Fesseln … Lust … Magie

Er: Wir treffen uns am gewohnten Ort. Zur vereinbarten Zeit.
Sie: Ja, mein Herr.
Er: Was sollst Du tun?
Sie: Ich werde ein Seil kaufen. Lang genug. Vielleicht 4 Meter.
Er: Bist Du bereit dazu?
Sie: Ja, mein Herr.
Er: Dann geh‘.

Nicht, dass sie kleinere Aufgaben nicht gewohnt war. Es war nicht schwierig sein Augendings zu befriedigen. Ein Nippel hier, eine Vulva dort. Er mochte sanfte Aufmerksamkeiten und keine, wie er immer betonte, aufgeplatzten Igel. Sie war fasziniert davon, dass er sie zwar sehen wollte, aber nicht erniedrigend. Er forderte Intelligenz ein. Sich Gedanken machen. Da reichte auch schon einfach, wenn sie ablichtete, wie ihre langen Haare sanft ihren Hals umschmiegten oder ihrem geliebten Analplug einen Kuss gab.

Sie fühlte sich liebevoll bedrängt.

Doch nun ging eine neue Türe auf. Lange hatten sie darüber gesprochen, ob Bondage etwas wäre. Am Ende hatte er gar keine Erfahrung damit und er war eher derjenige, welcher mit ein paar Stahlfesseln zur Ordnung rief. Doch sein Wunsch ein kleines Seil zu kaufen, um damit zu experimientieren, war … akzeptabel. Er untertrieb seine Lust immer so nett. Wusste sie, dass alleine, wenn sie ihm ein Foto von dem Seil schicken würde … na ja, er würde davon nicht gleich ejakulieren. Aber es würde ihm gefallen und damit auch ihr.

Also stiefelte sie los in den nächsten Baumarkt. Ein wenig unruhig, weil was wäre, wenn jemand fragen würde, wofür man „nur vier Meter“ brauchen würde? Wahrscheinlich wäre die Wahrheit die einfachste Variante: „Mein Mann will mich heute fesseln und dann vernaschen.“
Doch der Einkauf eines Seiles in ihrer Lieblingsfarbe Blau war dann doch kein Problem. Sie wickelte die abgeschnittenen vier Meter testweise in Doppelreihe um ihr Handgelenk und zog ein wenig daran. Ungeübt wie sie war, zeigte sich natürlich ein dezenter Abrieb. Eine blasse rosa Strieme. Sie lächelte.

Besser noch: Sie grinste den ganzen Weg nach Hause in sich hinein, konnte sie sich ein wenig mit dem Seil anfreunden, während er auf diesen Moment warten musste.

Er kam an diesem Tag von einer Dienstreise heim, mit Sicherheit ziemlich platt, aber für ihn stand immer fest, dass Müdigkeit kein Grund sei keinen Sex mit seiner Frau zu haben. Sie mochte das. Denn auch, wenn sie selber müde und abgeschlafft war, so hinderte er sie immer sehr erfüllend am Einschlafen. Damit beide anschließend so richtig müde sind und man gemeinsam einschlafen konnte.

Zuhause angekommen legte sie das Seil erstmal auf das Bett und schaute es sich eine ganze Weile an. Sie ging ins Bad, wusch sich, rasierte sich frisch und zog sich für ihn an. Obwohl anziehen konnte man das wirklich nicht nennen. Halterlose, blickdichte, schwarze Strümpfe und diese vermaledeit hohen High Heels, dazu ihr ledernes Halsband mit Nieten und am O-Ring ein Schloss. Sie genoss es sehr sich für ihn herzurichten. Seine kleine, verspielte, willige, bereite Hure.

Er: Ich bin in 15 Minuten bei Dir. Ist alles bereit?
Sie; Ja, mein Herr.

Sie legte sich das Seil um den linken Knöchel, zog es leicht an, drückte auf den Auslöser und verschickte es an ihn. Sie stellte das Handy auf lautlos, nahm ihre Augenbinde und legte sie an.

Und spürte der Magie vor, die diese Nacht beherrschen würde.

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