Dominanter Wifesharer vs Cuckold vs Stag

Wieder was gelernt.

In der Reihe „Man lernt nie aus“, bin ich per Zufall auf einen Begriff „Stag“ gestoßen. Wofür „Stag“ als solches steht, habe ich noch nicht herausgefunden, jedoch wird es in einem Blog wie folgt erwähnt:

The term Stag cuckold differs from the usual use of the term cuckold. According to Sage Vivant, author of the book ‚Your Erotic Personality‘, Stag cuckolds are typically heterosexual men who get off on the idea of their wives or girlfriends being with other men but do not really fit the historical term cuckold. (http://hotwivesandgames.tumblr.com/).

Prinzipiell ist es ganz einfach:

Ein dominanter Wifesharer wählt die Sexpartner seiner Frau aus (mehr oder weniger ohne Mitsprache der Frau), während ein Cuckold damit leben muss, dass seine Frau sich selbst andere Sexpartner wählt (und mit ihm vielleicht gar keinen Sex mehr hat).

Der „Stag“ist weder noch.
Er ist sich einfach nur bewusst, dass er eine Frau an seiner Seite hat, mit der andere Männer gerne Sex hätten und dass es nur natürlich ist, wenn die Frau an seiner Seite für das eigene Selbstbewusstsein dem auch nachgeht und mit anderen Männern Sex hat.
Sie tut dies jedoch nie ohne ihren Mann daran zu beteiligen. Sie trifft diese Männer per Zufall und wird ihren Mann um Erlaubnis bitten ein Extra-Date zu Dritt auszumachen oder jetzt sofort ohne den Mann mitzugehen. Der „Stag“ hat grundsätzlich das Veto, da er jedoch ein Voyeur ist, wird er wohl kaum absagen.
Nur eigene Termine werden ihn daran hindern, dem Schauspiel beizuwohnen. Er ist ein Voyeur und schaut halt gerne „nur“ zu und fühlt sich durch das Verhalten seiner Frau nicht im mindestens erniedrigt oder gedemütigt.

Tatsächlich ist der „Bull“ in diesem Spiel eine Schachfigur (siehe Beitragsbild), dem klar ist, dass er zwar mit der Frau Sex haben kann, aber eben nur, weil Frau und Mann das so vereinbart haben. Er muss die Regeln des Paares akzeptieren, ansonsten käme er nicht zum Zuge. Er hat keinerlei Dominanz gegenüber dem Paar.

Stag und Hotwife funktionieren auf einer absolut gemeinschaftlichen Ebene, ohne jedwedes Herrschaftsgefälle. Akte der „Erniedrigung“ des Mannes gehören zwar zum Spiel, beispielsweise, wenn die Frau sauer auf den Mann ist und sie ihn deutlich auffordert einen „Bull“ anzurufen, der es ihr jetzt besorgt. Letztlich, und so verstehe ich das, ist dies jedoch nur eine ganz besondere Form des Versöhnungssex.

Gibt es eigentlich auch weibliche Stags?

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