Regelwerke 3.0 – Für jede(n) das Gleiche?

Ich will es mal so zusammenfassen.

Üblicherweise hat ein Dom ein Bild von einer Sub im Kopf.
Diese soll im Idealfall so und so aussehen und dies und das machen.

Tatsächlich unterscheidet die Suche nach der „richtigen“ ™ Sub sich nicht wirklich von der üblichen Partnersuche. Mit der Ausnahme eben, dass der Dom dort sucht, wo er Subs finden kann, mit ihnen ins Gespräch kommt und dann Angebote andeutet in der Hoffnung, dass die Sub interessiert ist.

Oh … tja, das ist auch auch wie bei der üblichen Partnersuche. Haken dran.

Nehmen wir nun an, dass eine Sub interessiert ist und der Dom beginnt sich ihrer anzunehmen. An einem bestimmten Zeitpunkt kommen dann Regeln ins Spiel. Die generelle Frage nach dem „Warum eigentlich Regeln?“ stellen wir einfach mal nicht.

Ich denke, dass es keine gute Idee ist jeder Sub die gleichen Regeln aufzuzwingen. Lassen wir die Frage nach realistischen Möglichkeiten einfach mal weg, so sollte ein kluger Dom wissen, dass nicht nur er ein Bild von einer Sub im Kopf hat. Auch die Sub selber sieht sich auf eine gewisse Art und Weise. Möchte der Dom also ein devotes Bückstück, so muss das Kopfkino der Sub ebenfalls in diese Richtung laufen und sie sollte von der Fremdnutzung zumindest phantasieren.

Ein Dom wird es schwer haben eine langfristige Bindung zu einer Sub aufzubauen, wenn er nicht in der Lage ist, ihre Wünsche anzuerkennen, wenn sie eben „nur“ seine persönliche Hure sein möchte, jede Perversität von ihrem Dom erduldet, aber eben nicht in der Öffentlichkeit eines Pornokinos „hinhalten“ will.

Auf der anderen Seite ist der Sub durch Kommunikation klar, dass diese Aufgabe eine wichtige Sache für ihren Dom ist, also wird sie sich überlegen, ob es nicht Sinn machen würde ihm zu liebe zumindest ab und an sich Fremden hinzugeben. Ich betone ausdrücklich das „ihm zuliebe“, denn nur so kann eine Sub eventuell in der Lage sein Symphatie für etwas aufzubauen, was sie eigentlich nicht machen möchte. Sie sollte ihre Grenzen also nicht zu eng setzen, oder sich zumindest Zeit verschaffen sich an den Gedanken zu gewöhnen.

Für mich persönlich ist diese öffentliche Angelegenheit sehr tief in mir verwurzelt. Irgendwann möchte ich eine Sub öffentlich bespielen und anderen Männern sexuell zu Verfügung stellen. Mein Voyeurismus ist diesbezüglich ein absoluter Treiber, meine Sub als Akteurin eines Pornofilmes zu sehen, dessen Regie ich innehabe.

Die erste Regel eines Regelwerkes ist eher für den Dom gemacht: „Egal wohin Du Deine Sub bringen willst, bringe ausreichend Geduld mit. Mache der Sub klar, wohin die Reise geht, aber überfordere sie nicht. Vor allem dann nicht, wenn sie eine Anfängerin ist.“

Erst danach kann er Regeln für die Sub aufstellen und die erste ist: „Vertraue Deinem Dom Deine Gedanken und Gefühle ausnahmslos an und belüge ihn nicht. Nur dann kann auch er Vertrauen zu Dir aufbauen und Dich so anleiten, dass Du Dich ihm wirklich hingeben kannst.“

Und dann kommen all die anderen Dinge, wie „Du bist nackt, wenn Du bei mir bist.“ – „Du masturbierst nur mit meiner Erlaubnis und dies auch nur Sonntags, wenn es der 01.05. ist.“ – „Du schickst mir jeden Morgen ein Aktfoto von Dir in demütiger Haltung“ – „Oder Oder Oder.“

Doch auch bei diesen Hausregeln muss ein Dom darauf achten, dass diese Regeln auch zur Sub passen. Sie sollen schon eine Sache sein, die sie fordern. Wenn Deine Sub ein #Instagirl ist und sich eh schon halbnackt im Internet präsentiert, dann werden Aktbilder für den Dom nicht wirklich eine spannende Aufgabe für die Sub sein. Beschäftige Dich ein wenig mit ihren Ängsten und Befürchtungen und logge Dich dort sanft, ich betone sanft, ein.

Eventuell ist Deine Sub nur selbstsicher in Aktfotos innerhalb der eigenen vier Wände. Dann fordere sie auf im Treppenhaus zu fotografieren. Und gebe ihr die Möglichkeit sich der Aufgabe schrittweise zu nähern. Am Ende soll sich die Sub nicht fürchten diese Dinge zu tun, sondern die Angst vor der Aufgabe soll einem guten Gefühl weichen. Nämlich es für Dich zu tun (und für sich wegen dem Schatten der übersprungen wurde). Mache ihr klar, dass Du sie fordern, aber auch fördern möchtest. Sie soll selbstbewusster werden und nicht unsicherer.

Meiner Meinung nach sollten die Regeln dazu führen, dass die Sub Dinge lustvoll tut, um damit den Dom zu befriedigen und damit auch sich. Wenn sie also nicht richtig weiß, wie man einen Schwanz bläst, dann bringe ihr ohne Druck bei, wie sie Dich mit dem Mund zum Höhepunkt bringt. Mache sie spielerisch … auch mit Regeln … zur Expertin in Sachen „Wie befriedige ich meinen Dom richtig!“ und zwar deutlich bevor sie andere für Dich befriedigen soll. Denn sonst wird der erste Besuch eines GloryHoles keine gute Sache für Deine Sub. Schließlich will sie ja dann für Dich andere Schwänze blasen und kommen lassen. Wenn sie dabei jedoch unsicher ist, weil Du ihr nicht beigebracht hast, wie das geht … dann hast Du als Dom versagt und kannst das Deiner Sub nicht zum Vorwurf machen. Und am Ende frustet es aber auch die Sub, weil sie vielleicht wirklich Gefallen an Blowjobs an öffentlichen Orten findet, aber dann … keiner kommt 😉 (Hust!)

Wenn Du also möchtest, dass eine Sub Kondome mit dem Mund überzieht, dann biete ihr auch eine Möglichkeit jenseits eines Dildos an. Zum Beispiel erstmal Deinen eigenen Penis. Engagiere Dich gemeinsam mit ihr für die gute Sache.

Und wenn ich schon mal durcheinander schreibe, dann noch folgender Hinweis: Wenn Du Deine Regeln aufstellst, dann beachte dabei, dass nicht jede Sub für jede Regel gleich geeignet ist. Wenn alle gleiche Regeln haben sollen, dann sei milde mit denen, die es nur versuchen, aber nicht wirklich hinbekommen und lobe die, die es sehr gut können. Es ist jedoch wert schätzender, wenn jede Sub eigene Regeln zu befolgen hat und sie so nicht gegeneinander um Deine Gunst konkurrieren müssen.

Es kommt auf die Sub an und auf Dein Gespür, welche Regeln sie mit Leichtigkeit erfüllen wird und welche nicht. Lege dann die Regeln so an, dass vielleicht 10 Hausregeln existieren, von welchen sieben leicht zu machen sind und drei weniger. Im Laufe der Zeit kannst Du die Quote ändern und Du wirst sehen, dass bereits nach ein paar Monaten vieles von den bösen drei Regeln am Anfang als Pipifax angesehen werden. Sorge für Erfolgserlebnisse und … revisioniere die Regeln regelmäßig.

Deine Sub wird es Dir danken.

Glaube mir.

 

ps // ohne Rechtschreibprüfung online gestellt.

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