“. Dein Kopf vervollständigt: „… flüchten!“

So ist das wohl, wenn man sich (ob männlich oder weiblich) anschickt jemanden zu treffen (ob männlich oder weiblich), dem/der man sich sexuell unterwerfen möchte. Es hat Dich gepackt. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren. Engelchen und Teufelchen auf Deinen Schultern zeigen beide „Daumen hoch!“. Deine Libido unterstreicht dies mit besonderen Zuständen unterhalb Deiner Gürtellinie. Du hast viel gelesen. Dich schlau gemacht. Du bist bereit.

Auf dem Weg malst Du Dir alle möglichen und unmöglichen Szenarien aus. Vor allem die unmöglichen Szenarien packen Dich. Ob er wirklich so geschmeidig ist, wie er sich bisher anfühlte. Ob er in Wahrheit nicht einfach übergriffig wird? Ob er Dich nicht einfach nur als Gelegenheit schnellster Kopulation nutzt? Deine Submissivität gelinde gesagt einfach für sich ausnutzt? Ob er Dinge tut, die Du nicht willst? Ob er Dinge macht, über welche nie gesprochen wurde? Oder. Oder. Oder.

Zwischen „Wir treffen uns doch nur zum Kaffee!“ und „Was, wenn ich ihm/ihr einfach erliege?“ oder „Ich will wieder heim!“ und „Fick mich einfach!“ liegen Phantastialiarden an Gedanken. Und Du bist Dir bewusst, dass Dir niemand diese Gedanken nehmen kann.

Aber beim Druck auf den Klingelknopf weißt Du, dass diese Gedanken wichtig und richtig sind. Denn sie sind Dein Schutzschild. Dein innerer Reichsparteitag. Deine eigene Burg. Festung. Du weißt, dass Du Dein eigener Fels für Deine eigene Brandung sein musst. Erst dann, kann er/sie Dein Fels werden.

Du schaffst das.

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