The Training of O – Eine Illusion?

Kommt man zunächst mit dem Begriff „The Training of O“ in Berührung, dann ist man sicherlich auf die Webseiten der geschätzten Kollegen von http://www.kink.com/ oder genauer http://www.thetrainingofo.com/ gestoßen.

Irgendwie hat man es geschafft im Internet Bilder oder Videos zu finden, die einem ein gewisses Gefühl geben, wie eine „O“ sexuell zu betrachten ist. Und ist davon extremst angetan oder extremst angewidert. Wie in allen Bereichen der Sexualität gibt es Dinge, die man mag und Dinge, die man nicht mag.

Was jedoch beim Betrachten von derlei Material zu beachten ist, dass dieses „The Training of O“ eine Vision ist, die die ursprüngliche Geschichte „The Story of O“ aufgreift und visuell zu Teilen recht extrem, so gar für mich, pervertiert.

Die Pornoindustrie ist eindeutig davon abhängig sich zu entwickeln. Genauso wie jede Industrie lebt sie von Innovationen, damit das Geschäft am Laufen bleibt. Neue visuelle Reize sind erforderlich, um den Massen „Brot und Spiele“ zu liefern. Das ist in vielen Bereichen recht attraktiv, in anderen zum schreiend Davonlaufen.

Ich persönlich bin mit 18 zur Pornografie gekommen, als Konsument, und habe selber in einem Streifen mitgemacht, mit 22. Mein Erfolg war mehr als unterirdisch, also habe ich es gelassen. Ich war einfach nur neugierig, wie das wohl so läuft und ich denke, dass diese kleine Produktionsfirma, die ausschließlich „Private Videos“ drehte zu den eher guten Firmen gehörte. Leider existiert sie heute nicht mehr, weil den Streifen würde ich schon gerne mal wieder sehen.

Wenn sich diese Webseite also unter dem Blickwinkel „The Training of O“ darstellt, sieht sie sich in keinem Fall als Konkurrenzprodukt zu den amerikanischen Kolleginnen und Kollegen. Schließlich produzieren wir keine Pornos, sondern versuchen Aufklärung zum Thema BDSM zu betreiben, damit Interessierte mal ein wenig blättern können. Aus unserem Blickwinkel, weil einen anderen zu vermitteln ist schwierig.

Man hat sich also nun durch unzählige Bilder und Videos gekämpft und gehört nun zu denjenigen, die sagen: „Yes, Sir! Genau mein Ding!“ – Herzlich Willkommen. Man geht dann hin und kauft sich das Buch und liest es zwei oder fünfmal durch und denkt sich immer noch: „Yes, Sir! Genau mein Ding!“ – Herzlich Willkommen.

Tatsächlich ist die „O“ auch heutzutage präsent im BDSM. Es gibt wohl nicht wenige, die diese Form der Submissivität als Königsdisziplin kennzeichnen. Persönlich betrachte ich die „O“ jedoch als eine weitere Disziplin, wenn auch eine besondere.

Wer sich die Filme der Amerikaner anschaut, wird eine Art Setup feststellen. Es gibt ein Vorgespräch, in welchem die Frauen nach sexuellen Vorlieben befragt werden, nach Dingen, die sie bereits gemacht haben oder die noch auf der Liste stehen. Vor allem auch nach Dingen, die sie auf keinen Fall wollen. Danach folgt der eigentliche Dreh und hinterher werden die Damen befragt, was ihnen gefallen hat und was nicht.
In Summe handelt es sich dabei nicht ausschließlich um professionelle Pornodarstellerinnen, sondern auch um das Mädchen aus Iowa, welches in ihrer Submissivität sich beworben hat, für die Erfüllung ihrer Wünsche vor die Kamera zu treten. Natürlich macht sie das auch zu einer Pornodarstellerin, aber die meisten fahren nach diesem Erlebnis wieder zurück und leben normal weiter.
Die Amerikaner sind sehr darauf bedacht, dass die Frauen authentisch sind und eben nicht, wie in vielen Hochglanzpornos auf die Kamera achten. Aber noch viel wichtiger ist, dass die Frauen zu 99% eine sehr ausgeprägte submissive, wenn nicht sogar devote Ausrichtung in der Sexualität für sich gefunden haben und diese bereits leben (können).

Nicht jeder Dom taugt dazu eine „O“ zu führen und nicht jede Sub eignet sich dazu eine „O“ zu werden. Das hängt vielfach damit zusammen, dass man als Mann vielleicht einfach nicht zu extremen Dingen neigt. Ich gehöre zu denjenigen, die keine ausgeprägte sadistische Ader haben, welches es mir persönlich schwer macht eine Frau nur aus Lustgewinn zu peinigen. Deswegen wird eine stark masochistisch ausgeprägte Sub mit mir nicht wirklich Freude haben.

Medulla und ich sind sehr stark im D/s verbunden, auch wenn sich sadistische Dinge bei mir und masochistische Dinge bei ihr immer mehr Raum greifen, so sind wir keine reinen SMer. Und werden dies wahrscheinlich auch nicht werden. Der erotische Anteil, das Spiel mit dem Lustschmerz, der Sex ist uns viel wichtiger als der SM.

Ob wir irgendwann dereinst als „Sir“ und „O“ durch die Welt laufen halte ich nicht für unmöglich, da ich denke, dass Medulla stark genug dafür ist und diese Stärke kann ich spiegeln. Wenn es dazu kommen sollte, dann werden wir uns gegenseitig hochschaukeln und dann wird es sehr gut werden. Aber wir lassen uns Zeit mit dieser möglichen Entwicklung. Sie wird dann einfach da sein und wir werden uns überrascht anschauen und sagen: „Yes! Genau unser Ding!“

Persönlich denke ich, dass man die Beziehung, wie sie im Buch beschrieben ist, nicht wirklich 24/7 ausleben kann. Die Zeiten haben sich geändert. Frauen und Männer gehen arbeiten, müssen beide Geld verdienen, Kinder werden geboren, Eltern werden krank. Es gibt viele Dinge, die es den „Normalos“ unmöglich macht 24/7 so extrem auszuleben.

Okay, wenn ich nun im Lotto gewinnen würde, dann würden sich sicherlich ein paar Damen einfinden, die nach meiner Pfeife tanzen würden (um es salopp zu formulieren), aber dies wäre keine wahre Submission, sondern nur versteckte Prostitution. Muss mal gesagt werden.

Allerdings habe ich persönliches Interesse daran eine Art „Parcours“ zu legen. Ein Spiel, welches ähnlich der amerikanischen Vorlage läuft und über ein ganzes Wochenende gehen wird.

Freitags: Kennenlernen und Reden.
Samstag: Spieltag
Sonntag: Manöverkritik

Es ist uns beiden durchaus bewusst, dass dies ein sehr ambitioniertes Ziel ist.

Es wird eine Art Bewerbungszeit geben, die online verbraucht wird. Dort kann man sich schon mal beschnüffeln. Zu einem Termin kommt es dann recht zügig und dann gilt es einfach.

Die Bewerberin muss sich bewusst sein, dass die einzige Sicherheit am Setup ist, dass ich kein Axtmörder bin und das alles nur geschieht, um die Frau zu „bedienen“. Jede Frage nach „Was passiert denn da?“ kann nicht beantwortet werden, weil es im Wesentlichen ein Mix aus dem ist, was sie gerne macht, was sie gerne machen will und was sie auf keinen Fall machen möchte. Sie muss sich bewusst sein, dass ich bereit bin mich vollständig auf sie einzulassen und dieses dankbar annehmen. Ebenfalls muss ihr klar werden, dass ich mich in ihren Grenzen frei bewegen werde und es am Spieltag selber nur an wenigen Stellen die Möglichkeit zum Ausstieg geben wird.

Die weitere Sicherheit ist, dass ich auch meine eigenen Grenzen habe, die ich niemals überschreiten werde. Spiele mit Blut, Nadeln, Age Play, Pet Play sind Dinge, die mich überhaupt nicht anmachen. Dieses wirklich „extreme SM“ eben ist etwas, was ich wohl nie können werde. Wie ich sagte, nicht jeder Dom kann eine „O“ führen, wenn die Spielarten nicht zusammen passen wollen.

Die Frau sagt zum Beispiel, dass Sex mit fremden Männern sie anmacht. Dazu habe ich dann eine Idee, aber ich werde diese nicht verraten. Oder sie denkt einfach daran ausgepeitscht zu werden, also werde ich sie an einem Ort meiner Wahl mit meinem Handwerkszeug vertraut machen.

Das alles ist noch nicht „O“, ganz bestimmt nicht. Aber wenn man harmoniert, dann kann daraus eine Bindung bestehen, in welcher man sich weiter entwickeln kann. Hier seien einfach mal die Stichworte „#Fuffzig“ und „#CircleOfFalbalus“ erwähnt. So würde ich gerne Frauen antrainieren, die beispielsweise an meinem 50. Geburtstag vorgeführt werden möchten (der ist 2020!).

Aber der Parcours hat auch feste Größen, wo ich mir das abhole, was ich brauche und möchte. Darüber werde ich zu keinem Zeitpunkt ein Wort verlieren. Die wichtigste Lektion, die eine angehende „O“ lernen muss ist zu gehorchen und bei Ungehorsam diszipliniert zu werden. Und darauf zu vertrauen, dass ich nichts zu werde, was sie überfordert oder was einfach nicht geht.

Wer sich zu diesem Zeitpunkt schon dafür interessiert, der schicke Medulla einfach eine eMail und „bewerbe“ sich vorab. Nennt dazu Euren Namen, Euren Wohnort und schickt dazu ein Bild von euch. Vor allem aber auch den Beweggrund, warum ihr euch hierfür interessiert. Intelligenz, einwandfreies Deutsch und Phantasie ist sexy. Wenn Du ungeduldig bist (soll es ja auch geben), dann nehmen wir Dich gegen einen entsprechenden Tribut schneller an.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird es als festen Bestandteil dieses Blogs eine Bewerbungsseite geben, die ich allerdings noch genau so backen muss, wie den grundlegenden Parcours.

„Schwarz oder Weiß – Borderliner kennen kein Grau“ von Svea Kerling – Rezension

Lange vor mir hergeschoben, immer wieder verworfen, neu begonnen und nun fertig. Die Rezension.


Das Buch ist absolut lesenswert.
Und selbst nachdem ich es vier mal durchgelesen habe, verstehe ich als Nicht-Betroffener wahrscheinlich nur 25% vom dem, was in Svea Kerling’s Kopf wirklich los ist. Und wahrscheinlich ist das auch gut so.

Die Konzeption besticht durch sehr viele private Einblicke in die Denkart einer Borderlinerin. Anders wird man es wohl auch kaum erklären können, denn Borderline gilt in meinen Augen eher als eine Sammeldiagnose von diversen psychischen Störungen und Borderliner müssen am Ende damit leben, diese zu haben.

Svea Kerling’s Weg mit den Dämonen in ihrem Kopf fertig zu werden klingt nach einem Tanz mit diesen Tieren, die in der Ausgestaltung nur in ihr so vorkommen und keinen Zwilling außerhalb ihres Kopfes finden werden. Borderliner werden das verstehen. Und doch ist eine Triggerwarnung gegeben. Ich bin oft an dem Punkt gekommen, wo ich mir dachte, wenn das nun jemand liest, der auch so tickt – na, Prost Mahlzeit.

Die Autorin stellt diese Frage jedoch nicht, sondern überlässt es dem Leser ungefiltert ebenfalls mit ihren Dämonen zu tanzen und festzustellen, ob das, was die Gesellschaft von einem Menschen verlangt, normal ist und damit sie die Kranke ist, oder ob es nicht viel mehr die Gesellschaft ist, die krank sei und damit die Autorin normal.

Absolut empfehlenswert.

„Sie lieben diejenigen ohne Maß, die sie ohne Grund hassen werden.“
Ein Zitat von Thomas Sydenham aus dem 17. Jahrhundert über das Borderline-Syndrom, das 1938 erstmals so benannt wurde.

Kindle-Edition:

https://www.amazon.de/Schwarz-oder-wei%C3%9F-Borderliner-kennen-ebook/dp/B00NVTH6JA?ie=UTF8&qid=1465204208&ref_=la_B00NY2MOD2_1_1&s=digital-text&sr=1-1

Der 3er im BDSM

Es gibt unterschiedliche Konstellationen im BDSM, die als 3er funktionieren. Dabei muss man sich zwangsläufig in modernen Zeiten davon verabschieden, dass es „nur“ zwei Männer und eine Frau oder zwei Frauen und ein Mann sind. Es können auch durchaus drei Männer oder drei Frauen sein, die Zeit miteinander verbringen wollen. Im BDSM kommt es einfach nur darauf an, wer dominant und wer submissiv ist.

Ich versuche einfach mal anhand der „klassischen“ Variante mit Männern und Frauen und aus meiner Sichtweise zu denken.

Bitte beachtet dabei folgende Legende:

  • M – dominanter Mann

  • m – submissiver Mann

  • F – dominante Frau

  • f – submissive Frau

Es kommt also auf die Groß- und Kleinschreibung an. Der/die Dritte im Bunde ist durch ein Leerzeichen getrennt.
Und immer daran denken, dass ich nur meine eigene Weisheit mit Löffeln gegessen habe. Ich kann auch falsch liegen und dann bitte ich einfach um Ergänzung oder Korrektur.


Mf f – Ein Dom mit zwei Subs

Der Klassiker im BDSM, wo ein Mann mit zwei Frauen spielt.

Die Frauen sind gleichberechtigt und dienen dem Mann.

Anders als in vielen Pornos ist hier der Mann der aktive Partner und „beschäftigt“ die Frauen.


 MF f – Dominantes Paar mit Sub

Hier bespielt ein Mann und eine Frau eine andere Frau.
Die Frauen sind nicht gleichberechtigt, es gibt ein klares Herrschaftsgefälle.

Beide dominante Partner können in einer offenen Beziehung unabhängig von einander sexuell aktiv sein.

Spezialität „Cuckcake“

Die dominante Frau ist selber Sub des Doms, wird gegenüber der Sub jedoch klar bevorzugt.
Sie wird die Sub unterweisen und ausbilden, und dann dem Dom zuführen.
Sie findet Gefallen daran, dass der Dom mit anderen Frauen zusammen ist und unterstützt ihn dabei aktiv.
Sie ist stets anwesend, wenn Dom und Sub zusammen sind. Allerdings obliegt dies nicht immer ihrer Entscheidung, sondern der ihres Doms. Eine klassische Ausgangslage für ein erfahrenes Paar, welches eine (deutlich) jüngere Frau in BDSM einführen will.
(Zielgruppe #1 dieser Webseite. Die Redaktion)


Mf F – Ein Dom mit Sub und Bullwife

Die externe Partnerin dominiert gemeinsam mit dem Dom die eigene Partnerin des Dom.

Die Frauen sind nicht gleich berechtigt, es gibt ein klares Herrschaftsgefälle.

Spezialität „Cuckquean“

Der Dom und die externe Partnerin führen eine eigenständige Liebschaft und die eigene Partnerin hat keinen Einfluss darauf.
Oftmals wird ihr jedweder Sex mit dem eigenen Partner vollständig verwehrt und sie muss „gegen ihren Willen“ ertragen, dass der Dom, auch vor ihren Augen, Sex mit der externen Partnerin hat. Die Sub genießt in diesem Szenario die Demütigung, sexuell nicht zu genügen. Sie wird das eheliche Schlafgemach für die Stelldicheins vorbereiten und anschließend die Betten machen. Außerdem serviert sie dem Dom und dem Bullwife das Frühstück ans Bett und verhält sich ansonsten still und leise. Sie trägt wahrscheinlich einen Keuschheitsgürtel, um eigene Sexualität zu unterbinden.


Mf M – Ein Dom, seine Sub, ein Dom

Der Dom teilt seine Sub als „Dominanter Wifesharer“ mit einem weiteren Mann.
Dabei hat die Sub kein Mitspracherecht. Oftmals geht es „nur“ um Sex und weniger um BDSM.

Denkbar sind Rollenspiele als „Hure“, wobei die Sub dabei den Schritt macht von „seiner“ Hure zu „einer“ Hure. Und dennoch „seine“ Hure bleibt, weil sie es für ihn tut. Diese Rollenspiele finden gerne in der Öffentlichkeit eines Pornokinos statt, wobei die Anonymität eines „Glory Holes“, wo die Sub andere, fremde Männer oral befriedigen muss, die „simpelste“ Angelegenheit ist.
Im klassischen „O“-Szenario wird die Sub ausgeliehen oder gänzlich übereignet. Sie wechselt den Besitzer.

Spezialität: „Bulling“

Der Dom führt, ähnlich wie beim „Cuckqueaning“, eine bi-sexuelle Beziehung mit dem anderen Mann.


 Mf m – Ein Dom, seine Sub, ein Sub

Prinzipiell nicht viel anders als das Mf f, nur dass der Dom damit seine Bi-Neigung befriedigen kann.
Denkbar ist auch eine Form des Wifesharings, wenn er beide submissiven Partner gegen deren „ausdrücklichen“ Willen beider Subs Sex haben lässt.


Jetzt würden die Varianten folgen, wo die Frau der dominante Part ist. Aber ich denke, dass die Leserschaft hier adaptieren kann.

Von der Frau, die genommen wurde (Teil Vier)

Eine Wächterin hakte sich unter und begleitete sie aus dem ersten Raum. Dort legte sie sich auf ein Bett und fühlte im Stillen mit einem Lächeln ihren Striemen, Schmerzen und dem Bolero nach.

————- Ende Teil 3 ————-

Sie döste vor sich hin. Ihr Zustand schrie nach einem langen, tiefen Schlaf. Ihre Libido jedoch war angefacht und mahnte zum Wachbleiben. Eingekuschelt in die Decke in einem Raum, der nur von ein paar Kerzen erleuchtet war hatte die Wache sie auf ein Sofa gelegt. Breit genug für mindestens vier Menschen. So viel Platz. Und doch lag sie dort, wo sie immer lag – ganz links mit einem Bein fast auf dem Fußboden.

Sie vermutete, dass sie in einer Art Zwischenraum lag. Es gab ganz genau ein Fenster, wo sich bereits ein Hauch von Dunkelheit gepaart mit dem Licht des Vollmondes mit wohl auch ganz genau einem Strahl den Weg in einen zimmerhohen Spiegel suchte, ihn fand und von dort zusammen mit den Kerzen ein sehr schaurig-schönes Licht verteilte. Ihr war nicht kalt. Langsam fühlte sie ihrem Körper hinterher und tastete nach neuen Erinnerungen. Sie fühlte neue Führungswege für ihre Finger, vor allem an der Seite unter den Armen und den Hintern entlang, die sich mit etwas älteren Narben vermischt hatten. Ihr Herr hatte ihr immer wieder gesagt, dass er sie regelmäßig zeichnen werde. Sie strich über die frischen Pfade und kostete ab und an an ihren Fingern.

Ihr war ganz bestimmt nicht nach Spielen mit Blut als sie ihn kennen lernte. Er war auch sicher kein ausgewiesener Sadist, doch so wie sie sich an ihm orientierte und seine Lust zu der ihren machte, so erforschte er auch ihre Gelüste und ließ sich auf das ein oder andere Neue ein. Sie verfiel ihm recht schnell. Weniger romantische Liebe, sondern einfach das tiefe Gefühl von Vertrauen und Respekt, welches man einem sehr guten Freund entgegenbringt. Sie schmunzelte bei dem Gedanken, dass wenn jemand sie fragen würde, wer „Er“ sei, sie sagen müsste, dass es sich um eine „Freundschaft plus mit gewissen Extras“ handelte. Er war niemals richtig brutal gewesen, aber sie hatte tief in ihr bereits schon lange den Wunsch danach mehr zu sein, als nur Trägerin von Halsband und „O“-Ring. Er meinte, dass ein Tattoo vielleicht ganz nett wäre, aber eine Narbe vielleicht etwas sei, was man im Zweifel umdeuten könne. Falls es nicht mehr funktionieren sollte.

Und nun fühlte sie gerade neuen Orden und Ehrenzeichen hinterher. Sie war stolz und grinste breit und schaute sich im Spiegel an. Und war unglaublich nass.

Sie horchte auf, als sich eine Türe öffnete. Eine Wächterin kam herein mit einem Stuhl.

„Steh‘ bitte auf!“

Sie tat es.

Auf dem Stuhl war ein Dildo fest fixiert. Im dunklen Schein erkannte sie, dass es sich um eine Penisreplik aus Latex handelte. Die Wächterin rückte den Stuhl zurecht.

„Du wirst Dir diesen Dildo nun beim Hinsetzen vollständig in den Anus einführen!“, sagte die Wächterin und drückte ihr eine Tube mit Gleitgel in die Finger. Schnell nahm sie es und quetschte eine nicht unerhebliche Menge aus. Damit massierte sie den Gummidildo und anschließend ihren Anus ein. Die Wächterin beobachtete das ganz genau. „Das ist hier kein Tanztee, dass geht schneller!“, betonte die Wächterin und sie bemühte sich den Gummipenis fast ohne Ansatz in den Anus aufzunehmen. Mit zwei, drei Fickbewegungen gelang ihr dies und die Wächterin fuhrt fort:

„Nimm‘ nun die Hände hinter den Stuhl!“

Sie tat es.

Mit einem kalten Gefühl und etwas ruppig fixierte die Wächterin sie mit Seilen am Stuhl fest. Zuerst die Arme, dann die Hände explizit. Die Beine spreizte sie so weit auseinander, dass sie nun ganz entblößt auf dem Stuhl zu genießen wäre. Dabei fesselte sie ihr die Beine ebenfalls am Stuhl fest und die Knöchel extra. Zufrieden mit ihrem Werk fuhr die Wächterin fort:

„Ich werde nun gehen! Sei brav!“

„Ja, das werde ich!“

Die Wächterin ließ die Türe laut zuknallen. Fast so als wollte sie dem Herrn ein Zeichen geben. Und so war es auch.

Im Zimmer ging eine zusätzliche Lichtquelle an und ihr wurde offenbar, dass der zimmerhohe Spiegel in Wahrheit eine Wand des Zimmers gewesen ist. Und zwar genau zu dem Raum, aus dem sie geschunden zuvor in diesen geführt wurde. Sie sah, dass dort die Herren mit den Damen an einer Tafel zusammensaßen und ihren Herrn nun langsam auf den Spiegel zukommen. Einige Damen waren bereits intensiv oral beschäftigt. Die ganze Szenerie, dass sie alle wahrscheinlich dabei zugeschaut haben könnten, wie sie auf diesem Stuhl fixiert wurde und bereits um den Dildo in ihrem Hintern wussten.

„Kannst Du mich hören, Liebes?“, krächzte seine Stimme über eine Gegensprechanlage. Sie nickt ihm zu.
„Erkennst Du dieses Gerät?“. Wieder nickte sie ihm zu. Es handelte sich um eine Fernbedienung … ein Gimmick, welches er ihr mal zeigte. Er hatte doch nicht … „Ahhhhhh!“ … er hatte.

„Ich habe mir erlaubt den Gummidildo, ein wenig zu pimpen. So hat er nun eine Verbindung zu einer leichten Stromquelle und wenn ich hier …“ – „Ahhhhh!“ – „… drauf drücke, aber Du merkst es ja gerade selber. Aufregend, nicht wahr?“
„Ja, mein Herr!“
„Ich kann Dich nicht ….“
„Ahhhhh! JA, MEIN HERR!“
“ … ah, jetzt kann ich Dich auch hören.“

Die Türe öffnete sich erneut und eine andere Wächterin kam mit einer Apparatur herein, die ähnlich einem Mikrofonständer zu bedienen war. An diesem befestigte sie einen Magic Wand und wieder krächzte es durch die Gegensprechanlage:
„Wie Du siehst, sollst Du ja nicht um Deinen Spaß kommen. Und … Du musst auch nicht fragen, ob Du kommen darfst. Komme einfach. Die Wächterin wird Dir nun den Magic Wand direkt auf die Klitoris setzen. Du bist zwar schon ein wenig fixiert, aber … nun …“
„Ahhhhh!“
„… wenn Du Dich zu sehr bewegst, dann wirst Du nicht mehr kommen können. Hast Du das verstanden?“
„JA, MEIN HERR!“
„Dann ist ja alles okay und wir können hier weitermachen, Liebes.“

Sie sah, wie er die Fernbedienung für den Dildo einem anderen Herrn zuwarf. Und genau zu diesem Zeitpunkt spürte sie die erste Welle auf sich zurollen.

————- Ende Teil 4 ————-

 

#CircleOfFalbalus -> The First Avengress – Erster Akt -> Pornokino

Gestern Abend war es dann so weit und ich ging mit Tara zum ersten Mal an die Öffentlichkeit.

Auf dem Weg sich gedanklich in 2017 mit dem“O“-Sein auseinander zu setzen, schrieb ich ihr bereits im ersten Business Meeting Anfang des Jahres ins Gebetsbuch, dass ich sie einmal pro Quartal in eine vorher nicht abgesprochene Situation bringe, und das ich schlicht und ergreifend Folgsamkeit erwarte.
Augenscheinlich war der Termin nicht sonderlich gut geeignet, denn aufgrund der Prüfungen an der Universität hatten wir uns in 2017 bisher nicht ganz so häufig gesehen. Tara erwähnte, dass sie durchaus die Hoffnung hatte, dass ich mein Versprechen irgendwie „vergessen“ würde, damit wir privat unter uns blieben. Wünsche dürfen geäußert werden, aber sie müssen sich nicht immer erfüllen.

Wir fuhren also gemeinsam ins Pornokino „Kino Hole“ (http://www.kino-hole.de/) und kamen auch sehr zügig zur Sache. Ich zog ihr das Halsband an, wir drehten eine kleine Runde und die Männertraube setzte sich in Bewegung. Im „Kino Hole“, welches momentan auch noch umgebaut wird, befinden sich drei Glory Holes, die frau von innen abschließen kann. Ich ließ sie darin Platz nehmen und schon kam der erste Penis bereits durch das Loch. Ich verließ das Glory Hole, Tara schloß hinter mir ab und ich drehte eine Runde, um mir die Schlange anzuschauen.
Die Männer waren durchaus alle mittleren Alters. Ich schätze den Durchschnitt auf 40 aufwärts und wirklich von jeder Größe, Form und Statur.

Nachdem sie mit dem ersten fertig war, bin ich dann mit in die Kabine rein und habe mir das aus der Nähe angesehen. Während sie zwei weitere Herren fertig bediente, zog ich sie oben rum aus und einen Schlips als Augenbinde an.

Ich führte sie dann aus der Kabine in den Gangbangraum, wo sie zwei weitere Herren im Sitzen bediente, dann zog ich sie ganz aus und legte sie auf den Gangbangtisch. Drei weitere Schwänze wurden leer gesaugt (respektive wurde sie in den Mund gefickt) und einmal kam es zum Analverkehr.

Wir waren insgesamt nur etwas mehr als eine Stunde da, aber sie hat brav mitgemacht, ohne Murren und Knurren.
Ich glaube, dass sie die Hälfte aller anwesenden Männer bediente und der Rest sich zumindest auf ihren Brüsten oder ihrem Gesicht entleerte.

Mein Vertrauen zu ihr ist ein großes Stück gewachsen, denn was vorher sich in ein paar „Mimimis“ ausdrückte, war der Sache am Ende nicht hinderlich.
Tara hat ihren Dienst ganz hervorragend verrichtet und ich bin mächtig stolz auf sie.

(Der werte Leser mag sich nun fragen, warum sich das als Tatsachenbericht liest und wo die ganzen Emotionen bleiben. Tatsache ist, dass der Dom in dieser Horde die Aufsicht führt und auf seine Sub zu achten hat. Er ist emotional weniger beteiligt, auch wenn der Ständer meinerseits nicht zu leugnen gewesen ist. Meinem Wunsch des Voyeurismus wurde zu 100% entsprochen, mit genau dem, was ich sehen wollte (Fremdnutzung) und machen wollte (Aufpassen)).

Wir werden dies zu gegebenem Anlass sicher wiederholen.

 

(Aus der Sicht von Tara selber: https://tarasropes.wordpress.com/2017/02/10/circle-royales-fleisch/)

Von der Frau, die genommen wurde (Teil Drei)

„Jetzt gilt es also.“, sagte sie, „Bauch rein – Brust raus!“

*knock* *knock* *knock*

————- Ende Teil 2 ————-

Sie ging noch ein paar Schritte zurück und stellte sich, wie sie es gelernt hatte auf. Arme hinter dem Kopf verschränkt, Beine gespreizt wartete sie nun ab, was geschehen sollte.

Mit lautem Klackern öffnete sich die Türe und eine ihr fremde Frauenstimme hieß sie in den Flur hinaustreten. Gleichzeitig ging das Licht im Badezimmer aus und sie bemerkte, dass der komplette Flur mit Kerzen ausgeleuchtet war. Als sie auf den Flur trat konnte sie ihren Pfad erkennen. Und so wie die Türen angeleuchtet waren, hatte sie mindestens drei Prüfungen vor sich. Vor jeder Türe stand eine leicht bekleidete Frau und hielt Wache.

Die Frau an ihrer Seite führte sie zu ersten Türe.

„Du wirst nun in diesen Raum hineingehen. Der Raum ist nicht beleuchtet. In der Mitte des Raumes steht ein Stuhl. Und neben diesen Stuhl wirst du dich stellen. Und warten.“

„Yes, Mistress!“

Die Frau öffnete die Türe und sie ging langsam hinein. Es war wirklich zappenduster und der Kerzenschein aus dem Flur war gerade stark genug, sodass sie schemenhaft einen Stuhl vor sich erkennen konnte. Sie stellte sich neben den Stuhl. Und wieder so, wie sie es gelernt hatte. Die Arme hinter dem Kopf verschränkt und die Beine gespreizt.

Langsam gewöhnten sich ihre Augen an die Dunkelheit. Und je länger sie in das Dunkel schaute, desto mehr konnte sie schemenhaft Schatten erkennen. Die Eingangstür fiel ins Schloss und sie erschrak dabei. Langsam dimmte sich nun das Licht im Zimmer auf und sie konnte Menschen um sich herum erkennen. Mehr Männer als Frauen. Tische und Stühle waren quadratisch um sie herum aufgebaut. Alle waren festlich gekleidet und es war überhaupt nicht zu übersehen, dass die Herren hier das Sagen hatten. Alle Damen trugen einen Stahlreif um ihren Hals, soweit sie das erkennen konnte. Die Herren trugen alle furchtbar teure Anzüge.

Jemand trat nun von hinten an sie heran und bedeckte ihre Augen erneut mit einer Augenbinde. Gleichzeitig wurde ihr das Halsband entfernt und durch einen schweren Stahlreif ersetzt. Dieser Stahlreif wurde mit Schrauben und Muttern befestigt. Ebenso wurden ihre Knöchel und ihre Handgelenke mit Stahlfesseln ausgestattet und auch diese wurden mit Schrauben und Muttern befestigt.

Sie hörte nun eine ihr sehr bekannte Stimme. Ihr Herr trat von hinten an sie heran und küsste sanft ihren Hals:

„Du wirst heute das Fliegen lernen.“

Sie bemerkte wie jemand auf den Stuhl stieg und es war ihr, als würde jemand eine rostige Rasselkette in irgendein System einfädeln.

Diese rostige Rasselkette wurde mit den Fesseln an ihren Handgelenken verbunden. Langsam streckten sich ihre Arme in den Himmel, je mehr an der Apparatur gezogen wurde. In dem Augenblick als sie sich nur noch auf Zehenspitzen auf dem Fußboden halten konnte wurden auch die Stahlfesseln an ihren Knöcheln in diese Apparatur eingeklinkt und gleichzeitig eine Spreizstange zwischen ihren Beinen befestigt.

Ihr Herr trat nun vor sie und legte ihr einen breiten Ledergurt um den Bauch. Dieser wurde ebenfalls mit Schrauben und Muttern fest verzogen. Eine weitere rostige Rasselkette wurde durch Haken und Ösen an den Arm- und Fußfesseln gezogen und gleichzeitig mit diesem Ledergurt verbunden.

Und dann hob sie ab! Im gleichen Rhythmus wie am Gewinde gezogen wurde, erhob sie sich immer weiter in die Höhe. Sie war so starr in diese Apparatur eingerichtet, dass sie flog. Sie hatte wirklich das Gefühl von Freiheit.

„Nun, meine Herren, es ist angerichtet. Bitte bedienen Sie sich.“

Sie hörte, wie mehrere Beinpaare nun aufstanden. Es wurden Koffer und Taschen geöffnet. Es klapperte überall. Sie hörte Peitschen einfach so in der Luft herum schnalzen. Und unvermittelt traf sie ein erster harter Schlag direkt auf ihre linke Brust. Und gleich danach ein zweiter auf ihre rechte. Und gleich danach wieder ein Schlag auf die linke Brust, während gleichzeitig ein Schlag direkt zwischen ihren Beinen das Ziel fand. Und während ein weiterer Schlag direkt dort landete, trafen gleichzeitig zwei Schläge ihre Brüste.
Sie hörte ihren Herren eine ihr sehr bekannte Melodie summen. Und zum Takt von Bolero stimmten die Menschen, die mit den unterschiedlichsten Dingen auf sie einschlugen, ein.

Dam da da da dam da da da dam da da da dam dam dam.
Dam da da da dam da da da dam da da da dam dam dam.

Und so verging für sie die Zeit tatsächlich wie im Flug. Im Nachhinein konnte sie sich auch überhaupt nicht mehr daran erinnern, was da so genau passierte, wie es genau passierte und es interessierte sie auch überhaupt nicht. Das einzige was sie interessierte war, dass es geschah.

Dam da da da dam da da da dam da da da dam dam dam.
Dam da da da dam da da da dam da da da dam dam dam.

Schläge trafen unvermittelt ihren ganzen Körper im Takt des Boleros. Und ihr Herr summte und klatschte den Rhythmus und jedes Mal, wenn der Rhythmus zu seinem Höhepunkt kam, wurde es intensiver, es wurde fester geschlagen, es wurde noch intensiver und es nahm einfach kein Ende.

Ihr Herr hatte ihr beigebracht, dass Schläge immer in einem Rhythmus kommen und sie sich nur auf den Höhepunkt konzentrieren muss. Und egal, wie die anderen Herren ihre Subs ansonsten schlugen, sie wurde so geschlagen, wie ihr Herr bei ihr immer Tat.

Dam da da da dam da da da dam da da da dam dam dam.
Dam da da da dam da da da dam da da da dam dam dam.

„So, jetzt ist es genug. Holt sie herunter.“

Sie befand sich noch in Trance als sie langsam dem Fußboden näherkam. Dort löste ihr Herr sie aus der Apparatur, wickelte sie in eine Decke an und drückte sie fest an sich. Sie war erfüllt mit Liebe in ihrem geschundenen Körper. Sie konnte ihren Herren riechen und spüren.

„Du wirst jetzt in den nächsten Raum gehen und Dich dort ein wenig ausruhen. Ich lasse dann nach Dir rufen.“

Eine Wächterin hakte sich unter und begleitete sie aus dem ersten Raum. Dort legte sie sich auf ein Bett und fühlte im Stillen mit einem Lächeln ihren Striemen, Schmerzen und dem Bolero nach.

————- Ende Teil 3 ————-

Von der Frau, die genommen wurde (Teil Zwei)

Er beugte sich zu ihr herunter und streichelte sie.

„Ich werde nun Deine Fessel lösen und dann das Zimmer verlassen. Wenn die Türe zu ist, dann nimmt die Augenbinde ab und schau Dich um.“ – Ja, Master.“

————- Ende Teil 1 ————-

Das Schließen der Türe nahm sie gar nicht wirklich wahr. Vielmehr rauschte es in Ihrem Kopf noch mit dem, was bisher gewesen ist. Sie musste sich zwingen zu denken und runter zu kommen, schließlich wusste sie, dass ihr Herr dieses alles hier nur für sie geschaffen hatte. Natürlich auch für ihn, logisch, also für beide, doch in den wirklich intimen Momenten gab er ihr immer zu verstehen, dass eines Tages der Tag kommen wird. Also „Der Tag“. Ist heute dieser Tag? Oder nur ein Vorgeschmack auf „Den Tag“? Und … welcher Tag ist heute eigentlich?

Sie lauschte noch eine ganze Weile in die Stille hinein. Kniend, die Hände immer noch hinter dem Kopf, den kalten Boden fühlend. Mit aufgerichtetem Oberkörper und gespreizten Beinen. Und stolz geschwellter Brust. In Gedanken schaute sie sich selber von einer imaginären Metaebene an und wunderte sich über die eigene Disziplin. Knien war bisher nie so ihr Ding gewesen, kriechen auch nicht. Natürlich hatte sie schon immer gekniet, vor vielen Männern aus den unterschiedlichsten Gründen und meistens nur für die schnelle Aufnahme falscher Proteine. Sie war schon immer gierig darauf Männer mit dem Mund zu verwöhnen und sich dafür die Belohnung quasi einzuverleiben. Und im Knien ging das halt einfach viel besser als im Sitzen oder Stehen oder … okay im Liegen, so halbseitig über den Bauch eines Mannes war es natürlich bequemer. Sie gab schon immer gerne orale Freuden, als diese selbst empfangen zu wollen. Aber jetzt? So wie sie sich selbst beobachtete, kannte sie sich selber nicht. Irgendwas war heute anders als sonst. Sie kniete … erstmals … so richtig … aus innerster Überzeugung heraus. Und … sie lächelte ihr kniendes Ich an und war unwahrscheinlich Stolz auf sich.

„Dann wollen wir mal“, flüsterte sie sich zu. Langsam nahm sie ihre Hände hinter dem Kopf weg und streifte ihre Augenbinde an. Sofort spürte die Sonnenstrahlen in ihrem Gesicht und es dauerte eine ganze Zeit lang, bis sie die Augen wirklich öffnen konnte. In Umrissen zunächst, aber dann immer klarer, erkannte sie einen Raum in einer Ruine. Fliesenfußboden. Gekachelte Wände. Ein Fenster ohne Gardinen. Das Handwaschbecken war halb kaputt und hing auch auf „halb acht“ herunter und dort wo das Loch war, muss wohl die Toilette gewesen sein. Und ihr Herr hatte sie direkt ins Sonnenlicht gebracht, welches durch das Fenster schien. Sie kniete direkt auf dem Fliesenboden unmittelbar vor einem Berg aus altem Laub angereichert mit Schutt und anderem Müll.

Sie drehte den Oberkörper und suchte nach etwas, was sie wohl finden sollte und fand es. Unter einem Stein lag ein Zettel. Daneben hatte ihr Herr ihre geliebten Hand- und Fußfesseln gelegt. Und sie erkannte einen Schlüssel. Langsam kroch sie, immer noch kniend, auf diese Zeichen hin.

„Ich habe Dir versprochen, dass ich mich um Dich kümmern werde. Ich habe Dir beigebracht, was es bedeutet mir zu dienen. Und Du hat diesen Weg bisher ohne Wehen und Klagen gemeistert. Deswegen bist Du heute hier. Lege zunächst die wahrscheinlich kaputten Halterlosen ab und dann die Hand- und Fußfesseln an. Bis auf das Halsband und Deine High Heels wirst Du heute keine andere Kleidung mehr tragen. Lasse einfach alles hier liegen. Es wird sich darum gekümmert werden.
Mit dem Schlüssel kannst Du diese Türe von innen öffnen. Damit entschließt Du Dich, dass es für Dich noch nicht soweit ist. Es ist keine Schande zu gehen. Gehe dann einfach in den Flur links und dann gleich wieder links. Dort habe ich Kleidung für Dich liegen, Deine Wertsachen sowie Dein Handy. Rufe mich an, und wir fahren heim.

Oder … Du klopfst von innen dreimal an die Türe.

Wie wirst Du Dich entscheiden?

Master F.“

Ein wohliger Schauer lief ihr den Rücken herunter. Denn so streng und konsequent Master F. sein konnte, so ein braver, irgendwie auch „treuer“ Mensch und Freund war er. Er überließ niemals etwas dem Zufall und seine Worte waren immer ehrlich. Sie könnte abbrechen und er würde sie dennoch so akzeptieren wie sie war. Er würde kein Wort darüber verlieren, sie einfach in den Arm nehmen. Er gehörte zu denjenigen, die einem „privat“ niemals etwas krummnahmen. Das machte ihn zu einem angenehmen Gesellen und Probleme aus dem Spiel drangen niemals in die freundschaftliche Ebene zwischen ihnen vor. Für ihn gab es kein „Versagen“, sondern nur eine „Hürde“, die es noch zu meistern galt. Konsequenz gab es für ihn nur in der Dynamik des Beisammenseins und ja, Ohrfeigen waren nur eine Maßnahme, die er sich ohne nähere Absprache einfach erlaubte. Er tat diese Dinge einfach. Er würgte sie auch ab und an, wenn es gerecht war. Er hatte fast immer einen Grund, was ihn jedoch nicht berechenbar machte. Und zu den Dingen, die er einfach tat, gehörten auch immer die Auswege. So wie jetzt mit dem Schlüssel.

Sie faltete den Zettel zusammen und legte diesen zusammen mit dem Stein und dem Schlüssel recht von sich hin. Langsam richtete sie sich auf und griff zu ihren Hand- und Fußfesseln. Sie zelebrierte das Bekleiden. Sie genoss diese Verwandlung heute mehr als sonst. Sie streichelte sich die Fesseln förmlich an den Körper und achtete auf jedes Detail. Wo sitzen die Ringe der Fesseln? Ist der Ring am Halsband auch mittig? Außerdem erlaubte sie sich heute, dass Halsband ein Tacken enger zu machen. Fast schon Blasphemie das Halsband überhaupt in diesem Szenario zu berühren, aber sie dachte sich, dass sie es nicht bequem haben wollte. Kein Finger sollte zwischen Hals und Halsband passen. So wie eben auch kein Blatt Papier zwischen ihrem Herrn und sich selber passen sollte.

„Jetzt gilt es also.“, sagte sie, „Bauch rein – Brust raus!“

*knock* *knock* *knock*

————- Ende Teil 2 ————-

 

Von der Frau, die genommen wurde (Teil Eins)

Das Ritual war extrem einfach.

  1. Klingeln.
    2. Der Herr öffnet die Türe und Du begrüßt ihn zunächst mit einem Handkuss. (Also Diener und den Ring küssen).
    3. Danach auf alle viere und beide Füße küssen. Das alles noch im Treppenhaus.
    4. Dann auf allen Vieren die Treppe hoch, den Zettel mit den Instruktionen des Abends nehmen (klebt an der Türe) und direkt ins Bad kriechen.
    5. Wenn ich nicht kriechen kann, dann einfach kniend vor ihm zur Ruhe kommen, eine Hand an den Reißverschluss seiner Hose, Blick nach unten.
    6. Dann darf ich die Treppe hochgehen, den Zettel nehmen und direkt ins Bad.
    7. Die Türe zum Bad bleibt immer offen, es sei denn ich muss groß, dann darf ich anlehnen.

Er würde ihr dann ihre Tasche ins Wohnzimmer stellen, die Wohnung verlassen und draußen auf sie warten.
Die Anweisungen auf dem kleinen Zettel gingen meistens ins Richtung Kleiderordnung, obgleich diese tendenziell immer gleich ist:

„Keine Unterwäsche, High Heels in schwarz, Halterlose oder Strapse in Schwarz (gerne blickdicht), Rock und Bluse oder leichtes Kleid.“

Es war aber auch möglich, dass sie nicht auf die Toilette durfte oder andere Scherze, die sie sich ein wenig unwohl fühlen ließen. Kleine Nickeligkeiten, die eben dazu gehörten, wenn man auf der submissiven Seite der Leine lebt. Sie ärgerte sich jedes Mal, aber grinste gleichzeitig auch über den Erfindungsreichtum. Diese kleinen Qualen waren meistens nur von 15 Minuten Dauer, weil sie dann kurz austreten durfte, natürlich öffentlich, oder Wäsche- und andere Klammern auch während der Autofahrt entfernen durfte.

Natürlich saß sie im Auto gehobenem Rock und so mit blankem Hintern auf dem Beifahrersitz und hatte die Beine zu spreizen. Die Bluse um den entscheidenden Knopf mehr geöffnet. Irgendwie Business Outfit, aber „slutty ohne Ende“. Sie mochte das, sehr sogar. So konnte sie einfach ihre Büroklamotten anbehalten und musste nur die flachen Schuhe gegen diese elendig hohen High Heels tauschen. Mittlerweile trug sie auch im Büroalltag keine Unterwäsche mehr, es sei denn sie hatte ihre Tage. Sie hatte sich an alles das, was ihr zu Beginn irgendwie zu blöd, zu doof, zu bescheuert, vorkam gewöhnt. Sie hatte gelernt, dass es nicht darum ginge, was sie für gut erachtet, sondern was er schön findet. Und sie spulte das Programm auch nicht einfach nur ab, sie lebte dieses Ritual durch von vorne bis hinten. Manchmal war sie so zügellos, dass sie seine Schuhe beim Küssen zusätzlich mit ihrer Zunge ableckte.

So geschah das alles auch an diesem lauen Sommerabend.

Die Sonne funkelte durch die Blätter der Bäume auf der Fahrt die Landstraße entlang. Er trug seine Sonnenbrille und massierte mit einem Finger sanft ihren Kitzler, während sie ihre Hände tatenlos auf ihren Oberschenkeln abzulegen hatte. Ihre Nässe bahnte sich den Weg und zwischendurch musste sie die Augen feste zukneifen, um nicht unversehens einfach zu kommen. Sie hatte sich immer wieder vorgenommen es irgendwie zu schaffen zu kommen, ohne dass er irgendetwas merken würde. Probiert hatte sie viele Dinge, aber immer dann, wenn er an ihr spielte, war immer irgendwas was er tat, was sie von ihrem Vorhaben abbrachte und sie einfach stottern musste: „May I cum, Master? Please, m-m-ay I cuu-u-m?“
Auf der anderen Seite wollte sie ihren Herrn jedoch auch nicht verarschen, denn ein Orgasmusverächter war er ganz gewiss nicht. Gefühlt „siegte“ sie immer im Cum-Duell mit 4 oder 5:1. Wozu also faken?

Sie fragte auch nicht mehr wohin der Weg eigentlich ging, und dies obwohl sie extrem neugierig war. Er würde ihr soundso irgendwas erzählen, was sie auf eine falsche Fährte locken würde und außerdem: Wo bliebe dann der Spaß und die Aufregung? Und wer zu viel fragt, riskiert auch den Herrn zu nerven und dann würde er sie einfach heimfahren und Ende des Tages. Sie blickte ihn einfach nur stumm an und nestelte aus dem Handschuhfach die Augenbinde. Sie nahm sich Zeit diese richtig aufzusetzen, so dass auch ihre Haare schön waren mit Maske. Dann wieder Hände auf die Oberschenkel und genießen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit und mindestens zwei „beinahe“ Orgasmen kam das Auto zum Stillstand. Sie hörte ihn, wie er aus dem Wagen ausstieg und die Beifahrertüre öffnete. Jedoch nahm er heute nicht ihre Hand, um ihr beim Aussteigen zu helfen, sondern zerriss einfach ihre Bluse und knotete mit den Fetzen ihre Hände hinter ihrem Kopf zusammen. Sie spürte, wie sich ein Halsband um ihren Hals legte. Und im Gegensatz zu vorher beinahe zärtlich in ihrem Nacken schloss. Gefolgt von einem festen Griff in ihr Haar, dem sie einfach aus dem Auto folgen musste. So fiel sie auf den Boden, weil sie sich nicht halten konnte. Sie bekam einen leichten Tritt in die Seite mit der Aufforderung „Contenance!“ und der Zug an ihren Haaren tat wirklich weh, aber sie stand wieder und wackelte hinter ihrem Herrn her. Felsiger Untergrund und High Heels vertrugen sich nicht sonderlich. Sein Schritt war fest, aber langsam. Dennoch hatte sie das Gefühl mehr hinterhergezogen zu werden als wirklich gehen zu können. Er sagte kein Wort und sie musste zwischen dem Schmerz am Kopf und an den Füßen vermitteln. Plötzlich. Stillstand.

„Vorsicht Stufen, Liebes. Drei Stück.“

Er schob sie an der Hüfte nach vorne, so dass ihre High Heels mit der Spitze gegen etwas, was sie als Treppe verstand, tippten. Sie wackelte langsam die Stufen hinauf, während er seine Hände wider Erwarten zärtlich um ihre Hüften legte. Nach drei Stufen blieb sie stehen.

„Wir sind gleich da.“

Mit einem Ruck zog er ihr den Rock herunter und entfernte den letzten Rest „Bluse in Streifen“ von ihr.

„Knie Dich hin.“

Sie tat, was er wollte. Was nicht ganz einfach war mit den Händen hinter dem Kopf gefesselt. Sie war nackt. Spürte nun an den Knien kalte Fliesen. Obwohl es ansonsten warm im Raum war. Es schimmerte ein wenig Licht durch die Augenbinde, aber sie war in seiner Gegend soundso ortsfremd. Sie atmete schnell. Erregt. Außer Atem, aber auch langsam wieder zu sich kommend. Durch das klarere Denken noch mehr erregt. Ein wenig verängstigt. Aber mehr erregt. Sie wusste nicht, was genau sie fühlte, aber es fühlte sich ungemein gut an. Benutzt soweit und „Ready for Benutzung, Master!“. Sie biss sich auf die Lippen.

„Ich werde Dich heute prüfen. Es gibt keine Regeln heute Abend, keine Grenzen, es gibt nur das Safeword. Wenn Du nicht mehr kannst, dann benutze es. Hast Du das verstanden?“

„Ja, Master. Es gibt keine Regeln und keine Grenzen, es gibt nur das Safeword. Und ich werde es benutzen, wenn ich nicht mehr kann. Ich habe verstanden, Master.“

„Wie lautet das Safeword?“ – „Stop, Master.“ – „Und wenn Du einen Gagball hast und nicht reden kannst?“ – „Dann werde ich sichtbar dreimal mit dem Kopf schütteln, Master.“ – „Und wenn Du den Kopf nicht bewegen kannst?“ – „Master wird mir seinen Schlüssel in die Hand drücken, den ich dann bei Bedarf fallen lasse.“

Er beugte sich zu ihr herunter und streichelte sie.

„Ich werde nun Deine Fessel lösen und dann das Zimmer verlassen. Wenn die Türe zu ist, dann nimmt die Augenbinde ab und schau Dich um.“ – Ja, Master.“

————- Ende Teil 1 ————-