Die „O“: Eine Gedankenreise ins reale Leben.

Inspiriert von der wunderbaren @Crimson_Silk (https://twitter.com/Crimson_Silk) durch ihren Tweet (https://twitter.com/Crimson_Silk/status/847349527950499840) in Verbindung mit „Die Geschichte der jO“ (https://www.amazon.de/Geschichte-jO-Johanna-Koltai-ebook/dp/B01B6PZ9NA/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1457528052&sr=8-1&keywords=geschichte+der+jo) von @sklavin_johanna (https://twitter.com/sklavin_johanna) lade ich Euch ein, mal eine ernsthafte Gedankenreise zu machen.


Ich habe sicherlich schon viel dazu geschrieben, was ich meine denken zu dürfen, was eine gute Sub/Sklavin/“O“ zu sein, tun oder lassen hat.
Sicherlich ist nicht unbekannt, dass meine ureigene Definition der Submissivität zwischen Sub und Sklavin unterscheidet und die „O“ weit darüber hinaus eine Verbindung beider Formen darstellt.

Mit dieser These stehe ich in ständigem Diskurs mit mir selbst. Was andere Herrschaften davon halten oder wie diese das sehen ist für mich ebenfalls interessant zu wissen, und in Nuancen nehme ich Dinge, die ich neu lernen kann auch in meine Definition mit auf. Aber eben nur in Nuancen. Auf der anderen Seite sind es auch die Damen im #CircleOfFalbalus, die mich unbewusst und ständig darüber nachdenken lassen. 
Dennoch: Mein Bild der „O“ ist ein gefestigtes, wenig dynamisches Bild. Weil ich halt in dieser Denke angekommen bin. Was mich heute beschäftigt ist, wie es möglich sein kann, neben den Dingen im realen Leben (Hausfrau, Ehefrau, Mutter, Tochter, Schwester, Tante, Selbstständige, Angestellte, …) eben auch die willenlose Geliebte zu sein … und zu bleiben. Los geht’s.


 

„Die Hauptzeit verbringe ich damit mein Leben zu organisieren, da bin ich halt nicht immer ’sexuell‘ drauf.“

Ich möchte Dich nicht bedrängen. Darauf nehme ich Rücksicht. Aber es ist mir persönlich egal, ob Du ’sexuell‘ drauf bist. Ich schicke Dir eine Nachricht per „WhatsApp“ und es ist immer möglich innerhalb einer definierten Zeit darauf zu reagieren. Ich will Dich nackt sehen, also suche Dir die nächste Möglichkeit. Eine Toilette ist immer in der Nähe, die Du hinter Dir abschließen kannst. Immer. Ohne Ausnahme. Rund um die Uhr. Und selbst, wenn diese noch so dreckig sein mag. Der Vorgang als solcher dauert keine zwei Minuten, also los. Mache mich glücklich.

Ich lasse das mal so stehen und komme später darauf zurück.

Womit Frauen die meisten Probleme haben ist, jemanden zu erlauben so tief in ihr Leben eingreifen zu können. Obwohl ein Nacktselfie jetzt echt nicht brutal ist. Da steht ja nichts von „Suche Dir einen Schwanz und schicke mir ein Foto, wie Du ihn bläst“, richtig? Alleine, dass so eine „WhatsApp“ kommen könnte zu einem Zeitpunkt, wo es gerade nicht so passt. Du musst es Dir gedanklich so bequem machen, dass sowas zu jederzeit passieren kann und dass Du bereit dafür bist. Dass Du Dich darauf freust, wenn sowas passiert. Auch wenn es nicht passt. Weil Dein Herr jetzt in diesem Augenblick intensiv an Dich denkt. Ist das nicht toll?

Es geht um eine Umkehr der Gedankenwelt, dass egal, was und wann es kommt, ich mache ihn glücklich und er ist stolz auf mich, wenn ich Dinge mache, auch wenn diese unbequem sind. Dazu darf der werte Leser gerne „M“ (https://twitter.com/discret_servant) befragen. Sie ist Mutter und alleinerziehend. Keine „O“, aber gegen den Frust, den einige Aufgaben so erzeugen, arbeitet sie mit dem Willen, mich glücklich zu sehen. Und dann bin auch ich bereit die Zügel in bestimmten Lebenssituationen völlig locker zu lassen, weil das reale Leben halt wichtiger ist als der Kink. Hierzu kann und darf Tara (https://twitter.com/Tarasropes) gerne Zeugnis abgeben. Sie ist als Studentin prinzipiell völlig frei und unabhängig und tendenziell ist das die beste Grundlage für eine „O“, diese nach Lust und Laune zu beschäftigen. Wenn ich Tara wiedersehe, werde ich sie aber fast zwei Monate nicht gesehen haben. Und das #AusGruenden und zwar sehr nachvollziehbaren und guten.

„O“ sein ist ein Mindset und kein „Kink“, den man ein- und ausschalten kann. Das gilt für die Sub und die Sklavin ebenso, nur haben die es wesentlich einfacher. Sie können das reale Leben „vorziehen“ und „aussteigen“. Da habe ich keine Probleme mit. Deswegen ist das „Training of O“ bei mir kein Ding, was von Beginn an startet, weil es realisitisch betrachtet einfach nicht geht. Der Herr einer „O“-Novizin muss sie meiner Meinung nach erstmal als Sub oder Sklavin führen, um zu spüren, ob „O“ mit ihr möglich ist oder nicht. Sonst würde er die Dame überfordern. Und wohl auch sich selber, es würde zu mehr Frust als Lust führen.

Und, der werte Leser darf mir das gerne glauben und bei meiner Frau Hirnventrikel (https://twitter.com/Hirnventrikel) nachfragen: Würde eine Frau zu mir kommen und meine „O“ sein wollen, gleich zu Beginn vom Fleck weg, dann würde sie erstmal von der Senior-Sub des #CircleOfFalbalus mit Terminen zugeschüttet werden ohne irgendwelche Rücksicht auf persönliche Befindlichkeiten. Nur um zu demonstrieren, dass das so einfach nicht funktioniert.

(Update 31.03.2017: Die Frau hat Kopfkino.)

Eine „O“ bringt ihr Leben so in Ordnung, dass sie auch „O“ sein kann. Weil sie es will. Nicht weil es von ihr gefordert wird. Ich rate dringend davon ab. Die Senior-Sub kann da recht dominant unterwegs sein.


„Was bedeutet das mit dem ‚Leben in Ordnung bringen‘?“

Du musst Dein Leben nicht wirklich umorganisieren. Deine familiären Verpflichtungen haben immer und ausnahmslos Vorrang. Ich habe sowas ja auch (Oh, Wunder). Wenn Du jedoch einen Termin platzen lässt, und wenn noch so nachvollziehbar, dann muss Dir bewusst sein, dass Dein Herr sich das notiert und entsprechend reagieren wird. Eine „O“ muss nicht fair behandelt werden. Sie hat kein Recht darauf. Demütigung gehört zur Demut einfach dazu. Ist im Preis enthalten. Ganz einfach. Deswegen muss du Dir darüber im Klaren sein, dass die Wünsche der Herrschaft immer Vorrang haben (Ausnahme siehe oben), aber Du im Zweifelsfall eben nicht an der Jahreshauptversammlung des Karnickelzüchtervereines teilnimmst, wenn Dein Herr Dich züchtigen will. Es geht um Prioritäten. Und Du musst Deine Herrschaft zu Deiner Priorität machen. Nichts anderes ist mehr wichtig.

„Aber ich habe doch auch ein soziales Leben so?“

Wenn Du auf den 50. Geburtstag Deiner Besten Freundin eingeladen bist, dann wird die Herrschaft Dich sicher nicht belästigen. Absprachen sind notwendig. Rechtzeitige. Dennoch kann es passieren, dass die Herrschaft Dir vielleicht aufdrückt, dass Du Dir dort einen Mann aufgabelst, den Du zu verführen hast. Und als „O“ wirst Du das machen. Verlasse Dich auf subtile Dinge, die Dich immer mit Deiner Herrschaft in Verbindung bringen werden.

„OMG … ich kann doch nicht einfach …!“

Echt? Du bist doch im realen Leben frei und unabhängig. Wer weiß denn schon (vor allem irgendein Mann!), dass Du meine „O“ bist und das für mich machst? Würde Deine Beste Freundin sich nicht auch irgendwie für Dich freuen, wenn Du ansonsten „keinen“ Partner hast, dass es mal schnackelt? Und außerdem, wo habe ich Dir gesagt, dass Du es nicht auch subtil angehen kannst? Versteckt? Schneller Blowjob irgendwo reicht doch völlig aus. Leben den Moment. Habe Spaß dabei. Genieße die Wirkung, die Du auf die Männer hast. Du bist doch als „O“ viel wertvoller als jeder Mann, der Dir sein Sperma ins Dekolleté spritzt, während dessen Ehefrau im Nebenraum sich die zweite Haxe vom Buffet holt. Du kannst mit erhobenem Haupt aus der Situation gehen, während „Onkel Heinz“ sich mit seinen Gedanken plagen wird. Das musst Du nicht zu Deinem Problem machen. Als „O“ hast Du die Macht in solchen Situationen. Dieses Bewusstsein ist wichtig, Alles andere ist völlig bedeutungslos.

Und wo habe ich gesagt, dass es „Onkel Heinz“ sein muss und nicht jemand vom Catering-Service, den Du wahrscheinlich niemals wiedersehen wirst? Denke doch einfach bitte mal nach. Du hast es doch in der Hand den Wunsch der Herrschaft nach Deinem Gusto umzusetzen? Oder?

Es geht darum, dass Du Dir bewusst wirst, dass Du ein Werkzeug der Herrschaft bist um deren Kopfkino zu bedienen und Du machst andere zum Werkzeug, damit Du dieses Kopfkino bedienen kannst. Ist es nicht am Ende so, dass es in Deinem Kopf nicht Dein Herr ist, der Dir sein Sperma ins Dekolleté spritzt?


Frauen sind extrem soziale Wesen. Sie sind in aller Regel diejenigen, die die größere Sozialkompetenz haben um Familie und Freunde zusammen zu halten. Deswegen denken sie in aller Regel immer in alle Richtungen. Ausgleichend, Beruhigend, Beschwichtigend. Ein böser Herr würde nun hingehen und Dich sozial vereinsamen lassen und Dir ständig in die Quere kommen und am Ende haben Dich alle verlassen. Und nachdem der Herr seine Psychospielchen mit Dir durchgespielt hat, lässt er Dich auch fallen und geht zur nächsten weiter. Aus diesem Grund muss eine Sub oder Sklavin sich selber extrem gut prüfen, ob sie bereit ist dieses Risiko einzugehen, offiziell eine „O“ werden zu wollen / sein zu wollen. Als soziales Wesen weiß eine Frau jedoch, ob ein Mann ihr gut tut oder nicht. Sollte sie zumindest.

Und auch auf der anderen Seite der Leine (also bei mir) wird extrem abgeprüft, ob ich für jene Frau eine gute Führung sein kann oder nicht. Darüber rede ich auch mit meiner Frau, das mache ich nicht mit mir alleine aus. Das ich eine „O“ führen möchte und kann das weiß ich, aber ich weiß auch, dass ich nicht jede Frau führen kann und nicht jede ausgebildete „O“ würde meinen Stil als Herr akzeptieren und meine „O“ sein wollen / können.


„Hmmm … ich bin nachdenklich.“

Ich bitte darum. Denn eine „O“ sein wollen ist eine Noch-Mehr-Veränderung in Deinem Leben, als einfach mal einen „Abend der O“ irgendwo zu besuchen. Wobei ich mich dennoch auch vor jenen Damen verneige, die auf diese Art und Weise sich der „O“ nähern, weil es im sonstigem Leben einfach nicht geht. Es gibt hunderte valide Gründe, die „O“ in sich nur zu bestimmten Zeiten raus zu lassen. Niemand wird gezwungen. Wer jedoch Interesse daran hat eine „O“ zu führen, für den wird dies am Ende des Tages zu wenig sein? Manche Herren, so bilde ich mir das ein, denken einfach nur an eine Sexklavin und behandeln diese ohne jeden Respekt. Persönlich denke ich da aber eher an eine respektvolle Respektlosigkeit.

Ein Herr muss sich darüber im klaren sein, dass eine „O“ noch viel mehr als andere Subs oder Sklavinnen den Kontakt braucht und ohne diesen verkümmert. „Die Geschichte der jO“ ist da wirklich ein gutes Einstiegswerk, wie man von Roissy damals nach Berlin heute kommt. Und ich kann jeder Frau, die mit dem Gedanken spielt, ob diese Lebensweise etwas für sie ist, nur dringend empfehlen beide Werke zu lesen. Roissy ist für mich mehr Romantik, Berlin die harte Realität. Die Autorin beschreibt autobiographisch, um was es in modernen Zeiten gehen kann und gibt sehr viel von emotionales Gedankengut weiter. Um wie Johanna sein zu können, muss man jedoch extrem jung, wild und frei sein. Keine Bindungen, Kinder, Familien oder sowas. Das geht nicht für die Mütter, Ehefrauen, Töchter und Schwestern. Aber Teilaspekte sind machbar.

Nur … bist Du wirklich bereit dazu? Würdest Du Dich nun nackt vor Deine Kamera stellen und einem fremden Mann per „WhatsApp“ einfach mal ein Bild schicken?
Im Blog auf der Einstiegsseite ist meine Handynummer. Das könnte eine Aufgabe für eine „O“ sein.

Danke fürs Lesen.

Master Falbalus

5 thoughts on “Die „O“: Eine Gedankenreise ins reale Leben.”

  1. Aus dieser Sicht habe ich es noch nicht gesehen. Eine O zu „besitzen“ ist auch für den Herrn eine immense Verantwortung. Wenn sich eine Frau dazu entschließt, läßt sie sich steuern und das kann bei einem schlechten Herrn böse für sie enden. Auch eine O hat Rechte, die man berücksichtigen soll, denn den Schaden den man anrichten kann, damit muß man dann auch leben. Danke für deine Denkweise

    1. Danke für Deinen Kommentar.

      Tatsächlich ist „O“ im Endergebnis mehr als „Sub/Sklavin plus ‚O‘ in Teilzeit“. Und das Mehr für die Frau bedeutet auch Mehr für die Herrschaft.

      Wobei auch die moderne „O“ keine Rechte hat. Außer das Recht zu gehen. Deswegen sollte die Herrschaft eine „O“ stets mit respektvoller Respektlosigkeit behandeln und ihr Rechte einräumen.

      Wobei einer „O“ immer klar sein wird, dass die Herrschaft ihr jederzeit und ohne Angabe von Gründen diese Rechte entziehen darf.

  2. Die Abhundlung ist stark.Der Satz „Das Wertvolle der Sub und das Wertlose der Sklavin verbindet sich in der „O“ „. trifft hundertprozentig zu. Aber auch die Herrschaft muß sich ständig zu seiner „O“ bekennen und ihr Befinden, sowohl physisch als auch psysisch, erkunden, denn sie gibt sich der Herrschaft letztendlich völlig hin. Der Dom ist ihr Fels in der Brandung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.