Der erste Kontakt und weiter geht’s …

Zufälle gibt es, die gibt es einfach nicht.

So war ich eingeladen auf eine Art Vorstellungsgespräch, um meine möglichen Vorzüge der zurückhaltenden Dominanz als Tantramasseur für Damen anzupreisen. So wie ich im Vorgespräch mit Andrea erfuhr, existiere durchaus eine Nachfrage diesbezüglich.

Bis dato seien es vermehrt die Freunde der dort arbeitenden Masseurinnen gewesen, die aushalfen. Nur leider fehlte vielen von ihnen ein Stück weit die nötige Distanz trotz eigener Erregung sich ganz dem hinzugeben, wofür die Damen bezahlten: Aufmerksamkeit, Berührung, Zärtlichkeit und nach Möglichkeit mit einer Yoni-Massage den abschließenden Höhepunkt.

Als praktizierender Dom ist es mir sehr wichtig meiner Sub Orgasmen nicht zu verwehren (jedenfalls nicht immer) und da Andrea mir nun schon über ein Jahr auf Twitter folgte, war sie sich sicher, dass ich fest und breit in meinem Leben stehen würde und wahrscheinlich genau in diese Lücke reingehen könnte. Also lud sie mich die Tage in den Tantrasalon ein, damit ich mich auch ihrer Chefin Manuela vorstellen konnte. Zumal ich gegenüber Andrea gestand, dass ich selbst bereits Gast dort gewesen sein, was allerdings mindestens drei Jahre her sei.

Insgesamt verbrachte ich mit den beiden Damen fast vier Stunden im Allerheiligsten, wo noch nie ein Mann zuvor gewesen ist. Im kleinsten Besprechungszimmer der Welt sprachen wir offen über Sexualität, BDSM, offene Beziehungen und Kommunikation zwischen Menschen und ich glaubte mich wirklich gut zu „verkaufen“. Allerdings unter einem ganz anderen Tenor, denn wie Andrea einwarf, sei ich ja der „Mann da aus Twitter“, von dem sie dauernd erzählen würde.

Und Manuela … hatte Interesse. Nicht am Masseur, sondern sie wollte den „Mann da aus Twitter“ kennen lernen, um zu schauen, ob es vielleicht passen würde sich mit ihm zu treffen. Ihre Fragen wurden ziemlich präzise: „Ob man diese harten Gangbangs auch in der Realität haben könne?“ bis hin zu „Kennst Du Master Costello?“. Vor allem, war ihr aber auch wichtig, wie Medulla und ich eine offene Beziehung definieren und ich antwortete brav und anständig auf jede Frage, so gut ich es konnte.

Das Medulla in allem eingeweiht sei, dass eine offene Beziehung nur mit offener Kommunikation stattfinden könne und das sie auch die ein oder andere Dame persönlich kennengelernt habe und sich daraus gute und freundschaftliche Kontakte ergeben haben.

Manuela berichtete mir von ein paar misslungenen Dates, wo zumeist der Mann nicht das hielt, was er vorher versprach und ich sei irgendwie eine Verlockung, da Andrea mich ziemlich gelobhudelt habe.

Ich erzählte ihr natürlich auch vom #CircleOfFalbalus und auch das schien auf ihr Interesse zu stoßen.  Es waren sehr intensive vier Stunden mit sehr viel Kaffee und ich verabschiedete mich von beiden, gab Manuela noch meine Handynummer und rief auf dem Heimweg Medulla an, um ihr zu berichten.

Kurze Rede, langer Sinn: Bereits am nächsten Tag hatte ich eine WhatsApp vorliegen und Manuela meinte, wir hätten ja nun schon das Vorgespräch gehabt und wie spontan ich sei für eine kleine Einführungsrunde. Ich schloss mich mit Medulla kurz und sie gab die Freigabe und war dann doch ein wenig neidisch wegen des von mir ersonnenen Setups:

Du sagst „non verbal“. Das ist grundsätzlich kein Problem für mich.

Ich denke, ich werde meine Spielzeuge sichtbar aus meinem Koffer holen.
Du sollst sehen, was ich dabei habe. Dabei kannst Du, wenn Du magst, aber noch sprechen und nachfragen.

Dann werde ich Dich auffordern, Dich vollständig zu entkleiden und Dir eine Augenbinde geben.
Diese legst Du dann selber an. Dann suche ich eine geeignete Stelle und bringe Dinge zur Anwendung.
Bei einem Erstkontakt lege ich wert auf Kommunikation. Du sollst wissen, was geschieht oder wie häufig ich schlagen werde. Vornehmliche Zielgebiete sind Po, Rücken, Brüste, Nippel, Vagina und Kitzler.

Wenn Du jedoch komplett „non verbal“ möchtest, dann sage ich auch nichts, außer Kommandos, wie Du Dich drehen, legen oder sitzen sollst.

Obwohl Manuela und ich uns im gleichen Film befanden, wurde dann doch nichts aus dem spontanen Date. Was aber auch nicht schlimm war, denn die erste Flamme war nun gesetzt und noch den ganzen nächsten Tag tauschten wir unsere Gedanken aus, um uns noch näher und besser kennen zu lernen.

Am Ende spielte ich „stille Post“ zwischen Manuela und Medulla, es wurden Fotos ausgetauscht und die Damen stellten fest, dass Subs wohl einfach zusammen halten müssen und wir vereinbarten, dass die Damen sich kennen lernen werden, wenn Manuela und ich unser erstes Date hinter uns gebracht hätten.

to be continued ….

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